Hallo Zusammen,
nachdem ich nun schon seit einiger Zeit immer wieder mitlese, muss ich nun feststelleen, daß ich leider nun auch zu den Verlasseneen gehöre. Mein Freund hat sich vor 2 Wochen nach 10 Jahren von mir getrennt. (ich bin 32J). Wir hatten eeinee nicht ganz einfach Zeit seit anfang des Jahres. Wir haben dort schonmal über unsere Gefühlslage gesprochen. Wir haben aber sehr schnell den Entschluss gefasst, den Alltag in unserer Beziehung zu bekämpfen durch mehr Zeit für die Zweisamkeit. Das hat auch soweit gut geklappt. Es war nicht alles perfekt, aber immer harmonisch. Das man sich so täuscht und Wahrnehmungen so auseinandergehen, war mir nicht klar. Vor 4 Wochen kam er nach Hause (wir wohnen seit 6 Jahren zusammen) und hat mir einfach so ohne erkennbare Anzeichen gesagt, daß er sich trennen möchte und nur noch freundschaftliche Gefühle für mich hat. Das war mal eine Ansage, so aus relativ heiterem Himmel. Einee andere sagte er gäbe es nicht. Ich habe ihn dann rausgeworfen, aber er wollte am nächsten Tag nochmal kommen. Er ist dann zu einem Freund. Am nächsten Tag dann, wollte er doch erst eine Auszeit, Abstand um sich seiner Gefühle klarr zu werden. Ich war einverstanden und habe mich natürlich sehr gefreut, denn ich habe keineswegs nur freundschaftliche Gefühle für diesen Mann. Er ist meine Vergangenheit und war meine Zukunft. Ich habe mich daran gehalten, was allgemein geraten wird. Kein Kontakt, Friseur, Solarium, schwimmen, mit Freundinnen und Familie treffen. 2 Wochen lang. Dann bat er um ein Gespräch. Ehrlich gesagt, hatte ich so ein Urvertrauen in unsere Liebe, daß ich davon ausgegangen bin, daß wir uns zusammeenraufen. Für uns kämpfen. Aber er sagte nur, daß er die Trennung will und außerdem auch neu verliebt sei. Einfach so werde ich abgefertigt wie ein One night Stand. Angeblich hat er nichts mit ihr, sie weiß es wohl noch nichtmal, aber was soll ich jetzt noch glauben. Das das Gefühl aufregend ist ist klar, denn es ist neu. Wie sich die Geschichten doch ähneln. Alltag, Gefühle werden verschüttet, neu verlieben und die Verlassene hofft auf eine 2. Chance. Aber alles hinschmeissen ist ja auch viel einfacher, als ernsthaft zu kämpfen. ich bin müde ausgelaugt und fühle mich so klein. So verletzt ausgenutzt und hilflos. Wir sind räumlich seit der Auszeit getrennt, aber er ist überall. Zu jeder Geschichte meines Lebens an die ich mich erinnere gehört er. Ich war auch nicht immer glücklich, aber diese Liebe, himmelhochjauchzend und rosarot verändert sich nun mal. Ich weiß nicht, ob er das verwechselt, ob sie nur verschüttet oder weg ist, aber es man kann sich doch nicht einfach entlieben. ich bin im sehr wichtig, er ist sehr gerne mit mir zusammen, wir haben viel Spaß (seine Worte). ist das nicht eine Basis für einen Neuanfang? Ich verstehe es einfach nicht, wieso er einfach nach 10 Jahren kampflos aufgibt.
Vielleicht hat ja einer einen Rat, oder erzählt einfach nur seine Geschichte und wie das Ganze geendet ist.
Vielen Dank zumindest für das Lesen.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 29
Thema: Jetzt gehöre ich auch dazu
-
20.09.2009, 13:05
Jetzt gehöre ich auch dazu
-
20.09.2009, 13:19Inaktiver User
AW: Jetzt gehöre ich auch dazu
Ich kenn das aus einer anderen Perspektive, und zwar der Next nach einer ähnlichen Geschichte wie bei dir.
Meine Frage ist: war Heiraten nie ein Thema für euch?? Ich kann mir für mich nicht vorstellen, 10 Jahre lang die Freundin zu sein - da fehlte mir die Entscheidung von beiden Seiten zu sagen, ja, wir wollen unser Leben miteinander verbringen und uns wirklich aufeinander einlassen und ausschließlich aufeinander beziehen, partnerschaftsmäßig, weil wir sicher sind, dass wir zusammenbleiben wollen. Ob das dann so bleibt weiß man nicht - aber zumindest hat man sich ja dann darüber Gedanken gemacht, ob es dafür reicht.
