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  1. Avatar von sundays
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    AW: von der Beerdigung "ausgeladen"

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    von welchem Recht redest du? sich verabschieden zu dürfen?
    Das kann man ja auch noch später. Man kann auch eine Weile danach auf den Friedhof gehen und sich verabschieden.
    Wenn du wenig Zeit hast, nimm dir am Anfang viel davon (R. Cohn )


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    AW: von der Beerdigung "ausgeladen"

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Wie sollte man sich vor sowas schützen- eine Beerdigung ist ja per se etwas öffentlich.
    Die Beerdigung selbst schon, die findet ja meistens in einer Kirche oder Kapelle statt, mit anschließendem Gang zum Grab. Da sollte man auch jedem die Möglichkeit geben, daran teilzunehmen, der das möchte. (Sofern es sich nicht um ganz krasse Fälle handelt.)

    Meistens findet ja danach noch eine Trauerfeier statt. Ich kenne das so, dass die der Familie und den engsten Freunden vorbehalten ist. Ich käme gar nicht auf die Idee, da noch mit hin zu gehen, wenn ich nicht explizit eingeladen wäre.


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    AW: von der Beerdigung "ausgeladen"

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    von welchem Recht redest du? sich verabschieden zu dürfen?
    Nein, an der Beerdigung teilzunehmen. Abschied nehmen kann man ggf. auch anders.
    Wie gesagt, es kommt auf die Vorgeschichte an.

  4. Avatar von Antje3
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    AW: von der Beerdigung "ausgeladen"

    Was ich an dieser Stelle ergänzend anmerken muß - es gibt ein paar Situationen, bei denen ich mir eine Teilnahme von jemandem an einer Trauerfeier und Beerdigung verbitten würde.

    Ich zeige das hier mal ein einem wirklich hypothetischen Fall:

    Mißbrauch
    Das Opfer stirbt (ich rede nicht von Mord - die Todesursache ist in diesem Zusammenhang egal)
    der Täter (wenn er z.B. aus der Familie ist) will an der Beerdigung teilnehmen (weil er möglicherweise tut, als ob alle gar nicht so gewesen wäre).

    Da würde ich durchaus darauf bestehen, daß derjenige nichts dort verloren hat, wenn ich das Gefühl hätte, daß das im Sinne des Verstorbenen wäre.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  5. Avatar von twix25
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    AW: von der Beerdigung "ausgeladen"

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Ob die Geliebte überhaupt "kommen sollte"??....ist natürlich ein spezieller Fall:smirksmile:

    In der heutigen Zeit garnicht speziell, sondern bestimmt ziemlich häufig, dass es Nebenbeziehungen gibt.
    Und diese dann auch zur Beerdigung kommen/wollen
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

  6. Avatar von twix25
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    AW: von der Beerdigung "ausgeladen"

    Ich würde im Fall, dass ich vermeiden möchte, dass Person K zur Beerdigung kommt, keine Anzeige schalten

    Und zur Not auch ausladen

    Ich möchte mich sowohl in der Trauerhalle, als auch am Grab in Ruhe und ungestört verabschieden

    Nicht noch Nebengefühle

    Das sind einmalige Momente und da möchte ich als nächster Angehöriger entscheiden

    Z.B die Nebenbeziehung:

    Entweder ich weiß nichts von ihr, brauch ich es jetzt auch nicht zu erfahren

    Oder ich weiß von ihr und habe darunter gelitten, brauch ich die Person erst Recht nicht dabei
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

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    Geändert von twix25 (31.01.2019 um 12:20 Uhr)

  7. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: von der Beerdigung "ausgeladen"

    Der Tote ist tot und hat nichts davon. Die Beerdigung ist für die da, die noch leben.
    Trotzdem hat sie natürlich auch mit dem Toten zu tun und die Idee des Verabschiedens oder Ehre erweisens schwingt immer mit.

    Ich war schon auf Beerdigungen von Menschen, die ich kaum kannte, wie der Mutter eine Studienfreundin, weil mir die Freundin nahesteht und ich ihr zeigen wollte, dass ich für sie da bin.
    Ebenso war ich schon auf Beerdigungen von Menschen, deren Angehörige ich nicht kannte, aber letztlich deshalb um den Angehörigen zu zeigen, wie sehr ich den Menschen, den sie verloren haben geschätzt habe ... zB bei einem Lehrer, den ich sehr geschätzt habe, die Familie kannte ich naturgemäß nicht aber ich weiß zB wie sehr meine Großmutter (mein Opa war auch Lehrer) sich gefreut hat über Trauerbriefe von früheren Schülern, die ihr sagten, was für ein toller Lehrer und Menschen mein Opa war.



    Was mir bei einem geliebten Menschen immer wichtiger wäre, dass ich ihm meine Liebe zeige, solange er lebt. Ich bin zB zu meiner Oma gefahren, als sie kurz vor dem Sterben war und ich wusste, wir werden uns da vermutlich das letzte Mal bei Bewusstsein sehen. Meine Tante hat nicht verstanden, warum ich mir dafür damals Urlaub genommen habe, weil ich müsse ja dann für die Beerdigung nochmal Urlaub nehmen ...... ohne Worte. Nein mir war es wichtiger, meine noch lebende Oma nochmal zu sehen und wenn ich dann nicht auf die Beerdigung hätte gehen können, dann wäre das eben so gewesen. Ich war dann auch auf der Beerdigung.


    Langer Rede, kurzer Sinn.
    Die Beerdigung ist eine Veranstaltung der Trauenden, bei der sie an den Toten denken wollen. Im Idealfall sind dort Menschen, die gemeinsam trauern und sich auch gegenseitig unterstützen wollen.
    Oder auch Menschen, die mir ihrer eigenen Trauer umgehen wollen.

    Ich habe schon Trauernfeiern zwischen 200 und drei Leuten erlebt, jeder war auf ihre Art speziell.
    Ich habe zum Glück nie eine erlebt, wo jemand explizit ausgeladen war oder jemand kam, der sich daneben benommen hätte (über Ausfälle bei der anschließenden Feier schreiben wir gerade nicht, aber auch das hielt sich in Grenzen).

    Aber ich halte die Beerdigung selbst für keinen Ort an dem man in irgendeiner Art Frieden schließen oder Kriegsbeile begraben kann. Hier sollte die gesamte Aufmerksamkeit bei dem Toten sein. Und ja die nächsten Angehörigen haben da das "Hausrecht". Und das sollte man respektieren. Zum Frieden schließen bleibt auch nach der Beerdigung, wenn man es wirklich will, noch viel Zeit und Gelegenheit.

    Das kann in Extremfällen sehr schmerzhaft sein zB bei unverheirateten Paaren, die keine entsprechenden Regelungen getroffen haben und wo dann die Eltern des Verstorbenen über die Beerdigung entscheiden.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
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  8. Avatar von Wiesenblume
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    AW: von der Beerdigung "ausgeladen"

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen

    Im Idealfall sind dort Menschen, die gemeinsam trauern und sich auch gegenseitig unterstützen wollen.
    (...)
    Ich habe zum Glück nie eine erlebt, wo jemand explizit ausgeladen war oder jemand kam, der sich daneben benommen hätte (...)
    Aber ich halte die Beerdigung selbst für keinen Ort an dem man in irgendeiner Art Frieden schließen oder Kriegsbeile begraben kann. Hier sollte die gesamte Aufmerksamkeit bei dem Toten sein.
    Ich habe es leider schon im engsten Familienkreis erlebt (angeheirateter Onkel und sein Bruder). Die beiden sind grundverschieden und haben sich bei schönstem Wetter nicht mal darauf einigen können, dass gerade die Sonne scheint.

    Die Mutter der beiden wurde beigesetzt.
    Es war eine Schande: die beiden haben rechts und links von der offenen Grube mit dem herabgesenkten Sarg gestanden udn keiften sich über das Grab hinweg lauthals an.

    Im Grunde hat man es kommen sehen, aber keiner der beiden war bereit, der Weisere zu sein, der zurück steckt und vielleicht der Veranstaltung fernbleibt. Ein Machtkampf am offenen Grab... wie beschämend...


  9. Registriert seit
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    AW: von der Beerdigung "ausgeladen"

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Das kann in Extremfällen sehr schmerzhaft sein zB bei unverheirateten Paaren, die keine entsprechenden Regelungen getroffen haben und wo dann die Eltern des Verstorbenen über die Beerdigung entscheiden.
    Das ist dann sicher noch einmal eine Hausnummer.
    Ausgeladen zu werden, dann trotzdem das Ärgste.

  10. Avatar von ereS
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    AW: von der Beerdigung "ausgeladen"

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    ok- aber lädt man solche explizit aus?
    Wie sollte man sich vor sowas schützen- eine Beerdigung ist ja per se etwas öffentlich.
    indem man nur die menschen einlaedt, die einem wichtig sind, entweder per karte oder per anruf
    und keine anzeige in die zeitung setzt, und es auch nicht oeffentlich am friedhof anschlagen laesst

    die anzeige erst hinterher reinsetzen...

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