+ Antworten
Seite 3 von 173 ErsteErste 123451353103 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 1724

  1. Registriert seit
    12.07.2007
    Beiträge
    72.575

    AW: Ist das Leben fair?

    Das Leben ist nicht fair ...und doch ist es "fair"!
    Es ist ein Paradox!

    Es lässt mich erkennen, fühlen und bestaunen,
    wie "wertvoll" das "Leben" hier auf dieser Erde ist!
    Dieses Leben, in dem ich das Liebste gehen lassen musste,
    ohne gefragt worden zu sein ...
    von JETZT auf gleich ...ohne Vorwarnung, ohne irgendein geringstes Zeichen!

    Ich lese bei so vielen von euch, dass ES von Jetzt auf gleich geschah ..
    und es war das LIebste und Wichtigste, was jeder in diesem Moment hatte!

    Der Tod von Tommy hat mich gelehrt, was Liebe über den Tod hinaus für mich sein kann.
    Alle meine Gefühle, die in mir ungeweckt geschlummert haben,
    sind aktiviert worden auf ein Höchstmass!
    Ich wusste überhaupt nicht,
    dass "Mensch" so viele Gefühle haben kann und alle in einem Moment!

    Alle, und besonders die unerträglichen Gefühle sind "in mir",
    sie gehören auch zu mir ...ob ich sie nun ablehne oder nicht ...
    sie sind da ...
    sie gehören zum Leben dazu ...
    ausgelöst und erkannt durch den Tod des für mich wichtigsten Menschen,
    dem ich in diesem Leben begegnet bin!

    Es bedeutet NICHT Verzicht auf m e i n Leben ...
    ICH schätze es nur umso mehr, dass ich noch hiersein d a r f !
    Auch, wenn ich manchmal keine Lust mehr habe ...

    Um was zu tun?
    Das weiss ich noch nicht.
    Vielleicht um mehr und mehr und mehr über mich und die Menschen zu erfahren?!
    Ich habe tiefes Mitgefühl für uns alle,
    und so langsam erwächst Mit-gefühl für mich selbst!

    Woher sollte es kommen, das Mit-gefühl,
    wenn es nicht durch eine schmerzliche Begebenheit hervorgerufen worden wäre?

    Wärs denn nicht auch anders gegangen?
    Wohl nicht, sonst wäre es ja "anders" gewesen.

    Ich will für mich die Möglichkeit nutzen,
    in Tommys Tod etwas zu sehen, was mich mit mir weiterleben lässt ...
    mit mir und meinen Mitmenschen, ohne daran zu zerbrechen!

    Das sind meine Gedanken und Empfindungen ...JETZT!
    Und irgendwie fliesst jetzt gerade Trost aus mir selbst heraus ...
    in meinem Inneren fühlt es sich ganz sanft, warm und weich an ...

    Wo andere mich nicht trösten können,
    kann ich es vielleicht selbst?
    Eines Tages ...

    Danke, dass ich meine Gefühle und meinen Gedankenfluss hier aufschreiben darf.
    Mir hilfts irgendwie ...

    Uns allen weiterhin viel Kraft und Mut

    Lyanna


  2. Registriert seit
    12.07.2007
    Beiträge
    72.575

    AW: Ist das Leben fair?

    Ist wieder Wochenende ...
    am Wochenende fühle ich mich meist total "fertig" ...schon beim Aufstehen!
    Ich quäle mich aus dem Bett ...und weiss nicht, wozu ...

    Heute regnet es Bindfäden ...der Wetterzustand spiegelt mich wieder ...
    aus meine Äugelein laufen auch "Bindfäden" ...ich lass es laufen ...
    Irgendjemand sagte : "Tränen reinigen die Seele".
    Die Seele muss schon ganz blank sein!

    Manchmal stell ich mir die Tränen als Perlen vor ...
    menno, was für ein Reichtum ist in mir verborgen
    und ich hab es überhaupt nicht gewusst!

    Möglich, dass das alles nur "Überlebensmechanismen" sind ...
    irgendwie muss ich ja über den Tag kommen!
    Es geht mir ja auch nicht immer mies.
    Und ich bin sehr verblüfft, dass es nach einem Jahr fast noch heftiger über mich kommt
    als damals im März 07.
    Ob mich damals der Schock gnädig geschützt hat?

