Bin neu hier; nur kurz zu mir; bin 39 Jahre jung, habe 3 Kinder (7 Jahre, 3 Jahre und 2 Jahre) und bin nun seit 10,5 Jahren verheiratet. Nun steht alles vor einem Scherbenhaufen... Es ist nicht so, dass einer von uns jemand anderes kennengelernt hat, es ist etwas ganz anderes! Es ist einfach so, dass mein Mann in meinen Augen NICHTS aber auch GAR NICHTS mehr in die Familie investiert; ich meine damit nicht das Finanzielle, sondern ZUWENDUNG! Beruflich bedingt ist er seit Mitte NOvember - bis auf vereinzelte Außentermine zuhause - , er tut aber wirklich gar nix hier, weder im Haushalt, noch mit den Kindern, geschweige denn mit mir! Am meisten liegt er auf der Couch, kommt abends seit Monaten kaum noch ins Schlafziimmer, da er ja auch auf der Couch einschläft und morgens wenn wir (die kInder und ich) runterkommen, liegt er immer noch da (welch ein Anblick ;-(( Zu Weihnachten habe ich NICHTS bekommen, da er KEINE ZEIT hatte, etwas zu besorgen (lächerlich, da er ja seit Mitte November zuhause ist). Aber 2 Tage vor Heiligabend fährt er noch zu IKEA und kauft Regale fürs Wohnzimmer und baut sie den ganzen Tag über auf! Dafür hat man Zeit... Seit 14 Tagen ist er nun auch noch erkältet, somit hat sich die Lage zugespitzt; er lag am 2. Weihnachtstag den ganzen Tag im Bett (ja, im Bett, nicht auf der Couch, da wir Besuch hatten!). Ich will seine Erkältung nicht infrage stellen, aber mit 3 kleinen Kindern konnte ICH mich auch noch NIE ins Bett legen ... Ich habe ihm nun mehrfach gesagt, dass ich seine Faulheit und so weiter nicht mehr ertragen kann und das er sich bitte eine andere Bleibe suchen soll, aber er zieht alles in Lächerliche... Heute Abend sagte er mir, mal sehen, was die Kinder dazu sagen, wenn ich hier ausziehe. Das fand ich ja schon ganz schön frech... Jetzt noch die Kinder mit reinziehen... Ich möchte nur wissen, was ich nun tun kann, mein Entschluß steht fest, so geht es nicht mehr weiter, ich möchte mich trennen. Ich mache ja eh alles alleine, von ihm kommt fast keine Unterstützung, unter einer Ehegemeinschaft stelle ich mir etwas anderes vor! Soll ich mich nun an einen Anwalt wenden? Wer muß hier ausziehen (Eigentum), muß er sofort gehen? Es sind soviele Fragen, die für mich unbeantwortet sind'!
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 10
-
28.12.2008, 20:29
Bin traurig und verzweifelt; nix geht mehr!
-
28.12.2008, 21:40
AW: Bin traurig und verzweifelt; nix geht mehr!
hallo du,
ich bin auch erst seit einer woche hier und hab schon soviel zuwendung erhalten, dass ich das weitergeben möchte.
sei also lieb gedrückt und als erstes: du bist verzweifelt und traurig und alles ist schrecklich, aber es ist bewunderungswürdig, dass du scheint`s aus deiner lage die konsequenzen ziehen möchtest. das ist mutig, grad mit drei kids.
anwalt ist gut (kostet auch nichts, wenn du wenig einkommen hast), beratung ist gut, hilfe jeder art ist gut. eigenes bankkonto, jede hilfe, die du kriegen kannst, ist gut.
hier schreiben ist auch gut.
viel kraft
arwen
-
28.12.2008, 21:56
AW: Bin traurig und verzweifelt; nix geht mehr!
Hallo nixgehtmehr,
fühl dich erstmal gedrückt
ich finde deine Situation wirklich schlimm und kann verstehen, dass du sie unbedingt ändern möchtest- schließlich möchtest du und auch die Kinder glücklich sein und ich nehme an, du hast dir das alles ganz anders vorgestellt.
Trotzdem würde ich (euch) nicht so schnell aufgeben! So banal es jetzt auch klingen mag, aber ihr müsst dringend reden und zwar an einem neutralen Ort unter vier Augen. Sag ihm, warum du ihn geheiratet hast und ihn dir als Vater deiner Kinder gewünscht hast und sag ihm aber auch, was dich jetzt stört und was du dir von ihm wünschst! Sag ihm, dass es dir wichtig ist, und alles, was ihr euch aufgebaut habt und gib euch noch eine Chance.
