Seit drei Jahren schreibe und lese ich hier. Eigentlich mehr lesen, aber ich habe aus all den Geschichten so unglaublich viel gelernt. Ich muss mich auch mal gleich bedanken für all die lieben Antworten, die ich in dieser Zeit bekommen habe! Sie haben mir immer weiter geholfen, mich die Dinge anders sehen lassen...
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Nun also bin ich seit einer Woche getrennt. Wir wohnen noch zusammen, was mehr wirtschaftliche Gründe hat als dass es mein Wunsch ist.
In Kurzform kann man die letzten Jahre so beschreiben:
Ich: Studentin und Gelegenheitsjobberin (ja, genau, 10 Jahre, 2 mal studiert, das Erststudium abgebrochen, Praktikum, dann Zweitstudium, nun erfolgreich abgeschlossen)
Er: arbeitete erst in der freien Wirtschaft, mittlerweile verbeamtet...
Wir haben kleine Kinder (Zwillinge), die wir nach langer Kinderwunschzeit bekommen haben. Er hat, seit dem ich ich ihn kenne, eine leichte Form von Depressionen bzw. Schwierigkeiten, ausserhalb der Arbeit etwas zu tun (sei es für ihn oder für andere).
Unser Sexleben war nach und nach im Eimer (link.)
Trennungsgedanken hatte ich vor zwei Jahren, nach seiner Affaire schon.
Zwischendrin bekam er dann die Diagnose depressive Störung und begann eine Therapie. Das Ganze, bis er endlich so weit war, hat mich unglaublich viel Kraft gekostet. Ich fing dann an, auch mich wieder zu sehen - aber kam nicht weit. Ich war seine Stütze, seine einzige Gesprächspartnerin, war hier für alles verantwortlich, musste meine Abschlussarbeit schreiben (inklusive Themenwechsel und ständige Kinderkrankheiten, habe sie aber gut hinbekommen), versuchte auch für meine Familie (Schwester, Eltern usw. da zu sein).
Ich hatte nie den Eindruck, dass in der ganzen Zeit die Therapie etwas bewirkte. Er kam immer nach Hause, hatte das Besprochene noch etwa einen Tag im Kopf, und dann ging es weiter wie vorher. Egal, was er mit dem Thearpeuten erarbeitet hatte, er setzte nie etwas um.
Eine Paartherapie wollte er nicht, ich sollte warten, bis er mit seiner Therapie fertig wird (angekündigt: 2-3 Jahre). Im April war ich dann so fertig (meine Diplomarbeit endlich richtig angemeldet, aber ich kam nicht zum schreiben, weil immer jemand krank war oder ich mich wegen ihm fertig gemacht habe... eigener Fehler!...), ich wollte nur noch vor einen Baum fahren. Da habe ich meine Kur beantragt. 3 Wochen Mutter-Kind-Kur. In der ganz klar raus kam: ich mag nicht mehr an dieser Ehe fest halten, weil sie mich zerstört.
Aber die Idee war auch, ihn eventuell an eine geschlossene Therapieeinheit zu übergeben oder zumindest über Medikamente nachzudenken (da nach 1,5 Jahren keine Veränderung eingetreten war).
Man muss sich das so vorstellen: egal, ob es um Entscheidungen jedweder Art, Unternehmungen, schöne Familiensachen ging: es fühlte sich an, als ob ich meinen Mann wie einen Bleimantel tragen muss. Ich habe das so gut es ging versucht...
Zurück von der Kur habe ich alles organisiert. War wie elektrisiert, wollte ihm so gern helfen. Weil immer noch Liebe da war....
Wir sollten auf Anraten seines Therapeuten eine Paartherapie beginnen. Zudem nahm er endlich Medikamente. Die Medis zeigen bis heute keine Wirkung. In der Paartherapie machte mein Mann nicht mit. Auch nicht die Aufgaben, die wir bekamen....
Letzte Woche, nachdem ich meine Abschlussarbeit und Verteidigung und diese ganze Zeit allein durchgestanden hatte, und es ihm über Wochen (im Grunde ja Jahre) nicht möglich war - sich zu überlegen, was er sich für die Zukunft wünscht (es steht durch meinen Berufseinstieg ein Umzug an, und wir mussten überlegen wie und wo wir wohnen möchten), nachdem er immer noch alle Gespräche mit seiner Familie mir überliess, nachdem er in der ganzen Zeit nicht EINEN Schritt auf mich zugegangen ist, nicht einmal danke gesagt hat, nicht einmal gesagt hat: mit Dir will ich zusammen sein, ging es mir wieder so schlecht, dass mir klar war: Du musst Dich trennen.
Ich hatte während der Kinderwunschzeit eine handfeste Depression. Da war er nie für mich da. Ich habe das allein mit einer Therapeutin bearbeiten müssen. Ich weiß also, wie sich das anfühlt. Aber ich sehe auch: er hat tatsächlich keine Lust. Wählt immer den einfachsten Weg. Kämpft für nichts. Setzt sich nie Ziele. Weiß nicht wohin er will...
Das kann ich nicht. Und jetzt muss ich mutig sein, den Sprung wagen. Mir stehen Möglichkeiten offen, er würde sich auch einem Wegzug nicht in den Weg stellen.
Mich treibt die Wut etwas an. Wut darüber, dass er - nachdem ich mich trenne, weil ich ihn immer noch liebe, aber diese Liebe nicht mehr aushalte - sagen konnte: "Es erleichtert mich, dass Du Dich trennst. Ich wollte schon länge fliehen, wollte das aber nie sagen."
Das hatte mich so getroffen. Ich erzähle in der Paartherapie mein Innerstes, gebe mir so viel Mühe, fange für ihn ab, bin im Alltag liebevoll, versuchte alles zu beherzigen, was Angehörige von Depressiven tun sollen, um uns und unsere Liebe zu retten - und dann nimmt er ein Messer und dreht's mir im Herzen um. Danke dafür...
Bezeichnend für unsere ganze Beziehung war auch das Trennungsgespräch. Ich habe mich erklärt (Gründe und was ich möchte), er hat gemeint, dass das logisch und nachvollziehbar wäre. Dann Schweigen beiderseits. Er meinte, dass er jetzt auch nicht zu sagen wüsste. Wir sind dann aufgestanden und in unsere Zimmer gegangen. Er hat ernsthaft noch zwei Stunden normal gearbeitet (Telearbeit) und an einem techn. Gerät rumgebastelt, dass er sich gerade gekauft hatte. In mir stürzten innerlich Welten zusammen, ich bin dann auch bald ins Bett gegangen und konnte aber die halbe Nacht nicht schlafen. Ja, genauso war eigentlich auch unser gemeinsames Leben.
Ich weiß, dieses Posting ist irgendwie nicht sortiert. Ich hoffe, ich werde mit der Zeit klarer. Ich möchte loslassen lernen, ich möchte ausziehen und beruflich einsteigen. Ich möchte mutig sein. Dafür schreibe ich hier...
LG
Alchemilla
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 25
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15.12.2011, 01:36
Getrennt... und nun brauche ich ganz viel Mut!
Geändert von Alchemilla29 (15.12.2011 um 01:55 Uhr)
Man kann alles haben im Leben!An Ex und ExEx: Wenn Ihr Kontakt sucht...greift in die Steckdose!
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15.12.2011, 07:09
AW: Getrennt... und nun brauche ich ganz viel Mut!
erst einmal gratulation zum studienabschluss!
mir hat sich beim lesen richtig der magen zusammengekrampft. das waren wirklich schwere jahre fuer dich. sei froh, dass sie vorbei sind!
du klingst sehr reflektiert. die groesste herausforderung duerfte sein, beruf und kinder unter einen hut zu bekommen. waere eine tagesmutter eine option?
alles liebe!
luciernago
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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15.12.2011, 08:53
AW: Getrennt... und nun brauche ich ganz viel Mut!
Liebe Alchemilla!
Dein Posting hat mich sehr berührt. Es tut mir leid, wie Du leidest und ich gebe Dir einen Spiegel in der Hoffnung, dass Du daraus Mut und Kraft schöpfst für den Weg, der vor Dir liegt.
Gar nicht. Im Gegenteil. Auf mich wirkt Dein Posting glasklar. Und traurig. Leider scheint mir das nicht änderbar.
Hier dachte ich spontan (und ich hoffe sehr, dass Du mich "richtig" verstehst):
Der arme Mann! Wie schrecklich muss sich das anfühlen, sich so zu verhalten. Ein armer Mensch, der sowenig Schönheit in sich trägt.
