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  1. Avatar von Salamandra
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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Liebe Sandra,
    es tut mir so leid und deine Verlustgefühle kommen absolut fühlbar durch, da will man am liebsten selber gleich losheulen! Jeder Ratschlag, wie du das besser ertragen kannst, ist wie ein Tropfen auf einen heißen Stein ...
    Aber ich habe seit gestern darüber nachgedacht, was dir vielleicht helfen könnte und will dir trotzallem ein paar bescheidene Ideen mitteilen.
    - Erstens: Da du ja einen Hund hattest, bist du regelmässige Spaziergänge bei Wind-und-Wetter gewohnt. Du und dein Hund hattet sicherlich schöne Lieblingswege. Lauf sie wieder, Sandra. Auch gleich morgens, in den frühen Morgen hinein. Das sind Momente, da bist du deinem Hund und deinem Partner ganz, ganz nahe.
    - Zweitens: Überlege dir ein Sportprogramm, auch wenn du dich elend dazu aufraffen musst und keinen Bock hast - danach fühlst du dich wahrscheinlich körperlich besser. Und wenn man körperlich erstarkt, dann hebt das auch die Stimmung, ein bisschen jedenfalls. Geh zum Beispiel 2 x in der Woche schwimmen, oder ins Fitness Studio und schau, ob dir das etwas gegen die Depressionen hilft.
    - Drittens: Zwing dich jeden Tag ein gutes, sorgfältig zubereitetes warmes Essen für dich zu kochen.
    Es wird lange, lange weh tun - aber wenn der Frühling und die Sonne wieder kommt, dann wird es ein bisschen leichter werden, ganz langsam ... Fühl dich gedrückt und umarmt!
    Alles Liebe ,
    Salamandra
    ... more then two


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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Meine Kinder wohnen in meiner Nähe aber darüber kann ich nicht mt ihnen sprechen. Danke für Deine Worte.


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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Liebe Salamandra, danke für die Gedanken die du dir gemacht hast. Ich habe wieder einen Welpen. Dazu hatten Peter und ich uns noch gemeinsam entschieden und ihn gemeinsam ausgesucht. Er hat sich immer über die Welpenvideos gefreut die wir geschickt bekamen. Jetzt durfte er ihn nicht mal mehr kennen lernen. Ich habe ihn 1 Woche nach seinem Tod abgeholt. Dieser zwingt mich ja dazu raus zu gehen aber die Wege sind wir halt am liebsten zusammen gegangen und der Welpe kann auch noch keine langen Spaziergänge.


  4. Registriert seit
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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Und somit sagst Du JA zum Leben. Der/Die Kleine ist eine Aufgabe, braucht Dich und wird Dir eine Stütze sein. Eine Tür hat sich geschlossen, eine neue hat sich geöffnet. Und ob Dein Peter nicht doch irgendwie bei Euch ist, weißt Du nicht- ohne nun zu esoterisch zu sein. Ich glaube ganz fest, dass es einen Plan gibt, ansonsten wäre alles umsonst gewesen.

    Kürzlich las ich ein Interview einer Theologin, in dem ging es um Trauer und Schmerz. Und sie sagte, warum den Schmerz nicht ganz bewusst aushalten , anstatt sich in irgendwas (Schadhaftes) zu flüchten. Natürlich ist und bleibt es ein furchtbares Erleben.

  5. Avatar von PhoeNixa
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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    . Ich habe wieder einen Welpen. Dazu hatten Peter und ich uns noch gemeinsam entschieden und ihn gemeinsam ausgesucht. Er hat sich immer über die Welpenvideos gefreut die wir geschickt be
    Wie wunderbar, dass du ein kleines Lebewesen um dich hat, das dich braucht und liebt, und eines, dass dich in dieser schlimmen Zeit ein wenig ablenkt, aber auch zwingt, deinen Alltag zu strukturieren und zu meistern, einen Tag nach dem anderen.
    Wie heißt das Tierchen denn, und was für eine Rasse ist es?

