Liebe Leute,
ich habe hier schon öfter Diskussionen verfolgt und mir dabei den ein oder anderen Tip holen können, bin nun aber selbst in der Lage, dass ich dringend etwas Unterstützung gebrauchen könnte...
Mein Ex hat sich vor 3 Tagen nun endgültig von mir getrennt und ich bin immer noch in einer Art Schockzustand, abgelöst von unbändiger Wut, nächtlichen Heulattacken, Verzweiflung...Ich bin wirklich ziemlich ausgelaugt mittlerweile.
Ich möchte gerne hier mal die ganze Geschichte schildern und hoffe auf ein paar hilfreiche Beiträge.
Wir waren etwas über ein Jahr zusammen, wobei in dieser Zeit ca. 3x Schluss war, jedes Mal nur für ein paar Tage und jedes Mal von ihm ausgehend. Grund war Streit, läppische Kleinigkeiten, die sich zu einer Riesensache hochgeschaukelt haben und jedes Mal machte er im Affekt Schluss mit der Begründung, er könne das nicht mehr, wir harmonierten einfach nicht, passten nicht zusammen...es war schon fast lächerlich, wie er dann jedes Mal einige Tage später wieder ankam...aber ich liebte ihn halt, habe alles für ihn gegeben, war immer für ihn da und konnte mir eine Zukunft mit ihm vorstellen - die Anziehungskraft zwischen uns war trotz allem immer riesengroß!
Vor 5 Monaten zog er dann das erste Mal endgültig den Schlussstrich. Ich war am Boden zerstört, schaffte es nicht, den Kontakt ganz abzubrechen, wir landeten wieder miteinander im Bett...er sagte er sei sich nicht sicher, liebte mich immer noch aber hätte zu viel Angst dass es wieder in die Hose geht...
Nun bin ich dann für meine Semesterferien ins Ausland gegangen und hoffte, so endlich von ihm loszukommen. Wir machten aus, dass wir in diesen 2 Monaten keinerlei Kontakt haben dürften. Nur 2 Wochen später suchte er ebendiesen...schrieb mir eine seitenlange email, in der er quasi alles, was in unserer Beziehung falsch gelaufen war auf seine Kappe nahm, er sei mit sich und seinem Leben nicht im Reinen gewesen (Uni, Familie, finanzielle Probleme), mir gegenüber oft ungerecht gewesen, wusste nicht, was er wollte...und ich sei auf so ziemlich allen Ebenen die Frau, mit der er zusammensein wolle, das sei ihm jetzt klar geworden. Er wolle jetzt sein Leben mit mir zusammen in den Griff kriegen und wir würden ab jetzt ein Team sein und gemeinsam an unserem Glück arbeiten. Ich zögerte keine Sekunde, verzieh ihm ALLES, flog sogar ein langes Wochenende nach Deutschland, um ihn ein paar Tage eher wiedersehen zu können. Wir hatten eine traumhafte Zeit.
Einen Monat lang stritten wir so gut wie gar nicht und wenn dann kriegten wir es schnell wieder in den Griff. Er konnte nicht genug von mir bekommen und beteuerte andauernd, wie glücklich er sei. Endlich unternahmen wir auch Dinge gemeinsam, etwas, was mir früher oft gefehlt hat, denn er ist ein ziemlicher Stubenhocker und war nicht bereit, mir diesen Gefallen zu tun. Wir redeten jeden Tag stundenlang über webcam und er sagte mir, wie sehr er mich vermisse und sich auf unsere gemeinsame Zukunft freue (wobei er nicht nur die nähere meinte...)
Vor einer Woche dann der große Knall. Nachdem ich bei ihm war merkte ich irgendwie, dass er distanzierter wurde, es war ihm auf einmal nicht mehr wichtig, mich jeden Tag zu sehen/hören und wirkte oft müde und genervt. Früher waren unsere unterschiedlichen Bedürfnisse nach Nähe und Distanz oft ein Thema und ich dachte, die letzten Wochen wären vllt einfach zu viel für ihn gewesen und sprach ihn darauf an, woraufhin er sehr abweisend und genervt reagierte und meinte er sei nunmal doch kein Märchenprinz sondern ein Mann aus Fleisch und Blut...
