+ Antworten
Seite 4 von 4 ErsteErste ... 234
Ergebnis 31 bis 33 von 33

Thema: Mein Bruder

  1. Moderation Avatar von Anemone
    Registriert seit
    02.07.2004
    Beiträge
    15.376

    AW: Mein Bruder

    Schade, Veranoazul, dass du so gar keine Erkenntnisse aus den vorherigen Postings dazu gewonnen hast außer deiner vorhandenen Meinung...
    Nur soviel: Das sog. selbst bestimmte Ende resultiert aus einem Tunnelblick, der nichts und niemanden einbezieht. Es ist die ganze Wahrnehmung völlig eingeengt auf den Drang, sich selber ein Ende zu setzen. Bei einer psychischen Erkrankung, denn das ist Depression nun mal, würde ich das nicht mit einem selbst bestimmten Leben ansehen.
    Depressive, wirklich schwere Fälle, sind eingeschränkt in der Wahrnehmung und der Konzentration. Sie haben nicht, wie du das unterstellst, die Wahl zwischen Leben und Sterben. Und wenn sie die einzigen Kräfte, die sie noch haben, in das Rauskramen des Seiles aus der Rumpelkammer investieren. Wie es mein Vater gemacht hat.
    Und führe mich nicht in Versuchung -
    ich finde den Weg allein (Mae West)


    Wir glauben Erfahrungen zu machen,
    aber die Erfahrungen machen uns. (Eugène Ionesco)
    ------------------------------------

    Moderation 60+, Kochen für Feinschmecker, BRIGITTE-Diät,
    Essen - Genuss oder Frust? Rücken


  2. Registriert seit
    26.01.2009
    Beiträge
    12.351

    AW: Mein Bruder

    Aber wenn jemand aufgrund seiner Erkrankung sein Leben nicht mehr für lebenswert hält und gehen möchte, dann darf er das tun!
    Wir können niemanden fest halten, wir müssen los lassen, auch ich musste bereits bei einem Suizid los lassen lernen und habe mich dahin gehend entwickelt dass es egal ist was für eine Erkrankung jemand hat, oder einfach nicht mehr leben möchte ihm auch dieses zu zugestehen.

    Eine Depression kann einem Menschen genauso zusetzen wie eine andere Erkrankung die dem Betroffenen die Lebensqualität raubt und er so nicht mehr leben will, weil er keine Qualität für sich selbst mehr hat und sieht.

    Wir müssen alle sterben, niemand kann für immer gerettet werden und auch ein Suizid ist für mich ein biologisches Ende wie jede andere Sterbensform auch bei dem wir nur nicht die Stunde und den Tag kennen....

    Es ist völlig in Ordnung! Nicht in Ordnung finde ich es wie Familie und Freunde zurück gelassen werden, wenn ihnen dadurch Schuldgefühle gemacht werden! Niemand ist Schuld, es geht nicht um Schuld, es ist kein Mord an dem man mit gewirkt hat in seinem Umfeld.
    Aber ich habe viele Menschen getroffen die eine Form von Mittäterschaft emotional und auch rational für sich fühlten/dachten.

    Traurig ist man immer wenn jemand den man lieb hatte geht, aber wenn man das Gefühl bekommt "ich habe nicht genug getan um das abzuwenden" ist das einfach schlimm.

    Jeder gibt was er kann, was andere damit machen liegt nicht im eigenen Ermessen.....
    Das Leben macht was es will und ich auch!


  3. Registriert seit
    16.01.2019
    Beiträge
    22

    AW: Mein Bruder

    Veranoazul, wenn das die einzig mögliche Sicht auf einen Suizid ist, mit der Du leben kannst, dann lassen wir es so stehen.

    Eine Bitte habe ich allerdings an Dich: mehr Sensibilität. Du schreibst hier in einem Trauerforum. Niemand zwingt Dich auf die Posts zu antworten. Wenn Du es dennoch tust, wie in meinem Fall, dann finde ich Sätze wie: "Das Mitleid für die Menschen die sich selbst töten ist mir nicht gegeben" nicht angebracht.

+ Antworten
Seite 4 von 4 ErsteErste ... 234

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •