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  1. Inaktiver User

    Die Leere nach der Trennung

    Hallo Ihr Lieben,

    bin momentan ziemlich verloren und hoffe auf Eure Unterstützung, Eure Meinungen und Ratschläge.

    Vor 7 Wochen hat sich mein Partner von mir getrennt. Die Gründe hierfür liegen zum einen sicherlich darin, dass ich zu sehr klammerte, mir das Funktionieren zu sehr wünschte, ihn auch glaubte zu brauchen. Zum anderen hatte ich mir für meine Persönlichkeitsstruktur den Falschen ausgesucht. Er hat selber viele Probleme mit sich, kann sich nicht öffnen, Nähe zulassen fällt ihm schwer und Konfliktfähigkeit ist etwas, was er nur aus der Theorie kennt. Zusamenfassend: es hat einfach (?) nicht gepaßt. Ich habe so sehr um uns gekämpft, obgleich ich schon viel früher als er wußte, dass es eigentlich keine Zukunft geben kann, ich mehr oder anderes von einer Beziehung möchte, als das, was er mir geben kann. Trotzdem habe ich ihn geliebt. Ob ich es noch tue, weiß ich nicht. Der schlimmste Liebeskummer ist vorüber und ich habe akzeptiert, dass es kein Zurück mehr gibt (auch wenn mich diese Tiefs noch immer mal wieder einholen).

    Aber nun - nachdem sich das ultimative Gefühlschaos gelegt hat - bleibt eine riesengroße Leere zurück. Wenn meine 5-jährige Tochter (nicht aus dieser Beziehung, sondern aus meiner ersten Ehe) nicht wäre, würde ich richtig am Rad drehen. Ich weiß nichts mit mir anzufangen, quäle mich zwar durch manigfaltige Aktivitäten, aber mir ist irgendwie der Sinn verloren gegangen. Ich identifizierte mich bislang immer so sehr mit meinen Beziehungen (sicher auch ein Grund, warum ich die Beziehung nicht aufgeben konnte, obwohl ich wußte, dass sie zum Scheitern verurteilt war, warum ich mich so an ihn klammerte) und war auch in meinem 36-jährigen Leben noch nie wirklich allein. Und jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich keine andere Wahl habe, ich mich diesem Allein-mit-mir-Klarkommen auch stellen möchte. Aber es ist so unendlich schwer, tut so weh. Es fehlt mir jede Perspektive, jeder Spaß und irgendwie auch die Hoffnung auf ein glückliches Leben.

    Wie seid Ihr mit der Leere klargekommen?

    Ich würde mich sehr über Eure Antworten freuen.

    Bis dahin einen schönen Tag und liebe Grüße
    Murakami

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    Re: Die Leere nach der Trennung

    Hallo Murakami,

    diese Leere durchlebe ich gerade auch... mein Partner hat mich zwar erst vor einer Woche verlassen - aber insgesamt dauert diese Trennungsphase schon 4 Wochen (hab ich in nem anderen Strang erzählt). Ich bin leider noch nicht so weit, dass ich es akzeptieren könnte, dass es kein Zurück mehr gibt.

    Ich kenne aus früheren Trennungen diese ganzen Liebeskummerphasen. Wenn Du schon weißt, dass es nicht gepasst hat, dann sollte Dir das Mut machen, Deinen eigenen Weg zu finden und Dich auch einmal ohne Beziehung zu definieren. Nach meinen langjährigen Beziehungen (zweimal über 7 Jahre) habe ich immer eine Phase der "Selbstfindung" gebraucht, um bereit für etwas neues zu sein. Klar, am Anfang ist es hölle schwierig, sich zu etwas aufzuraffen, was einem ja eigentlich gut tut, weil alles gute so sinnlos scheint. Mir gehts noch genauso. Aber ich weiß ja auch, dass wieder andere Zeiten kommen, in denen es mir WIRKLICH gut tut! Und nur mir! Hab Geduld mit Dir, bleib weiter auf dem Weg und lerne mit Dir selbst auszukommen. Ein neuer Mann hat sich eigentlich immer genau dann in mein Leben geschlichen, wenn ich der festen Überzeugung war, dass ich auch mit mir ganz alleine sehr glücklich bin...

