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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Liebe Resi 111, das mit deinem Sohn tut mir sehr leid. Das hast du doch mit Sicherheit noch nicht verwunden.
    Mein Mann hatte keine Angst vor dem Sterben aber vor Schmerzen und dem Ersticken und er wollte zu Hause Sterben. Nach Lesen einiger medizinischer Berichte hatte ich ihm versprochen, dass er keine Schmerzen haben wird und nicht ersticken wird weil die Patienten dann eine dem entsprechende Dosis Morphium bekommen. Nach dem was du schreibst bin ich echt froh, dass ich wenigstens dieses Versprechen halten konnte. Er hatte abends über Schmerzen geklagt dann habe ich ihm sein Notfallmorphium gegeben und die Abendration auch leicht erhöht. Mein Mann hat ganz ruhig geschlafen. Er hat zwar ganz rasselnd geatmet (da habe ich gewusst, dass es jetzt zu Ende geht) aber er ist nicht ein einziges Mal mehr aufgewacht. Er hat sogar nicht mal gehustet (die ganzen Nächte davor hatten ihn schlimme Hustenanfälle geplagt). Bis er um 7.07 Uhr dann ganz aufgehört hat zu atmen. Selbst die Ärztin hat gesagt, dass sie selten einen Lungenkrebs Patienten sieht der im Tod einen so friedlichen Gesichtsausdruck hat.

    Im Moment befinde ich mich in einem ganz tiefen schwarzen Loch in dem es keine Freude und kein Licht gibt. Mein Mann (und auch mein Hund) das war meine Lebensmitte, mein Lebensinhalt für das ich gelebt habe. Jetzt ist alles so sinnlos und ohne Freude.

    Ich bin schon in Psychotherapie aber das nützt auch nichts.

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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Das du in einem tiefen schwarzem Loch bist glaub ich dir aber die Trauer ist doch noch so frisch bei dir , das brauch halt viel , viel Zeit um erst mal zu begeifen was so alles passiert ist . Das wird auch sicherlich noch sehr lange Dauer . Kann auch verstehen das dir alles zu viel wird , wenn ich mal so richtig tief unten bin und denke hat alles keinen Sinn mehr denk ich immer an meine Kinder und meinen 7 jährigen Enkel die mich ja auch noch bisschen brauchen . Mach erst mal Schluß fahre zu Mutter zum Kaffee . Alle die traurig sind wünsche ich einen halbwegs schönen Sonntag Nachmittag . Gruß Resi

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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Jetzt ist es Morgen schon sieben Wochen seit mein über alles geliebter Mann nicht mehr bei mir ist und es wird nichts besser. Im Gegenteil es wird eigentlich immer schlimmer. Ich vermisse ihn mit jeder Faser meines Herzens jede Sekunde bei Tag und bei Nacht. Es ist einfach die bessere Hälfte von mir nicht mehr da. Ich gelte allgemein als starke Frau aber jetzt fehlt die Person die mich stark gemacht hat weil er immer für mich da war. Ich lese Trauerbücher schreibe hier im Forum, gehe zum Psychotherapeuten und nehme Psychopharmaka und trotzdem habe ich das Gefühl ich zerbreche an der Trauer. Nichts macht mehr Freude und jeder Tag ohne ihn ist eine Qual. Alles ist ohne Sinn ohne ihn.

  4. Moderation

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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Liebe Sandra, durch Zufall stolpere ich gerade über deinen Strang und ich wollte dir zumindest ein kleines Hallo da lassen.

    Deinen Schmerz kann ich zum Teil nachvollziehen, ich habe in den letzten Jahre meinen Bruder (vor 15 Jahren) und meine Mutter vor 6 Monaten gehen lassen müssen. Deine Trauer ist noch einmal eine ganz andere, denke ich mir, ich hab die Erfahrung gemacht, dass jeder Todesfall sich anders anfühlt. Und jeder fühlt anders, aber weh tut es immer.

