Oh Mann, das ist starker Tobak.
Kali, bitte ruf die Telefonseelsorge an!
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12.03.2016, 20:57
AW: Wer hat schon mal eine Leiche gefunden?
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12.03.2016, 21:00Inaktiver User
AW: Wer hat schon mal eine Leiche gefunden?
Ich mein das auch ernst.
Ich habe nicht so etwas schreckliches erlebt, aber ohne die Erstversorgung weiß ich nicht, wie ich meine Arbeit hätte fortführen können.
Deswegen...
ruf bitte an!
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12.03.2016, 21:04Inaktiver User
AW: Wer hat schon mal eine Leiche gefunden?
ach du heilige shice... ich kann da nur wie die anderen drum bitte: hol dir hilfe. telefonseelsorge ist eine gute idee, wenn guter freund/freundin nicht vorhanden. selbst wenn du nicht religiös bist, kann auch eine pfarrer/in einer nahegelegen pfarrei eine lösung sein.
oder gibt es einen psychologen/pfarrer bei euch im haus (arbeit mein ich jetzt), der dir helfen könnte?
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12.03.2016, 21:05
AW: Wer hat schon mal eine Leiche gefunden?
Das ist ein Fall für die psychatrische Notfallambulanz ...
dort ist immer jemand, der die Erstversorgung gewährleistet und bei akuten Anliegen (wie bei dir) hilft.
Du stehst ja unter Schock!
Ich weiss nicht, aus welcher Stadt du schreibst, aber so eine Notfallambulanz gibt's in jeder halbwegs grösseren Stadt.
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12.03.2016, 21:15Inaktiver User
AW: Wer hat schon mal eine Leiche gefunden?
Telefonseelsorge : "Bitte versuchen sie es später noch einmal"
Mach ich.........................viel später
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12.03.2016, 21:16Inaktiver User
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12.03.2016, 21:17Inaktiver User
AW: Wer hat schon mal eine Leiche gefunden?
Hier noch eine Nummer:
Kontakt mit dem ärztlichen (psychiatrischen) Bereitschaftsdienst (bundesweite Tel.: 116 117) ,
Quelle: Krise/Notfall: Akute Psychische Krise - www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org
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12.03.2016, 21:42Inaktiver User
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12.03.2016, 21:44
AW: Wer hat schon mal eine Leiche gefunden?
Ich habe ein vielleicht in seiner Wirkung vergleichbares Erlebnis gehabt, vor etlichen Jahren, als ich noch als junge Ärztin in der Krebsmedizin arbeitete. Ein chronisch schwer kranker, austherapierter Patient hat sich die Schläuche gezogen und wollte sterben. Das wurde nicht zugelassen und er wurde weiterbehandelt. Ich habe mit ihm gesprochen, ich konnte sonst nicht viel für ihn tun, habe aber mitgeholfen zu verhindern, dass er auf die Intensivstation verlegt wurde. Dann begann sein Todeskampf , und ich war dicht dabei, als er starb. Es waren sehr belastende Szenen, auch die Körperlichkeit an sich.
Für einige Wochen danach habe ich nicht nur davon geträumt, sondern vor allem beim Einschlafen immer wieder sich aufdrängende Bilder, wie einen Videoclip, gesehen und mich dabei schrecklich gefühlt. Allmählich ist das besser geworden und war dann vorüber. Allerdings konnte ich mit meinem Partner darüber reden und er war sehr sensibel und unterstützend.
Diese Träume und die sogenannten "intrusiven" (= sich eindrängenden) Bilder sind charakteristisch für eine akute Trauma-Reaktion.
Wobei ich unter anderem deswegen nicht mehr so arbeiten wollte und die Fachrichtung gewechselt habe.
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12.03.2016, 21:58
AW: Wer hat schon mal eine Leiche gefunden?
Hallo Du,
es tut mir sehr leid, das dir das passiert ist. Das dieser junge Mann, gegangen ist, obwohl du ihn mochtest und ihn auch schützen wolltest. Doch bitte, eine Schuldfrage stellt sich NICHT! Ich weiß das bei so manchen Vorgesetzten oder Leuten die selbst einfach null mit der Situation klar kommen, es keine andere Option in ihrem kleinkarierten Denken gibt, doch bitte nimm das was sie sagen oder andeuten, auf keine Fall ernst oder gar AN!
Jetzt soweit ich das lese hast du
1. den Tod eines Menschen der dir nah stand zu betrauern/und zu verstehen
2. dies durch seinen eigenen Entschluss
3. das Trauma was Ort, Tag, Zeit des Fundes betrifft, zu verarbeiten
4. die Erfahrung, das das Verständnis und der Umgang deines Umfeldes und evtl. weiterer Menschen die damit nicht umgehen können, so gar nicht hilfreich für Dich sind.
Vielleicht nutzt dir diese Zusammenfassung schon mal ein bischen um die Punkte für dich selbst auseinander zu halten und Dir darüber klar zu werden, das das doch schon sehr viel auf einmal ist, was dadurch auf dir lastet.
Alles hängt zwar damit zusammen, doch sind die Umstände scheinbar auch widrig.
Was Du selbst tun kannst:
Dich mehr mit Leben und Tod auseinandersetzen. Das hilft tatsächlich. Ein Büchlein sehr dünn, sehr klein und kein Satz zuviel da drin, würde ich Dir gern mit auf den Weg geben. Schliesslich liest man gerade da nicht gern dicke Wälzer, aber der Autor, Jorges Canakakis, Titel: Ich begleite Dich durch deine Trauer, spricht mit Dir als ob er im Raum bei Dir wäre. ES kann dir evtl. wirklich sehr nützlich sein.
Zum Reden braucht man auch jemand. Doch gerade das ist oftmals nicht ganz so einfach. Die Anlaufstelle, also die Seelsorge wäre vielleicht gut. Wenn es Dir sehr schlecht geht und du dringend jemand brauchst und da ist immer wer da, dann der Weisse Ring. Du bekommst ein Notrückruf binnen 2Std. und dort sagt man dir auch wie es dann weiter gehen kann, etc.
Ich wünsche Dir das du Glück hast, jetzt an die richtigen Personen zu kommen, also Menschen die in der Lage sind hinzuhören und keine Angst vor dem Thema und deine Gefühlen haben. Das teilen hilft, nicht nur Schönes und Lustiges teilt man, sondern auch Trauriges muss man teilen und so wird das Erlebte für dich nach und nach immer leichter. Bitte halt nicht hinterm Berg, sonst frisst es dich von innen irgendwann auf. Gefühle wollen gelebt werden, nicht unterdrückt! Bitte geh jetzt auch mit dir selber gut um."Denke das Unmögliche und du kommst der Wahrheit am nächsten" - Che Guevara



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