    Ich drück Dich mal ganz dolle - und versichere Dir, dass die Leere sich auch irgendwann wieder mit Leben und Glück füllt.

    LG
    Miracle

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    Re: Die Leere nach der Trennung

    Hi Murakami,

    auch mir geht es nicht anders. Mein Mann hat mich vor einer Woche verlassen. Ich habe noch die Hoffnung dass es ein Zurück gibt, denn ich liebe ihn noch.

    Es ist nicht leicht mit dieser Leere fertig zu werden. Kann Dir da leider keine Ratschläge geben, da ich selbst sehr leide und das Gefühl habe nicht mehr glücklich zu werden. Auch das Alleinsein fällt mir sehr schwer, ich heule oft stundenlang.

    Fühl Dich auf jeden Fall ganz lieb gedrückt von mir.


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    Re: Die Leere nach der Trennung

    Hallo Murakami
    Ich kann dir auch nur sagen mache Sachen die dir gut tun. Unternehme was, was dir und deiner Tochter Spass macht. Es erfüllt einen sehr, wenn die kleinen glücklich sind. Es wird dann zwar wieder die Zeit kommen wo du wieder Leere empfindest, dass geht mir noch genauso doch es lässt nach.
    Gib nicht auf und kämpfe für dich und deine Tochter so wie du es vorher für deine Beziehung gemacht hast.
    Ich wünsche dir viel Kraft.
    LG Avalon

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    Re: Die Leere nach der Trennung

    hallo murakami,

    sei erst mal ganz lieb gedrückt .

    ich versteh jedes deiner worte. ist so, als ob du meine geschichte geschrieben hättest.
    ER trennte sich nach sieben monaten am 02.mai. ich hatte auch schon lange gespürt, dass er mir nicht reicht - "kann sich nicht öffnen, nähe nicht zulassen, keine konfliktfähigkeit,........" er zog sich regelmäßig aus meinem leben zurück.
    ich habe zwei kinder aus einer anderen (8jährigen) beziehung. die kids gab er mit als hauptgrund an. schon hart, das hinzunehmen.

    die leeeeeeeeeeeeere ist da, ständig und unerbittlich. die kinder zwingen zum funktionieren. ich muß mich so oft zum täglichen zwingen.

    und genau wie du hab' ich das gefühl, dass ich mich ohne mann nur "halb" fühle. denk' manchmal, dass ich zwar glaube, allein klar zu kommen, aber jetzt am alleinsein scheiter'.
    zum glück gab es schon die momente, in denen ich klar sehen konnte. hab' schon paar pläne im hinterkopf. i.wann gehts los. fühl' mich nur noch etwas kraftlos.
    obwohl, ein ziel hab' ich bereits festgelegt. im herbst ist ein halbmarathon fällig!!!!!

    hatte ich vor einigen tagen noch panik, männer wollen keine frauen mit kindern, bin ich heute i.wie zuversichtlich. wer uns will, weil er uns richtig liebt, nimmt uns auch mit den süssen rackern

    kopf hoch. wir kriegen das hin, o.k.?!! bist hier völlig richtig. ohne das forum mit den vielen starken und so lieben frauen hätte ich so manchen abend nur heulend und in selbstmitleid ertrinkend verbracht.

    ganz liebe grüße von cat

  6. Inaktiver User

    Re: Die Leere nach der Trennung

    Liebe Miracle,

    schön, dass Du antwortest, weniger schön, dass auch Du das gerade durchlebst. Eine echte Scheiß-Zeit, oder? Warum hat sich denn Dein Partner von Dir getrennt.