    Ich stand sehr lange unter Schock ...
    hätte mir das jemand gesagt, hätte ich es verneint.

    Irgendwie ist es sogar klar, dass das Wochenende besonders heftig für mich ist.
    Der Samstag war noch völlig normal ...wir machten all das,
    wozu wir Lust hatten ...war einfach nur schön und so vertraut!
    Dann, von Jetzt auf Gleich aus dem Stand:
    Schlaganfall, den Tommy nicht überlebte!

    Ich weiss, du hast es gut gemacht, mein Tommy!
    So wie du gelebt hast, bist du gegangen ...ohne grosse Umwege,
    ohne viel Geschrei und grosses Leiden.
    Was du nicht wolltest, wolltest du nicht!
    Aus menschlicher Sicht hättest du nicht gehen wollen ...
    du bist viel zu jung!
    Wir hatten noch so viel vor ...gemeinsam!

    Und dennoch gibt es da etwas, was ICH als Mensch nicht beeinflussen kann ...
    wo ich die Hilflosigkeit Angesichts des Todes "ertragen" muss ...aushalten, was da ist!

    Dir geht es gut, das weiss ich, ein wichtiger Teil von dir ist bei mir ...
    das kann mir keiner nehmen, das bleibt.
    Das ist die Erinnerung an deine Wärme, deine Stimme, dein Lächeln, dein Optimismus,
    dein Verständnis, deine Fröhlichkeit, deine unerschütterliche Lebensfreude,
    die mich und jeden anderen mitriss ...
    die fehlen mir so unsäglich.
    DU fehlst mir so sehr, mein Tommy!

    Ich bin dabei, gerade wieder etwas VERTRAUEN in das Leben zu lernen!
    Dabei stelle ich fest :"Trauern" IST Schwerstarbeit!

    Leicht fällt es mir nicht ...immer wieder falle ich in tiefe Löcher ...
    Doch ich habe "erfahren", dass ich da auch wieder rauskomme ...
    irgendwann, wann, weiss ich nicht ...es dauert halt, solange es dauert ...

    DU wusstest, dass ich gerne schreibe, Tommy, mich austausche und mit-teile ...

    DAS tue ich nun HIER, bei Menschen, die so ähnlich empfinden,
    wie ich, die auch trauern, die auch versuchen,
    wieder Fuss zu fassen im Leben und die Lebensfreude "neu" entdecken ...dann, wenn es Zeit ist ...
    bei JEDEM läuft es auf seine Art ...JEDER trauert anders ...
    und ich empfinde tiefes Mit-gefühl für JEDEN Menschen auf seinem ganz persönlichen Weg,
    egal wie schwer er auch sei ...
    Es gibt ihn nicht ..."DEN" Weg!
    Es ist nicht "wenn -dann"...für mich ist es "sowohl als auch"!

    Es ist schon mal tröstlich für mich, erfahren zu haben ...
    ICH falle in die absolute Leere, sie verschlingt mich nicht ...
    sie spuckt mich wieder aus ...irgendwann ...
    Manchmal fühle ich mich danach total ermattet,
    und manchmal verspüre ich eine Kraft,
    die ich vorher noch NIE in mir gefühlt habe.

    Ich sage "JA" zum Leben, egal, was noch kommt!
    Und wenn ich ganz genau reinfühle in das, was da aus mir quillt,
    ist alles ein "Paradoxon".

    Ein Schritt vor und zwei zurück ...
    so kommt "man" auch vorwärts, nur langsamer, nur anders ...
    dieser Spruch bekommt eine gerade "Bedeutung" für mich.
    Ich "erfahre" ihn ...ich lebe ihn ...immer wieder, immer noch ...
    An den Spruch denke ich, wenn grad nix mehr geht bei mir ...
    irgendwas geht immer... nur anders ...fremd, neu ...ungewohnt ...

    Keiner weiss, wann er gehen muss ...
    ich will meine Erkenntnisse nutzen, um für mich Das Beste aus diesem Leben mitzunehmen ...
    Wohin?
    Das werd ich erfahren, wenn ES soweit ist ..irgendwann!
    Bis dahin will ich "leben", das, was ICH kann!
    All - ein, mit anderen und mit dem, was ist.

    Danke
    Lyanna
    Geändert von Lyanna (29.03.2008 um 13:36 Uhr)


  3. Registriert seit
    12.07.2007
    Beiträge
    72.575

    AW: Ist das Leben fair?

    Ein "neue" Erfahrung ...
    jedesmal, wenn ich hier etwas schreibe,
    fühlt es sich für mich an, als trage ich ein Steinchen von dem riesigen Geröllhaufen,
    der mich überrollt hat, ein wenig ab ...
    ich fühle mich etwas "leichter".

    Fast fühlt es sich wie "Aufräumarbeit" in mir an ..step by step!

    Ich neige dazu, anzunehmen:
    was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen!
    Ist es nicht auch die Wärme und das Verständnis für jeden der sich hier mit-teilt,
    was uns ein wenig trägt?
    Bei mir ist es so!
    Auch wenn ich weiss, durch meinen Schmerz muss ich alleine durch,
    den kann mir keiner abnehmen.
    Ich darf mir aber dabei helfen lassen ...und das tue ich auch.

    Alles Liebe euch allen
    Lyanna

  4. Avatar von prinzessin01979
    Registriert seit
    15.12.2006
    Beiträge
    487

    AW: Ist das Leben fair?

    Liebe Lyanna,

    lass Dich mal Für mich sind die Sonntage meistens am schwierigsten. Auch meiner Mum geht es Sonntags meistens am schlechtesten. Keine Ahnung warum das bei uns so ist. Unser Kleiner starb an einem Montag. Aber diese sind nicht für mich anders wie die anderen Wochentage. Der Sonntag ist so ruhig, so komisch ruhig, vielleicht liegt es daran.

    Dein Zitat:

    Und ich bin sehr verblüfft, dass es nach einem Jahr fast noch heftiger über mich kommt
    als damals im März 07.
    Ob mich damals der Schock gnädig geschützt hat?

    Zitat Ende

    Ja, der Schockzustand hat Dich geschützt. Die Natur hat es so eingerichtet.

    Mir ging es nach einem Jahr auch nochmal richtig mies. Der 1. Todestag, schon einige Zeit davor, waren schrecklich. Nun schien es so entgültig, dass er nicht wiederkommt. Was ich vielleicht in den 1. Monaten nach seinem Tod nicht erfassen konnte. Diese Entgültigkeit. Aber nach dem 1. Todestag, ging es mir Stückchen für Stückchen etwas besser, wenn auch mit einigen harten Rückschlägen versehen.

    Dein Zitat

    Keiner weiss, wann er gehen muss ...
    ich will meine Erkenntnisse nutzen, um für mich Das Beste aus diesem Leben mitzunehmen ...
    Wohin?
    Das werd ich erfahren, wenn ES soweit ist ..irgendwann!
    Bis dahin will ich "leben", das, was ICH kann!
    All - ein, mit anderen und mit dem, was ist.

    Zitat Ende

    Ich freue mich über diese Worte, liebe Lyanna. Es klingt eine Spur Optimismus in Deinen Worten. Irgendwann hatte ich mich auch in dem Trauerprozess dafür entschieden, weiter zu leben. Nicht nur für mich herzudümpeln , sondern wieder das Leben zu lernen. Ich fand das damals einen wichtigen Schritt für mich in die richtige Richtung. Weiterleben nach diesem so schmerzlichen Verlust. Wieder Freude im Leben zu finden, mich einzulassen auf das was, das Leben noch zu bieten hat. Ein langwieriger Prozess, aber lohnenswert, denk ich mal.

    Ich wünsch Dir noch einen lebbaren Tag

    Liebe Grüße,
    Melissa


  5. Registriert seit
    12.07.2007
    Beiträge
    72.575

    AW: Ist das Leben fair?

    O Mann, da ist noch etwas ...
    WIE stark und unverletzbar fühlte ich mich mit Tommy!!!!

    Und wie schwach, verletzlich und verwundbar fühle ich mich seit seinem Tod!
    Dabei tut mir keiner etwas!
    Es ist nur das Gefühl in mir ...ich fühle mich verletzlich!
    Ich bin ja auch verletzt!
    Wir alle sind verletzt!

    Ist es da so verwunderlich, dass ich "suche",
    einen Weg für mich aus der Verletzlichkeit zu finden und lebbar zu machen?!

    Ist es nicht auch darum, dass wir uns hier "treffen",
    um uns gegenseitig unsere Wunden und Verletztheit zu spiegeln,
    damit jeder, wenn er kann,will, mag und die Kraft dazu hat ...
    bei sich nachschauen kann,
    was da so verletzt, was da so wehtut in mir und warum so heftig!

    ALLES hat einen Sinn ...sonst weiss ich gar nicht,
    warum ich gelebt habe.
    Doch welchen?
    ES muss auch einen Sinn haben, dass ICH lebe!
    Oder etwa nicht?

    Ent - täuschung, das Ende der Täuschung ...
    eine Illusion ist geplatzt ..
    die schönste, liebenswerte und hinreissendste Illusion,
    die Mensch haben kann.

    Ich bin traurig und fühle mich so all-ein ...
    vielleicht schaffe ich es irgendwann,
    mit mir zufrieden leben zu können?

    So meine Gedankengänge am Samstag mittag ...

    Ich wünsche uns allen
    Lyanna

  6. Avatar von Siljastern
    Registriert seit
    28.04.2005
    Beiträge
    2.984

    AW: Ist das Leben fair?

    Zitat Zitat von Lyanna
    Ich weiss, du hast es gut gemacht, mein Tommy!
    So wie du gelebt hast, bist du gegangen ...ohne grosse Umwege,
    ohne viel Geschrei und grosses Leiden.
    Was du nicht wolltest, wolltest du nicht!
    Aus menschlicher Sicht hättest du nicht gehen wollen ...
    du bist viel zu jung!
    Wir hatten noch so viel vor ...gemeinsam!

    Und dennoch gibt es da etwas, was ICH als Mensch nicht beeinflussen kann ...
    wo ich die Hilflosigkeit Angesichts des Todes "ertragen" muss ...aushalten, was da ist!

    Dir geht es gut, das weiss ich, ein wichtiger Teil von dir ist bei mir ...
    das kann mir keiner nehmen, das bleibt.
    Das ist die Erinnerung an deine Wärme, deine Stimme, dein Lächeln, dein Optimismus,
    dein Verständnis, deine Fröhlichkeit, deine unerschütterliche Lebensfreude,
    die mich und jeden anderen mitriss ...
    die fehlen mir so unsäglich.
    DU fehlst mir so sehr, mein Tommy!
    Schön geschrieben, Lyanna...so würde ich es auch für meinen Papa formulieren wollen, fehlen mir jedoch die passenden Worte. Danke dafür...

    Wo werden sie ihre Freude jetzt verbreiten? Denn diese Freude, Fröhlichkeit die kann nicht einfach weg sein. Die ist noch da, da bin ich ganz sicher.
    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

    Goethe


  7. Registriert seit
    12.07.2007
    Beiträge
    72.575

    AW: Ist das Leben fair?

    Freude ...Freude am Leben ...wo bist du?

    Sie ist mir abhanden gekommen, ich finde sie nicht wieder ...
    manchmal, ganz selten, huscht ein kleines, inneres Lächeln durch mich durch ...
    grad so, dass ich es gelegentlich wahrnehmen kann ...
    dann ist es auch schon wieder weg.

    Freunde, die mich ins Leben einspannen wollen und wundervolle Vorschläge haben,
    was ICH doch so alles machen könnte, beissen auf Granit.

    Ich will JETZT so sein, wie ich mich fühle, traurig und freudlos.
    DAS lass ich mir von keinem nehmen.
    DAS bin ICH auch.

    Ist ganz schön anstrengend, mich selbst SO auszuhalten.
    Wie mag es dann erst anderen mit mir gehen?
    Genau DAS darf mich jetzt gar nicht interessieren ...oder?

    JETZT ist es so ...und morgen ist es vielleicht ein wenig anders?!
    Da ist sie wieder ...die Hoffnung!

    Ich wünsch allen einen erträglichen Tag
    und mir auch.

    Lyanna

  8. Avatar von Haferflocke
    Registriert seit
    23.11.2007
    Beiträge
    740

    AW: Ist das Leben fair?

    Ach, Lyanna, ja, sicher ist es für die anderen mit uns auch anstrengend, wenn es schon für uns mit uns selbst anstrengend ist. Aber wie Du sagst, das zählt jetzt nicht.
    Dein letztes Posting kann ich eins zu eins so unterschreiben. Die Lebensfreude ist fort. Was bleibt ist nur funktionieren.

