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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Hallo flowerina,

    helfen kann ich dir nicht wirklich, finde es nur schade, dass deine letzten Posts unbeantwortet geblieben sind.

    Hast du denn noch etwas schlafen können heute Nacht?

    Ich habe in meiner Umgebung auch Menschen, die Ausbildung und Studium ohne familiären Rückhalt, auch bedingt durch Todesfälle und Rückzug der Restfamilie, bewältigen mussten. Ich bewundere sie, ihre Kraft, ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen.

    Sie haben viel investiert, aber auch viel gewonnen, u.a. dann auch liebe Freunde, und über sie dann vielleicht auch sowas wie "Ersatzfamilien" (auch wenn sich eine liebevolle Ursprungsfamilie durch nichts ersetzen lässt).

    Ich möchte dir einfach nur Mut machen. Du stehst noch am Anfang deines Studiums, dein Studium bietet dir eine Vielfalt an wertvollen Erfahrungsmöglichkeiten. Lass es auf dich wirken, konzentrier dich auf die Erfahrungen, die dich stützen und tragen. Versuche, die negativen Erfahrungen auszublenden. damit kannst du dich immer noch auseinandersetzen, wenn alles andere tragfähiger geworden ist.

    Kennst du hier im Forum den 3-schöne-Dinge Strang? Da geht es darum, sich auf Positives aufmerksam zu machen, eine positive Suchbewegung einzunehmen und darüber die negativen Dinge in den Hintergrund rücken zu lassen. Das kann helfen, wenn man das Gefühl hat, dass die Negativwelle über einem zusammenschlägt.

    Das soll natürlich nicht heißen, die rosarote Brille aufzusetzen, aber es gibt sogar eine Therapierichtung, die auf dieser Basis arbeitet. Vielleicht ist ja für dich und dein Studium sogar interessant. Wenn du magst, googel mal nach Viktor Frankl.

    Ich wünsch Dir viel Kraft, poca
    Wie schnell ist nichts passiert....

    _________________________

    Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss es nur schaffen, ihm den Beigeschmack der Katastrophe zu nehmen.

    Max Frisch

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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Hallo, poca.

    Ja, ich habe dann noch etwas schlafen können und wir hatten jetzt sowieso früher Schluss, weil eine Vorlesung verschoben wurde.

    Mir geht es etwas besser.

    Es ist doch eigentlich sowieso so, dass man sich viel mehr nach außen oritentiert, je älter man wird.
    Also auch, wenn das jetzt nicht passiert wäre, wäre ich alleine weggezogen und würde mich hier um mich und mein Studium und mein Leben kümmern. Ich würde halt meine Mutter hinter mir wissen. Aber ansonsten würde ich mir nicht soo viele Gedanken darum machen, eigentlich. Würde in den Semesterferien vielleicht nach Hause fahren, aber wenn ich hier einen Job habe, wäre ja auch das komplizierter und es würde sich wohl eher auf Weihnachten und Telefonate begrenzen.

    Von daher ist die "Ursprungsfamilie" doch gar nicht mehr so verdammt wichtig, wenn man erwachsen ist und eh sein eigenes Ding macht. Einige meiner Bekannten sind Ende 20 bis Ü30 und die haben doch alle ihr eigenes Leben und sind nicht auf ihre Eltern fixiert. Eher so gar nicht.

    Es geht also eher um das Gefühl. Ich FÜHLE mich allein gelassen. Auch, wenn sich an den tatsächlichen Umständen gar nicht so viel ändern würde, wenn es nicht passiert wäre. Es hat mir ziemlich mein Selbstwertgefühl genommen, wie gesagt, es fühlt sich so an, als wäre ich wertlos, und das ist wohl eher das Hauptproblem.

  3. gesperrt
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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Hab dem mal "nachgespürt" und eigentlich wünsche ich mir, dass jemand einfach für mich veratnwortlich ist. Nicht, dass ich es wirklich bräuchte. Offensichtlich bekomme ich es ja alleine hin. Aber es würde mir die Angst nehmen.
    Ich will, dass jemand da ist, auch, wenn er es anstregend findet.

