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  1. Registriert seit
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    AW: Mutter verstorben ...und mir geht es gut ??????

    Hallo!

    Sei froh, dass es so ist - alles ist gut.

    Zitat Zitat von Lillekille Beitrag anzeigen
    Vor 2 Wochen ist meine Mutter (80J.) verstorben. Ich bin 45 J.
    Sie hat ein langes Leben gehabt - das ist doch toll! Und Du bist kein kleines Kind mehr, sondern stehst mitten im Leben.

    Zitat Zitat von Lillekille Beitrag anzeigen
    Sie war sehr lebenslustig und relativ gesund.
    Dann der Sturz.....Diagnose Oberschenkelhalsbruch.
    Nach 5 Wochen KH-Aufenthalt starb sie an einer Lungenembolie.
    Nach einigen OPs , wegen Dekubitus, (offen wundgelegene Stellen), wollte sie auch nicht mehr. Es wären noch einige OPs gefolg, dann Geriatrie usw. Sie wäre ein Pflegefall geworden, das ist amtlich.
    Sie hatte offenbar ein gutes Leben - und sie wollte jetzt nicht mehr.

    Zitat Zitat von Lillekille Beitrag anzeigen
    AmKrankenbett hab ich ihr gesagt, sie darf gehen, wenn sie will.
    Das fiel mir sehr schwer, aber ich tat es aus Liebe zu ihr.
    Sehr gut! Das macht es denen, die gehen wollen und müssen, viel leichter.
    Ich habe das zu meiner sterbenden Frau gesagt, dass sie gehen kann, wenn sie es will und rate es auch den Angehorigen meiner Hospiz-Patienten.

    Zitat Zitat von Lillekille Beitrag anzeigen
    Trotz der Trauer überwiegt die Freude daran , das dieser Leidensweg meiner Mutter doch recht kurz war und ihr der weitere Leidensweg erspart geblieben ist.

    Ich weiß, sie ist im Himmel und es geht ihr gut. keine Schmerzen, kein leid , keine Qual. Sie ist erlöst.
    Sie ist nun wieder mit ihrer Mutter und ihrem Bruder zusammen.
    An deren Verlust sie sehr zu knabbern hatte.

    Bin ich jetzt unnormal , oder kalt , wenn ich mich doch für SIE freue,
    anstatt MEINEN Verlust zu beweinen ?
    Es ist prima und unverkrampft - so, wie es "damals" normal war, als man noch daheim geboren wurde und gestorben ist, als der Tod noch zum Leben gehoerte und nicht ausgelagert war.

    Du hast alles richtig gemacht - freue Dich für sie und mit ihr.

    Gruss

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  2. Registriert seit
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    AW: Mutter verstorben ...und mir geht es gut ??????

    Hallo,

    es ist schon seltsam.

    Meine Mutter fehlt mir grade jetzt.
    Ich habe aufgehört zu Rauchen(Mama war Raucherin),
    die Wechseljahre melden sich auch bei mir.
    Kurz um , mir geht es momentan nocht so gut.

    Und irgendwie ist meine Mutter stets in meinen Gedanken,
    grade jetzt besonders stark.

    ich weiß damit nicht umzugehen.

    Ich weiß nur, ich würde furchtbar gerne mich in ihren Armen "verstecken".

    Kennt das jemand ?

  3. Moderation Avatar von Marie-Madeleine
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    AW: Mutter verstorben ...und mir geht es gut ??????



    Es kann einen jederzeit einholen, auch und gerade dann, wenn man nicht damit rechnet. Manchmal sogar aus ganz banalen Anlässen. Das tut weh, aber es ist nichts Ungewöhnliches.

    Hast Du jemanden, der Dir ein wenig zur Seite steht?
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner


  4. Registriert seit
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    AW: Mutter verstorben ...und mir geht es gut ??????

    Hallo,

    ich war immer stark....dachte ich zumindest.

    Jetzt entdecke ich eine schwache Seite an mir.
    Das kenne ich so nicht , das macht mir Angst.Große Angst.

    Und ja, es gibt jemanden, aber durch den Tag muß ich alleine.

  5. Moderation Avatar von Marie-Madeleine
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    AW: Mutter verstorben ...und mir geht es gut ??????

    Warum macht es Dir solche Angst, Dir Schwäche eingestehen zu müssen?

    Man muss nicht immer stark sein.
    May you be surrounded by friends and family,
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    Leonard Cohen


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  6. Registriert seit
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    AW: Mutter verstorben ...und mir geht es gut ??????

    Hallo,

    was mir Angst macht ?

    Die Angst vorm alleinesein.

    Ich arbeite bis zum frühen Nachmittag im Kundenkontakt.
    Das ist schon mal sehr stressig. Aber dann komme ich in ein leeres Haus, und bin alleine.
    Das fand ich immer sehr gut und beruhigend und hab es genossen.
    nun stört mich diese Leere.
    Dabei wird mir Bewußt wie die Jahre an mir vorbei ziehen,
    wieviele Leute man schon hat gehen sehen,
    oder zu Grabe getragen hat. usw.

