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    AW: Ich komm nicht mehr klar

    Ein Leben ohne Katze ist möglich, aber sinnlos.
    (Frei nach Loriot und dem Mops )

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    AW: Ich komm nicht mehr klar

    Ach Yvonne, fühl dich virtuell von mir umarmt.

    Ich bin froh, das du heute gepostet hast, habe mir schon Sorgen gemacht.

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    AW: Ich komm nicht mehr klar

    Ach Ihr Lieben,
    danke.



    Mir geht es nicht gut.
    Sehr langsam wühle ich mich durch die Papiere.

    Ich schaffe es immer nur kurze Zeit, dann sehe ich nichts mehr vor Tränen.

    Immerhin muss ich dadurch unser Leben aufarbeiten. Alles erinnert.
    So hat es sich niemand von uns vorgestellt. Man hat auf die Zeit "jetzt" hingearbeitet. Das ganze Leben lang.

    Es ist noch nicht solange her, dass mein Mann freudig verkündete, , dass er JETZT Rentner sei. Das war erst in diesem Jahr.

    Nun stehe ich vor einem Scherbenhaufen.

    Ich weiß, dass es schlimmere Schicksale gibt.

    LG
    27.7.2020

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    AW: Ich komm nicht mehr klar

    Yvonne, ja, sehr wahrscheinlich gibt es schlimmere Schicksale.

    Aber dadurch darfst du dich und dein Schicksal nicht abwerten.


    Bitte jammere und schreibe alles heraus, was dich belastet. Das ist dein gutes Recht.

    Wir versuchen, dich aufzufangen und hören dir zu.
    Fernsehen bildet.
    Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.

    Groucho Marx

  5. Moderation

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    AW: Ich komm nicht mehr klar

    Liebe Ivonne,

    das, was Du da gerade durchmachst, das IST sehr sehr schlimm -
    es gibt wirklich keinen Grund, Dich da selbst zu quälen und es kleiner zu reden.

    Ihr wart Euch nah, Ihr habt Euch sehr geliebt, Dein Mann mußte so gehen,
    es ist doch nur zu verständlich, daß das alles extrem wehtut, er Dir fehlt, Du mit dem Schicksal haderst und Dir für vieles die Kraft fehlt.

    Nichts davon schreibe ich, um Dir noch mehr weh zu tun, sondern um Eure Liebe und Euer gemeinsames Leben zu würdigen.

    Natürlich mußt Du jetzt erstmal Schritt für Schritt gehen, versuchen, wieder etwas mehr Kraft zu finden, ein bißchen Alltag zu leben, Dir Gutes zu tun.

    Aber da bei Dir ja alles sehr frisch ist und leider gerade alles "das erste Mal ohne" stattfindet, die damit verletzlichste, wahrscheinlich schwierigste Phase des Jahres, unter den auch noch sehr erschwerenden Corona-Bedingungen und in der dunklen Jahreszeit und zum Jahreswechsel, ist jetzt in meinen Augen eher noch die Zeit, all diesen Schmerz zu akzeptieren und versuchen, ihn so gut es geht auszuhalten.

    Keiner erwartet gerade von Dir, daß es Dir gut geht.

    Aber jeder hofft für Dich, daß es in den nächsten Monaten in kleinen Schritten zumindest ein klitzekleines Bißchen erträglicher wird.

    Fühl´ Dich lieb gedrückt, liebe Ivonne.
    Sternenfliegerin
    I don´t know where I´m going- but I´m on my way... Carl Sagan

    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
    so daß wir das sein können, wofür wir bestimmt sind.
    Paulo Coelho



    Moderatorin in den Foren:
    Beziehung im Alltag, Der "gebrauchte" Mann und im Tierforum
    - ansonsten normale Nutzerin

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    AW: Ich komm nicht mehr klar

    Liebe Yvonne,

    Die Feiertage sind vorbei und das neue Jahr ist ein paar Tage alt. Die Tage werden zum Glück wieder länger und heller, ich merke bei mir ganz deutlich, dass das Licht gut für die Seele ist. Wie geht es Dir denn jetzt? Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du das ähnlich empfindest und es Dir von Tag zu Tag ein kleines bisschen besser geht.

    Liebe Grüße

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    AW: Ich komm nicht mehr klar

    Ivonne, wie geht's dir?

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    AW: Ich komm nicht mehr klar

    Liebe Yvonne,

    ich denke sehr oft an dich. Wie geht es dir inzwischen?
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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    AW: Ich komm nicht mehr klar

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Liebe Yvonne,

    ich denke sehr oft an dich. Wie geht es dir inzwischen?


    Danke.

    Mein Mann fehlt. Mich schmerzt auch das schöne Wetter. Mich schmerzt die Sonne und das Vogelgezwitscher, weil er sich immer so sehr darüber freute.

    Mich schmerzt der Platz, wo vor seinem Tod in all den Jahren das Futterhäuschen für die Vögel stand. Kiloweise verfütterte er die leckersten Mischungen.

    Mich schmerzt die Amsel, die ihren Schlafplatz genau vor seinem Fenster hatte und immer noch dort "wohnt".
    Jeden Abend flog sie dieses geschützte Plätzchen mit lautem Getöse an.

    Mich schmerzt das Frühstücksei, das ich mir manchmal koche, weil er oft lustige Gesichter darauf malte....als er noch gesund war.

    Mich schmerzt der Nistkasten, den er vor ziemlich genau einem Jahr für die kommende Meisengeneration sauber machte. Ich fotografierte ihn vom Wohnzimmer aus, wie er auf der Leiter stand....

    Der Nistkasten bleibt heuer erstmals leer....oder die Meisen nisten erstmals in einem ungeputzten Zuhause. Ich kann es nicht....

    .....
    Habe externe Hilfen in Anspruch genommen. Um die Beschaffung der verschiedensten Unterlagen muss ich mich trotzdem selber kümmern.

    Nach jedem Telefonat bin ich fix und fertig, weine, sobald das Gespräch unvermeidlich auf den Todesfall kommt.

    Mir raubt so ein Telefonat die Kraft für den restlichen Tag....daher vermeide ich viel, was mich in diesen Zustand bringt.

    Ich suche auch im RL Kontakte.
    Nichts von alldem kann mir den Schmerz nehmen, höchstens für kurze Zeit mich ablenken.

    In Babyschritten komme ich weiter.

    Am meisten neben der Trauer schmerzt und enttäuscht mich, dass mich mein Sohn ablehnt, sobald ich kein lustiges Gesicht mache ...die Tränen kann ich nur mit Hilfe von sehr viel Medikamenten in seiner Gegenwart sicher verhindern.

    Mit Medikamenten kann ich nicht Auto fahren....daher ist mit der Sohnfamilie gerade Eiszeit. Bei aller Rücksichtnahme, ich habe Verständnis für ihre Arbeitsbelastung und das auch mehrfach kommuniziert....ich kann nicht verstehen, dass ich nur willkommen bin, wenn ich Spaß verbreite.

    Bisher trafen wir uns 1x die Woche, was für mich in Ordnung war....für etwa 3 Stunden. Ich stellte nie Ansprüche. Spielte mit den Kindern.

    Über ein gelegentliches Telefonat hätte ich mich gefreut, dafür hat er 0,0 Zeit.

    Für einen Kurzbesuch bei mir: dito.
    Schon wegen 1maliger Unterstützung am PC wegen online Banking hätte ich ihn gebraucht.

    Dass Trauer in Wellen verläuft weiß Sohnemann. Dass man Trauer nicht per Schalter ausknipsen kann sollte er auch wissen.


    Dass mir neulich die Tränen (leise) kamen, als die Kiddies gerade besonders lustig waren, kann Sohn nicht begreifen und ist wütend auf mich.

    Ich musste daran denken, wieviel Freude ihr Opa gehabt hätte, wäre er dabeigewesen.

    Nach einem Telefonat wenige Tage später, in dem ich die Situation und meine Gefühle erklären wollte, hat er einfach aufgelegt. Ich hatte ihn nur gebeten, mich mal kurz zu drücken in so einer Situation...und wenn es nur ein verständnisvoller Blick gewesen wäre.
    Das kann er nicht. Ich würde ihm nur Vorwürfe machen.....