    Heute morgen war wieder so ein morgen wo ich dachte, scheiße, jetzt ist die Gnade der Nacht, das nicht dran denken, das Abtauchen, schon wieder vorbei. Schon wieder ein Tag, den ich ertragen muss ohne ihn. Wieder ein Tag mit all dieser Schwere und Traurigkeit.

    Früher war es anders. Wenn ich da wollte, dass der andere Tag schnell kommt, weil z.B. mein Freund zu mir kommen wollte, dann hab ich mich früh ins Bett gelegt und wußte, jetzt schnell schlafen und wenn ich aufwache ist schon der ersehnte Tag da.
    Tja, und jetzt gibt es keinen Tag mehr, auf den ich mich freue. Alles weg. Ich stehe am Anfang einer neuen Woche und denke, was sollen all diese Tage..?

    Machs gut, liebe Lyanna, Du hast Recht, vielleicht ist es morgen wieder anders.

    Liebe Grüße,
    Haferflocke
    Wenn Mensch und Berg sich begegnen,
    ereignen sich große Dinge,
    die sich im Gedränge der Straßen
    nicht verwirklichen lassen

    William Blake

  9. Avatar von marko
    Registriert seit
    26.08.2007
    Beiträge
    491

    AW: Ist das Leben fair?

    Liebe Lyanna,

    Deinen Zeilen könnten von mir niedergeschrieben sein, so geht es mir seit diesem 08.07.07 und die kleinen Hochs ( wenn ein Tag nicht nur mit Schmerz und Traurigkeit mich in sein Bann zieht) halten nicht lange genug um einfach nur aufzutanken.

    Flöckchen durchlebt es genauso wie wir alle warum noch auf ein Morgen freuen wo es nichts mehr zu freuen gibt. Warum wach werden?

    Liebe Grüße
    Birgit mit Marko im Herzen


  10. Registriert seit
    12.07.2007
    Beiträge
    72.575

    AW: Ist das Leben fair?

    Liebes Haferflöckchen

    Wie sehr kann ich dich verstehen, dich fühlen, mit dir mit-fühlen ...

    Ich denke, wir haben nicht nur "das Liebste" verloren,
    ein Teil des/meines/unseres Lebens ist mit ihm gegangen ...
    das, was mein "Leben in Freude" ausmachte ist unwiederbringlich fort.

    So fühle ich es im Moment ...und du auch, gell?
    Wenn ich liegen könnte, würde ich im Bett bleiben,
    Decke über den Kopf und gut is?
    Wohl nicht ... aber das möchte ich oftmals gerne tun.

    Ich bin auch so empfindlich geworden, fühle mich angegriffen, ausgenutzt und übervorteilt.
    Dabei tut mir keiner was ...ich glaub, die anderen sind wie immer!
    Alle sind freundlich, hilfsbereit ...ICH habe mich verändert.

    Irgendwann ...ich weiss nicht wann ...will ich mich aufrappeln,
    um zu leben, das, was mir Freude macht ...JETZT nicht.

    JETZT grad bin ich nur traurig, mit Tränenbächen über den Bäckchen
    und ergebe mich in meine Traurigkeit ...

    Ich weine um mich, mein verlorenes Leben!
    Bis ich ein neues wiederfinde?
    Irgendwann ...vielleicht schon morgen oder übermorgen?

    Jaja, die Hoffnung ...

    Ich habe mir die von Strandkatze empfohlenen Bücher besorgt.
    "Meine Trauer wird dich finden" von Roland Kachler.
    (Die Trauer ruft die Liebe wach)

    Im Moment bin ich an:
    "Der Weg der Trauer"
    von Matthias Schnegg und Monika Müller hängengeblieben ...
    es fasziniert mich, weil ich mich komplett darin wiederfinde.
    Vielleicht wäre es auch etwas für dich, Haferflöckchen?

    Ich nehme alles, wovon ich mir Unterstützung bei meinem Prozess "erhoffe".

    Irgendwann scheint auch die Sonne wieder für uns.
    Vielleicht scheint sie ja ...ich nehme sie nur JETZT nicht wahr.
    In mir ist es dunkel ..JETZT!

    Darf ich dich mal drücken

    Lyanna

+ Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •