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    AW: Der eigene Tod, das eigene Sterben

    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Ich zahle auch nichts für meine Bestattung im Voraus.
    Meine Erben sind meine Kinder, die können dann auch dafür zahlen.

    Ich will verbrannt und danach in der Erde verbuddelt werden. Kompostierbare Urne und ich werde Teil der Erde. Der Gedanke gefällt mir.
    Ich hoffe, dass Du diese Wünsche Deinen Kindern so erklärt hast, evtl. sogar schriftlich festlegt.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Der eigene Tod, das eigene Sterben

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Bei katholischen Beerdigungen macht das doch der Pfarrer?

    Bei evangelischen auch, meist extrem ausführlich, so im Sinne "von der Wiege bis zur Bahre".
    "Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen."
    Ralf Darendorf (1929-2009)

    "Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen!"
    Dalai Lama (geb. 1935)

    "Warum denn immer gleich so sachlich werden, wenn es doch auch persönlich geht!"

    André Heller (geb. 1947)

    in der BriCom als Hillie unterwegs seit 2003

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    AW: Der eigene Tod, das eigene Sterben

    Ich habe geschrieben und kommuniziert. Vollmacht, Patientenverfügung, Testament usw. Da in der BRD das Verstreuen der Asche nicht möglich ist, habe ich die Bitte mich im Meer zu versenken. Also die Urne in die Ostsee. Die Urne ist Bio. Nach 5 bis 10 Tagen hat sie sich verabschiedet samt meiner Asche.
    Den Abschied von mir meiner trauernden Angehörigen (überschaubar) überlasse ich ihnen. Das kann ich nicht bestimmen. Requiem auf dem Schiff wäre ein Gedanke.

    Vor dem Tod selbst habe ich keine Angst. Der Weg dorthin ist wohl steinig. So *sich ins Bett legen und nicht mehr aufwachen* ist ganz selten.
    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)

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    AW: Der eigene Tod, das eigene Sterben

    Katelbach, was erlaubt ist, ist, die Asche über dem Meer verstreuen, es gibt spezielle Bestatter, die das machen, ich kenne einen Fall.

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    AW: Der eigene Tod, das eigene Sterben

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Bei katholischen Beerdigungen macht das doch der Pfarrer?
    Bei der ersten katholischen Beerdigung, auf der ich war - das ist allerdings 40 Jahre her - wurde über den Verstorbenen Null-komma-Null gesprochen. Es war eine katholische Gegend und das fanden dort alle völlig normal.

  6. VIP

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    AW: Der eigene Tod, das eigene Sterben

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Katelbach, was erlaubt ist, ist, die Asche über dem Meer verstreuen, es gibt spezielle Bestatter, die das machen, ich kenne einen Fall.
    Ja, ich weiß. Ich fände die Vorstellung schön, aber letztlich halt als Lebende. Ganz im Inneren ist es mir wurst, weil ich recht unspirituell bin.

    Wenn ich tot bin, sollen sie machen (wer), was sie wollen. Bloß keinen Pfarrer. Da hat schon meine Mutter gedroht, wenn ich ihr einen Pfarrer ans Grab stellen würde, würde sie mir Nacht für Nacht als Alb erscheinen.

    Für meine Angehörigen habe ich nach bestem Wissen und Gewissen sowie Kenntnis ihrer Wünsche gehandelt: Oma mit Messe und Pfarrer (sie ging nie in de Kirche, es ging um "dass es kein Gerede gibt"); Rede, die ein etwas entfernterer Freund gehalten hat, und sehr persönliche Musik für meinen Mann; nicht-konfessioneller Redner und ausgewählte Musik für meine Mutter. Bei den anderen hatte ich nicht das Sagen.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  7. VIP

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    AW: Der eigene Tod, das eigene Sterben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gedanken mache ich mir bloß darüber was mit meinen Sammlungen passiert, Musik, Instrumente und anderes, wäre schade wenn das im Müll landet oder keine Ahnung was passiert wenn jemand stirbt der keine Nchkommen oder sonstige Kontakte hat.
    Kann man regeln. Wenn du hochwertige Insrrumente hast, lässt sich sicher was finden.

    Ich mache mir nur Gedanken, was mit meinen/m Tier/en sein wird und habe deshalb vorgesorgt.
    Meine paar Bilder zeitgenössischer Künstler, ein paar Skulpturen und ein bisschen Schmuck abe ich im Testament verteilt, ein paar Zuwendungen auch. Immobilien gehen an eine caritative Organisation, die ich schon seit Jahrzehnten fördere.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  8. User Info Menu

    AW: Der eigene Tod, das eigene Sterben

    Ich habe keine Angst vor dem Tod, ich bin zutiefst überzeugt, dass danach noch etwas kommt. Manchmal bin ich direkt neugierig, wie das aussehen könnte! Das heißt aber nicht, dass ich nicht gerne lebe, das tue ich wirklich.