Aber bei Dir, Alchemilla, lese ich soviel Schönes. Lass das Schöne in Dir Dir selbst zugute kommen!
Hier kann ich nicht raten; ich denke, niemand kann das. Für mich und mein Leben war es in der Vergangenheit immer richtig, mein individuelles Tempo zu nehmen.
Ich wünsche Dir von Herzen eine für Dich und Deine Kinder gute Entwicklung und einen aktiven Weg, den Du für Euch schön gestaltest!
Alles Liebe!
Aurora
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15.12.2011, 09:54
AW: Getrennt... und nun brauche ich ganz viel Mut!
Vielen Dank für Eure Antworten.
Ich merke beim Lesen selbst, wie ungut die Situation für mich war.
Später mehr...
@luciernago: Du wirst lachen: ich werde vermutlich selbst Tagesmutter sein. Das war auch der Plan: in ein Haus mit Garten ziehen und dort Tagespflege anbieten. Mein Studium bietet mir diese Möglichkeit, da einen speziellen Schwerpunkt zu setzen. Ich liebe meine Kinder (und hätte gern noch mehr gehabt). Hier in unserer Stadt kann man als Tagesmutter auch ganz gut leben. Es wird aber sicher auch ein Leben mit Abstrichen...
Wenn ich überlege die Stadt zu wechseln, könnte ich auch vielleicht in meinem eigentlichen Beruf anfangen.
Wenn ich selbst Tagesmutter wäre, würde sich die Betreuung natürlich leichter regeln lassen (weil ich dann auch da bin). Ich muss sehen... Momentan gehen die beiden schon in den Kindergarten (sind 3 Jahre alt), ich habe Anspruch auf 7-9 h Betreuung. Hier in dieser Stadt habe ich keine Verwandten, und meine Freunde haben selber Kinder wohnen aber weit weg. Wir waren bisher immer auf uns gestellt. Ziehe ich in die Nähe meiner Familie muss ich vermutlich finanzielle Abstriche machen.
Habe mir vorgenommen, die Tagesmutterausbildung zu machen (bekomme ich sogar bezahlt, weil empfohlen). Das passiert im Februar. Zeitlgleich werde ich mich in meinem eigentlichen Beruf bewerben. Und dann wohl nach Gefühl entscheiden, was ich mache. Ich kann mir beides gut vorstellen...
Am liebsten wäre mir, jetzt TM zu sein und später, wenn die Zwerge größer werden, mich nebenbei selbstständig zu machen. Ich habe aber Angst, dass das vielleicht nicht klappt. Und kann man ewig TM sein? Das ist schon so eine Unsicherheit. Jetzt bin ich fit und habe da richtig Lust drauf, aber was wird mit 50+ sein, schaffe ich das da noch? Das sind schon Fragen, die mich bewegen.
Ich muss sagen, dass ich die Entscheidung der Trennung nicht mehr in Frage stelle, es wird Tag für Tag besser. Es ist, wie hier irgendwo geschrieben stand: Allein sein, die größte Herausforderung meines Lebens. Oder eher: allein erziehend...
Lg
AlchemillaMan kann alles haben im Leben!An Ex und ExEx: Wenn Ihr Kontakt sucht...greift in die Steckdose!
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15.12.2011, 18:39
AW: Getrennt... und nun brauche ich ganz viel Mut!
Ich mag hier gerade mal weiter schreiben, weil ich mich eben aus einer schwierigen Situation nehmen musste. Meine Tochter ist seit zwei Tagen sehr schwer krank, es könnte uns ein Krankenhausaufenthalt drohen. Vorgestern habe ich meinen Mann gezwungen, sich endlich seiner Mutter zu stellen. Vieles in seiner Therapie dreht sich um seine Kindheit, aber er hat nie mit ihr darüber gesprochen, für alle Absprachen und letzten Endes auch Aussprachen war ich da.