    Ich begleite aber meine älteste Freundin, die vor 7 Jahren ihren Mann verloren hat, auf ihrem Weg nach dem Tag X. Ihr Mann war nicht lange krank und auch erst 52.
    Ihr Schmerz ist ohne Ende, auch heute noch, auch wenn die Kanten nicht mehr so scharf sind und sie auch wieder viele gute und schöne Momente erlebt. Er ist Teil ihres Lebens geworden.

    Ich habe gelernt, dass Trauer Einen immer mal wieder überfällt. Ich sehe das wie eine Welle, die ich wie auf einem Surfbrett reiten muss. Nach einer Welle hab ich dann erstmal wieder Sand unter den Füssen.

    Es sind erst 7 Wochen vergangen, seit dein Mann gestorben ist. Das ist ja keine lange Zeit, es ist ganz natürlich, dass es so weh tut. Gib dir Zeit. Es gibt keinen Wettbewerb oder DIN Vorgaben, wie lang eine Trauerphase zu sein hat. Das ist ganz allein dein Weg und so wie man es zwischen den Zeilen lesen kann, wirst du deinen Weg bestimmt auch schaffen.

    Dass du euren Hund und damit etwas euch Verbindendes auch hergeben musstest, tut sicher nochmal extra weh. Aber bestimmt kannst du deinem Mann jetzt alles Mögliche über den Welpen erzählen, oder? Meine Schwester hat auch einen Australian Shepherd und die bietet echt Erzählstoff genug.

    Liebe Grüße!
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Liebe Frangipani, danke für deine lieben Worte. Im Moment kann ich den Schmerz einfach nicht aushalten und kann mir wirklich nicht vorstellen, dass das irgendwann besser wird. Für den Welpen muss ich funktionieren sonst würde ich glaube ich gar nicht mehr außer Haus gehen. Neulich hat eine Freundin zu mir gesagt "Du musst doch langsam wieder ins Leben zurück kommen" ich habe sie nur angeschaut und ihr gesagt "ich muss gar nichts!". Ich musste schon sehr viel im Leben durchmachen und habe alles geschafft aber das packe ich diesmal nicht.

  6. Moderation

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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Vielleicht musst du es dir auch gar nicht bildlich vorstellen können, dass es mal besser sein wird. Wenn der Gedanke momentan so unvorstellbar ist. Vielleicht versuchst du dir nur erstmal ein klein bisschen Hoffnung zu geben, dass es besser werden könnte. Nimm Tag für Tag.
    Und die Antwort an deine Freundin war richtig. Müssen musst du gar nichts, und überhaupt bestimmst du das Tempo. Ausserdem - du bist ja im Leben, es ist nur grad anders als bei ihr oder als vorher. Du fängst ja erst an, alles zu verarbeiten. Nur Mut .. und auch den Mut, dich anderen zuzumuten.
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  7. VIP

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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Ich kann frangipani zu 100 % zustimmen.

    Der Schmerz ist auch nach vielen Jahren nicht weg, sondern er wird zum Begleiter. Nicht mehr so scharf, aber er bleibt da. Es wäre auch seltsam, wenn er so mirnixdirnix abgefrühstückt wäre.

    Gestern hat er mich wieder überfallen: auf der Weihnachtsfeier der Firma, in der mein Lebensmensch gearbeitet hat. Und gleichzeitig tat es mir gut, dass seine Kollegen immer noch an ihn denken.

    @AusMitLeben,
    du schreibst
    Zitat Zitat von AusmitLeben Beitrag anzeigen
    Ich gelte allgemein als starke Frau aber jetzt fehlt die Person die mich stark gemacht hat weil er immer für mich da war.
    Mir ging es ähnlich. Das Leben mit meine Lebensmenschen hat mich stark und mutig gemacht. Nach seinem Tod war das erst einmal alles beim Teufel. Erst in mehreren Jahren Therapie habe ich gelernt die Ressourcen und den Rückhalt in mir zu finden.

    Niemand, auch du selbst nicht, kann ernsthaft erwarten, dass die Trauer und Verlorenheit, die pötzliche Heimatlosigkeit und Entwurzelung innerhalb von ein paar Wochen, Monaten oder im "Trauerjahr" einfach auflöst. Insofern hast du meiner Meinung nach absolut richtig auf die dumme Ansage deiner Freundn reagiert. Sie weiß nicht, was sie da sagt.

