Liebe Soulsister,
drücke Dich mal ganz doll *drück*. Kann das gut nachempfinden!
Sitze auch im Büro, kämpfe die ganze Zeit mit den Tränen, lasse ihnen mal etwas Lauf und flüchte auf die Toilette.
Konzentrieren ist ganz schlecht, aber alles ist besser, als jetzt zu Hause zu sitzen und zu grübeln.
Das schlimmste ist heute morgen die "Erkenntnis", auch nicht mehr zu seinem Leben zu gehören. Seinen Tagesablauf so gut zu kennen, aber nicht mehr dazu zu gehören.
Scheiße, ich heule auch
Bis später
Schlafmaus
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Ergebnis 11 bis 20 von 1936
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27.03.2006, 10:25
Re: Gehofft, gekämpft und verloren. Es tut so weh!
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27.03.2006, 11:54
Re: Gehofft, gekämpft und verloren. Es tut so weh!
Liebe Schlafmaus,
er hat vorhin angerufen und möchte heute abend zum Reden vorbeikommen. Schon werde ich wieder weich, ich doofe, blöde Idiotin. Es ist so unendlich schwer.
Könnte ich ihn nur nie wieder sehen......
Drück
Soulsister
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27.03.2006, 12:22
Re: Gehofft, gekämpft und verloren. Es tut so weh!
Hallo Schlafmaus,
Mein Ex und ich haben uns vor sieben Monaten getrennt. Wir waren zwar nicht allzu lange zusammen, aber er war eben die ganz grosse Liebe. Und von einer Sekunde auf die andere fiel ich in ein richtig tiefes Loch. Zum ersten Mal in meinem Leben dachte ich, ich komme da nie wieder raus. Fuenf Monate lang habe ich tagtaeglich geheult wie ein Schlosshund, seinen Wohnort grossraeumigst umfahren, alles gemieden, was wir gemeinsam erlebt und unternommen haben. Ich war mir ganz sicher, dass diese Trauer, diese Verzweiflung fuer den Rest meines Lebens anhalten wuerde (wie Du so schoen sagtest - sein Leben so genau zu kennen, aber nicht mehr dazuzugehoeren).
Das passiert aber nicht! Auf Dich kommt jetzt, und so ehrlich muss man schon sein, eine ausserordentlich besch…eidene Zeit zu. Die wird sehr unlustig, und niemand kann Dir das abnehmen. Aber ich kann Dir versprechen – es wird wieder! Das klingt jetzt nach einer abgedroschenen Phrase, aber die Zeit heilt tatsaechlich alle Wunden.
Du musst fuer Dich herausfinden, was Dir am besten hilft. Bei mir war es die Vogel-Strauss-Taktik: Kopf in den Sand, verdraengen, ablenken (durch ein neues Hobby zum Beispiel – das hat mir wirklich geholfen!
). Und, am wichtigsten fuer mich: totale Kontaktsperre. Die uebrigens bis heute anhaelt.
Im Moment ist fuer Dich alles grau und kalt – aber sei Dir sicher, die Waerme und die Farben kommen zurueck! Ganz bestimmt! Du packst das!
Liebe Gruesse
Maui
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27.03.2006, 18:30
Re: Gehofft, gekämpft und verloren. Es tut so weh!
Hallo Schlafmaus,
heute nacht haben wir also gesprochen und er ist sich eben nicht sicher, ob das mit uns auf dauer ...
er hatten ja noch nie einen normalen Tag miteinander oder so. aber er meint, er sei eben am liebsten allein und wir würden uns auch nicht öfter sehen, wenn wir zusammen wären und es seine freundin nicht geben würde (die diese distanz tatsächlich mitmacht).
Aber wenn ich jemanden lieb, will ich ihn um mich haben. nicht nur dauernd am telefon hören, wie sehr er mich angeblich vermisst.
Er würde gerne so weitermachen wie bisher, aber ich kann das nicht. ich will wieder normal leben und das ist mit ihm nicht möglich. er wollte dann die nacht einfach mit mir liegen und schlafen, meine hand auf seinem rücken etc. aber mir tat das so weh... es ist ja nicht so dass ICH nicht will, er will nicht mit mir leben. Und er hat mir die entscheidung überlassen, wie es weitergeht.
ich habe meist einfach nur geweint. Und dann heute früh noch der hammer: ob er heute abend wiederkommen könne, schließlich habe er sich ja gar nciht richtig von meinem Körper verabschiedet...
aber ich will ncihts von abschieden hören. zwar will ich ihn nicht sehen, aber auch nicht wahrhaben, dass das alles auf einen abschied, ein ihn nicht-mehr-sehen hinausläuft.
3 von 10 Kollegen haben mich heute direkt gefragt, was mit mir los sei. Aber ich konnte es nicht erzählen, sonst hätte ich wieder weinen müssen.
Heute abend gehen sie essen und ich gehe mit, weil ich mich so vor meiner leeren wohnung, dem telefon und dem bett fürchte.
Wann habt ihr euch noch einmal getrennt? Du bist glaube ich einen Schritt weiter. Und die ersten Tage (wieviele noch einmal?) machen wir ja einen wirklichen körperlichen Entzug durch.
Wie soll ich mich nur verhalten? Gar kein Kontakt mehr??
Ich wünsche Dir alles Gute,
EvaFee.
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27.03.2006, 23:25
Re: Gehofft, gekämpft und verloren. Es tut so weh!
Sorry, das ist doch der Oberhammer, bedeutet das ein Abschieds-Fi..????
ich habe meist einfach nur geweint. Und dann heute früh noch der hammer: ob er heute abend wiederkommen könne, schließlich habe er sich ja gar nciht richtig von meinem Körper verabschiedet...
Meiner Erfahrung nach ist gar kein Kontakt der beste Weg. Leider funktioniert das in meinem Fall nicht, denn wir haben ein Kind zusammen, das seine Vater sehen soll und dann werde ich ihn auch sehen....
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28.03.2006, 00:38
Re: Gehofft, gekämpft und verloren. Es tut so weh!
Hallo Soulsister,
schreibst Du in Deinem anderen Thread nicht weiter? Wäre schade.
>er hat vorhin angerufen und möchte heute abend zum Reden vorbeikommen. Schon werde ich wieder weich, ich doofe, blöde Idiotin. Es ist so unendlich schwer.
Könnte ich ihn nur nie wieder sehen......>

FG von Helga
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28.03.2006, 07:46
Re: Gehofft, gekämpft und verloren. Es tut so weh!
Liebe EvaFee,
so schlimm das auch alles ist, aber Du MUSST jetzt ganz egoistisch an Dich denken. DU bist jetzt der wichtigste Mensch. Was er braucht ("sich von Deinem Körper verabschieden" - mal ganz nebenbei finde ich das total geschmacklos)ist völlig unwichtig, das muss er mit sich klären.
Dein Selbsterhaltungstrieb muss jetzt einsetzen, Du musst Dir etwas wert sein!!!!! Schick ihn zur Hölle!
Hinsichtlich der Entzugserscheinungen stimme ich Dir zu - egal auf welche Weise und warum man sich getrennt hat.
Ich beginne jetzt Tag zwei danach und es geht mir nicht gut. Immer noch weinen, kann nicht essen und sich den ganzen Tag so sehr zusammenreißen müssen kostet unglaublich Kraft.
Fühle mich im Moment wie in einem Vakuum. Komme irgendwie klar, aber wenn ich daran denke, was wir alle noch zu regeln haben (gemeinsame Wohnung), wird mir ganz schlecht. Aber das muss nicht heute und nicht morgen sein.
Liebe Soulsister!
Wie ist es bei Dir?
Seid lieb gegrüsst
Schlafmaus
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28.03.2006, 08:48Inaktiver User
Re: Gehofft, gekämpft und verloren. Es tut so weh!
@ Bodensee68,
habt Ihr professionelle Hilfe? Das würde ich wärmstens empfehlen.
Und würdest Du auch rückblickend sagen, dass bis vor 1,5 Jahren Eure Ehe toll war? Und nach 10 Jahren die erste Krise? Das macht mich alles stutzig - das klingt für mich nach "oberflächlich-harmonisch". Jedenfalls machst Du den Eindruck, als habet Ihr die Mechanismen, die bei Euch gewirkt haben, noch überhaupt nicht durchschaut und als habet Ihr noch keinen "tauglichen Versuch" unternommen, Eure Ehe zu retten.
Wäre es nicht Wert, noch einmal einen Anlauf zu nehmen? Mit Eheberatung?
Alles Gute,
Gruß, Leonie
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28.03.2006, 09:24
Re: Gehofft, gekämpft und verloren. Es tut so weh!
hallo leonie,
doch ich würde rückblickend sagen, daß die ehe bis Dahin wirklich sehr gut war.
irgendwann in dieser zeit hab ich mich, ich nenn es mal hängen lassen. mir ging es bei meiner frau einfach zu gut. das war mein großer fehler. meine frau hat dann alles geschluckt und es mir nicht deutlich gemacht, daß es so nicht geht.
und schlagartig war vor einem jahr bei ihr der "ofen" aus.
klar, uns ging es zu gut. es war für uns undenkbar, daß UNS sowas passieren könnte .
ein riesen fehler. und plötzlich können zwei menschen die sich blind verstanden haben nicht mehr kommunizieren.
wir haben das letzte jahr komplett aneinander vorbeigeredet. ich muß dazu sagen, das meine frau sich in dieser zeit stark verändert hat. so ne art midlife-crisis.
hab alles versucht. bin nicht mehr an sie rangekommen. viele freunde die unsere geschichte kennen sagen, das unsere nicht nachzuvollziehen ist. und mir gehts ebenso.
sie will und kann momentan nicht reden. also auch keine ehetherapie.
einen tauglichen versuch wie du schreibst haben wir nicht hinbekommen. deswegen hoffe ich das durch die trennung ruhe einkehrt. es kann sich jeder gedanken machen was er/sie will oder nicht. dann könnte vll. irgendwann ein neuanfang stattfinden.
ich liebe sie wirklich. ich weis das sie noch gefühle hat und es ihr auch nicht gut geht. ich glaube ihre große angst ist, daß es wieder so wird wie vor der krise, w.h. ich wieder in meinen trott verfalle den ich so ein 1 jahr davor hatte.
aber momentan kann ich tun was ich will. ich steh mit dem rücken zur wand

lg
b`see
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28.03.2006, 09:58
Re: Gehofft, gekämpft und verloren. Es tut so weh!
@Maui: vielen lieben Dank für Deine aufbauenden Worte. Ganz tief in meinem Inneren weiß ich, dass es wieder wird, dass ich mich wieder fange und mein Leben hinkriege. Wenn nur eben gerade dieser unglaublich Schmerz nicht wäre. Ich würde ihn am liebsten betäuben, weiß aber, dass das auch nicht nutzt.
Bin einfach froh, wenn ich meinen "normalen" Alltag hinbekomme und morgend aufstehen kann und nachts etwas schlafen.
Traurige Grüsse
Schlafmaus


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