Thema geschlossen
Seite 2 von 9 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 84
  1. Inaktiver User

    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Was ist mit der Unterhaltspflicht Deines Vaters? Es ist ja dann doch noch die Erstausbildung.


  2. Registriert seit
    27.05.2018
    Beiträge
    731

    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Zitat Zitat von Flowerina Beitrag anzeigen
    In einem anderen Forum wurde mir genau das eben auch geraten. Ich habe meinem Anwalt eben eine Mail geschrieben. Ich werde morgen posten, was er geantwortet hat. Hoffentlich gehört das noch zum Fall und ich muss dafür nicht erneut 'nen Beratungsschein beantragen. Das hatte sich unglaublich in die Länge gezogen.

    Danke für den Tipp! :)
    Aber gerne doch

    Und da vor Ort, kannst du vielleicht einen Job machen? Und wenn anfangs nur am Wochenende, Feiertage und so... Damit du etwasetwas in die Hände bekommst...
    Hier in meiner Stadt gibt es auch Studenten die von ihren Arbeitgeber unterstützt werden. Nicht viele aber es gibt sie zumal wenn die studentischen Aushilfen gut und zuverlässlich sind wollen die AG sie auch länger behalten.
    Versuche mal... jetzt kommt die gute Zeit für dich in der du auch Glück haben wirst.

  3. gesperrt
    Registriert seit
    05.09.2018
    Beiträge
    41

    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Übrigens gute Neuigkeiten: Mein Anwalt hat mich am Freitag angerufen. Der Widerspruch war erfolgreich und ich bekomme mein BAföG jetzt zeitnah überwiesen!! :)


  4. Registriert seit
    11.09.2012
    Beiträge
    954

    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Hallo Flowerina,

    das sind ja richtig gute Nachrichten.

    Dein familiäres Umfeld ist weggebrochen bzw., Menschen die Dir wichtig sind, verstorben. Ich glaube, dass es Dir nicht gut tut, über die Verhaltensweisen Deines Vaters, der Onkel und der Freundin der Mutter, nachzudenken. Dies wird Dich nicht weiterbringen.

    Hast Du schon mal geschaut, ob es an Deinem jetzigen Wohnort eine Trauergruppe gibt? Auch wenn Deine Mutter schon vor einiger Zeit gestorben ist, bist Du ja noch in Trauer. Vielleicht hilft es Dir, Dich eine zeitlang mit Menschen zu treffen, die sich auch im Trauerprozess befinden. Es kann sehr erleichternd sein, wenn man über die „Schokoladentafel“ reden kann, obwohl es nicht um die „Schokoladentafel“ geht.

    Und ich glaube auch, dass es kräftezehrend ist, wenn man immer den Menschen hinterherrennt und eine vor den Bug bekommt. Lass doch diese vier Menschen mal eine Weile beiseite, ruf sie nicht mehr an. Es tut Dir doch eh nicht gut. Viele Menschen haben - obwohl es noch Blutsverwandte gibt - sich eine neue soziale Familie gesucht und leben mit dieser friedlicher und liebevoller. Ich meine nicht, dass Du mit Deinem Vater und den Onkel brechen sollst. Aber leg mal ne Pause ein, bis es Dir besser geht. Wenn man mit frischer Kraft und etwas leichter ums Herz, dann einen neuen Versuch startet, gibts vielleicht einen neuen guten Weg?

    Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich bezüglich des Vaters eine Pause machen, bis zu meinem oder seinem Geburtstag.
    Und mit den beiden Onkel auch bis zu meinem oder Mutters Geburtstag.
    Und dann einen symbolischen Neuanfang versuchen.
    Bis dahin die Seele etwas heilen lassen und im Studium richtig ankommen.

    Deine Mutter wäre bestimmt stolz auf Dich, so wie Du Dich jetzt durch die Bafög-Geschichte durchgebissen hast.
    Du bist eine erwachsene Frau, hast diese bürokratische Hürde genommen, sei stolz auf Dich.

    Alles Gute, Pumpernickel

  5. gesperrt
    Registriert seit
    05.09.2018
    Beiträge
    41

    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Ich schreibe mal wieder.

    Hier hatte irgendwer gefragt, ob ich überhaupt schon mit dem Studium begonnen hätte, es wäre ja mitten im Semester.

    Natürlich habe ich mit dem Studium begonnen. Habe auch jede Prüfung, die wir schon hatten, bestanden.


    Das Hauptproblem an der Situation ist, dass ich mich durch das Verhalten der Idioten, die noch von meiner Familie übrig sind, wertlos fühle.

    Und ich habe Angst, dass mir eine Therapie nicht hilft, sondern alles verschlimmert. Ich hatte es, kurz nachdem das passiert ist, nämlich schon mal mit 'ner Therapeutin versucht und das war einfach nur ein entsetzlicher Fail. Diese Therapeutin war dermaßen unfähig, dass ich sie sogar gemeldet habe. Und das hat mich damals noch weiter runtergezogen. Ich will das nicht noch mal erleben.

