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  1. Registriert seit
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    AW: Meine große Liebe ist gestorben - wer muss dies gerade auch erleben?

    Zitat Zitat von Lichterkranz Beitrag anzeigen
    Ihr Lieben da draussen

    was macht ihr wenn ihr Abends im Bett liegt?

    Ich werde halb wahnsinnig



    Als ich noch wusste, das ich jeder Zeit zu ihm unter die Decke kriechen kann,

    hab ich manchmal gerne alleine geschlafen

    wenn ich richtig müde war

    er hat immer so laut geatmet im Schlaf

    Ich schaue mir blödsinnige Serien an

    bis mir vor Erschöpfung die Augen zu fallen

    Ich habe mich mal zu einem Freund ins Bett gelegt

    als es ganz schlimm war

    Da war gar nichts

    nichts läge mir ferner

    Ich dachte, vielleicht hilft es

    aber es war noch schlimmer

    Ich habe die ganze Zeit gedacht,

    die Hand, die meine drückt, damit ich endlich schlafe,

    ist nicht seine

    er atmet anders

    er riecht anders

    warum liege ich hier bei einem anderen Mann im Bett

    bei einem Freund

    der meine Hand hält als wäre ich ein kleines Kind

    weil ich heule und heule und nicht schlafen kann


    Was macht ihr wenn ihr abends im Bett liegt?
    Ja, Lichterkranz, ich kann dich sehr gut verstehen.

    Nach dem Tod meines Mannes wollte ich entweder überhaupt nicht ins Bett oder nie wieder aufstehen.

    Auch ich hatte einen Freund, der meine Hand gehalten hat, aber ich war sowieso total betäubt von diesem überwältigenden Schmerz.

    Seitdem ist es eine ständige Achterbahnfahrt, die ich auch bei einem Freund von mir, der seine Frau verloren hat, beobachten kann.

    Alles Gute von Antilla


  2. Registriert seit
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    AW: Meine große Liebe ist gestorben - wer muss dies gerade auch erleben?

    Hallo Sternenkranz
    ich weiß genau wie es dir jetzt gerade geht.Ich habe Ostersonnabend auch meinen geliebten Mann(er ist gerade im Januar 50 Jahre alt geworden) durch einen Motorradunfall verloren.Mein Schmerz ist kaum ertragbar.Jeden Abend gehe ich weinend ins Bett und nach ein paar Stunden ist meine Nacht auch schon wieder vorbei.Ich wache natürlich auch wieder mit dem gleichen Schmerz auf.Ich versuche auch bloß den ganzen Tag irgendwie zu überstehen.

    LG Sirados

  3. Avatar von fuechsine
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    AW: Meine große Liebe ist gestorben - wer muss dies gerade auch erleben?

    Liebe Sirados, jedes Wort zu banal, jeder Satz klingt irgendwie hohl. Und doch habe ich nur Worte, um Dir mein Beileid auszudrücken. Viel Kraft für den nächsten Tag und dass Menschen um Dich sind, die diesen Schicksalschlag mit Dir tragen


  4. Registriert seit
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    AW: Meine große Liebe ist gestorben - wer muss dies gerade auch erleben?

    Danke liebe fuechsine,ich habe zwar viele liebe Menschen um mich herum,aber wer das nicht selber erlebt hat,kann den Schmerz den man hat,gar nicht verstehen.Er fehlt mir so sehr.


  5. Registriert seit
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    Chef löchert mich, wie ich den Tod meines Partners verkrafte...Hilfe!!!

    Hallo liebe Gemeinde,

    ich muss mal was los werden. Hatte heute ein obligatorisches Mitarbeitergespräch mit meinem Chef.

    Also einmal jährlich bekommt man ein Feed Back über seine Arbeit.

    Ich bin noch neu, das war mein erstes Gespräch und ich habe mit meinem Chef überhaupt nichts zu tun. Das heißt, in meinem Arbeitsalltag spielt er so gut wie keine Rolle, weis nicht, wie ich arbeite, was ich genau tue und ich muss nur in Ausnahmefällen zu ihm um mir eine Unterschrift abzuholen.

    Wir sind uns also völlig fremd kann man sagen.

    Nun dieser Chef meint es immer gut, hat aber bekannterweise nicht so viel Einfühlungsvermögen wie er von sich denkt.

    Diskretion ist nicht gerade seine Stärke...

    Auf jeden Fall hat er, nachdem er mir bestätigt hat das alle Kollegen mit mir sehr zufrieden sind und er davon ausgeht, das ich gute Arbeit mache, das Gespräch ganz abrupt und sehr direkt auf meinen Gemütszustand gelenkt.

    Er meinte, er "sorge" sich um seine Mitarbeiter....es ging aber keinesfalls darum, das ich etwas falsch gemacht hätte oder das ich aufgrund meiner "Gemütslage" nicht belastbar sei oder sonst was. ...

    Es war nett gemeint aber offen gesagt ziemlich daneben und ätzend und ich war komplett überfordert, was dazu zu sagen, weils ja mein Chef war und ich es mir nicht verscherzen wollte mit ihm...

    Er hat im Grunde gar nicht wissen wollen, wies mir geht (geht ihn auch nichts an), er hat mir nur einen 20 minütigen Vortrag gehalten, das er genau wisse, wie es mir geht, weil ja letztes Jahr seine Mutter gestorben sei und das Jahr zuvor seine Frau und seine Schwester und letzte Woche der Nachbarsjunge von nebenan...

    Und das das ja alles so furchtbar sei........sehr aufheiternd! :) hab ich da nur gedacht.

    Er meinte "Sie haben ja gesagt, die Arbeit helfe ihnen? ...."

    Ich habe nur gesagt, ja, auf der Arbeit geht es mir gut und ich fühle mich belastbar.
    Wenn ich merken würde, es geht nicht, würde ich nicht zur Arbeit komme, weil ich mir meiner Verantwortung bewusst bin.

    Aber er hat weiter gebohrt...Wie es denn zu Hause sei?

    Geht ihn doch gar nichts an!
    Aber ich war so überrumpelt in dem Moment, überfordert und habe mich konzentriert, nicht heulen zu müssen, das ich einfach nicht angemessen sagen konnte, das dies meine Privatsache sei.

    Also habe ich was erzählt, das ich jetzt klettern gehe und das dies hilft. Und das es sehr hilft, auf der Arbeit zu sein, gleichzeitig wollte ich nicht den Eindruck erwecken, das ich mit der Arbeit meine Trauer kompensiere, das kommt meist auch nicht gut an weil die Chefs dann Angst haben, man überfordere sich ....

    Also ich habe viel mehr dazu gesagt, als ich wollte und jetzt fühl ich mich total auf dem Präsentierteller, weil mein Chef auch ne richtige Tratschtante ist.

    Hatte ihm damals bei der Todesnachricht im Vertrauen nur kurz erzählt, was passiert ist um ihn um kurzfristigen Urlaub zu bitten und am nächsten Tag wusste es die ganze Abteilung, das ganze Haus..alle 6 Stockwerke!

    Jeder Hinz und Kunz hat mich darauf angesprochen und mir sein Mitleid ausgesprochen. Der Chef hat sogar eine Trauerkartenaktion organisiert...

    Wie gesagt, es war nett gemeint und ich will mich nicht allzu sehr beschweren.
    Viele Chefs und Unternehmen reagieren sicher anders, ignorant, rücksichtslos, kalt.

    Aber dennoch geht mir das alles viel zu weit!

    Fühle mich irgendwie auf Schritt und Tritt beobachtet...nach dem Motto: die Arme, sie lässt sich nichts anmerken, hoffentlich bricht sie nicht bald zusammen!....

    Kennt ihr diese Situation?

    Wie geht ihr damit um?

    Ich will auch Niemanden vor den Kopf stossen.

    Ich mag meine Arbeitsstelle, meine Chefs, meine Kollegen..aber ich komme mit dieser Indiskretion nicht klar.

    Traue mich aber nicht zu sagen, das geht Sie nichts an...

    Natürlich muss man das anders formulieren!

    Habe ihm schon das versucht durch die Blume zu sagen...

    Habe nochmals betont, das ich sehr dankbar für die Anteilnahme und die Großzügigkeit bin (er hat damals gesagt, wenn ich mich schlecht fühle, kann ich auch ruhig kurzfristig auf Arbeit anrufen und sagen, ich sei krank, er wüsste dann Bescheid und ich müsse nicht mal einen gelben Schein bringen)....aber das ich

    berufliches und privates Strikt trenne und das, wenn ich auf der Arbeit bin, auch 100% da bin und abschalten kann.

    Aber der ist Einer von der Sorte, das er so was glaub ich, nicht versteht.

    Habt ihr einen Tipp für mich, wie ich mich schützen kann ohne das der Chef sich auf die Füße getreten fühlt?

    Er hält sich ja selbst für total einfühlsam und bemüht. Er ist schon im Grunde ein sehr guter Chef, aber er vermischt immer die Ebenen. An einem Tag will er Kumpel für alle Mitarbeiter sein, am anderen Tag spielt er wieder die Rolle des Vorgesetzten..je nach Laune und Lage....


    Ich bin Euch dankbar, das ihr diesen langen Text gelesen habt!

    Ich denke an Euch - ihr über den Tod hinaus Liebenden.

    In Gedanken zünde ich ein Licht für Euch an, damit sich etwas Licht zur Dunkelheit dazu gesellt.

    Alles Liebe

    Lichterkranz

  6. Avatar von fuechsine
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    AW: Meine große Liebe ist gestorben - wer muss dies gerade auch erleben?

    Ach herjee, ich versteh´Dich. Mir ist noch präsent, wie empfindsam, aber auch ungnädig ich war, wenn mir nach dem Tod meines Mannes jemand schräg kam. Ich habe jeden Satz seziert und gewogen und konnte total wütend werden, wenn ich es als unangemessen empfand.
    Da Du wenig mit ihm zu tun hast, hake es ab. Es gehört nicht gerade zu den Führungseigenschaften eines Chef´s mit Trauernden umzugehen und vielleicht ist er in seiner Unsicherheit und Ungeübtheit übers Ziel hinausgeschossen. Ich denke, Du ärgerst Dich auch über Dich selbst, wie Du mit der Situation umgegangen bist.
    Ich würde nach diesem Gespräch keine weiteren Kommentare oder Fragen mehr zu Deinem Privatleben zulassen und freundlich, aber bestimmt nur noch über berufliche Dinge mit ihm sprechen. Gerede in einem großen Betrieb kannst Du nicht verhindern, aber was sollte man "Schlechtes" über Dich erzählen? Du meistert Dein Schicksal.
    Liebe Grüße


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    AW: Meine große Liebe ist gestorben - wer muss dies gerade auch erleben?

    Hallo Lichterkranz

    Ich habe als mein Liebster gestorben ist meine Vorgesetzte gebeten das sie allen Kollegen ausrichtet mich in Ruhe zulassen und auf mein Unglück nicht anzusprechen. Es gab dann zwar ein paar liebe Umarmungen aber ansonsten hat es gut geklappt. Ich war dafür sehr dankbar. Rede doch nochmal mit Deinem Chef und benützte ihn für Deine Zwecke. Sag ihm das Du ihn sehr schätzt und bitte ihn das er mit den Kollegen spricht .Dir sei am besten geholfen wenn Dich keiner mehr auf Deine Trauer anspricht. Falls Du Dich nicht traust frag eine liebe Kollegin ob sie das übernimmt.

    Ich kann gut verstehen wie es Dir geht. Man wird immer gemustert (oder man hat zumindest immer das Gefühl).
    Was hat sie an, was sie lacht schon wieder usw.

    Ich wünsche Dir (uns)viel Kraft.

    Deine Yildiz


  8. Registriert seit
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    AW: Meine große Liebe ist gestorben - wer muss dies gerade auch erleben?

    Ja, ich hatte ein ähnliches Problem - einerseits verständnisvoll, andererseits Gerede hinter meinem Rücken.

    Nicht schön, und ich weiß leider keinen Rat...

    Ich glaube, am besten ist es, man sagt so wenig wie möglich und rechtfertigt sich nicht - Rat eines weisen Kollegen.

    Alles Gute von Antilla


  9. Registriert seit
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    AW: Meine große Liebe ist gestorben - wer muss dies gerade auch erleben?

    Mein lieber Severin,

    ich vermisse Dich sehr! Ich versuche, jeden Tag zu überleben, deinetwegen.
    Ich merke, ich kann ohne Dich irgendwie überleben, aber ich will es nicht.

    Wenn Du jetzt hier bei mir wärst, Du wärst furchtbar böse auf mich.
    Aber bitte sag mir, wie soll ich das machen?
    Wie soll ich mich von Dir verabschieden, wenn ich mich nicht verabschieden will?
    Ich bin noch nicht so weit.

    Nachts bin ich im Wald und schau in die Sterne.
    Ich frage mich, ob Du mich auch suchst, ob ich Dir auch so fehle.

    Eines Tages sehe ich Dich vielleicht wieder. Aber was mache ich bis es soweit ist?
    Wie soll ich jemals wieder Jemanden lieben? Ich weiss doch Du wirst mich immer begleiten.
    Das hört nie auf.

    Wieso kann ich Dich das alles nicht mehr fragen?
    Ich dachte, ich hätte nichts mehr zu verlieren und doch habe ich jeden Tag Angst, die falsche Entscheidung zu treffen.

    Ich habe Angst vor meinem Leben und Angst, nicht mehr am Leben zu sein.
    Wie soll ich mein Leben überleben und aufsammeln, was Du in Einzelteilen verstreut zurück gelassen hast? Ich kann nur da stehen und die Scherben betrachten und beten, das mein Herz nie zerbrochen wurde.
    Das die Scherben sich von selbst aufsammeln und ungeschehen machen, was geschehen ist.

    Bis das der Tod uns scheidet.
    Du hast mir nie gesagt, was ich tun soll, wenn der Tod uns scheidet.

    Ich möchte so gerne für mein Leben kämpfen
    ich versuche es jeden Tag
    und doch ist mein Leben so still und leer
    als gäbe es da nichts mehr zu gewinnen

    Die Hoffnung, Dich nie zu verlieren
    Dieser eine große Wunsch
    Wenn die Hoffung zu letzt stirbt
    was lebt dann weiter?

    Bitte verzeih mir,
    das ich Dich nicht los lassen kann

    Bis das der Tod uns scheidet.
    Wo ist die Verabredung
    Wir hatten keine Zeit mehr, sie zu treffen

    Die Verabredung für das Paradies

    In einer anderen Welt, wo die Zeit nicht mehr zählt

    Ich wollte Dir sagen, ich versuche tapfer zu sein, ja.
    Aber ich habe Angst, die falschen Entscheidungen zu treffen

    Ich versuche nach Vorne zu sehen
    und doch bist nur Du gemeint

    in den Wolken, in den Sternen *

    Bitte lass mich nicht alleine
    und vergib mir, das ich Dich nicht gehen lassen kann
    noch nicht und vielleicht nie.


  10. Registriert seit
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    AW: Meine große Liebe ist gestorben - wer muss dies gerade auch erleben?

    Ich finde dieses Gedicht sehr traurig und treffend...

    Danke für deinen Beitrag!

    Ich bin gerade auch wieder sehr am Hadern.

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