    Mein Vater hat mich übrigens tatsächlich auch über Weihnachten ignoriert. Ich war dieses Jahr an Weihnachten alleine, weil es mir unangenehm war, zu sagen, dass mein Vater mich immer noch ignoriert. Silvester habe ich mit Freunden gefeiert.

    Er hat mir vorgestern per SMS geantwortet, nachdem ich ihn extrem beleidigt habe. War keine nette Nachricht, aber mir ging es sofort sehr viel besser. Es ist dieses Ignorieren, das mich so wahnsinnig macht. Und dass die damit durchkommen.
    Mir ist irgendwie sogar egal, dass das Idioten sind. Aber dieses Ignorieren macht mich WAHNSINNIG. Würden sie normal mit mir reden und ich könnte ihnen wenigstens richtig meine Meinung sagen, wäre es sehr viel leichter für mich.

  4. gesperrt
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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Ich habe den Eindruck, dass mein Vater das Ganze absichtlich macht, um sich selbst wichtig zu fühlen.

    Er ist selbst bei Adoptiveltern aufgewachsen, die dann zwar die liebevollsten Eltern waren, die er sich hätte vorstellen können, aber es hat ihn wohl doch immer irgendwie belastet.

    Und ich habe das Gefühl, dass er da jetzt versucht, das irgendwie an mir aufzuarbeiten und mich jetzt ignoriert, damit ich mich ungewollt und er sich gewollt und in der "mächtigen" Position fühlen kann.

    Also ich bin mir ehrlich gesagt sogar hundertprozentig sicher, dass es so ist.
    Er will mich auf seine Seite ziehen und versucht deshalb auch immer, meine Mutter schlecht zu reden (was in Anbetracht der Situation noch schrecklicher und armseliger ist, als ohnehin schon), nur damit er sich dann "rar" machen und sich wie ein begehrter Mensch fühlen kann.

    Und es macht mich wütend, dass er mit seinem (kranken) Spiel jetzt quasi auch noch durchkommt.
    Das ist völlig degeneriert was er da abzieht.

  5. gesperrt
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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Vielleicht sollte ich ganz viel Mitleid mit meinem Vater haben.

    Muss da jetzt wohl irgendwie über meinen Schatten springen. Den Kontakt richtig abzubrechen und mich auch innerlich abzugrenzen, schaffe ich gerade irgendwie nicht.

    Dann ist es halt jetzt irgendwie ein bisschen degeneriert mit meinem Vater. Ich bin trotzdem der wichtigste Mensch für ihn. Irgendwie muss ich jetzt einen Weg finden, damit für mich besser umzugehen.

  6. gesperrt
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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Oh, und noch mal vielen Dank für den Hinweis auf Viktor Frankl!

    ...
    Geändert von Flowerina (09.01.2019 um 14:26 Uhr)

  7. gesperrt
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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    ...
    Geändert von Flowerina (07.01.2019 um 20:26 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Zitat Zitat von Flowerina Beitrag anzeigen
    Ich habe den Eindruck, dass mein Vater das Ganze absichtlich macht, um sich selbst wichtig zu fühlen.

    Er ist selbst bei Adoptiveltern aufgewachsen, die dann zwar die liebevollsten Eltern waren, die er sich hätte vorstellen können, aber es hat ihn wohl doch immer irgendwie belastet.

    Und ich habe das Gefühl, dass er da jetzt versucht, das irgendwie an mir aufzuarbeiten und mich jetzt ignoriert, damit ich mich ungewollt und er sich gewollt und in der "mächtigen" Position fühlen kann.

    Also ich bin mir ehrlich gesagt sogar hundertprozentig sicher, dass es so ist.
    Er will mich auf seine Seite ziehen und versucht deshalb auch immer, meine Mutter schlecht zu reden (was in Anbetracht der Situation noch schrecklicher und armseliger ist, als ohnehin schon), nur damit er sich dann "rar" machen und sich wie ein begehrter Mensch fühlen kann.