    Außerdem hilft es mir auch nicht, zu hören, dass ich halt nichts machen könnte. Halt Pech gehabt hätte.
    Gerade dass ich mich so machtlos und verletzt fühle, sorgt ja dafür, dass es mir so geht, wie es mir jetzt geht. Es hilft mir nicht, es macht mich nur noch handlungsunfähiger, wenn man mir sagt, dass ich halt "akzeptieren" müsste. Das gibt mir das Gefühl einfach nur komplett wertlos zu sein.

    Ich bin es absolut nicht gewohnt, dass sich niemand wirklich für mich interessiert. Es ist einfach nur unglaublich unfair.

  6. Avatar von Sprachlos
    Registriert seit
    20.05.2005
    Beiträge
    7.510

    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Zitat Zitat von Flowerina Beitrag anzeigen
    Natürlich habe ich mit dem Studium begonnen. Habe auch jede Prüfung, die wir schon hatten, bestanden.


    Das Hauptproblem an der Situation ist, dass ich mich durch das Verhalten der Idioten, die noch von meiner Familie übrig sind, wertlos fühle.
    ...
    Ich bin es absolut nicht gewohnt, dass sich niemand wirklich für mich interessiert. Es ist einfach nur unglaublich unfair.
    Liebe Flowerina, ich kann mich natürlich kaum in deine Situation versetzen. Ganz sicher ist der Verlust der Mutter als wichtiger und in deinem Fall einziger wirklicher Bezugsperson sehr schwer zu verkraften. Vielleicht hattest du noch gar Zeit, den Verlust wirklich zu betrauern, eventuell würde dir eine Selbsthilfegruppe/Trauergruppe helfen? Das würde ich als eine wichtige Maßnahme empfinden, um mit dieser Trauer und dem Verlust besser umgehen zu lernen. Der Tod deiner Mutter war für dich das abrupte Ende der Geborgenheit in einer Familie, das ist sehr viel anders als bei den meisten anderen Menschen. Darum solltest du das besonders aufarbeiten.

    Dein Vater und deine Onkel waren doch mehr oder weniger schon immer so? Bisher waren sie nur nicht so gefordert, weil ja hauptsächlich deine Mutter die Ansprechpartnerin war, speziell bei Problemen? Leider klingt es nichtgerade erwachsen, was du über Vater und die Onkel schreibst. Sie waren mit deinen Problemen doch heillos überfordert.
    Schätzungsweise bist du erwachsener als sie.

    Dazu kommt, dass du nun in einer neuen Lebensphase bist. Es sieht so aus, als würdest du jetzt endgültig auf eigenen Beinen stehen. Du hast dein gewohntes Umfeld verlassen, bist in ein anderes Land gezogen, musst neue Freunde finden und dich neuen Herausforderungen stellen. Das ist sicher für jeden keine einfache Phase. Für dich ist es umso schwerer, da du keine vertraute Ansprechperson im Hintergrund hast. Trotzdem ist das nochmal für jeden ein krasser Abnabelungsschritt, ein wirklicher Schnitt, der für sich gesehen auch eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, bis man da angekommen ist.

    Das alles tut mir sehr leid, aber ich bin mir sicher, dass du diese Zeit meistern wirst, mit oder ohne Therapie. Du hast bis hierher schon so unglaublich viel geschafft, dass es doch eigentlich nur noch besser werden kann.

    Jetzt geht es darum, dir an deinem Studienort einen Freundeskreis aufzubauen und vielleicht auch nochmal zurückzuschauen auf die alten Freundschaften, welche davon evtl. ausbaufähig wären. Du bist keinesfalls machtlos, aber du wirst von dem Gedanken Abstand nehmen müssen, dass da jemand ist, der seine Hände schützend über dich hält, auch wenn das hart klingt, aber das ist auch ein Teil vom ganz normalen erwachsen werden, auch wenn das für den einen oder anderen vielleicht etwas sanfter und abgefederter verläuft. Du hast das bis hierher doch schon wunderbar hinbekommen. Jetzt musst du aktiv nach einer neuen, verlässlicheren "Familie" suchen, genau diese Möglichkeit macht dich handlungsfähig und diese Menschen werden sich auf Dauer auch für dich interessieren. Ich wünsche dir viel Glück dabei.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

    Nimm dich selbst wahr, und wo du dich findest, da lass dich.(Meister Eckhart)

  7. Avatar von Phyllis
    Registriert seit
    07.01.2006
    Beiträge
    2.541

    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Respekt für Deinen Weg und für die bestandene Aufnahmeprüfung. Meine Tochter hat auch Medizin studiert und hat 5 Jahre gewartet zwischendurch Krankenschwester gelernt.

    Allein das ist schon ein Leistung.