    Statt etwas Empathie zu zeigen sah er mir völlig unbeteiligt zu, wie ich Beruhigungstropfen nahm....nicht, um ihn zu provozieren, sondern um meinen Tränenfluss zu stoppen. Der steigerte sich nämlich, als wir dann alleine am PC saßen. Ich brauchte seine Unterstützung wirklich und lasse niemand anderes an meine Geldsachen. Seit dem Tod meines Mannes vergangenen Sommer war ich nicht mehr dazu in der Lage. Ich hatte keine Ahnung, was auf meinem Konto ist, was natürlich zusätzlichen Stress erzeugt.

    Das wusste Sohn.....er schrieb mir neulich lediglich, dass das sich Kümmern um Geld zum Leben dazugehört, auch wenn es hart ist Genau so formulierte er es. Ich wollte nur, dass er ein einziges! Mal neben mir sitzt bei mir daheim. Uns trennen gerade mal 20 Autominuten. Online Banking ist völlig neu für mich und ich hatte irrationale Ängste. (Er ist selber in psychologischer Betreuung, weil der Tod seines Vaters für ihn traumatisch war....wir Drei hatten ein Leben lang eine supergute Beziehung zueinander.)
    ....

    Ich hatte an dem Morgen des Besuchs beim Sohn ein sehr belastendes Telefonat mit einer Behörde und hatte den relativ großen Laptop mitgenommen. Die Straßenverhältnisse waren schlecht....das alles zerrte zusätzlich an meinen Nerven.





    Wer mich aus einem anderen Strang kennt: Nach dem Tod meines Vaters musste ich den Kontakt zu meiner Mutter abbrechen wegen völlig überzogener Ansprüche und Herabwürdigung von allem Guten. Mein ganzes Leben lang ging das schon so.

    Als sie dann alleine war potenzierte sich ihr Verhalten ins Unerträglichste. Wir besuchten sie mehrmals die Woche....Meinem Mann ging es damals schon nicht gut, aber er half ihr, wo er konnte. Auch ihn wollte ich schützen. Sie hätte ihn als Hausmeister missbraucht, der ALLES nur falsch machen konnte.

    Mein Mann und ich wollten es besser machen mit unserem Sohn. Das schien auch gelungen. 40 Jahre lang.

    Neben all der Trauer....ich versteh die Welt nicht mehr.

    Ich habe Angst, dass mein Sohn den Kontakt zu mir abbricht, dass sich da etwas wiederholt....

    Sieht jemand von euch, was ich falsch gemacht habe?

    Wie kann ich die Beziehung wieder in Ordnung bringen?

    Übersehe ich ein Muster?

    Mein Sohn schützt seine Kinder vor meiner Traurigkeit, schon klar....meistens gelingt es mir ja, sie zu verbergen. Aber wie gesagt nicht immer.

    Ich möchte meinen Sohn nicht auch noch verlieren.

    Traurige Grüße
    Ivi
    27.7.2020

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    AW: Ich komm nicht mehr klar

    Ach Ivonne,das tut mir so leid zu lesen

    Viel hilfreiches kann ich wahrscheinlich nicht beitragen, aber stell doch nicht gleich euer bisher gutes Verhältnis in Frage.

    Du hast immer so positiv und warm von ihm gesprochen, so hätte deine Ex-Mutter doch nie von dir gesprochen, oder? Was soll sich da wiederholen? Das sind doch zwei Paar Schuhe!
    Du schreibst ja, dass er selber große Schwierigkeiten mit dem Verlust hat, vielleicht sind die Schwierigkeiten noch größer als er dir gegenüber zugibt? Und er versucht durch die Distanziertheit nur sich selbst zu schützen?
    Weil er Angst hat, den Boden komplett zu verlieren wenn er auch noch deine Trauer an sich ranlässt?

    Bitte versteh mein "schwach/hilflos" hier jetzt nicht falsch, aber ich denke wenn starke Elternteile(und so hast du dich für mich bisher gelesen) plötzlich schwach bzw hilflos werden, ist das für deren Kinder oft beängstigend.

    Alles Gute

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