    Und es macht mich wütend, dass er mit seinem (kranken) Spiel jetzt quasi auch noch durchkommt.
    Das ist völlig degeneriert was er da abzieht.
    Hallo Flowerina,

    ich glaube, Du verrennst Dich. Dein Vater ist nie präsent, und Du glaubst zu wissen, was in ihm vorgeht und was er vorhat. Ist das plausibel?
    Wenn Du das „kranke Spiel“ (ich kann nicht erkennen, was oder wie das gespielt wird), nicht mitspielst, gibt es kein „krankes Spiel“.
    Dein Vater und Deine Onkel sind eigenständige Personen, sie dürfen selbst entscheiden, mit wem sie Kontakt haben wollen. Und wenn ihr Interesse nicht an Deiner Person und Gesellschaft liegt, dann ist das (für Dich leider) so.

    Auf der anderen Seite, stell Dir mal vor, sie würden jetzt Kontakt zu Dir suchen. Du würdest ihnen doch sowieso nicht abnehmen, dass sie Dir freundlich zugewandt sind oder?

    Du bist erwachsen, erst mal bist Du für Dich verantwortlich. Wenn Du dieser Verantwortung nicht gewachsen bist in lebensbestimmenden Themen, dann müsstest Du Dich vielleicht an einen sozialpsychiatrischen Dienst an Deinem Heimatort wenden. Dort könnte geprüft werden, ob Du (für eine Zeit) einen amtlich bestellten Betreuer brauchst.

    Pass auf Dich auf und steigere Dich in die familiäre Kiste nicht weiter rein. Trauer um die Mutter ist das eine, aber die Entwicklung einer übergeordneten Idee ne andere Hausnummer.

    Telefonseelsorge, psychologische Beratung an der Uni, Coach, Seelsorge, Trauergruppe (wurde hier schon genannt), Trauerforum im Internet, telefonische ärztliche Beratung durch Krankenkasse... - kurz, rede mit Menschen die eine professionelle Ausbildung haben

    Viel Glück auf Deinen Weg

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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Zitat Zitat von Kieselmurmel Beitrag anzeigen
    Hallo Flowerina,

    ich glaube, Du verrennst Dich. Dein Vater ist nie präsent, und Du glaubst zu wissen, was in ihm vorgeht und was er vorhat. Ist das plausibel?
    Wenn Du das „kranke Spiel“ (ich kann nicht erkennen, was oder wie das gespielt wird), nicht mitspielst, gibt es kein „krankes Spiel“.
    Dein Vater und Deine Onkel sind eigenständige Personen, sie dürfen selbst entscheiden, mit wem sie Kontakt haben wollen. Und wenn ihr Interesse nicht an Deiner Person und Gesellschaft liegt, dann ist das (für Dich leider) so.

    Auf der anderen Seite, stell Dir mal vor, sie würden jetzt Kontakt zu Dir suchen. Du würdest ihnen doch sowieso nicht abnehmen, dass sie Dir freundlich zugewandt sind oder?

    Du bist erwachsen, erst mal bist Du für Dich verantwortlich. Wenn Du dieser Verantwortung nicht gewachsen bist in lebensbestimmenden Themen, dann müsstest Du Dich vielleicht an einen sozialpsychiatrischen Dienst an Deinem Heimatort wenden. Dort könnte geprüft werden, ob Du (für eine Zeit) einen amtlich bestellten Betreuer brauchst.

    Pass auf Dich auf und steigere Dich in die familiäre Kiste nicht weiter rein. Trauer um die Mutter ist das eine, aber die Entwicklung einer übergeordneten Idee ne andere Hausnummer.

    Telefonseelsorge, psychologische Beratung an der Uni, Coach, Seelsorge, Trauergruppe (wurde hier schon genannt), Trauerforum im Internet, telefonische ärztliche Beratung durch Krankenkasse... - kurz, rede mit Menschen die eine professionelle Ausbildung haben

    Viel Glück auf Deinen Weg

    ... editiert ...
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (09.01.2019 um 15:16 Uhr) Grund: Unangemessene Reaktion gelöscht

  10. gesperrt
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    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Oha. Mein Vater hat mich angerufen.

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