    Gib dir Zeit mit deiner Trauer!
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  8. User Info Menu

    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Na Hallo liebe AusmitLeben , schaue jeden Tag hier rein und muß feststellen das du dich gar nicht mehr meldest , mache mir so meine Gedanken wie es dir wohl gehen mag . Schreib doch einfach mal wie es so in deiner Gedankenwelt aussieht , bestimmt nicht so toll gerade jetzt vor Weihnachten . Möchte dich nicht bedrängen würde mich aber über ein Lebenszeichen von dir freuen . Grüße dich ganz lieb Resi .

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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Liebe Resi danke, dass du dir Gedanken um mich machst. Ich schreibe eigentlich deshalb nicht mehr weil ich denke ich kann ja nicht immer das Gleiche schreiben. Ich glaube ich werde noch verrückt. Ich bin immer noch nur am Weinen und Grübeln. Ich bringe einfach die Tage rum ohne Sinn und ohne Freude. Ich kann mir mein weiteres Leben ohne meine 2. und bessere Hälfte noch nicht mal im Ansatz vorstellen. Mein größter Lebenswunsch war schon in meiner Jugend mit einem lieben Partner an meiner Seite gemeinsam alt zu werden jetzt werde ich alleine alt. Ich warte immer noch auf den Termin für die Reha (die hoffentlich nicht abgelehnt wird). Aber ehrlich gesagt ist das nur ein Strohhalm an den ich mich klammere weil sowas anderen Leuten ja angeblich hilft. Weihnachten hatten wir immer hauptsächlich in ruhiger Zweisamkeit sehr genossen. Jetzt habe ich nicht mal einen Adventskranz weil ich alles was mit Weihnachten zu tun hat nicht ertragen kann. Das "Fest der Liebe" ohne die Liebe meines Lebens, ohne meinen Lebensmensch ... ich bin zu schwach diesen Schmerz zu ertragen.

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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Liebe AusmitLeben , freu mich das du dich mal meldest und ja ich kann mir vorstellen das es dir nach so kurzer Zeit noch so schlecht geht . Mir geht es nach 2 Jahren noch so , mein Sohn fehlt mir jeden Tag und auch ich denke manchmal was das alles noch soll , aber meine 2 anderen Kinder und mein Enkel brauchen mich auch . Und mit dem rumjammern ist das so eine Sache , bei mir denkt auch jeder nun muß es doch mal gut sein und ich müsse mich damit abfinden das er nicht mehr da ist . Um mich herum tobt das Leben und bei mir ist irgendwie ein Stillstand . Wenn meine Leute alle wüssten wie schlecht es mir manchmal geht und deshalb ist das Forum da um seinen Gedanken mal freien lauf zu lassen . Mir tut das jedenfalls richtig gut und wo kann man sich denn sonst ausjammern . Es wird auch keiner gezwungen das zu lesen . Ich bin sehr viel allein und brauch immer meine Ruhe . Dann fahr ich zur Mutter zum Kaffee das reicht mir dann auch schon . Ich hoffe das du die Kraft findest das alles zu überstehen und denk bitte an deine Kinder wie sie sich fühlen müssen zu sehen das du so zerbricht . Du muß einfach für sie weitermachen egal wie . Ich habe mir auch immer einen lieben normalen Mann gewünscht und musste mir 31 Jahre mein Leben mit so einem , ich weiß gar nicht wie ich sagen soll , ...... , verbringen . Er fehlt mir 0 , empfinde auch nichts wenn ich auf den Friedhof gehe , ist eigentlich schlimm so zu denken . Irgendwie sag ich mir immer er war halt krank und konnte nicht anders . Bei dir nun das ganze Gegenteil , ihr seid so glücklich gewesen und nun wurde er dir entrissen und vorallem so schnell , das ist so furchtbar und wird auch noch lange dauern bis deine Trauer erträglich werden wird . Wiegesagt schreib ruhig wenn dir danach ist . So mach erst mal Schluß kann gar nicht mehr richtig tippen . Wünsche dir liebe AusmitLeben und allen anderen einen ruhigen 2 Advent . Gruß Resi 🌟

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