    Ich wünsch Dir alles Gute, pack es an, Du schaffst da. Versuche Dich von Deiner Familie zu lösen, die kann man sich leider nicht aussuchen
    "Arroganz ist die Kunst, auf seine eigene Dummheit stolz zu sein"

  8. gesperrt
    Registriert seit
    05.09.2018
    Beiträge
    41

    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Nein, meine Onkel waren vorher nicht so. Und generell meine ganze Familie war vorher nicht so. Mein Vater vielleicht. Aber nicht der Rest.

    Es sind einfach nur alle gestorben. Das ist das Problem. Meine Oma, mein Opa, mein anderer Onkel und meine Mama.
    Und ich habe halt keine Geschwister. Also ja - ich bin jetzt alleine.

    Ich bin in einer liebevollen Umgebung aufgewachsen. Ich bin es absolut nicht gewohnt, dass es einfach niemanden interessiert, wie es mir geht. Es hing nicht alles an meiner Mutter. Der Rest ist nur einfach auch gestorben.

    Ich habe keine Ahnung warum mir das passiert ist.


    Und generell bin ich eh ein selbständiger Mensch... und ich weiß, was ich will und was ich tue. Darum geht es nicht.

    Aber so kann es doch trotzdem nicht weitergehen. Mein Vater könnte mir dieses bisschen an Unterstützung, das ich noch bräuchte, geben, und er lässt es einfach. Weil er einfach behindert ist. Es macht mich soooooooooo wütend. Ich würde ihn ernsthaft körperlich angreifen, wenn er jetzt vor mir stehen würde.


    "Der Tod deiner Mutter war für dich das abrupte Ende der Geborgenheit in einer Familie, das ist sehr viel anders als bei den meisten anderen Menschen. Darum solltest du das besonders aufarbeiten."

    - Wie gesagt, ja, weil auch der Rest gestorben ist. Bis auf zwei Onkel und meinen Vater ist keiner mehr übrig.
    Das mit dem "sehr viel anders" verletzt und verunsichert mich aber schon wieder. Genau so will ich mich ja eben NICHT fühlen.
    Ich will NICHT das Gefühl haben, benachteiligt zu sein. War ich auch nie!! Ich war eigentlich immer die, die sich tatsächlich auf ihre Familie verlassen konnte und die die wenigsten Probleme mit ihrer Familie hatte in meinem Freundeskreis.
    Es kommt mir irgendwie so vor, als wäre ich für irgendwas bestraft worden.

    Ich hatte ein ganz besonders gutes Verhältnis zu meiner Mutter. Immer.
    Wäre ich bei meinem Vater aufgewachsen, hätte ich es NIEMALS dahin geschafft, wo ich jetzt bin. Meine Kindheit und einfach alles habe in erster Linie meiner Mutter zu verdanken. Und genau hier beginnt meine Panik - jetzt kommt mir alles so unsicher vor!!

    Ich bräuchte jemanden, der mich irgendwie stabilisiert. Einfach damit der Druck von mir abfällt. Es ist gerade echt nicht cool!

  9. gesperrt
    Registriert seit
    05.09.2018
    Beiträge
    41

    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Ich will mich so normal wie möglich fühlen.

    Ich erwarte von meinem Vater schon echt nicht viel und er bekommt nicht mal das kleine bisschen hin. Ich hab echt keine Ahnung wie ich damit umgehen soll. Ernsthaft.

    Und das ist einfach ein riesiger Unterschied: Ich habe gerade keine Unterstützung, weil alle gestorben sind, die mich unterstützt haben. Nicht, weil ich nie Unterstützung hatte!

    Andere haben nie ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern gehabt. Also bin ich ja irgendwie nicht die einzige, die "allein" ist. Auch wenn bei anderen nicht so gut wie die komplette Familie gestorben ist.

    Es ist NICHT "sehr viel anders" als bei anderen! Man.

  10. gesperrt
    Registriert seit
    05.09.2018
    Beiträge
    41

    AW: Tod meiner Mutter und entsetzliche Probleme seitdem!

    Und auch jetzt wäre ich gerne nicht alleine. Habe mich schon bei 'ner Freundin am Telefon ausgeheult. Aber die ist halt in Deutschland. Und es mitten in der Nacht. Hab gesagt, dass es mir schon viel besser gehen würde und wir haben aufgelegt.

    Mir geht es nicht besser. Aber es ist mir unangenehm. Ich wollte nur dieses eklige Gefühl loswerden. Aber ich fühle mich immer noch soo unruhig. Oh man. Und ich muss um 6 Uhr aufstehen. ... Ist schon über eine Stunde her und ich bin halt immer noch wach.

    ... Ich mache mich selbst gerade irgendwie total verrückt.
    Geändert von Flowerina (07.01.2019 um 01:37 Uhr)

Thema geschlossen
Seite 2 von 9 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •