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  1. gesperrt Avatar von SpezialEdition
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    AW: Trennungsgrund...dominanter Schwiegervater

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Richtig. Wut führt zur Handlung - und das kann auch eine harte Konfrontation und eine deutlich gezogene Grenze sein.

    In einer Flucht sehe ich keine gute Alternative. Sie wäre eher noch eine zusätzliche Belastung und würde - siehe Prijons Posting - letztlich auch nicht viel bringen.

    .
    Nein, dieser Dauerkonfrontation wollte ich nicht ausgesetzt sein. Und ich fürchte, er ist ein Mensch der immer wieder versuchen wird Grenzen zu überschreiten. Hinzu kommt, dass sie räumlich sehr eng aufeinander sitzen. Sich wirklich aus dem Weg gehen dürfte schwierig sein. Das führt zum Dauerkampf und das wäre mir das nicht wert.

    Zu gehen bedeutet ja nicht, dass man vorher keine Grenzen gezogen hat.

    Aber letztendlich ist die Frage "gehen wir oder nicht" erst einmal zweitrangig. Zuerst - und da bin ich bei Euch - muss konsequent die Grenze gezogen werden. Und zwar nicht nur von der TE sondern auch, bzw. vor allem, von ihrem Mann.

    Konsequent bedeutet dann aber auch, dass es keine Ausnahme gibt.


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    AW: Trennungsgrund...dominanter Schwiegervater

    Mir käme er aber auch seit langem nicht mehr ins Haus einfach weil ich gar keinen Choleriker in der Nähe meiner Kinder dulden würde. Und deren Haus würde ich auch nicht betreten.

    Der Unterschied zwischen der TE und mir ist jedoch folgender ... Ich hätte eine Mordswut im Bauch. Sie hat im Gegensatz hat Angst.

    Die Wut führt zur Handlung .. auch wenn das Risiko besteht, dass man unfair oder überzogen handelt. Angst führt zur Stagnation und Duldung.
    Das ist ein Kernsatz, finde ich. Die Angst, die nimmt Lily aber mit. Auch, wenn sie geht. Und wenn es irgendwann nicht mehr der Opa ist, der Grenzen überschreitet, dann ist es halt wer anders - solche Menschen begegnen einem immer wieder.

    Ich sehe es auch nicht ganz so, dass sich Mr. Lily nun auf die Seite seiner Frau zu schlagen hat. Soll der doch SEIN Verhältnis zu seinem Vater haben. Wichtig ist: Er hat selbstverständlich die Grenzen seiner Frau zu achten. Wenn Lily also beschließt: In MEIN Haus kommt der nicht mehr, dann hat das auch für ihn zu gelten. Sonst wird es schwierig. Den Rasen müsste er dann halt selber mähen.

    Ich lebe eine ähnliches Nicht-Verhältnis zu meinem Schwiegervater, der zum Glück nicht bei uns im Garten wohnt. ICH will mit dem Mann nichts zu tun haben und habe das auch seit zwei Jahrzehnten nicht. Meine Frau besucht ihre Eltern gelegentlich - soll sie gerne machen.

    Prijon

  3. VIP Avatar von Rotfuchs
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    AW: Trennungsgrund...dominanter Schwiegervater

    Zitat Zitat von Prijon Beitrag anzeigen
    Ich lebe eine ähnliches Nicht-Verhältnis zu meinem Schwiegervater, der zum Glück nicht bei uns im Garten wohnt. ICH will mit dem Mann nichts zu tun haben und habe das auch seit zwei Jahrzehnten nicht. Meine Frau besucht ihre Eltern gelegentlich - soll sie gerne machen.
    Kenne ich, nur umgekehrt.
    Klappte prima. Mein Mann besuchte seine Mutter (wohnt auch ganz in der Nähe), ich ging nicht mit, auch nicht zu Anlässen wie Geburtstag etc. Fertig.
    Streit gab es zwischen meinem Mann und mir deswegen nicht. Er verstand mich und meine Einstellung bzw. meinen Grund dafür. Ich verstand, dass er Kontakt zu seiner Mutter halten wollte.
    Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen. (Sokrates)



  4. gesperrt Avatar von SpezialEdition
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    AW: Trennungsgrund...dominanter Schwiegervater

    Zitat Zitat von Prijon Beitrag anzeigen
    Das ist ein Kernsatz, finde ich. Die Angst, die nimmt Lily aber mit. Auch, wenn sie geht. Und wenn es irgendwann nicht mehr der Opa ist, der Grenzen überschreitet, dann ist es halt wer anders - solche Menschen begegnen einem immer wieder.

    Ich sehe es auch nicht ganz so, dass sich Mr. Lily nun auf die Seite seiner Frau zu schlagen hat. Soll der doch SEIN Verhältnis zu seinem Vater haben. Wichtig ist: Er hat selbstverständlich die Grenzen seiner Frau zu achten. Wenn Lily also beschließt: In MEIN Haus kommt der nicht mehr, dann hat das auch für ihn zu gelten. Sonst wird es schwierig. Den Rasen müsste er dann halt selber mähen.

    Ich lebe eine ähnliches Nicht-Verhältnis zu meinem Schwiegervater, der zum Glück nicht bei uns im Garten wohnt. ICH will mit dem Mann nichts zu tun haben und habe das auch seit zwei Jahrzehnten nicht. Meine Frau besucht ihre Eltern gelegentlich - soll sie gerne machen.

    Prijon
    Sie nimmt die Angst nicht mit, wenn sie vorher für klare Verhältnisse gesorgt hat. Das Gehen wäre für mich nur "Lebensqualität steigern" und nicht Flucht im Sinne von "ohne gehts nicht". Ich wollte nicht jedesmal wenn ich den alten Mann im Garten sehe diese stille Wut spüren müssen, denn ich fürchte, bei so einem Menschen würde mich die Wut nicht mehr los lassen.

    Ich denke schon, dass er Stellung beziehen muss. Es kann nicht Aufgabe der TE sein alleine Grenzen zu ziehen. Ich bin sicherlich jemand der für sich alleine stehen kann, aber ich würde dennoch von meinem Partner erwarten, dass er hinter mir steht und seinem Vater deutlich zeigt "so hast Du nicht mit meiner Frau umzugehen". Besuchen kann er ihn ja dennoch. Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?

    Eben, Dein Schwiegervater wohnt nicht bei Dir im Garten. Da kann man solche Regelungen leichter leben. Räumliche Nähe macht so etwas immer schwieriger .. man ist innerlich nie ganz frei. Solche Menschen strahlen Beklemmung aus.

    Aber wie auch immer ... es wäre ja schon viel gewonnen, wenn die TE etwas Kampfgeist entwickeln würde. Vielleicht wäre dann tatsächlich der Auszug gar nicht mehr nötig weil ihr der Zorn Flügel verleiht. Wer weiss...

    Ein Schritt nach dem Anderen ...

  5. Inaktiver User

    AW: Trennungsgrund...dominanter Schwiegervater

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Kenne ich, nur umgekehrt.
    Klappte prima. Mein Mann besuchte seine Mutter (wohnt auch ganz in der Nähe), ich ging nicht mit, auch nicht zu Anlässen wie Geburtstag etc. Fertig.
    Streit gab es zwischen meinem Mann und mir deswegen nicht. Er verstand mich und meine Einstellung bzw. meinen Grund dafür. Ich verstand, dass er Kontakt zu seiner Mutter halten wollte.
    Ja - und dieses "die Verhältnisse getrennt definieren" (also Sohn/Vater und Schwiegertochter/Schwiegervater) geht m.E. erheblich besser, wenn der SV nicht im Garten wohnt.

    Klären müssen sie es dann trotzdem ... dann gerade!, insofern empfände ich das auch nicht als Flucht. T.

  6. Inaktiver User

    AW: Trennungsgrund...dominanter Schwiegervater

    Hallo alle zusammen,

    es war sehr interessant eure Meinungen zu hören.

    Also mein Mann steht hinter mir und findet all das auch nicht in ordnung, das wissen auch die Kinder.
    Sie haben auch schon einiges mitbekommen und wir haben auch darüber geredet.

    Meinen Schwiegervater würde ich weder anrufen, wenn ich im Wald stecken bleibe oder auch sonst wo. Das hab ich ihm damals auch gesagt.

    Wie schon gesagt, mein Mann steht hinter mir aber was mich stört, ist das er noch nicht auf den Tisch geschlagen hat.

    @Spezial Edition...'' so hast du nicht mit meiner Frau umzugehen....''

    Mein Mann hat ihn zwar damals darauf angesprochen, weshalb er sich so benommen hat, als er mich rausgezogen hat,
    aber ist dann wütend geworden und weg war er.

    Beim nächsten mal würde mein SV es wieder so machen...kommt ja durch damit.

    Demnächst bekommen wir eine neue Küche und eigentlich hat mein Mann meinen SV schon gefragt ob er die Küche neu verputzt, aber da hab ich mich heftig gewehrt, lieber zahle ich einen Maurer.

    Jetzt sagt mein Mann o.K. aber er weiss nicht wie er es ihm erklären soll? Da bekomme ich sooooooooo einen Hals.

    Ich möchte meinen SV nicht mehr in meiner Nähe haben. Auch nicht mehr in unserem Haus.

    Vielleicht hat es den Anschein geweckt, das ich mir alles gefallen lasse, aber so ist es auch nicht. Als meine Kinder klein waren hatte ich oft zu kämpfen irgendwann hab ich die Kinder nicht mehr hinauf gelassen.

    Als sie größer waren konnte ich mit den Kinder reden. Aber als sie klein waren und Opa mit ihnen einfach weggefahren ist ohne Bescheid zu sagen und ich vielleicht auch was vor hatte, da hatte ich die A-Karte gezogen. Ich hab es ihm natürlich gesagt und der Komentar war... dir kann man es sowieso nicht recht machen.

    Er hat auch immer wieder versucht durch meine Kinder anzuecken, meinen Sohn mit 9 Jahren zum Biertrinken animiert. Auch wenn wir was gesagt haben, er hat es immer wieder gemacht, weil er wusste, er ärgert uns damit.... ich könnte ein Buch schreiben....meine Tochter durfte sich mit 5 Jahren einen Horrorfilm ansehen als sie oben übernachtet und das hat er uns persönlich erzählt.
    Eigentlich unglaublich. Ab da durften die Kinder nicht mehr übernachten.
    .
    Manchmal gibt es Situationen, da ist man im Moment einfach sprachlos.
    Genau das will er ja immer, überall anecken und provozieren und wenn man sich ärgert, dann freut er sich.

    Und ich habe eine richtige Wut jetzt im Bauch. Egal wie nett ich bin oder wie sehr ich mich um ein harmonisches zusammen sein bemühe es wird nicht klappen.
    Ich bin ein absoluter Familienmensch. Und ich konnte es nie verstehen, warum da nichts zurückkommt.

    Lg Lily

  7. Avatar von schafwolle
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    AW: Trennungsgrund...dominanter Schwiegervater

    Hallo lily,

    deine Schilderungen lassen vermuten, dass dein SV eine Persönlichkeitsstruktur hat, die ein friedliches Nebeneinander nicht ermöglichen, geschweige denn ein friedliches Miteinander. Er kann auch mit sich selbst nicht im Reinen sein, aber das ist nochmal eine andere Sache.

    Auch wenn ich mich hier wiederhole - das eigentliche Problem ist die ungesunde Art der Bindung (Abhängigkeit? Schuldgefühle? überzogene Dankbarkeit? Verlustangst? Angst vor der Ausgrenzung? ....reine Spekulationen) zwischen deinem Mann und seinem Vater.

    Mit dir und euren Kindern hat das alles nicht wirklich etwas zu tun, ihr werdet hier lediglich benutzt.

    eigentlich hat mein Mann meinen SV schon gefragt ob er die Küche neu verputzt

    aber er weiss nicht wie er es ihm erklären soll
    Ganz offensichtlich, dass dein Mann sich nicht angemessen abgrenzen kann. Diese Frage lässt sich auf der reinen Vernunft-Ebene auch nicht beantworten, denke ich. Da scheint etwas im Argen zu liegen in seiner Herkunftsfamilie.

    Hat das Verhalten des tyrannischen Vaters auch etwas mit dem Wegzug des anderen Sohnes zu tun? Hättest du da keinen "Verbündeten" für dein Anliegen?
    Es tut oft gut, auch einfach verstanden zu werden.

    Es ehrt dich, dass du deinen Mann so in Schutz nimmst.
    Aber du selbst leidest ganz massiv unter der Situation. Das sollte es deinem Mann wert sein, sich tiefer mit der Problematik auseinanderzusetzen.

    Solange dein Mann nicht in aller Konsequenz mitzieht, wirst du gegen Windmühlen kämpfen, und das zermürbt.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass du das verdient hast.


  8. Registriert seit
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    AW: Trennungsgrund...dominanter Schwiegervater

    Das ist übrigens eine Situation, in der ich auf eine Familienaufstellung mal wirklich gespannt wäre.

    Prijon

  9. Inaktiver User

    AW: Trennungsgrund...dominanter Schwiegervater

    Im Moment Hängt bei uns auch der Haussegen schief.

    Er sagt wir sind das allerwichtigste für ihn, abr ich kann es nicht verstehen, das er das Verhalten immer wieder duldet.
    Seinen SV darauf anzusprechen bringt nichts.

    Er möchte mit seinem Vater nicht brechen, weil er sein Vater ist, wobei er nicht gerade stolz auf ihn ist und all das nicht in ordnung findet.

    Ich hätte mich damals absolut unterordnen sollen und meinen SV nicht wiedersprechen und in geduldig in unsrem Haus ertragen sollen.
    So wie der Rest der Familie.

    Aber da hat er sich geschnitten.....also auf in den Kampf....Fortsetzung folgt....

    LG Lily

  10. Avatar von Simplemind66
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    AW: Trennungsgrund...dominanter Schwiegervater

    Hallo Lily,

    Ich kann dich so gut verstehen.Ich habe aktuell auch arge Probleme mit SV. Schwiegermutter ist seit 5 Wochen als Pflegefall zuhause. Eigendlich klappte alles soweit ganz gut bis auf die Tatsache, das SV sich nicht an Terminabsprachen hält. Vorgestern ist er wieder 20 Minten zu spät nach Hause gekommen und mein Termin ist geplatzt.
    Das hatten wir schon einmal und da hatte ich ihn gewarnt das ich das nicht dulden werde. Nun brennt hier die Luft,weil ich gesagt habe: Ich stehe nicht mehr zur Verfügung.
    Nun kann er seine ganzen Aktivitäten (bis zu 5 täglich) abhaken, weil keiner für SM zuständig ist.

    Der Hammer ist allerdings das er sich völlig im Recht sieht und ich stelle mich an. Nun hat er nicht mit meinem Dickkopf gerechnet...ich muß das durchziehen, sonst bin ich für den Rest seines Lebens sein persönlicher Hampelmann.

    So ein Scheiß.
    simplemind
    _____________________________________

    Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte
    George Bernhard Shaw
    4.6.18

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