Es kam, wie es kommen musste: am nächsten Tag entwickelte sich aus Kleinkram und einer harmlosen Meinungsverschiedenheit ein Riesenstreit, in dem auch ich wieder in alte Verhaltensmuster verfiel, immer weiter machte, es nicht gut sein lassen konnte und zum Schluss noch einen draufsetzte indem ich nochmal das Thema ansprach, dass ihn am Vortag schon genervt hatte...letztendlich aber kriegten wir es ganz gut wieder in den Griff - dachte ich - und er beteuerte mir, dass er ja nun wegen so einem Mist nicht gleich wieder alles hinschmeißen würde. Ich vertraute ihm da auch diesmal vollkommen, bis er mir am nächsten Tag von einer Party am Vortag berichtete, auf der er ja so viele glückliche Pärchen beobachtet hätte und sich dabei gefragt hätte, ob wir jemals so sein würde. Er wolle ja sesshaft werden, etwas Ernstes und Längerfristiges, sei sich aber nun nicht mehr sicher, ob das aufgrund all der Unterschiede zwischen uns überhaupt möglich sei.
Note: die letzten 4 Wochen war es so harmonisch wie nur irgendwas, wir konnten stundenlang über Gott und die Welt reden, langweilten uns in den 3 Tagen bei ihm nicht eine Sekunde miteinander.
Er sagte, er bräuchte Zeit und könnte nach dem "Vorfall" nicht einfach zur Tagesordnung zurück. Ich konnte es nicht glauben...gab ihm aber die Zeit, obwohl ich in diesen Tagen auf dem Zahnfleisch kroch!
Nun ist seit 3 Tagen Schluss. Er meinte, wir hätten nun bewiesen dass egal wie sehr wir es versuchen, uns lieben, es uns wünschen wir uns und unser Streitverhalten ja doch nie ändern würden und es immer wieder zu großen Knall kommen würde und er damit einfach nicht könne. Und wir hätten einfach zu unterschiedliche Vorstellungen vom Leben, einer Beziehung und er könne mir nicht das geben was ich verdiene...
Im ersten Moment wollte ich nur schreien vor Wut. Alles Kämpfen, die ganzen letzten Wochen, das ganze Hin und Her, unser Neustart - umsonst. Wie kann man so mit den Gefühlen eines Menschen spielen...von einem Tag auf den anderen hat er uns wieder aufgegeben. ER hat es wieder angefangen und ER hat es wieder beendet. Er meinte noch er sei ja aufgrund früherer Beziehungen ein gebranntes Kind und mittlerweile glaub ich auch, dass er in Richtung Beziehungsunfähigkeit tendiert. Nur bin ich hierbei die leidtragende...
Ich MUSS es jetzt einfach schaffen, den Kontakt gänzlich abzubrechen. Doch es wird so unglaublich schwer sein, immerhin wohnen wir in derselben (nicht gerade großen) Stadt und studieren zusammen, meine beste Freundin ist mit seinem Freund zusammen.
Er wollte mich übernächste Woche vom Flughafen abholen und dann ein paar Tage mit mir verbringen. Nun werde ich in mein leeres Zimmer zurückkehren.
Ich kann es nicht glauben, was er mir angetan hat und ich habe ihm sogar gesagt, dass ich wünschte, ich hätte ihn nie getroffen, da ich nun mindestens genauso kaputt bin wie er. Ich hätte nie gedacht, dass man einen Menschen gleichzeitig lieben und es so sehr verachten kann, was er getan hat...
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Ergebnis 1 bis 3 von 3
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17.09.2011, 09:56
Endgültig Schluss - und es tut mehr weh als je zuvor
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17.09.2011, 10:00Inaktiver User
AW: Endgültig Schluss - und es tut mehr weh als je zuvor
was ist in deinen augen so verachtenswert?
ich lese dass er sich mehr als mühe gegeben hat- du auch- aber das es schlicht weg nicht passt.
und was nicht passt- kann man/frau auch nicht mit gewalt passend machen.
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17.09.2011, 10:57
AW: Endgültig Schluss - und es tut mehr weh als je zuvor
hallo,
ich habe ein ähnliches problem mein ex hat sich auch von mir getrennt, nach kapp 6 jahren und bei uns ist noch ein kind im spiel, ich liebe ihn sosehr und wei auch nicht weiter, er will das ich unter freunden gehe und wa mache aber ich denke nur an ih was soll ich nur machen alle sagen ich soll ihn gehn lassen er braucht zeit aber was ist mit mir ich habe ein kind er kommt vorbei wann immer er will wenn ich sage er soll das lassen sagt er er braucht das will wissen wie es uns geht, wir wohnen nicht mehr zuammen er ist zu seiner mutter gezogen, die ganze zeit war er lieb und nett, und seit donnerstag ist er ein arsch mann was soll ich machen bitte helft mir


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