Nach jahrelang ertragener Krankheit ist er Samstag gegen Mittag gestorben.
Er hat seinen Körper der Anatomie gespendet.
Es fühlt sich komisch an, dass es keine Beerdigung, keinen Abschied geben wird. Es ist, als ob er einfach weg wäre.
Wie mag das erst für meine Tante sein? Für den Sohn und die Tochter, für die Enkelkinder?
Bei allem Respekt für seine Entscheidung. Dieses Gefühl kann man einfach nicht beschreiben.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 14
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09.11.2015, 10:39
Ein Onkel von mir ist verstorben
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09.11.2015, 10:46Inaktiver User
AW: Ein Onkel von mir ist verstorben
Hallo,
erst einmal mein herzliches Beileid und viel Kraft!
Die Entscheidung Deines Onkels muss man natürlich respektieren. Ich kann aber nachvollziehen, dass es sehr schwer sein muss, wenn es so gar keinen Abschied gibt.
Meine Patentante hat ihren Körper auch der Anatomie gespendet. Alle wussten es und haben zu ihren Lebzeiten gesagt, das sei ihre freie Entscheidung. Als sie gestorben war, hätten doch alle gerne eine normale Beerdigung und einen Gedenkort an sie gehabt.
Meine Cousine hat dann bei sich daheim eine Art Gedenkstätte für meine Tante eingerichtet. Bei ihr ist es eine Kommode, auf der Fotos meiner Tante und Erinnerungsstücke an sie stehen. Dort brennt auch meistens eine Grabkerze. Jeder ist bei ihr willkommen, um meiner Tante zu gedenken.
Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit für Euch.
Alles Liebe!
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09.11.2015, 11:06
AW: Ein Onkel von mir ist verstorben
Das tut mir sehr leid, Nika.
Ich stelle mir das auch seltsam vor, so ganz ohne Abschied, und würde wahrscheinlich den Weg einer Trauer- oder Erinnerungsfeier wählen. Diese Rituale sind wichtig und ein Sarg ist da für mich nicht zwingend notwendig.
Vielleicht eine Idee für euch?Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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09.11.2015, 11:17
AW: Ein Onkel von mir ist verstorben
Es wird ja irgendwann eine Beisetzung geben - aber eben unter Umständen erst in ein paar Jahren.
Ich würde mich bei dem Institut, an das die Spende ging, erkundigen, wie das praktisch gehandhabt wird.
Gibt es denn ein Familiegrab, in das die Urne dann irgendwann kommt oder wird er auf dem Friedhof des Instituts beerdigt werden ?
Und ich würde in der Familie eine Trauerfreier organisieren - denn tatsächlich dafür braucht man keinen Sarg und keine Urne.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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09.11.2015, 12:22
AW: Ein Onkel von mir ist verstorben
Ich weiß noch nicht, wie meine Tante das handhaben wird.
Beim ganzen Ablauf hab ich ja nichts zu entscheiden, ich bin ja nur die Großnichte (meine Oma und die Tante sind Cousinen). Trotzdem gehörte er halt immer dazu und ist nun plötzlich weg. Das ist halt einfach komisch.
Die nächste Zeit wird sich ja zeigen, wie es abläuft. Vielleicht gibt es sowas wie eine Abschiedszeremonie (Feier find ich in dem Zusammenhang irgendwie unpassend).
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09.11.2015, 12:36
AW: Ein Onkel von mir ist verstorben
Ich bin auch Leichenspenderin und es gibt dann etwas später eine Feier. Die Studenten bringen sich da entsprechend ein. Die Leiche wird auf dem Institutsgelände beigesetzt.
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09.11.2015, 12:40
AW: Ein Onkel von mir ist verstorben
Geändert von Margali62 (09.11.2015 um 13:12 Uhr)
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09.11.2015, 13:00
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09.11.2015, 13:07
AW: Ein Onkel von mir ist verstorben
Kann sein. Ist vielleicht von Institut zu Institut verschieden.
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09.11.2015, 13:10
AW: Ein Onkel von mir ist verstorben
Es müsste doch aber auch möglich sein, nach Beendigung der Forschungsarbeit, den Leichnam in einem geschlossenen Sarg zu bekommen und ihn dann beizusetzen oder kremieren zu lassen.


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