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    Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Ich bin gerade wieder enorm verzweifelt und muss mich einfach mal ausk*****.

    Ich bin jetzt Mitte 20 und meine Mutter ist vor zwei Jahren an Krebs gestorben und ich habe keine Geschwister und bin ohne meinen Vater aufgewachsen.
    Ich hatte immer eine tolle Familie, mütterlicherseits, auf die man sich echt immer verlassen konnte. Meine Mutter hatte 3 Geschwister und keiner hat eigene Kinder, ich war also das einzige Kind in der Familie.

    Meine Großeltern sind seit einigen Jahren tot (meine Oma ist bei einem Unfall gestorben und mein Opa hat sich, weil er mit dem Tod meiner Oma nicht klarkam, ein Jahr nach ihrem Tod suizidiert), ein Onkel ist ebenfalls an Krebs gestorben und vor zwei Jahren eben meine Mutter. Meine beiden Onkel, die noch übrig sind, sind durchgedreht, geben mir irgendwie die Schuld an allem und möchten, obwohl nichts vorgefallen ist, keinen Kontakt mehr zu mir. Ignorieren mich komplett und wenn ich versuche, Kontakt aufzunehmen, werde ich in WhatsApp blockiert oder meine Nummer gesperrt. Und ja, die beiden sind tatsächlich "erwachsen".

    Mit meinem Vater komme ich irgendwie auch nicht klar (ich habe den Kontakt zu ihm, nachdem das mit meiner Mutter passiert ist, wieder aufgenommen), er ist der einzige noch lebende Verwandte, außer den beiden Onkeln, und manchmal können wir echt gut reden, aber irgendwie bekommt er regelmäßig einen seltsamen Anfall, rastet aus heiterem Himmel aus und bildet sich ein, dass ich ihn ablehnen würde (obwohl ich ihn zB. angerufen habe), ist der Meinung, dass ich ihn nicht genug wertschätzen würde und bricht dann den Kontakt wieder für mehrere Monate, ohne auch nur ein einziges Lebenszeichen, ab. Ich kann dann so oft anrufen wie ich will, so viele Nachrichten schreiben wie ich will, er verhält sich dann so, als wäre ich tot. Er ignoriert mich eiskalt, obwohl ich ihn weder abgelehnt noch sonst was habe, über mehrere Monate, obwohl er weiß, wie sehr ich sowieso schon unter der Situation leide.
    Mir fehlen da die Worte und es macht mich unendlich wütend.

    Noch dazu habe ich jetzt ein weiteres Problem, ich bin für mein Studium ins Ausland gezogen und habe hierfür Auslandsbafög beantragt. Der Antrag wurde allen ernstes abgelehnt, weil ich davor eine Krankenpflegeausbildung gemacht habe. Ich studiere jetzt Medizin und ich hätte den "Fachrichtungswechsel" von der Krankenpflegeausbildung zum Medizinstudium nicht begründen können.
    Ich habe mir Beratungshilfe erkämpft und mir einen Anwalt genommen, der Widerspruch ist raus und der Anwalt meinte auch, dass die Chancen gut stehen, dass ich das BAföG bekomme, dass der Sachbearbeiter wohl etwas falsch verstanden hat, und dass mir BAföG zusteht.
    Ich bin ALLEINE, trotz der Umstände, ins Ausland gezogen, habe alles alleine organisieren müssen, habe den schweren Aufnahmetest ins Studium geschafft und mir werden weiter Steine oder eher riesige Berge in den Weg gestellt.
    Das BAföG-Amt hat 3 Monate Zeit den Widerspruch zu bearbeiten, und mir gehen die Ersparnisse, die ich noch hatte, und für Umzug und mittlerweile 3 Monate Miete und Lebensmittel, Krankenversicherung usw. ausgeben musste, aus. Das Geld reicht nur noch bis nächsten Monat, die Nachzahlung wird aber voraussichtlich erst Ende Februar oder im März auf meinem Konto sein.
    Ich war bei allen Banken und es gibt keine Möglichkeit auf einen Studienkredit. In Deutschland gäbe es den kfw-Studienkredit, der unabhängig vom Einkommen ist. Hier gibt es so etwas nicht. Mindesteinkommen für einen Kredit sind 900€ (als Student, witzig) oder ein Bürge. Aber ich habe keinen Bürgen.

    Ich habe das Gefühl vor Kummer zu platzen, und mein Vater ignoriert mich derweil mal wieder. Dieses Mal, weil ich ihm am Telefon von der Uni erzählen wollte, und erwähnt habe, dass ich mich an dem Tag soo aufgeregt habe, dass ich aus Frust eine ganze Tafel Schokolade gegessen habe. Er hat sich dann nicht mehr eingekriegt und hat nur noch davon gesprochen, dass es doch gut gewesen wäre, dass ich die Tafel Schokolade gegessen habe. Woraufhin ich mehrmals erwidert habe, dass ich das eigentlich auch nur erzählt habe, um zu betonen WIE genervt ich war, und dass ich eigentlich was anderes erzählen wollte (eben das, was in der Uni los war) und er hat sich, mal wieder, UNFASSBAR davon angegriffen gefühlt, obwohl ich es nicht böse gemeint habe, und hat dann ernsthaft in 'nem Schreikrampf aufgelegt und ignoriert mich jetzt wieder komplett. ... Weil ich gesagt habe, dass es mir nicht um die Tafel Schokolade geht, nachdem er sich wirklich eine Viertelstunde mit nichts anderem als der Tafel Schokolade beschäftigen wollte.
    Das ist doch nicht normal!

    Ich habe massivste Existenzängste, die ja alles andere als unbegründet sind, weiß mir nicht mehr zu helfen, bin wütend auf so ziemlich alles und jeden, bin in einem sehr anspruchsvollen Studium, das aber das einzige ist, das mich am Leben hält, habe keine Familie mehr und will einfach nur noch zu meiner Mutter!!

    Und nachdem mich das mit meiner Familie zu Beginn extrem verletzt hat, ist mir mittlerweile schon klar, dass diese Menschen irgendwie einfach verrückt geworden sind, und dass das nicht meine Schuld ist, aber ich bin ja irgendwie doch die Leidtragende. Offensichtlich macht es meinen Onkeln und meinem Vater überhaupt nichts aus, alleine zu sein (alle haben keine Partnerin, auch nicht mein Vater), mir aber total!! Ich bin ja auch nicht mal halb so alt wie sie.

    Mir geht es nur noch schlecht und ich fühle mich so bestraft, dabei weiß ich nicht, was ich getan habe. Und jetzt werde ich wohl auch noch auf der Straße landen, weil ich so lange auf die Nachzahlung warten muss, dabei habe ich extra, um genau so etwas zu vermeiden, schon vor 8 Monaten!! den BAföG-Antrag gestellt.

    ...Ach so, und meine "Familie" sind nicht die einzigen, die mich in dieser Situation so verletzen, ich hatte eigentlich auch mit der besten Freundin meiner Mutter ein gutes Verhältnis, aber sie ignoriert mich auch ständig ohne Grund. Sie sagt, dass ich sie anrufen soll (zum Beispiel nach einer Prüfung), wir machen einen Tag aus, und sie geht dann nicht ans Telefon. Und das dann auch WOCHENLANG. Ich habe sie dann, wenn sie sich dann mal wieder "erbarmt" und gemeldet hat, auch schon mal drauf angesprochen und sie meinte, dass sie halt auch ihre Probleme hat.
    Aha. Was hat das mit dem 5-minütigen Telefonat mit mir zutun, zu dem wir verarbredet waren?

    Ich verstehe es einfach nicht.

    Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass ich ein völlig unnötiger und unerwünschter Mensch bin, obwohl ich doch vorher eine Familie hatte.

    Ich ertrage diesen ganzen Müll einfach nicht mehr. Meine Kommilitonen erzählen von ihrer Mutter und ich könnte schon nur noch in Tränen ausbrechen.

  2. Avatar von Sprachlos
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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Erstmal willkommen in der Bri , auch wenn es sich einigermaßen schlimm liest was du gerade durchmachst. Auf die Schnelle fällt mir gerade nicht viel ein was ich dir raten könnte. Allerdings gibt es hier viele kluge Köpfe, mit oft sehr guten Tips.
    Was mit deinem Vater und den Onkeln los ist verstehe ich überhaupt nicht. War dein Vater schon immer so?
    Vielleicht musst du noch ein bisschen weiter denken, wenn du eine vorübergehende Unterstützung brauchst. Manchmal sind es nicht die naheliegenden Kontakte, die helfen können oder wollen, sondern eher entferntere. Hattest du gute Freunde, die du irgendwie mobilisieren könntest? Oder einen Paten/Patin? Wenn ich es recht verstehe brauchst du vor allem erstmal einen Überbrückungskredit?


  3. Registriert seit
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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Etwas viel auf ein Mal

    Wie wäre es mit dem Anwalt darüber zu sprechen ob der Möglichkeit eines Vorschusses/Teilzahlung hinsichtlich ausstehenden BAföGs. Das Geld bekommst du ja aber eben später...
    Kfw-Studienkredit gibt es nicht? Auch nicht wenn du als Deutsche im Ausland studierst?

  4. Inaktiver User

    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Das mit dem Bafög hab ich nicht verstanden. Du hast eine abgeschlossene Ausbildung und studierst jetzt. Da hat man meines Wissens Anspruch auf elternunabhängiges Bafög, mit dem Fach hat das doch nichts zu tun?

    Gibt es einen bestimmten Grund, warum Du im Ausland studierst?

  5. gesperrt
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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Danke @Sprachlos.

    Ich wusste nicht mal, dass es auch so etwas wie einen "Überbrückungskredit" gibt. Aber der wird wohl auch nicht gewährt werden, da der BAföG-Antrag ja noch nicht positiv beschieden wurde. Glaube nicht, dass die Bank interessiert, was mein Anwalt dazu meint. :(

    Ob mein Vater schon immer so war, kann ich nicht genau sagen, ich hatte ja lange keinen Kontakt zu ihm. Als ich jünger war, war ich eine zeitlang jedes Wochenende bei ihm und ich habe mich auch da irgendwie immer ungut gefühlt. Weil er irgendwie nie auf mich eingeht.
    Geändert von Flowerina (13.12.2018 um 21:20 Uhr)

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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    @Sobaka:

    Ich habe heute bei der kfw-Bank angerufen und mir wurde noch mal bestätigt, dass der kfw-Studienkredit nur möglich ist, wenn man an einer deutschen Hochschule immatrikuliert ist. Alternativ gäbe es den Bildungskredit, der ist auch im Ausland, aber erst in höheren Semestern, möglich...

    Man kann ja beim BAföG-Amt einen Antrag auf Vorausleistung stellen, das gibt es, aber der aktuelle Bescheid ist ja immer noch der Ablehnungsbescheid, wodurch ich auch keine Vorausleistung beantragen kann.
    Geändert von Flowerina (13.12.2018 um 21:20 Uhr)

  7. gesperrt
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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    @astronaut:

    Nein, ich habe die Krankenpflegeausbildung zugunsten des Studienplatzes abgebrochen. Leider hat es mit dem "Fach" zutun, da eine Krankenpflegeausbildung dem Grunde nach BAföG-förderungsfähig ist (obwohl man nie BAföG bekommt, weil das Gehalt viel zu hoch ist).

    Naja, weshalb studiert man Medizin wohl im Ausland? Wegen dem NC. Ich bin über einen Aufnahmetest ins Studium an einer staatlichen Uni gekommen. Im deutschsprachigen Ausland. ;)


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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Zitat Zitat von Flowerina Beitrag anzeigen
    @Sobaka:

    Ich habe heute bei der kfw-Bank angerufen und mir wurde noch mal bestätigt, dass der kfw-Studienkredit nur möglich ist, wenn man an einer deutschen Hochschule immatrikuliert ist. Alternativ gäbe es den Bildungskredit, der ist auch im Ausland, aber erst in höheren Semestern möglich...

    Man kann ja beim BAföG-Amt einen Antrag auf Vorausleistung stellen, das gibt es, aber der aktuelle Bescheid ist ja immer noch der Ablehnungsbescheid, wodurch ich auch keine Vorausleistung beantragen kann.
    Ich habe auch mal von Eil-Antrag etwas gehört und auch von vorläufige Entscheidung, nagle mich bitte nicht fest aber dein Anwalt müsste schon etwas mehr wissen. Schliesslich ist es bei dir Spitz auf Knopf und es muss etwas geben für solche Fälle, du wirst wohl nicht die Einzige und Alleinige in dieser Situation.

  9. gesperrt
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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Zitat Zitat von Sobaka Beitrag anzeigen
    Ich habe auch mal von Eil-Antrag etwas gehört und auch von vorläufige Entscheidung, nagle mich bitte nicht fest aber dein Anwalt müsste schon etwas mehr wissen. Schliesslich ist es bei dir Spitz auf Knopf und es muss etwas geben für solche Fälle, du wirst wohl nicht die Einzige und Alleinige in dieser Situation.
    In einem anderen Forum wurde mir genau das eben auch geraten. Ich habe meinem Anwalt eben eine Mail geschrieben. Ich werde morgen posten, was er geantwortet hat. Hoffentlich gehört das noch zum Fall und ich muss dafür nicht erneut 'nen Beratungsschein beantragen. Das hatte sich unglaublich in die Länge gezogen.

    Danke für den Tipp! :)


  10. Registriert seit
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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Es tut mir alles sehr leid, was Dir widerfahren ist. Ich glaube, es ist wirklich am besten, wenn Du Dich jetzt erstmal auf Dich und Dein Studium konzentrierst. Auch wenn es schwerfällt - versuche, das nicht zu nah an Dich rankommen zu lassen, wenn andere von ihrer Familie erzählen. Bei Dir ist es eben nicht so. Du musst jetzt kämpfen und da irgendwie durch. Aber dann wird es besser, und Du hast es selbst geschafft!

    Ich vermute, welches Ausland es ist, kenne mich da aber zu wenig aus. Überlege Dir doch auch unkonventionelle Alternativen. Doppelstudium in D und in Deinem jetzigen Land? Dann wärst Du in D immatrikuliert und könntest den Kredit beantragen. Wie sind die Fördermöglichkeiten vor Ort? Und wie sieht es mit Studienstipendien aus? Da gibt es ja einige, und vielleicht findest Du etwas, wo genau Du in Deiner SItuation die Zielgruppe bist.

    Außerdem: Habt ihr einen sozialen Dienst oder eine psychologische Beratung an der Uni? Dann geh da hin und rede mit denen. Hast Du mit dem Studium schon begonnen? Es ist ja mitten im Semester.

    Viele Fragen. Du sollst sie hier nicht beantworten. Aber vielleicht sind sie eine Anregung, 1. Dich aufs Wesentliche zu konzentrieren (= Dein Studium) und den Fokus nicht zu verlieren, und 2. eigene Ideen zu entwickeln und vielleicht auf unkonventionelle Finanzierungsmöglichkeiten zu kommen.

    Alles Gute

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