    Meine Beerdigung habe ich schon geplant und aufgeschrieben. Sollten meine Organe verwendbar sein, so nur zu! Verbrannt möchte ich nicht werden, irgendwie graust mich der Gedanke, weiß auch nicht warum.

    Dunkle Kleidung soll keiner tragen, am besten alle in bunt kommen, denn so war auch mein Leben. Gerne kann meine Beerdigung groß werden, alle, die mir was bedeutet haben und denen ich was bedeutet habe, sollen kommen. Da mich sehr viele Leute kennen, können gerne auch die kommen, die nur gucken wollen, ob einer heult.

    Mein größter Wunsch wäre, da ich sehr neugierig bin, dass ich von "oben" auf meine eigene Beerdigung hinunter schauen könnte. Ob das möglich ist, weiß ich natürlich nicht, ich denke wohl eher nicht.

    Ein Pfarrer oder Diakon kann gerne die Trauerfeier halten, aber es sollen keine getragenen Kirchenlieder gesungen werden sondern ich habe schon Musik ausgesucht.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

  9. Moderation

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    AW: Der eigene Tod, das eigene Sterben

    @Fels: Interessehalber: Glaubst du, du würdest enttäuscht sein, wenn dann doch alle in Schwarz kommen und "Näher, mein Gott, zu dir" singen?
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

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    AW: Der eigene Tod, das eigene Sterben

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    ...
    Für meine Angehörigen habe ich nach bestem Wissen und Gewissen sowie Kenntnis ihrer Wünsche gehandelt: Oma mit Messe und Pfarrer (sie ging nie in de Kirche, es ging um "dass es kein Gerede gibt"); Rede, die ein etwas entfernterer Freund gehalten hat, und sehr persönliche Musik für meinen Mann; nicht-konfessioneller Redner und ausgewählte Musik für meine Mutter. Bei den anderen hatte ich nicht das Sagen.
    Waren die Reden des entfernten Freundes und des professionellen Redners für euch in Ordnung?

    Bei meinem Vater hatten wir einen Redner, der objektiv aus den von uns gelieferten Informationen, Charakterisierungen und Anekdoten eine gute Trauerrede gemacht hat. Er hat unser Briefing sehr gut verarbeitet, aber man kann eben nicht alles mitgeben. An zwei, eigentlich ganz harmlosen Stellen war seine Wortwahl sehr weit ab von der Ausdrucksweise meines Vaters, das irritierte dermaßen, dass man dann mit den Gedanken überhaupt nicht mehr bei dem Verstorbenen war.

    Das war der Grund dafür, dass ich die Trauerrede für meine Mutter selbst halten wollte. Ich wollte, dass wir als Familie in diesen Minuten meiner Mutter, aber insbesondere auch uns so nah wie möglich sind, dass kein Außenstehender filtert, glättet oder verfremdet. Die Rede war an der einen oder anderen Stelle sicher nicht im Sinne meiner Mutter, manches hätte sie lieber sicher unter dem Teppich gekehrt gelassen. Dafür haben wir aber auch bei der Trauerfeier zusammen gelacht. Für uns Lebende war es richtig, uns an das Gute sowie das Schwierige zu erinnern.

    Und Konventionen können auch ganz schön hinderlich sein. Meine Mutter hat für meinen Vater ein Grab ausgesucht, weil sie wohl einfach dachte, das muss so sein. Über andere Formen der Bestattung wollte sie nicht nachdenken. Nach der Trauerfeier war sie genau einmal auf dem Friedhof am Grab und erklärte, dass sie gar nicht wüsste, was sie dort soll, mit ihrem Mann hat dieser Platz doch nichts zu tun ("Hier ist er doch gar nicht."). Aus ganz praktischen Erwägungen haben wir Kinder sie dann wenige Monate später in derselben Grabstelle neben meinem Vater beisetzen lassen, der Platz war eben einfach da. Sie liegt an einem Ort, mit dem sie nichts anfangen konnte. Und wir Kinder haben ihn nun "an der Backe".

    Die Lebenden müssen mit dem Verlust, mit der Trauer, mit den guten wie schlechten Erinnerungen umgehen. Um die Wünsche der Toten geht es nach meiner Überzeugung da nicht mehr.

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