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Thema: Tja...

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    AW: Tja...

    Du hast auch verloren, aber doch nur, weil du auf ein "totes Pferd " gesetzt hast. Ich frage mich wirklich, wie man sich manchmal selber so wenig Wert sein und selber sein Ego so schädigen kann?
    Ich kann das manchmal auch ganz prima
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Tja...

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Du hast auch verloren, aber doch nur, weil du auf ein "totes Pferd " gesetzt hast. Ich frage mich wirklich, wie man sich manchmal selber so wenig Wert sein und selber sein Ego so schädigen kann?
    Ich kann das manchmal auch ganz prima
    Das hat nichts damit zu tun, sich nichts wert zu sein, zumindest nicht wirklich. Ich glaube, dass gerade ich mich selber eigentlich ziemlich lieb habe. Das ist einfach Panik. Ich für meinen Teil hatte bisher ein ganz festes, in Stein gemeißeltes Bild davon, wie mein Leben verlaufen soll/muss. Ich trennte mich vor 3,5 Jahren nach 8 Jahren von meinem damaligen Freund, davor war ich 3 Jahre mit meinem ersten Freund zusammen. Davor lebte ich noch bei meinen Eltern. Und nun hatte ich mich getrennt nach so einer langen Zeit, hatte einen Haufen Schuldgefühle und ja, als ich nach 6 Monaten immernoch Single war, überkam mich ein wahnsinnige Panik. Ich hatte mir einfach eingebildet, dass ich nach ein paar Wochen wieder einen Freund haben würde, ich kannte doch nichts anderes.

    Ich sehe mich heute noch auf dem Küchenfußboden sitzen und heulen und mich in tiefster Verzweiflung fragen, wie es kommen kann, dass ich 6 Monate lang keinen Partner finde. Das mag manchem melodramatisch vorkommen, aber ich fühlte mich wirklich so schlecht. Erst jetzt, nach JAHREN und vielen Enttäuschungen weicht sich meine harte Vorstellung etwas auf. Ich war noch bis vor ein paar Wochen absolut nicht in der Lage ein anderes Lebensmodell als Familie und Kinder überhaupt mal zu durchdenken.

    Klar kriegst du Panik in so einer Situation...

    Naja aber...zumindest für eines war diese Trennung gut. Neuerdings bin ich in der Lage darüber nachzudenken, dass es für mich vielleicht niemals das geben wird, was ich mir vorgestellt hatte. Ich überlege mir die Vorteile dieser Situation, die es ja nunmal auch gibt. Und mir ist auch bewusst geworden, dass es mir im Prinzip keine Absicherung gibt, eine Familie zu gründen. Die Kinder können sich später nicht aufopfern, um immer für die Mutter dazusein, Ehemänner sterben meist viel eher als ihre Frauen oder hauen mit 50 ab um den 3ten Frühling mit einer Anderen zu erleben.

    Man hat, wenn man eine Familie gründet, im Prinzip auch nicht mehr "im Sack" als wenn man es nicht tut. Davon abgesehen ist es natürlich schon ein großer Verlust, nie eine Schwangerschaft zu erleben und sich nie um ein Kind kümmern zu dürfen. Aber damit muss man dann eben leben. Erhält man halt die Figur besser.

    Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich mich für Familie entscheiden, einfach so, ohne dass es direkt Nutzen bringt. Ich finde das einfach schöner. Aber ich kann es mir halt nicht aussuchen. Ich begreife das so langsam. Hat aber wirklich Jahre gedauert.

    Uly

  3. Inaktiver User

    AW: Tja...

    Zitat Zitat von Ulyssa Beitrag anzeigen

    Ich sehe mich heute noch auf dem Küchenfußboden sitzen und heulen und mich in tiefster Verzweiflung fragen, wie es kommen kann, dass ich 6 Monate lang keinen Partner finde.

    Naja aber...zumindest für eines war diese Trennung gut. Neuerdings bin ich in der Lage darüber nachzudenken, dass es für mich vielleicht niemals das geben wird, was ich mir vorgestellt hatte. Ich überlege mir die Vorteile dieser Situation, die es ja nunmal auch gibt. Und mir ist auch bewusst geworden, dass es mir im Prinzip keine Absicherung gibt, eine Familie zu gründen. Die Kinder können sich später nicht aufopfern, um immer für die Mutter dazusein, Ehemänner sterben meist viel eher als ihre Frauen oder hauen mit 50 ab um den 3ten Frühling mit einer Anderen zu erleben.

    Man hat, wenn man eine Familie gründet, im Prinzip auch nicht mehr "im Sack" als wenn man es nicht tut. Davon abgesehen ist es natürlich schon ein großer Verlust, nie eine Schwangerschaft zu erleben und sich nie um ein Kind kümmern zu dürfen. Aber damit muss man dann eben leben. Erhält man halt die Figur besser.

    Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich mich für Familie entscheiden, einfach so, ohne dass es direkt Nutzen bringt. Ich finde das einfach schöner. Aber ich kann es mir halt nicht aussuchen. Ich begreife das so langsam. Hat aber wirklich Jahre gedauert.

    Uly

    Hi Uly,

    irgendwie klingt das mit dem Küchenboden ja süß. Sorry, dass ich das so sehe und mich das irgendwo ein wenig erheitert.
    Es ist gut, dass Du jetzt mal ein wenig zu Dir finden kannst hoffentlich und eben nicht direkt in der nächsten Beziehung steckst, finde ich. Es müssen ja nicht Jahre werden und es muss nicht der Traumprinz werden. Ein Mittelweg wäre gut. Les Dich doch mal etwas in das Thema ein eine gute Beziehung zu führen, über Kommunikation und nein der nächstbeste Partner ist nicht immer der Richtige. Der fängt auf und denkt an sich ggf..

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    AW: Tja...

    Zitat Zitat von Ulyssa Beitrag anzeigen
    :

    Es ist eigentlich mit jedem Mann, mit dem es bisher nicht geklappt hat so, dass ich im Nachhinein, wenn die Gefühle abgeklungen und die Sache verarbeitet war, immer total froh war, dass es nicht geklappt hat, weil es eigentlich gar nicht gepasst hat. Diesmal wird das auch wieder so sein, denn irgendwas flüsterte mir schon Monate vor der Trennung zu, dass er es nicht sein kann, wenn ich mich so fühle, wie ich mich gefühlt hab.
    Uly, genau so war es bei mir auch. Bei mir läutete beim Kennenlernen ein ganzes Alarmglockenorchester, das ich konsequent ignoriert habe bzw. falsch gedeutet habe...[/QUOTE]


    Zitat Zitat von Ulyssa Beitrag anzeigen
    :Leider fühle ich mich trotzdem irgendwie in der Verliererrolle und kann nichtmal genau sagen, warum. Ich denke deshalb, weil er sich zurückgezogen hat. Weil ich nie richtig an ihn herankam. Das ist sehr egoschädigend. Mein armes, kleines Ego hat echt einiges einstecken müssen. Wenn ich bloß wüsste, wie ich das wieder hinkriege...
    Ja, in der Verliererrolle fühle ich mich auch. Zumal ich es schlimm finde, dass er nicht um uns kämpft...für ganz wichtig halte ich es, jetzt die Zeit zu nutzen, um sich selbst auf die Spur zu kommen, sich selbst besser kennen zu lernen und gut zu sich zu sein.

    Zitat Zitat von Ulyssa Beitrag anzeigen
    :Ja stimmt. Ich habe meine Bedürfnisse ignoriert, damit die "Beziehungen" endlich mal funktionieren sollten. Das ist das Problem, wenn du unbedingt jemanden haben willst. Wenn ich dran denke...meinen 30sten Geburtstag habe ich stundenlang in einer Autowerkstatt gesessen, weil das geliebte Auto meines nunmehr Ex-Ex-Freundes komische Geräusche gemacht hatte. Ich weiß heute nichtmal mehr, was ich an dem Kerl damals gefunden habe. Ich find ihn mittlerweile sogar schon fast ein wenig ekelig.

    Ich wollte einfach nur, dass es endlich hinhaut.
    Bei mir war es auch der Wunsch, anzukommen. Eine Familie zu gründen. Einfach, dass eine Beziehung endlich mal funktioniert. Nur ist mir jetzt erst so richtig bewusst, wie sehr das auf meine Kosten, auf Kosten des Selbstwertes, der eigenen Bedürfnisse ging...
    Geändert von mariabel (01.11.2012 um 12:47 Uhr)

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    AW: Tja...

    EIn kleines Update:

    Bisher war Funkstille. Gestern schrieb er mich an wegen der Schlüssel. Er schlug vor, dass ich seinen in meiner Wohnung deponieren soll und er kommt dann vormittags vorbei, wenn ich bei der Arbeit bin und legt mir meinen hin und noch ein paar Sachen von mir dazu. Also bloß nicht treffen. Ich fragte ihn, ob wir das wirklich so machen wollen, ich hätte gehofft, dass wir irgendwann mal einen Kaffee zusammen trinken können, nur so.

    Er meinte, das klingt verlockend, aber er würde noch oft an mich denken und könne sich auch nicht ganz zurückhalten ab und zu die Fotos anzuschauen. Ich sei ja doch sehr attraktiv und ein Treffen somit vll gefährlich.

    Ich habe ihm dann gesagt, dass ich das schade finde, aber akzeptiere und ihm ein paar gute Wünsche gesendet. Das wars.

    Er hat mir dann heute die Sachen und den Schlüssel in die Wohnung gestellt und dazu ein Weihnachtsgesteck. Natürlich sind wieder ein paar Tränchen geflossen, als ich dann heim kam.

    Warum sind wir gleich nochmal getrennt, wenn er doch an mich denkt und mich hübsch findet? Wahrscheinlich ist das alles ganz einfach und total nachvollziehbar, aber ich kann es nicht erkennen durch die Gerfühlsverwirrung.

    Ach man.

    Uly

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    AW: Tja...

    Hallo Uly,

    hab mir deinen Strang an einem Abend durchgelesen.

    Tragisch und Lustig zugleich, dass mehrere Menschen genau die gleiche Erfahrung machen.

    Wo steckt den der "Plan" dahinter ;-)

    Auch deine Frage kenne ich, wir hatten letzte Woche die Schlüsselübergabe. ...und da kam auch dieses "Warum sind wir jetzt gleich noch einmal getrennt?"

    Du hast es mal ganz kurz und knapp formuliert: "So toll war's wohl nicht - sonst hätten wir uns nicht getrennt".

    Bei uns war es das Kinderthema was große Unsicherheiten seinerseits ausgelöst hatte. Wir haben einen Altersunterschied von 14 Jahren, er hat bereits 2 Kinder. Es war ein gefühlsmäßiges Hin- und Her. Ja, das machen - Nein, ich kann doch nicht....usw.
    Irgendwann hab ich für mich begriffen, wenn Jemand so unsicher ist, seine Meinung ändert wie ein Fähnchen im Wind ist er nicht bei sich. Und somit auch kein wirklicher Partner, der muss erst einmal sich Selbst wieder kennenlerne.

    Davon abgesehen glaube ich auch, dass er in die Vorstellung von uns verliebt war. Aber ob es um mich als Person gegangen ist, zweifle ich an. Es gab bei uns auch diese großen Gesten von Ihm gleich zu Anfang und während der Beziehung...

    Wenn er (dein Ex) sagt das klingt verlockend dich zu sehen, du siehst ja doch sehr attraktiv aus etc.. finde ich das eine ziemlich plumpe art!

    Ich weiß manchmal läufts grad nicht nach Wunsch. Ich find's auch nicht sooo lustig "allein" zu sein und dann noch diese Weihnachtsgedöns - puhhh.

    Aber was willst machen? Du kannst nichts ändern. Du kannst dir höchsten sagen: Ich will oder Ich wünsche mir einen Mann der mich liebt, der mich verdammt noch einmal richtig liebt.
    Ich wünsche mir große Gefühle und will keinen Ersatz dafür!

    Glaubst du, du warst die große Liebe für Ihn?
    Glaubst du, er war die große Liebe für Dich?

    Das ist doch das was wir eigentlich wollen! Die "Große Liebe" (oder nennen wir sie "beständige Liebe), dafür lohnt es sich die "kleinen Lieben" dankbar loszulassen.

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