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  1. Registriert seit
    13.06.2017
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    179

    Dieses "Abbruch" -Gefühl

    Hallo ihr Lieben,
    ich habe schon in anderen Strängen geschrieben, dass ich einen sehr guten Freund verloren habe, mit dem ich auch mal eine Zukunft geplant hatte.

    Leider hatten wir ein unterschiedliches Temperament, oft Unstimmigkeiten, dazu eine Fernbeziehung und andere Probleme.
    Die Beziehung hat nicht gehalten, aber ganz hatten wir die Hoffnung für die Zukunft nie aufgegeben. Und sind immer in innigem freundschaftlichen Kontakt geblieben.
    Mit Hoffnung "auf mehr Zukunft" irgendwann.

    Da wir Ü50 sind/waren war eigentlich schon klar, dass nicht ewig Zeit ist.
    Wir haben trotzdem nicht schneller die Kurve bekommen. Insgesamt kannten wir uns 7 Jahre. Jeder kannte den Alltag und die Gedanken des anderen.

    Dann kam plötzlich seine Krankheit und es war wirklich zu spät. Ein paar Monate nach der Diagnose verstarb er überraschend schnell. Schmerzfrei. Das war das Gute.

    Aber wir hatten beide nicht damit gerechnet. Immer: " Na ja, einige Jahre Zeit bleibt uns noch."

    Sein Tod ist so schmerzvoll für mich und dieses "Abbruchgefühl" verwirrt mich so.
    Kann mir gar keine neuen Pläne für mich vorstellen.

    Ich weiß, dass es unsicher war, ob wir es überhaupt jemals ganz zusammen geschafft hätten. Aber mein Denken ging so lange in diese Richtung. Auch als Mensch fehlt er mir so.

    Wie ist es bei euch mit zerplatzten Zukunftsvorstellungen?

    Wie findet ihr einen neuen Weg, neue Motivation?

  2. Avatar von Lara-Marlen
    Registriert seit
    22.08.2007
    Beiträge
    173

    AW: Dieses "Abbruch" -Gefühl

    Liebe Unbekannte,

    ich kann dein Gefühl sehr gut nachvollziehen.

    Dein Freund war immer eine Option, eine Absicherung an die Zukunft.
    Jetzt ist er tot und damit auch die Absicherung.
    Es zieht dir den Boden unter den Füßen weg, wahrscheinlich so ähnlich, wie es Menschen geht, die all ihre Alters-Ersparnisse verloren haben.

    Auch ich habe es bereits erleben müssen, dass mir meine Option, meine Absicherung "wegstarb". Das ist jetzt 10 Jahre her.
    Es war schrecklich, aber es war auch eine Chance.

    Ich musste wachsen, über mich hinaus wachsen und groß werden.
    Nur so habe ich gelernt, dass jede Option an die Zukunft in uns liegt.

    Mich hat getröstet, dass viele Menschen ebenfalls optionslos sind. Gemeinsam kann man neue Absicherungen schaffen.

    Gib dir Zeit. Dein Freund verdient es, dass du traurig bist.

    Dann suche dir Hilfe (in Form des Forums, einer Theapie, Familie oder guten Freunden). Lerne dich und deine Kraft besser kennen und forme dir schließlich eine neue, deine eigene Absicherung.

    Bleibe mutig!




    PS
    Ich bin heute Nacht nur "ausversehen" in diesem Forum gelandet. Sollte ich nicht mehr antworten, dann liegt das nicht an dir.


  3. Registriert seit
    13.06.2017
    Beiträge
    179

    AW: Dieses "Abbruch" -Gefühl

    Liebe Lara-Marlen,

    ich danke dir für das Mutmachen. ⚘

    Immer wieder Mut zu finden ist wohl grad das Entscheidende.

    Sich etwas Positives vorzustellen ist sehr schwer. Aber ich werde versuchen, deine Worte im Gedächnis zu behalten.

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