In ein paar Wochen sind/wären wir 7 Jahre verheiratet.
Und dann auf einmal hiess es, "Es geht nicht mehr mit dir. Ich muss jetzt selbst mir beweisen, dass ich das Leben alleine meistern kann."
Und jetzt? Alles vorbei? Einfach so?
Zwar ruft er an, um zu fragen, ob es mir gut geht, denn er mache sich Sorgen, dass er mich allein gelassen hat. Aber diese Anrufe lösen jedesmal eine emotionale Katastrophe bei mir herauf.
Er meint, er käme so besser zurecht und es wäre besser für mich, wenn er nicht mehr bei mir ist. Ich hätte ihn nicht verdient. Und es ist seine Schuld, dass es so gekommen ist.
Aber seine Begründungen helfen mir überhaupt nicht:
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ICH sitze jetzt abends alleine.
NIEMAND ist dort, der mich tröstend und/oder liebevoll in den Arm nimmt. NIEMAND wartet auf mich zuhause.
ich MUSS jetzt - ob ich will oder nicht - alles alleine regeln (auch wenn's mechanisch abläuft).
Natürlich soll man sich ablenken. Auch wenn ich jetzt viel unternehme, aber abends - auch spät abends - wird es unerträglich. Die Gedanken um ihn schiessen hoch und die Tränen laufen. Da seine Entscheidung noch ganz frisch ist, Tag für Tag.
Ich weiss, dass ich alleine auch zurechtkommen werde. Das Einzige, das mir am Meisten zusetzt ist, dass ich einen langjährigen Partner und allerbesten Freund (nach meiner Meinung bisher gewesen), mit dem ich die intimsten Dinge und Gefühle geteilt habe, unfreiwillig verloren habe.
Antworten
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25.06.2009, 21:57Inaktiver User
Emotionen und Fragen des verlassenen Partners
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25.06.2009, 21:59Inaktiver User
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25.06.2009, 23:05Inaktiver User
AW: Emotionen und Fragen des verlassenen Partners
So hört es sich tatsächlich an, doch ich habe ihn nie so behandelt.
Er ist leider der Meinung, dass er in einer Ehe trotzdem machen kann, was er will. "Ich brauche dir keine Rechenschaft ablegen.", so seine Worte. Im Prinzip hat er sein Single-Leben beibehalten.
Doch in einer Partnerschaft kann man nicht unbedingt alles tun und lassen wie man will. Es erwartet auch Kompromisse, Rücksichtsnahme, manchmal sogar Verzicht. Und wenn man wirklich jemanden liebt, tut man dies gerne. Und sollte tatsächlich irgendetwas zu weit gehen, muss man darüber reden, um eine gemeinsame Lösung für BEIDE zu finde. Kommunikation ist das A und O.
Er ist ein sehr verschlossener Mensch und frisst alles in sich hinein. Obwohl ich immer wieder liebevoll versucht habe, mit ihm zu reden, nach Gründen zu fragen, blockierte er. Es gibt nun mal Menschen, die dies nicht so gut können.
Und jetzt scheint es sich bei ihm so aufgestaut zu haben, dass er nun ausbricht.
Hätte er nur offen geredet, dann müsste er und ich jetzt nicht so eine qualvolle Zeit durchmachen.
Eigentlich hat er sich das "Gefängnis" selbst um sich errichtet. Für seine Hobbies, privaten Ziele habe ich ihm nie im Weg gestanden. Im Gegenteil, ich habe sogar mit ihm für ihn Möglichkeiten gesucht.
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25.06.2009, 23:07Inaktiver User
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25.06.2009, 23:27Inaktiver User
AW: Emotionen und Fragen des verlassenen Partners
in einer partnerschaft kann man nicht unbedingt tun, was man will. da stimme ich zu.
aber man tut es gerne?
das finde ich eine gefährliche einstellung.
ich habe die einschränkungen nie gerne hingenommen. ich habe si ehingenommen um der partnerschaft willen. aber ich muss mir doch nicht einreden, dass ich das gerne tue ...
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25.06.2009, 23:40
AW: Emotionen und Fragen des verlassenen Partners
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26.06.2009, 00:06Inaktiver User
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26.06.2009, 07:17Inaktiver User
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26.06.2009, 08:19Inaktiver User
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26.06.2009, 08:47Inaktiver User


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