Bei meinem Freund war es so, dass eben nach 10 Jahren auch die Entscheidung anstand, heiraten und Kinder kriegen und da hat er gemerkt, dass es sich irgendwie totgelaufen hat und er seine Freundin zwar noch sehr gern hat und schätzt, aber eben keine Zukunft mit ihr sieht. Das hätte noch eine Weile so laufen können, aber er wußte eben, dass es nicht für immer sein wird und hat sich dann - für sie sicher auch aus heiterem Himmel - getrennt. Oder eben aus dem ganz normalen Beziehungsalltag heraus.
Dazu kommt natürlich, dass man seine ganze Jugend miteinander verbracht hat und sich vielleicht fragt: war es das jetzt? Ich konnte mir das für mich nicht vorstellen, sich so jung so fest zu binden ohne sich irgendwann zu fragen - gibt es da nichts anderes im Leben? Ich finde es schwer sich zu entscheiden, wenn man keine Alternativen kennt.
Du wirst es nicht hören wollen, aber ich kann deinen Freund gut verstehen - und es hat mit dir als Person wahrscheinlich nichts zu tun.
Vielleicht hast du aber dadurch auch die Chance, für dich herauszufinden wer du bist und was du willst, ohne so selbstverständlich Teil eines Paares zu sein sondern erstmal nur du selbst.
-
20.09.2009, 14:22
AW: Jetzt gehöre ich auch dazu
Hallo einewiekeine,
danke für Deine Antwort.
Nein, heiraten war nie ein wirklich konkretes Thema. Hatte aber eher damit zu tun, daß wir beide eigentlich nicht unbedingt hinter diese Institution stehen. Sicher, es bietet einen gewissen Schutz, aber wenn man sich trennt spielt das aus meiner Sicht keine Rolle, ob verheiratet oder nicht. Das Ergebnis ist dasselbe, leider.
Wir waren beide 22 als wir zusammengekommen sind. Das Leben hat auf uns gewartet. Ja das ist jung, aber wir waren uns eben sehr schnell sehr sicher.
Ich denke auch, daß seine Entscheidung weniger mit mir als mit ihm selbst zu tun hat. Wenn um uns herum alle zu Paaren werden, Kinder bekommen, heiraten, stellt man sich natürlich die Frage, ob das was man selbst hat, noch das ist was man will. Auch ich habe mir diese Frage hin und wieder gestellt. Das halte ich aber auch für ganz normal. Meine Antwort darauf war nur immer schnell klar. Seine jetzt offenbar auch.
Ich finde es nur so erschreckend, daß diese Geschichte immer so gleich abläuft. Das man das alte und herkömmliche lieber ersetzt, als es wieder neu und aufregend zu machen. Ich finde es eben schade, daß Schwierigkeiten nicht dafür genutzt werden, nach Lösungen zu suchen, sondern, daß man die Gelegenheit nutzt, alles in Frage zu stellen und zu gehen.
Er ist einfach so tief in mir verwachsen, daß es sehr schwer ist "ich" und nicht "wir" zu sagen. Aber ich arbeite dran. In erster Linie für mich, aber da alles noch so frisch ist, will ich ihm natürlich auch zeigen, daß ich auch ohne ihn kann. Das das ist die einzige Möglichkeit, ihn zurück zu bekommen.
-
20.09.2009, 22:54
Sorry, wollte keinen Betreff stehlen :-) Verlassen und nun ?
Hallo Zusammen,
entschuldigung, sehe erst jetzt, daß es einen Betreff mit den gleichen Worten gibt.
Entschuldigung. Wollte als "Neue" nicht gleich negativ auffallen.
Ich hoffe Ihr könnt mir nochmal verzeihen und hoffe weiterhin auf Antworten zum Gedankenaustausch oder Erfahrungen.
-
21.09.2009, 04:12Inaktiver User
AW: Sorry, wollte keinen Betreff stehlen :-) Verlassen und nun ?
Hallo Kiki,
ähnliche Situation, 8 Jahre zusammen, unverheiratet, ein Kind.
Er zieht jetzt aus, ich vermute er hat eine andere.
Konflikte wurden nicht gelöst. Vielleicht sind viele Männer so, die kaufen sich einfach lieber ein neues Auto.
Ich denke, wenn einer geht, dann soll er gehen.
Ich meine, du verliebst dich und dann lässt du deinen langjährigen Partner halt sitzen.
That the modern life. Ich bin katholisch und etwa 10 Jahre älter als du. Nee, an der Ehe und der Beziehung kann man arbeiten, muss man sogar arbeiten. Wie an einem Haus. Immer mal hier und da erneuern.