    Du schreibst, dass du mit deinen Kindern nicht über deinen großen Kummer reden kannst. Warum denn das nicht? Auch sie haben ihren Vater verloren und trauern, da sind gemeinsame Gespräche und Erinnerungen doch unendlich wichtig, ebenso das gemeinsame Weinen.
    Natürlich musst du sie nicht mit der ganzen Wucht deiner Gedanken konfrontieren, um sie nicht zu beunruhigen, aber sich nicht über den Schmerz eures Verlustes auszutauschen, scheint mir nicht sinnvoll. Lasst euch in eurer Trauer bitte nicht aus falscher Rücksichtnahme allein,sondern versucht es gemeinsam zu tragen.
    Auch Umwege erweitern unseren Horizont

  6. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Zitat Zitat von AusmitLeben Beitrag anzeigen
    Dieser zwingt mich ja dazu raus zu gehen aber die Wege sind wir halt am liebsten zusammen gegangen und der Welpe kann auch noch keine langen Spaziergänge.
    Erst mal mein herzliches Beileid!
    Ich kann dich gut verstehen, ich habe vor 18 Jahren meinen Lebensmenschen verloren. Er wurde nur 49.

    Ich war wie von Sinnen. Es dauerte lang, bis ich wieder einigermaßen klarkam. Dabei haben mir die Hunde - unsere Hunde - sehr geholfen. Ich bin oft die Wege geangen, die wir zusammen gegangen sind. Das mache ich heute noch so, nur die Hunde sind nicht mehr dieselben.

    Es dauert. Manchmal dauert es sehr lang. Gib dir die Zeit, die du zum Trauern brauchst und such dir Unterstützung bei Freunden und vielleicht bei deinen Kindern. Rede mit ihnen. Mir hat es zumindest für den Moment immer wieder etwas Ruhe geschenkt, wenn ich über ihn reden konnte. Das geht mir heute immer noch so. Er ist nicht anwesend, aber Teil meines Lebens. Der beste Teil.

    Und bitte mach dir keine Vorwürfe. Du wolltest deinen Mann nicht quälen, sondern du hast versucht, ihn zu unterstützen und wolltest seine Situation verbessern. Auch wenn das vielleicht nicht optimal war, hast du es mit den besten Vorsätzen getan.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  7. Avatar von Anni04
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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Mir hat mal jemand gesagt, daß die Beziehung, Verbindung und Liebe zu/mit einem Menschen mit dem Tod nicht endet. Sie ist weiterhin da und existiert.

    Sie verändert sich nur in so weit, daß die andere Person nicht mehr körperlich anwesend ist, dir antwortet und nicht mehr neue gemeinsame Erinnerungen und Erlebnisse geschaffen werden.
    Aber die Gedanken und Gefühle und die Verbindung bleibt.



    (Mein Vater ist vor inzwischen 6 1/2 Jahren sehr überraschend gestorben. Wenn ich das so schreibe kaufen mir immer noch die Tränen und es fällt mir immer noch oft unendlich schwer. Aber die tiefen Täler werden mit der Zeit tatsächlich ein klein wenig flacher.

    Manchmal habe ich Sorge, ihn zu sehr hier “festzuhalten” ihn nicht gehen zu lassen (dabei bin ich alles andere als esoterisch veranlagt!!) und anfangs habe ich ihn noch überall gesehen und von ihm geträumt.

    Inzwischen gibt es sogar ab und an Tage, an denen ich nicht an ihn denke, aber er ist trotzdem Teil von mir und meinem Leben.

    Ich glaube emotional auch fest daran, daß er irgendwie noch bei mir ist. Trotz meiner Sorge, daß es irgendwie schädlich ist ihn nicht “gehen lassen” zu können.

    Eigentlich denke ich auch, daß selbst wenn ich ihn/seine Seele durch meine Trauer und Sehnsucht hier festhalten könnte und würde, wäre das etwas, was er gerne für mich täte, weil ich noch seine unterstützung brauche.

    Genau so wie er mir Fahrradfahren beigebracht hat. Hinter mir her laufend, erst langsam mit festem Griff am Gepäckträger, dann schneller und immer schneller bis ich irgendwann eigenständig und juchzend davon fahre und er mir nur noch lachend hinterherwinkt.

    Noch läuft er mit und stabilisiert das Rad nur wenn ich ins Schwanken gerate. Aber auch wenn ich ihn hinter mir lassen sollte, weiß ich daß er maximal am anderen Ende des Parks auf mich wartet.)


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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Das ist schön, Anni, das gefällt mir ...
    bei mir ist es nur nicht mein Vater, den ich so sehr vermisse ...den vermisse ich auch ...und noch viele andere ...ganz besonders vermisse ich meinen Mann und bin sicher:
    wenn ich ihn brauche, ist etwas von ihm bei mir
    Ich gehe jetzt ins Bett und nehme die Gedanken aus deinem Post mit
    Es ist immer JETZT


  9. Registriert seit
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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Hallo PhoeNixa, mein Hundchen heißt Strolchi diesen Namen hat ihm mein Mann auf Grund der Bilder und Videos gegeben. Es ist ein Australian Shepherd.
    Meine Kinder sind aus erster Ehe haben also nicht den Vater verloren. Sie möchten mich halt mit aller Gewalt aufheitern. Deshalb versuche ich mich immer extrem zusammen zu reißen wenn sie da sind. Wenn ich dann wieder alleine bin wird der Schmerz wieder unerträglich.
    Ich lese hier überall, dass fast Alle wieder recht früh arbeiten gehen. Ich kann das einfach noch nicht. Die Bilder der Zeit seiner Krankheit laufen in meinem Kopfkino rauf und runter und ich bin immer am grübeln was ich wann und wo besser machen hätte können. Ich arbeite normalerweise im Home Office alleine vor meinem PC und muss ins Telefon flöten weil ich der lästige Werbeanruf bin der für den Außendienst einen Termin mit dem Chef haben will. Dazu bin ich im Moment einfach nicht fähig.


  10. Registriert seit
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    AW: Trauer um meinen geliebten Peter

    Liebe AusmitLeben , es tut mir sehr leid was du mit deinem lieben Peter durchleiden musstest . Mein Mann hat im Mai 2017 auch die selbe Diagnose wie dein Peter bekommen und nach den ersten Chemotherapien ging es rapide bergab und im November ist er dann neben mir und meiner Tochter ganz friedlich eingeschlafen . Aber der Todestag war ganz furchtbar für uns er hat bei jedem Atemzug ganz laut geschrien bis man ihm höhere Dosen Morphium verabreicht hat . Bei uns ist nur ein ganz großer Unterschied ich habe meinen Mann nicht geliebt wie du deinen da wir keine schöne Ehe hatten . Was aber mein Leben nicht mehr Lebenswert macht ist der Tod meines Sohnes . Er hat sich 27 Tage vor dem Tod meines Mannes das Leben genommen und ich hab ihn gefunden , er wurde nur 24 Jahre alt . Bei mir ist es wie bei dir jeder macht mir Vorschläge was ich mir doch alles mal gönnen könnte , Urlaub schöne Reisen undsoweiter und keiner kann verstehen das ich das nicht möchte . Hätte einfach keine Freude dran . Also tu ich so als ob alles halbwegs in Ordnung ist , ist es aber nicht . Möchte dich aber nicht entmutigen , wünsche dir von ganzem Herzen das du diese schwere Zeit so gut wie es halt geht übersteht . Villeicht tut dir eine Therapie gut . Hilft ja auch vielen . Sei ganz lieb gegrüßt von mir . Gruß Resi

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