    Ich denke, Du hast Recht, ich muß erstmal lernen, mich ohne Beziehung zu definieren. Das ist wichtig und ich fühle das auch. Gerade, dass ich das weiß, hat mir geholfen, nicht mehr auf ein Zurück zu hoffen. Auch wenn gestern gerade wieder ein Tag war, an dem ich doch wieder hoffen wollte, weil es manchmal "einfacher" scheint, zu hoffen als mit dieser Leere klarzukommen. Aber es hat ja keinen Sinn mehr.

    Aber auch in klaren Momenten bleibt es einfach leer, dieses Vakuum ist so erdrückend.

    Ich drück Dich ganz fest!

    Wie geht es Dir denn heute? Wie überlebst Du die Tage? Gerade die ersten Tage habe ich als die Hölle empfunden.

    Bis bald, Murakami

  7. Inaktiver User

    Re: Die Leere nach der Trennung

    Och Mensch, MadameG,

    das hört sich gar nicht gut an...

    Aber ich glaube, dass das Weinen gut ist. Dann kommt es wenigstens raus. Mir ist das Weinen schwer gefallen, noch immer kommen die Tränen nicht wie sie sollten.

    Ich kann so mit Dir fühlen. Es tut sich ein Abgrund auf und man fällt und fällt und fällt. Gibt es etwas schlimmeres, als dieses Gefühl?

    Magst Du Deine Geschichte ein bißchen erzählen?

    Fühl Dich von mir gedrückt. Ich hoffe, Du kommst einigermaßen über den Tag.
    Liebste Grüße
    Murakami

  8. Inaktiver User

    Re: Die Leere nach der Trennung

    Liebe Leidensgenossin,

    kannst Du mir verraten, wieso wir an solche Männer geraten sind. Anfangs gab er sich so viele Mühe, öffnete sich, gab den Blick frei zu seinem Herzen. Aber mit jedem Tag verschloß sich diese Tür mehr. Ich konnte ihn nicht mehr erreichen. Er sagte, ich würde ihn nerven mit meinem ständigen Bedürfnis zu reden. Aber gehört Reden nicht zu einer Beziehung? Sonst bleiben beide doch irgendwie immer alleine (ich war es zumindest über weite Strecken)

    Mit meiner Tochter hat er sich blendend verstanden. Sie wollte er nicht verlieren, aber mit mir konnte er unmöglich leben. (Klar, ich bin ja auch unerträglich

    Manchmal geht es mir auch gut und ich vergesse die Leere für einen kleinen Moment, aber gerade im Moment, jetzt, wo ich mich von der Beziehug tatsächlich verabschiede, ist sie präsenter denn je. Fast fühlte ich mich "ausgefüllter", als ich noch im Liebeskummer schwamm. Da fühlte ich wenigstens irgendwas. Jetzt bin ich nur noch einsam und habe das Gefühl, es würde sich niemals etwas an diesem Zustand ändern...

    Und - Du hast Recht - uns gibt es nur mit den kids, und das ist gut so, denn die Kinder sind das Beste, was wir haben und ihnen passieren kann!

    Schönen Tag!
    Murakami

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    Re: Die Leere nach der Trennung

    Hallo Leidensgenossinnen,

    meine Trennung ist jetzt sechs Wochen her. Angekündigt hat sie sich aber schon vor einem Jahr. Ich bin meistens einfach nur traurig. Könnte nur heulen. Ich sehe ihn vor mir. Höre seine Stimme. Denke ständig an ihn. Träume von ihm. Das ist doch krank! Trotz völliger Kontaktsperre!

    Er ist seit Januar in New York, zum Arbeiten. Wir hatten NIE Stress. Wir hatten alles. Leidenschaft, Liebe, liebevolle Zärtlichkeit, Harmonie. Trotzdem ist er jetzt weg. Ich verstehe es nicht und kann es einfach nicht akzeptieren.



    Ich weiss nicht, was ich noch tun soll, damit es mir besser geht

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    Re: Die Leere nach der Trennung

    Hallo ihr lieben Leidensgenossinen,

    ja heulen befreit schon, bloß ist es schlimm wenn es nicht mehr richtig kontrollierbar ist. Es ist schon peinlich wenn einem in der straßenbahn oder auf der straße die Tränen runterrollen.

    Mein Mann und ich sind jetzt 5 jahre verheiratet. Vor einer Woche hat er mich verlassen. Wir haben uns schon vor einem halben Jahr räumlich zuhause getrennt. Das schlimme ist, ich habe ihn unter Druck gesetzt, damit er geht, weil ich den Zustand und die gegenseitigen verletzungen nicht mehr ertragen konnte.Und jetzt wo er tatsächlich weg ist leide ich ohne Ende.

    Ich liebe meinen mann, aber es ist sehr schwer mit ihm zu leben. Er kann auch nur sehr schwer über seine gefühle reden. Hatten wir Streit wegen ner Kleinigkeit, so hat er eine Woche lang mit mir nix geredet. Hinterher sollte es für ihn vergessen sein. Das war für mich unerträglich, denn ich muss Sachen bereinigen, es genügt mir nicht es einfach zu vergessen, es muss bereinigt werden.

    Tja und jetzt ist er weg, ich habe noch nicht mal seine Adresse. Weiss nur dass er bei einem Freund in einer anderen stadt wohnt.

    Mein Mann ist Afrikaner, wir haben uns vor 9 Jahren in Afrika kennengelernt. Ich bin immer wieder runterflogen, mein längster Aufenthalt war 3 Monate. Um zusammen eine Zukunft zu haben, haben wir vor 5 jahren in Afrika geheiratet und ein halbes Jahr später konnte er nach D kommen. Ich habe ihm geholfen hier Fuss zu fassen, sprich deutschkurse usw.

    Mir war im vorhinein klar, dass eine Multi-kulturelle Beziehung nicht einfach ist, aber wir haben uns geliebt und ich habe gedacht durch Liebe kann man alles überwinden.

    Mein Mann hat 2 Seiten, die eine seite ist sehr liebevoll und fürsorglich, warm und zärtlich, die andere Seite sehr kalt und hart, besonders wenn er sich verletzt fühlt. Dann ist ein Reden nicht möglich. Er wird sehr verletzend.

    Auch ich war vorher nie lange ohne Partner, hatte immer langjährige Beziehungen die dann irgendwann gescheitert sind. Allmählich mache ich mir Gedanken, ob das immer an mir liegt.

    Ich hoffe und bete, dass wir es nochmal miteinander schaffen. Ich habe damals so gekämpft, damit wir zusammen sein konnten, alle formalitäten, finanziell usw. damit die Einreise klappte. Und jetzt bin ich wieder bereit zu kämpfen, denn ich liebe meinen Mann und ich weiss er hat mich geliebt. Ob er mich jetzt noch liebt, da bin ich mir nicht sicher.

    Wir hatten nie ne einfache Beziehung. Es gab sehr gute Phasen und auch sehr heftige Auseinandersetzungen, doch wir haben immer wieder zueinander gefunden. Gut, vielleicht hab ich auch immer klein beigegeben.

    Viele haben damals gedacht, mein Mann heiratet mich des Aufenthalts wegen. Aber dessen bin ich mir sogar heute noch sicher, er hat mich wirklich geliebt, wenn auch auf seine Art und weise. Aber er hat mich geliebt.

    Und jetzt ist er weg, ich habe nur die Möglichkeit ihn auf dem Handy zu erreichen, aber davor hab ich angst. Ich wünsche mir und bete darum, dass es nicht das Ende für immer ist, sondern dass wir wieder einen Weg finden können. Will diese Hoffnung einfach nicht aufgeben.

    Es ist so traurig, alles hier in der Wohnung erinnert mich an ihn. Ich könnte heulen, heulen und heulen, obwohl ich weiss, dass das meinen mann sicher nicht zurückbringen wird. er hasst es sowieso wenn ich heule, dann wird er total verhärtet.

    Ihr Lieben, ich wünsche uns allen viel Kraft diese schlimme Phase durchzustehen und hoffe, dass für uns alle die Sonne wieder scheinen wird und die dunklen Wolken sich am Himmel verziehen.

    Liebe Grüße
    MadamG

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