Die Probleme, die dein Freund hat, hat er in der nächsten Beziehung wieder und in der nächsten auch wieder etc.
Ich habe mich in den 8 Jahren nicht in einen anderen Menschen verliebt. Ich habe mal geflirtet, ich habe mich mal mit alten Freunden getroffen, aber dies war es dann. Okay, in den italienischen Kellern war ich ein wenig verliebt. Aber auch nur weil von ihm mal wieder nichts kam.
Oder einfach zu-wenig Interesse. Bei seinem Sohn ist es ähnlich. Wenn ich ihn genötigt habe, mit Sohn was zu machen was es immer gut. Aber es kam zuwenig freiwillig. Und er war schnell überfordert.
Das Problem bist nicht du, sondern er.
-
21.09.2009, 09:05
AW: Jetzt gehöre ich auch dazu
Hallo Barb55,
vielen Dank für Deine Worte.
Daß er das Problem ist, denke ich auch, weil er einfach nicht rechtzeitig an dem Punkt an dem man vielleicht noch etwas hätte tun können, mit mir geredet hat. Einfach weitergemacht hat und mir die heile Welt vorgespielt hat - zumindest abgesehen, von den normalen Alltagserscheinungen.
Unsere Situation scheint tatsächlich sehr ähnlich, denn auch mein Freund, hat sich nie mit den schwierigen Seiten auseinandersetzen wollen. Und ich vermute, daß mit dieser anderen was läuft, auch wenn er sagt, daß er überhaupt keinen Versuch gestartet hat. Auch ich hatte das Gefühl, daß er garnicht mitmacht von ihm oft nichts kommt, sondern alles immer anstrengend und stressig war. Aber so ist das Leben auch. Wie kann man davor so die Augen verschliessen?
Auch ich hatte kleinere Phasen, wo ich vielleicht mal ein bißchen in jemand anderen verliebt war. Komischerweise hat er das gemerkt und eifersüchtig reagiert.
Ich fühle mich und unsere Partnerschaft dadurch so klein gemacht. Keine Lösungen suchen, sondern sich einfach verabschieden.
Ich habe inzwischen (mit kleinen Unterbrechungen :-)) eingesehen, daß er es ist, der sich ändern muß.
Wie das aber eben so ist, weiß ich nicht, wie ich nun vorgehen soll. Soll ich weiterhin zumindest sporadisch Kontakt halten, damit er überhaupt weiß, ich bin noch da ? Soll ich ihn komplett streichen ? Ich finde momentan einfach keinen Ansatz, mein Leben weitestgehen weiterzuführen. Ich stelle mir alle klassischen Fragen. Was wird passieren ? Kommt er zurück ? Wenn nicht, finde ich erneut jemanden, den ich so lieben kann ? Werde ich jemals eine Familie gründen ? Ist es dafür nicht schon zu spät, denn ich brauche sicher lange, um wieder Vertrauen fassen zu können.
Leider will ich momentan sowiso nur einen :-(
-
21.09.2009, 17:44Inaktiver User
-
21.09.2009, 18:59Inaktiver User
AW: Jetzt gehöre ich auch dazu
Hallo Kiki,
auch vielen Dank für deine Worte.
Das sehe ich genauso.Daß er das Problem ist, denke ich auch, weil er einfach nicht rechtzeitig an dem Punkt an dem man vielleicht noch etwas hätte tun können, mit mir geredet hat. Einfach weitergemacht hat und mir die heile Welt vorgespielt hat - zumindest abgesehen, von den normalen Alltagserscheinungen.
Und er wurde ungeduldig. Ja, dass kenne ich alles. Beruflich macht er sich Mühe, privat nur auf Aufforderung.Unsere Situation scheint tatsächlich sehr ähnlich, denn auch mein Freund, hat sich nie mit den schwierigen Seiten auseinandersetzen wollen. Und ich vermute, daß mit dieser anderen was läuft, auch wenn er sagt, daß er überhaupt keinen Versuch gestartet hat. Auch ich hatte das Gefühl, daß er garnicht mitmacht von ihm oft nichts kommt, sondern alles immer anstrengend und stressig war.
Das kommt mir auch bekannt vor.Auch ich hatte kleinere Phasen, wo ich vielleicht mal ein bißchen in jemand anderen verliebt war. Komischerweise hat er das gemerkt und eifersüchtig reagiert.
Das kann ich nur unterstreichen.Ich fühle mich und unsere Partnerschaft dadurch so klein gemacht. Keine Lösungen suchen, sondern sich einfach verabschieden.
Ich auch !Ich habe inzwischen (mit kleinen Unterbrechungen :-)) eingesehen, daß er es ist, der sich ändern muß.
Wie das aber eben so ist, weiß ich nicht, wie ich nun vorgehen soll. Soll ich weiterhin zumindest sporadisch Kontakt halten, damit er überhaupt weiß, ich bin noch da ? Soll ich ihn komplett streichen ? Ich finde momentan einfach keinen Ansatz, mein Leben weitestgehen weiterzuführen. Ich stelle mir alle klassischen Fragen. Was wird passieren ? Kommt er zurück ? Wenn nicht, finde ich erneut jemanden, den ich so lieben kann ? Werde ich jemals eine Familie gründen ? Ist es dafür nicht schon zu spät, denn ich brauche sicher lange, um wieder Vertrauen fassen zu können.
Einen Ansatz habe ich bis vor ein paar Tagen auch nicht gefunden. Nun mache ich einfach mal weiter und schaue was passiert, aber regele meine Sachen.
1. Sohn habe ich schon, ich würde aber gerne noch mehr Kinder haben.
2. Vertrauen einen neuen jungen Mann? Nein. Die Geschichten von meinen Freundinnen, hier im Forum etc. reichen mir. Ich will sowas nicht erleben. Was ich erlebt habe reicht schon.
Zum Vertrauen fassen:
Wie finde ich einen Mann, der die Beziehung nicht kleinmacht und keine Lösung sucht, sondern daran arbeitet und es muss ja nicht auch so ein GrüneAlternativer-du da *weiss vielleicht wen ich meine
* Typ sein.
Oder ist dies aussichtslos, gibt es solche Männer nicht? Das Gefühl habe ich nämlich, wenn es Probleme gibt, dann hauen die alle ab und suchen sich eine Neue. Und es kann doch nicht sein, dass man Probleme nicht angeht. Gerade was sie selbst betrifft.
Aber an sich selbst arbeiten, ist wohl nicht gewünscht. Und wir können uns nicht davon abhängig machen, dass er sich endlich ändert.
So weit, so gut.
Aber wie geht es jetzt weiter?
-
21.09.2009, 21:03
AW: Jetzt gehöre ich auch dazu
Hallo Lotusblüte,
wie recht Du doch hast. Auch wenn es unendlich schwer fällt, habe ich seitdem keinen Kontak aufgenommen.
Da ich ihm bei unserem letzten Gespräch den Schlüssel für unsere Wohnung abgenommen habe und noch die meisten Sachen hier sind wird er wohl oder übel auf mich zukommen müssen.
Ich wollte nicht länger in der Situation sein. Entscheidungen von ihm nur entgegenzunehmen und damit irgendwie zurechtzukommen. Auch wenn es es nur eine kleine Geste ist. Sein Gesicht, war unbezahlbar und ich habe mich gleich wieder auf Augenhöhe gefühlt.
Und da ich nach den neuesten Meldungen, die mir ungefragt durch unsere Feunde zugetragen werden, offenbar wohl doch schon was mit der anderen hat, werde ich die Kontaktsperre für mich auch beibehalten.
-
21.09.2009, 21:21
AW: Jetzt gehöre ich auch dazu
Hallo Barb55,
im Augenblick versuche ich einfach jeden Tag so zu nehmen wie er kommt. Mal heule ich, mal bin ich wütend, mal beides zusammen.
In dieser Situation bin ich eher froh kein Kind zu haben. Ich stelle es mir doppelt schwer vor, dem Kind eine glückliche Mutter vorzuspielen,
ohne selbst glücklich zu sein. Ich habe ja schon Probleme auch nur mein Lachen wiederzufinden.
Ich ziehe wirklich den Hut vor Dirr, da auch die Fragen nach der Zukunft, für Dich gleich doppelt schwer wiegen, eben weil Du für zwei entscheiden musst. Ich gehe doch davon aus, daß Dein Sohn bei Dir bleibt.
Tja wie geht es nun weiter? Gute Frage. Ich denke ich brauche noch ein wenig, um das endgültig beantworten zu können. Was ich weiß ist. Ich will wieder ich werden und mehr auf meine Wünsche und Bedürfnisse achten.
Darf ich fragen, wie Du das mit Deinem Freund siehst? Ist die Trennung endgültig. Willst Du ihn zurück, oder haben Dich seine Verhaltensweisen so abgeschreckt, daß es es auch für Dich kein zurück mehr gibt? Glaubst Du, daß er sich ändern könnte?


Zitieren

