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    AW: Trauer – Wie weiß man, was guttut?

    Wenn man keine engen persönlichen Verbindungen zu den Verstorbenen und den Hinterbliebenden hat, tut man sich unter Umständen mit dem Umgang mit der frischen Trauer schwer. Ich habe bei mir auch bemerkt, dass mancher Kollege überrascht war, als ich zwei Tage nach dem Tod meiner Mutter wieder im Büro auftauchte. Ich habe dann vorauseilend gesagt, dass mir die Normalität wahrscheinlich am besten helfen wird. Im engeren Kollegenkreis habe ich dann noch angemerkt, dass ich für's Allererste besser keine komplexen und zeitkritischen Aufgaben übernehmen sollte, weil ich meine Konzentrations- und Leistungsfähigkeit nicht einschätzen konnte. Ich hatte schon das Gefühl, ich muss vorgeben, wie ich behandelt werden möchte. Und das, obwohl ich es selbst gar nicht so genau wusste.

    Wirklich arbeitsunfähig habe ich mich nicht gefühlt, die Gedanken sind halt häufiger abgeschweift, aber das passiert einem auch aus anderen Gründen und man arbeitet trotzdem. Allerdings manchmal auch nur scheinbar. Ich hatte eine heftige Trauerphase nach der Trennung von meinem ersten Mann (wie ich im Nachhinein verstanden habe), da war ich lange eher physisch am Arbeitsplatz anwesend als leistungsfähig. Nach ein paar Monaten machte sich das dann sogar bemerkbar. Darauf werde ich jetzt kritischer schauen. Wenn so etwas wieder auftreten sollte, würde ich jetzt versuchen, etwas dagegen zu tun (langer Urlaub, Kur, Krankschreibung oder ähnlich).

    Schwierig für mich werden noch Entscheidungen, ob und wie viele und welche Erinnerungsstücke ich von meinen Eltern oder genauer meiner leiblichen Mutter behalten möchte. Im Moment sträubt sich alles in mir, irgendetwas an mich zu nehmen.

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