Auch von der Trennung habe ich ihr erzählt (erzählen müssen, weil sich unsere Mütter verabredet hatten), und mir hat es gereicht. Wer über seine Kindheit jammern kann, sollte sich dann auch mal stellen. Also habe ich mich tatsächlich eingemischt, was ich eigentlich vermeiden wollte. Ich hab ihm hier den Rücken frei gehalten und für zwei Tage zu ihr geschickt. Aber seine Mutter tat mir so unglaublich leid. Sie wusste: er hat Depressionen, sieht viele Gründe in seiner Kindheit und nun trennen wir uns... am Ende sieht sie dann die Enkel nicht. Da waren so viele Ängste. Ich habe mir gedacht, dass er mir gegenüber ja sein Theater weiter durchziehen kann. Aber seiner Mutter gegenüber reichte es. Die Vorstellung, dass wir da Weihnachten aufschlagen, und sie kann wieder nichts fragen, nichts sagen, macht sich aber viel Arbeit für uns (da kommen dann auch Schwager + Familie), das war mir nichts. Ich habe ihre Not gespürt... naja, das war dennoch das letzte Mal, dass ich eingegriffen habe. In Zukunft müssen die beiden das selbst regeln. Und ich mag meine eigene, herzliche Beziehung zu ihr gestalten. Ich trenne mich von meinem Mann, nicht aber von ihr. So möchte ich das gern halten...
So, ganz viel Vortext. Nun ist mein Mann zurück, und die Kinder total fixiert auf ihn, nach zwei durchwachten Nächten, nach denen ich (auch krank) auf dem Zahnfleisch krauche. Und ich hatte so das Gefühl, dass es so werden wird: Er, der sonnige-Zeiten-Papa, ich die Grenzen-setzende Mama. So ist das jetzt schon, das kam auch in der Paartherapie raus. Aber das wird durch die Trennung sicher heftiger werden. Und das hat mir ganz schön weh getan.
Ich weiß, dass die Kinder immer unser beider Rückhalt spüren werden, und dass ich sie irgendwann ins Leben entlassen muss, mit dem Wissen, dass sie selbst einmal nachvollziehen können, warum alles so war, wie es war. Und dennoch bin ich traurig und habe auch Angst, dass ich das nicht hinbekomme. Meine Emotionen da strikt zu trennen. Immer nur zu sehen: es ist ihr Papa, er tut ihnen gut. Auch wenn er mir nicht gut tut.
Ich merke, das wird ein langer Weg.
Meine Mama meinte zu mir: Da kannst Du die nächsten Jahre Vergebung lernen. Und sie hat recht. Nur fühlt es sich noch nach Wut an und nicht nach Vergebung...
Alchemilla, im Moment ziemlich verheult und kraftlos.Man kann alles haben im Leben!An Ex und ExEx: Wenn Ihr Kontakt sucht...greift in die Steckdose!
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17.12.2011, 23:32
AW: Getrennt... und nun brauche ich ganz viel Mut!
Da ich selbst heftig krank bin, sowie meine Kinder, geistere ich hier herum... und versuche nebenbei mal so Rechnungen aufzustellen: was ich alles neu anschaffen muss, was mich alles kosten wird, mit wieviel Geld ich in etwa rechnen kann...
wie habt Ihr das nur alle geschafft? Ich sehe das Leben vor lauter Zahlen nicht mehr...
Lohnt sich das für mich, mal eine Beratung aufzusuchen? Und wenn ja, wohin gehe ich dann am besten und was nehme ich dorthin mit?
Eine müde AlchemillaMan kann alles haben im Leben!An Ex und ExEx: Wenn Ihr Kontakt sucht...greift in die Steckdose!
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18.12.2011, 01:41
AW: Getrennt... und nun brauche ich ganz viel Mut!
Liebe Alchemilla29,
erst einmal wünsch ich Dir viel viel Kraft für die nächsten Wochen.
Da auch ich zwar getrennt bin, aber eben noch mit den Kindern mit IHM zusammen wohne weiss ich wie schwer es ist sich zu sortieren.
Aber ich hab mir vorgenommen mir die nötige Zeit zu nehmen. Ich schaffe eben nicht alles gleichzeitig und manches eben nicht rechtzeitig. So ist es halt - und trotzdem bewege ich mich in die richtige Richtung (hoffe und glaube ich)
Etwas was so lange gewährt hat wie eine Beziehung braucht eben auch seine Zeit um es zu beenden mit allem Drum und Dran. Und so nach und nach bilden sich Pläne heraus.
Bei den Finanzen bin ich mir auch noch nicht sicher wie es laufen wird. Was ich aber weiss ist folgendes: ich brauche viel viel weniger als das was ich jetzt habe um mich und die Kinder gut und für alle zufrieden zu versorgen.Alles mehr bewerte ich dann als Luxus :-)
Bastel an deinem neuem Leben stückchenweise, überschlaf es mehrfach, gib deiner Energie Zeit sich die richtigen Bahnen zu suchen.
LG
Sanni
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18.12.2011, 09:37
AW: Getrennt... und nun brauche ich ganz viel Mut!
Muss ich loswerden und unkommentiert einstellen.
Kind 1 krank (bettlägerig).
Kind 2 angesteckt (noch nicht bettlägerig).
Ich ebenfalls krank (und sollte ins Bett).
Da mein Mann schon nachmittags gestern einen Termin absagen musste, hatte ich nichts dagegen, die Kinder nachts zu hüten - er war auf eine Party eingeladen.
Nachts, gegen 12 nach 10 Minuten heulen nach Papa, hab ich meine Tochter ihn anrufen lassen. Es half bei ihr kein erklären, wo der Papa ist. Sie hat dann auch weiter geschlafen.
Er meinte, dass er eh eine 3/4 Stunde bräuchte bis er da wäre - also sollte sie da durch. (hatte er auch recht, denke ich.) Ich hab ihn gebeten, dann früh für die Kinder da zu sein, ich kroch schon auf dem Zahnfleisch. Als sie schliefen, hab ich ihm eine SMS geschickt: sie schlafen, alles ok, viel spass.
Ich musste dann noch zwei Mal raus und trösten, das letzte Mal um vier. Da hab ich noch eine sms geschickt: alles ok? (er kommt sonst nie so spät nach hause und bei depressionen macht man sich so seine gedanken).
Gegen 6:30 Uhr sind die Kinder aufgestanden. Kein Mann in Sicht. Ans Telefon ging er nicht. 7:30 Uhr hab ich nochmal versucht anzurufen, da hat er mich das erste Mal weggedrückt. Bei zweiten Mal ging er ran. Völlig desorientiert, übergab sich permanent, wusste nicht wo er war. Irgendwann hatte er die Station raus.
Ich hab ihn gefragt, ob ich ihm Hilfe organisieren soll. Sollte ich nicht. Ok, habe ich gewartet, ihm einen Eimer hingestellt und sein Bett freigeräumt.
Um acht war er zu Hause. Ziemlich überllaunig, immer noch sturzbetrunken, alles kam oben und unten raus (wenigstens schafft er es bis zur Toilette), mittlerweile schläft er.
Ich weiß, wütend sein und Diskussionen bringen nichts. Er hat das wohl gebraucht. Vermutlich berührt es ihn doch, was jetzt passiert. Dennoch geht's mir gerade mies. Musste das mal loswerden...
eine übermüdete und kaputte AlchemillaMan kann alles haben im Leben!An Ex und ExEx: Wenn Ihr Kontakt sucht...greift in die Steckdose!
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18.12.2011, 13:19
AW: Getrennt... und nun brauche ich ganz viel Mut!
Liebe Alchemilla, habe gerade Deinen Strang gelesen und es hat mich sehr betroffen gemacht, weil es mich Zoo an meine eigene Situation mit meinem unzufriedenen, depressiven Mann (jetzt seit 2010 erinnert) .Ich wusste auch, dass er aufgrund eines geringen Selbstwertgefühles durch eine kalte , lieblose Kindheit sehr leidet, aber auch diverse Therapien haben nichts genützt. Ich wollte ihm helfen, er wollte sich nicht helfen lassen, er zog aus , nähme sich die Nächste und ich versuche , damit klarzukommen als Alleinerziehende Vollzeitarbeitende Mutter mit 2 Kindern, aber es wird immer besser und ich habe soo viel gelernt...
Und Freundschaften vertieft, viel gelacht und geweint, ich möchte das alles nicht missen..
Also bleibe auf Deinem Weg, Deinem Mann kann geholfen werden, aber er scheint es nicht zu wollen und auch das müssen wir akzeptieren.... LOSLASSEN heisst unsere Devise für 2012, Grenzen ziehen (kann ich auch schlecht ) Es gibt immer einen neuen , anderen Weg und ich wünsche Dir viel Kraft und insbesondere gute Besserung !
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18.12.2011, 22:51Inaktiver User



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