    Bis meine Mutter starb, glaubte ich ja nur andere Mütter sterben, MEINE lebt ewig.


  7. Registriert seit
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    AW: Mutter verstorben ...und mir geht es gut ??????

    Hallo,

    ja nun kann ich dieses Gefühl des "Alleine" sein besser erklären.

    Ich habe mich damals für meine Mutter gefreut. Dabei hatte ich immer irgendwie das Gefühl , meine Mutter ist mir nahe.
    Nun vermisse ich sie und merke , wenn ich nach Hause komme, das Haus fühlt sich leer an.

    Das war vorher anders.
    Was ist da los ? Was ist passiert ?
    Ist meine Mutter "gegangen"?

    LG Lillekille

    Für jede Antwort wäre ich sehr dankbar.

  8. Inaktiver User

    AW: Mutter verstorben ...und mir geht es gut ??????

    Zitat Zitat von Lillekille Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ja nun kann ich dieses Gefühl des "Alleine" sein besser erklären.

    Ich habe mich damals für meine Mutter gefreut. Dabei hatte ich immer irgendwie das Gefühl , meine Mutter ist mir nahe.
    Nun vermisse ich sie und merke , wenn ich nach Hause komme, das Haus fühlt sich leer an.

    Das war vorher anders.
    Was ist da los ? Was ist passiert ?
    Ist meine Mutter "gegangen"?

    LG Lillekille

    Für jede Antwort wäre ich sehr dankbar.


    Hallo Lillekille,

    ich denke nicht, dass deine Mutter gegangen ist. Hast du schon einmal überlegt, ob du weiter gegangen bist? Der Tod deiner Mutter liegt 7 Jahre zurück. Alle sieben Jahre sind wir in einem neuen Lebenszyklus. In dieser Zeit hast du dich weiter entwickelt - womöglich ein Stück mehr abgenabelt?

    Bei mir war die Mutter-Bindung auch sehr stark. Sie ist es noch und ich rede auch 20 Jahre nach ihrem Tod immer noch mit ihr und spüre sie. Aber natürlich verändert sich das Gefühl, so wie ich mich verändere.

    Ich bin ganz sicher, dass du sie nie ganz verlierst.

    Alles Gute für dich


  9. Registriert seit
    15.06.2007
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    7.123

    AW: Mutter verstorben ...und mir geht es gut ??????

    Hallo,

    ob du das genauer erklären kannst? es ist schwer, dir zu folgen
    Zitat Zitat von Lillekille Beitrag anzeigen
    Ich habe mich damals für meine Mutter gefreut.
    wobei?

    Zitat Zitat von Lillekille Beitrag anzeigen
    Dabei hatte ich immer irgendwie das Gefühl , meine Mutter ist mir nahe.
    Nun vermisse ich sie und merke , wenn ich nach Hause komme, das Haus fühlt sich leer an.
    Du meinst, nachdem sie gestorben war?

    Zitat Zitat von Lillekille Beitrag anzeigen
    Das war vorher anders.
    Was ist da los ? Was ist passiert ?
    Ist meine Mutter "gegangen"?
    Verstehe ich ebenso nicht.

    vielleicht beschreibst du es mit einem Beispiel?

    lg kenzia

  10. Avatar von animosa
    Registriert seit
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    AW: Mutter verstorben ...und mir geht es gut ??????

    Ich denke, die Trauer kommt noch bei dir.

    Deine Mutter ist ja regelrecht aus ihrem Leben gerissen worden. Das muss ja für dich auch ein Schockerlebnis sein. So richtig drauf einstellen konntest du dich nicht auf diesen Abschied.

    Bei meinem Vater war das anders. Er war jahrelang Parkinson ausgesetzt und baute schleichend immer mehr ab und Schlaganfälle führten dazu, dass er ins Pflegeheim kam. Ich dachte oft: Nie hätte ich geglaubt, dass es noch schlimmer werden kann, das Leiden noch größer. Aber es wurde immer schlimmer. Er war nur noch Haut und Knochen und alles tat ihm weh. So vegetierte er viele Jahre. Ich wollte sein Leiden abmildern und erfüllte ihm jeden Wunsch, wenn ich ihn während meiner Urlaube betreute.

    Er hat mir bis zum Schluss noch so viel mit auf den Weg gegeben! Ein so besonderer Mensch! Jede Sekunde mit ihm war eine Bereicherung.

    Als er starb war meine Schwester bei ihm. Meine Mutter war nach einer großen OP zur Reha. Ich denke, er konnte dann endlich los lassen und gehen. Ich weiß es nicht, ich denke das einfach nur. Er war so gutmütig und wollte sicher meine Mutter nicht im Stich lassen.

    Ich war erleichtert, als er gestorben war. Ich war aber vorbereitet darauf. Ich konnte in Etappen lernen, das zu akzeptieren. Dafür bin ich unendlich dankbar! Denn ich wäre sonst in ein sehr tiefes Loch gefallen.

    Kommende Woche hätte mein Vater Geburtstag. Ich bin traurig und denke an ihn.

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