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  1. User Info Menu

    verwirrt Nach Trennung Krebsdiagnose

    Ich weiß nicht was ich machen soll und bin hin und her gerissen.

    Nach 24 Jahre Ehe habe ich im Mai die Scheidung eingereicht und biefinde mich im Trennungsjahr - bereite meinen Auszug vor. Es sollte alles friedlich ablaufen. Wir haben uns einfach auseinander gelebt, keine gemeinsame Interessen mehr - haben uns nix mehr zu sagen - Kinder sind groß. Ich trage diesen Schritt schon seit mehren Jahren mit mir rum. Und dann ist da das Thema Schwiegermutter, die im Haus wohnt und uns kein Privatleben lässt (kein Anklopfen, wühlt in unsere Post usw. usw.).
    Dann ist es hier ein 198 E Wohner dorf und mir fehlt die Stadt. Die Kinder sage: Tue es, Papa wird sich nie ändern,

    Jetzt noch einen Monat im Trennungsjahr, hat er die Diagnose Leberkrebs bekommen.

    Was soll ich nun tun?

    Bleibe ich, dann wäre es aus Mitleid - und ich hätte das Problem Schwiegermutter weiterhin.
    Ziehe ich aus wie geplant, quält mir das schlechte Gewissen. Er sagt zwar ich soll es weiter durchziehen, er hat ja meine Telefonnummer. Ich wäre für ihn da, man muss nicht zusammen wohnen.

    Ich fülle mich trotzdem Schlecht
    Mein neuer Mietvertrag ist schon unterschrieben und alles geregelt, aber zu diesem Zeitpunkt konnte keiner von uns diese Diagnose ahnen.

    Was würdet Ihr tun? Ich weiß nicht was ich tun soll und das schlägt auch schon auf meinen Magen

    Das ich später der letzte A.... bin bei seiner Mutter & Co das weiß ich, dass bin ich sowie so schon.

    Ich bin hin und hergerissen

    Was meint Ihr?
    Geändert von Machtlose (06.07.2012 um 15:12 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Nach Trennung Krebsdiagnose

    Trennung durchziehen und Deinen Nochehemann unterstützen, wo er Unterstützung benötigt. Das sollte nach 20 Jahren und mit gemeinsamen Kindern drin sein. Geänderte gesundheitliche Umstände sind kein Grund, in einer nichtssagenden Ehe zu verharren. Das hat dann eher den Eindruck des "Ich warte bis er von selbst weg ist".

  3. User Info Menu

    AW: Nach Trennung Krebsdiagnose

    Ich befand mich in einer ähnlichen Situation - bin aber ausgezogen.
    Beweggrund war damals, dass ich das Gefühl hatte dass ich für niemanden mehr da sein kann wenn ich keinen eigenen Rückzugsraum habe, in dem ich mich wohlfühle und Kraft schöpfe.
    Zieh aus und versuche dann für ihn da zu sein - so wie eine gute Freundin es eben tun würde (die auch nicht auf die Idee kommen würde bei ihm einzuziehen, oder?)

    Was die Schwiegermutter angeht - wenn sie sich so schon einmischt, wird es jetzt sicher nicht besser werden. Auch das raubt Kraft die du bei ihm sicher sinnvoller einsetzen kannst..

  4. Inaktiver User

    AW: Nach Trennung Krebsdiagnose

    Zitat Zitat von Machtlose Beitrag anzeigen
    .... Er sagt zwar ich soll es weiter durchziehen, er hat ja meine Telefonnummer. Ich wäre für ihn da, man muss nicht zusammen wohnen.....
    Was meint Ihr?
    Hör auf Deinen Mann. Er macht eine klare Ansage und die gilt.
    Die meisten Männer sind eben nicht so gestrickt, dass sie das eine sagen und das andere meinen.

    Dein Mann weiß vermutlich um die Schwere der Krankheit und deren Verlauf.
    Machtlose, da bist Du besser in einer Umgebung aufgehoben, die Du Dir ausgesucht hast und die als Rückzugsgebiet wichtig ist.

    Das ich später der letzte A.... bin bei seiner Mutter & Co das weiß ich, dass bin ich sowie so schon.
    Das sollte die letzte aller Deiner Sorgen sein.
    Für Mutter & Co brauchst Du gar nix zu überlegen.

    Du bist vermutlich so oder so für sie der Sündenbock - im biblischen Sinne. Sie werden versuchen, ihre Ängste und ihren Kummer auf die Machtlose zu stapeln .... aber die Machtlose braucht das nicht anzunehmen. Tu einfach so, als würden sie neben Dir stapeln, lass die Bürde liegen... sie gehört Dir nicht .... und geh weg!

  5. User Info Menu

    AW: Nach Trennung Krebsdiagnose

    Danke

    Was mach ich mit meinen schlechten Gewissen, was mir den Schlaf raubt?

  6. Inaktiver User

    AW: Nach Trennung Krebsdiagnose

    Liebe Machtlose,
    du hast die Macht eine Entscheidung zu treffen, die dir entspricht.

    Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

    So steht es geschrieben, nicht mehr und nicht weniger "nur" wie dich selbst.

    Dein Mann "stärkt" dir den Rücken in deiner Entscheidung auszuziehen - nimm ihn wörtlich, respektiere diese/seine Aussage und zieh aus.
    Vielleicht bewundert er ein klein wenig sogar deinen Mut zu gehen, sich von der Oberhoheit der Mutter, deiner Schwiegermutter, zu trennen.

    Sei ihm wertschätzende Begleitung auf seinem Weg und achte auf dich, deine Kräfte, deine Grenzen.

  7. Inaktiver User

    AW: Nach Trennung Krebsdiagnose

    du kannst deinem noch-ehemann mehr hilfe und unterstützung sein und geben wenn du auch zu deinen bedürfnissen stehst.

    er nimmt es dir doch an keinem punkt krumm-er ermunterert dich deinen weg zu gehen. dann nimm in den dunkelsten stunden seine ermunterung als seinen wunsch an- vielleicht kann dir das ein wenig ruhe geben.

  8. Inaktiver User

    AW: Nach Trennung Krebsdiagnose

    Zitat Zitat von Machtlose Beitrag anzeigen
    Danke

    Was mach ich mit meinen schlechten Gewissen, was mir den Schlaf raubt?
    Das schlechte Gewissen machst Du Dir selbst.

    Du kannst es Dir selbst auch wieder nehmen.

    Sonst schreibst Du eben drei mal täglich 500 mal:

    "Ich respektiere mich - ich respektiere ihn"

    ... eine Woche lang - wie Antibiotika!

  9. Inaktiver User

    AW: Nach Trennung Krebsdiagnose

    Zitat Zitat von Machtlose Beitrag anzeigen
    Danke

    Was mach ich mit meinen schlechten Gewissen, was mir den Schlaf raubt?
    Suche das Gespräch bei einer neutralen Stelle (Diakonie, Caritas, Frauen helfen Frauen e.V.), sie begleiten Menschen in Konfliktsituationen, es gibt auch spezielle Trauer- und Sterbebegleiter, die sich um Angehörige kümmern.
    Es spielt keine Rolle, ob du deinen Mann aktiv begleitetest - diese Menschen kennen die unterschiedlichsten Konstellationen und hören dir zu.

  10. Inaktiver User

    AW: Nach Trennung Krebsdiagnose

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... er nimmt es dir doch an keinem punkt krumm...
    Mir fällt gerade ein, liebe Machtlose:

    Kann es sein, dass Du Dich an seiner Stelle siehst und es für ein Unding hieltest, wenn man Dich so "fallen" ließe?

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