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Thema: Andreas


  1. Registriert seit
    16.07.2014
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    AW: Andreas

    Nach jetzt 7 1/2 Wochen kann ich mir immer noch nicht vorstellen dass er nie mehr wieder kommt. In mir drin warte ich immer noch auf einen Anruf, auf ein Zeichen, auf ihn. Um mich herum geht das Leben so normal weiter und der Alltag funktioniert bei mir nur weil er muss. Manchmal bin ich ganz ruhig weil ich ja weiß dass er nicht weg ist..den Kopf und das Herz voller Bilder und alles tut weh.

    Katrin

  2. Avatar von Simplemind66
    Registriert seit
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    10.471

    AW: Andreas

    Liebe Katrin,

    mir fehlen einfach Worte um zu trösten wo es nichts zu trösten gibt....
    simplemind
    _____________________________________

    Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte
    George Bernhard Shaw
    4.6.18


  3. Registriert seit
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    AW: Andreas

    Ach.. wir haben begonnen die Wohnung auszuräumen, wir haben ja nicht zusammen gewohnt- und wieder ein Stück weniger von ihm da. Ich war nicht oft dort in den letzten Wochen aber es gab diesen Ort..und jetzt löst sich auch das auf. ich bin heimatlos und alleine, das Leben funktioniert irgendwie weiter aber nichts passt aufeinander, es ist tatsächlich so dass alle darüber hinweggehen können und so tun als wäre nichts passiert und ich müsste fröhlich sein. Alles wie immer? Bei mir ist nichts mehr wie immer..

    Ja, es verändert sich, der Schmerz ist nicht mehr so schrill, aber eben ein ständiger Begleiter und die ersten und letzten Gedanken des Tages gehen zu ihm und dann beginnt der Kampf um den Tag, der Kampf um Schlaf erneut, jeden Tag. Und immer deutlicher werden die Momente in denen er einfach so sehr fehlt, in denen ich merke wie sehr ich ihn jetzt grade brauchen würde. Manchmal hat er mit einem Blick, einem Satz die Welt wieder grade gerückt.

    traurig

    Katrin


  4. Registriert seit
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    AW: Andreas

    Zitat Zitat von 100714 Beitrag anzeigen

    Und immer deutlicher werden die Momente in denen er einfach so sehr fehlt, in denen ich merke wie sehr ich ihn jetzt grade brauchen würde. Manchmal hat er mit einem Blick, einem Satz die Welt wieder grade gerückt.

    traurig

    Katrin

    Liebe Katrin

    Das hast du so passend geschrieben ...genau so empfinde ich es auch!

    Ich wünsche dir Kraft, Mut und Halt in diesen sich sehr verändernden Zeiten.

    Schreib dir alles ab, was du sagen möchtest.
    Hier ist meist immer jemand mit einem offenen Ohr und offenen Augen, auch wenn oft gar nichts zum Kummer des Trauernden gesagt werden kann.

    Wir wissen es alle: es ist so gut wie unmöglich, jemand Trauernden zu trösten.

    Alles Liebe für dich

    Lyanna


  5. Registriert seit
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    AW: Andreas

    Ja, es tut gut hier zu schreiben, obwohl wir leider alle wissen, dass es kein Allheilmittel gibt.

    Ich immer meher, wie sich Resignation in mir ausbreitet...

    Liebe Katrin, was andere erwarten, die keine Ahnung haben - das hilft nun wirklich nicht weiter:-(

    Alles Gute für uns alle!

    Antilla


  6. Registriert seit
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    AW: Andreas

    Danke für Eure Worte..es tut gut zu lesen dass es Menschen gibt die verstehen und wissen wie es sich anfühlt. Erst gestern wieder so ein Erlebnis: wir haben nicht zusammen gewohnt und sein Sohn muss sich nun kümmern, was für ihn natürlich sehr schwer ist. Meine Angebote werden zur Kenntnis genommen und danach `vergessen`, und ich befinde mich in einer Art Dauerwarteschleife weil ich nicht ohne ihn irgendetwas unternehmen kann und will. Davon erzähle ich einem Bekannten dessen Freundin vor 1,5 Jahren verstarb..und er findet ich würde mich da in was reinsteigern..Da war ich erst traurig über das Unverständnis und dann stinksauer. Mir ist es wichtig auc diesen Teil des Abschieds mitzugestalten, Anteil zu haben. Sein Sohn wohnt im gleichen Haus, so wie einige Freunde auch. Und wenn die Wohnung weg ist ist eben auch mein Platz dort endgültig nicht mehr der selbe. Ich bin dann wirklich nicht mehr zu Hause dort, sondern immer Gast, und das tut weh und macht angst und darum möchte ich gerne meinen Teil tun. Und warten wann es bei anderen passt ist hart, grade wenn ich das Gefühl habe dass es für meine Trauer gut wäre jetzt endlich die Klamotten zu sortieren, die Grabplatte auszuwählen, die Möbel auszuräumen..bei mir immer Stillstand, abwarten, bei jedem Teil das ich bewege fragen..Natürlich habe ich unsere ganz persönlichen Sachen bei mir, ein T-Shirt, eine Jacke auch, aber da gibt es eben teile bei denen ich nicht sicher bin ob ich sie einfach mitnehmen kann, Sachen die entweder einfach entsorgt werden müssen oder irgendwie verteilt.

    was für ein Chaos, kann das jemand verstehen?

    Katrin

  7. Avatar von VanDyck
    Registriert seit
    30.12.2005
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    AW: Andreas

    Hi Katrin ...

    Eine Blume für Dich

    Und für Andreas

    Jörg
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt.
    The Green Mile


  8. Registriert seit
    16.07.2014
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    92

    AW: Andreas

    Jetzt ist es also passiert, alle Schränke haben wir ausgeräumt, ich und sein Sohn. Die Möbel sind noch ein paar Tage da und dann ist mein Platz aufgelöst..so wie der Geruch verschwindet.. Und in 2 Wochen wird mit dem Umbau der Wohnung begonnen, dann ist endgültig nichts mehr wie es war. Irgendwie tut das sogar gut, in allem Schmerz zu sehen dass sich das Leben weiterentwickelt, das die Wohnung kein Mausuleum seines Lebens wird. Und es schmerzt unendlich zu sehen wie wenig von seinem doch so reichen Leben übrig bleibt..

    Nun fehlt noch der Stein für sein Grab..obwohl ich die Wiese auch schön finde ohne mir jedesmal wenn ich zu Besuch bin seine Daten anzusehen..


  9. Registriert seit
    16.07.2014
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    92

    AW: Andreas

    Vielleicht finde ich nicht die richtigen und berührenden Worte für mein Empfinden..ich bin jedesmal so froh wenn eine/r sich hier meldet weil ich mich dann nicht ganz so einsam und verlassen fühle. Und das empfinde ich so oft. Ich wünsche mir so sehr in deinen Armen liegen zu können, nur liegen und einschlafen und morgens bist du immer noch da und bringst mir Kaffee ans Bett..das hat noch nie einer für mich getan..als ich das letzte Mal in unserem Bett bei dir geschlafen habe warst du so nah. Ich hab dich in meinem Rücken gespürt und wusste genau dass ich mich nicht umdrehen darf zu dir weil du dann fort bist. Eine der längsten Nächte meines Lebens. Und so viel Nähe und Abschied zugleich. Ich möchte nicht mehr so einsam sein, immer das Gefühl dass alle anderen zu zweit nach Hause gehen, dein Sohn, deine Exfrau, alle Freunde..und wer alleine geht hat das selber gewählt..nur ich nicht. Also wieder eine Nacht mit Wärmflasche und allein.

    Schlaft gut alle Mitleserinnen und alle traurigen..

  10. Moderation Avatar von katelbach
    Registriert seit
    02.03.2011
    Beiträge
    15.227

    AW: Andreas

    Hatrin,

    ich kann´s Dir so nachfühlen!
    Ich hab sie gehassst, die Paare. Die Menschen überhaupt.

    Eine ruhige Nacht uns allen!
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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