War es denn schon immer so?
Du klingst so wütend und enttäuscht, dass du jetzt vielleicht Dinge tust oder sagst, die du später bereust.
Sollte das alles keine Veränderung bringen und du merkst, dass er nicht bereit ist, um euch zu kämpfen, dann hast du es aber wenigstens versucht!!
Ich wünsche dir viel Kraft und drücke dir /euch die Daumen!!
LG
summer
-
28.12.2008, 22:09
AW: Bin traurig und verzweifelt; nix geht mehr!
warum ist er denn beruflich bedingt so lange zu Hause? Wegen Kurzarbeit? Gibt es Probleme im Job?
War er schon immer so phlegmatisch? Und wenn nein, seit wann ist er so?
-
28.12.2008, 23:58
AW: Bin traurig und verzweifelt; nix geht mehr!
genau, das hat summer gut gesagt, mir aus der seele gesprochen. erst alles probieren mit nochmal miteinander reden, ganz klar, vielleicht zusammen eine beratung(aber beratung, erkundigen, hilfe suchen ist trotzdem gut).
ich habe bei meiner beziehung den eindruck, dass wir bzw. eher er (längere geschichte) nicht alles probiert hatten und das tut weh.
viele gute gedanken
arwen
-
29.12.2008, 00:44
AW: Bin traurig und verzweifelt; nix geht mehr!
Liebe Nixgehtmehr,
bist Du ganz sicher, dass er keine Depression hat?
So das ausgeschlossen ist, stell ihn ordentlich in die Schuhe.
Wenn Du die Stränge hier so liest, sind viele Männer Andeutungen gegenüber resistent.
Wenn die Frauen dann gehen, sind sie fassungslos.
Also: sehr klare Ansagen. Seine Reaktion lässt eher darauf hindeuten, dass er den Ernst der Lage noch nicht erfasst hat. Sonst würde es ihm vergehen, das Ganze ins Lächerliche zu ziehen.
Und lass Dich von einem Anwalt ausführlich beraten.
Alles Gute
angie
-
29.12.2008, 22:31
AW: Bin traurig und verzweifelt; nix geht mehr!
Hallo,
ich habe schon einiges hier gelesen und nun möchte ich mich auch einmal als "Mann" outen. Ok, ich habe heute schon ein wenig Alkohol getrunken (das "starke Geschlecht"...)
Zu dem Punkt "viele Männer sind den Andeutungen gegenüber resistent..." kann ich nichts sagen nur zu mir: STIMMT !
Ich war (bin noch) 18 Jahre verheiratet und meine Frau hat mir vor 4 Wochen gesagt "Ich möchte nicht mehr mit dir Leben, ich bin nicht glücklich". Vorangegangen waren Gespräche, die SIE gesucht hat und in denen sie mich gefragt hat, wie es nach 18 Jahren Ehe weitergehen soll ? (Unser Sohn ist 16 1/2) Und ich habe gesagt, so wie es ist....(ja ich weiß, Idiot!). Ich habe es nicht ernst genommen. Auch ich habe mir in unserem Zusammenleben mehrfach die Frage gestellt, ob ich so weiter leben möchte und mir geantwortet " nein, eigentlich nicht". So, nun hat sie die Entscheidung getroffen und ich fühle mich völlig schxxxe. Ich weiß, dass ich selbst Schuld bin! Und ich respektiere ihren mutigen Schritt!! Hätte ich den "Fingerzeig" ernst genommen und gehandelt, hätten wir mögicherweise zusammen alt werden können. Aber ich hatte nicht den Willen und die Kraft es zu tun. Jetzt wohne ich bei meinem Bruder in einem Zimmer, überlege wie es mit meinem Leben und dem Leben meiner (Noch-)Ehefrau und meinem Sohn weitergeht, sitze vor dem Laptop und schreibe mal aus meiner Sicht. Ich weiß, als Mann schreibt man(n) das nicht, aber: ich heule.....
Aber ich habe es (um beim Punkt zu bleiben...) nicht gewollt oder geschafft, etwas zu ändern und bin nun über das konsequente Handeln meiner Frau am Hadern...
Ich weiß, ich habe kein Mitleid verdient, ich wollte nur einmal als "Mann" sagen, dass wir nicht immer hart wie Stahl sind, sondern auch Jammerlappen, obwohl wir teilweise auch selbst schuld sind. Das nur mal so auch aus der Sicht eines, wenn vielleicht auch berechtigt, "verlassenen Mannes", ihr leidet nicht allein....
LG an alle, die Leiden
-
29.12.2008, 23:01
AW: Bin traurig und verzweifelt; nix geht mehr!
Könnte es im Rahmen des Möglichen sein, daß er noch nicht kapiert hat, wie es Dir geht? Daß er einfach nicht schnallt, wie dermaßen unglücklich Du bist?
Der Gedanke an "Depression" kam mir auch.
Ist er arbeitslos?
Hey, ich verstehe gut, daß Du am Rande Deiner Nerven bist, nach 3 Monaten Sofa-Lager. Aber Trennung ist der letzte Schritt. Vorher alles probieren. Alles. Auch der Kinder wegen. Nix ist schlimmer, als wenn man sich irgendwann sagen muß "hätt ich doch...". Gehen kann man immer noch.
Eine Beratung beim Anwalt klärt Dich auf, wie Deine Rechte und Pflichten im Falle einer Trennung aussähen. Es ist immer gut, zu wissen, woran man wäre. Du könntest damit sicherlich Deinem Mann auch deutlich zeigen, daß Du ernsthaft Schritte erwägen mußt, wenn er sich nicht auf Euch zubewegt.
Meinst Du es hat Sinn, ihn zu fragen, was ihm fehlt? Warum er so lebt? Ich meine: Ein glückliches Leben sieht ja nun ganz anders aus. Oder?
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











-
30.12.2008, 09:35Inaktiver User
AW: Bin traurig und verzweifelt; nix geht mehr!
Hi nixgehtmehr,
klingt ja schon sehr gefestigt - dein nickname!
Aber ich möchte dir als "Betroffener" etwas mit auf den Weg geben. Wenn du die Möglichkeit siehst - gib deinem Mann (eurer Ehe) noch eine Chance - sag nicht, er hat schon so viele davon gehabt. Sag nicht "er hat die Signale nicht gesehen".
Er sieht eure Ehe mit Sicherheit nur aus seiner Sicht - und da funktioniert sie. Vielleicht ist er momentan auch etwas blockiert durch das Zuhause sitzen.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man ganz schnell Dinge ganz leicht anpacken kann, wenn man die Konsequenzen des Nichttuns kennt!
Sag ihm klipp und klar, wie es dir geht, dass dich das kaputtmacht und dich aufarbeitest. Mach ihm klar, dass er sich aktiv an der Familie beteiligen muss, weil es sie sonst bald nicht mehr gibt.
Dann wirst Du sehen was los ist - und die Trennung sollte wirklich das letzte Mittel sein - gerade bei 3 so kleinen Kindern!
Es ist schon mal gut, dass bei euch scheinbar keiner eine/n andere/n im Auge hat (oder evtl. dein Mann???) - denn dann kann man sich noch gut auf das "Gemeinsame" besinnen und daran arbeiten. Aber arbeiten müsst ihr beide!
Also - pack's an!
micha
-
31.12.2008, 09:57
AW: Bin traurig und verzweifelt; nix geht mehr!
Liebe nixgehtmehr,
nach Deinen Schilderungen war es ein "schleichender Prozess" und Du bist zuerst aufgewacht..
Einer, der wie wild Regale kauft und zusammenbaut hat keine echte Depression, evtl. depressive Verstimmungen..
Egal, Dein Mann MUSS aufwachen, dann habt ihr vielleicht noch eine Chance Euch wieder neu zu begegnen, wenn Du noch willst..
Ansonsten lass Dir in jeder Hinsicht helfen, so ein Ehe-Leben ist es nicht wert, daran festzuhalten.
- und richtig - die meisten Männer sind leider Jammerlappen, kriegen den Hintern nicht hoch. Und kranke Männer liegen sowieso immer gleich "im Sterben"
LG von BountyFest und stark ist nur der Baum, der unablässig Windstössen ausgesetzt war, denn im Kampf festigen und verstärken sich seine Wurzeln
(Seneca)


Zitieren
