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    AW: die schönsten Gedichte zum Thema Tod und Sterben

    Aus der Anzeige vom Vater meiner Freundin:

    Dort über jenen Sternen, da ist ein schönes Land
    mit seinen weiten Fernen, dem Herzen wohlbekannt.
    Da blühen schöne Blumen, in ewiger Herrlichkeit
    da ist ein schönes Wohnen, nach dieser Erdenzeit.



    Gerade habe ich gesehen, dass der ursprüngliche Text wohl aus einem Lied stammt:


    Dort über jenem Sternenmeer


    Pilgerschaftslied, Melodie: Der Herr bricht ein, um Mitternacht zu Hebr. 13,14


    1. Dort über jenem Sternenmeer,
    dort ist ein schönes Land,
    mit seinen Bergen hoch und hehr,
    dem Glauben wohlbekannt;
    Da glänzet schöner Blüten Pracht
    in ew´ger Herrlichkeit,
    da winkt dem Müden in der Nacht
    die Ruhe nach dem Streit.

    2. Kein Mensch hat Worte tief genug,
    damit er´s schildern kann;
    Doch fühle ich den starken Zug
    gar wunderbar hinan!
    Ich kann es nie vergessen mehr
    in Freude und in Schmerz,
    und Hoffnungswonne strahlt daher
    ins arme Menschenherz.

    3. Auch ist es allen aufgetan,
    die fest im Glauben stehn
    und ihren vollen Anteil dran
    im Worte Gottes seh´n.
    Bei stiller Bußetränen Weh
    enthüllt sich seine Lust,
    dann strömet Gottes Friedensnäh´
    allmächtig durch die Brust.

    4. Nun ist nicht trübe mehr die Welt,
    das Leben nimmer leer;
    Er, der dir ewig Treue hält,
    winkt dir von droben her.
    Er ist vorausgegangen nur
    und zieht das gläub´ge Herz
    Ihm nach auf seiner Lebensspur,
    nach oben, heimatwärts.

    5. O, wende deine Blicke nur
    zu jenem Land hinauf!
    Dort auf der Paradiesesflur
    geht deine Zukunft auf;
    Dort wird auf ewig´ dir gewährt,
    was du Ihm treu geglaubt,
    und alles hast du neu verklärt,
    was dir die Welt geraubt.

    6. Dort bist du bei den Deinen dann,
    die nichts mehr von dir reißt,
    die Er dich - los vom Trennungsbann -
    auf ewig grüßen heißt;
    Hast abgestreift der Sünden Joch -
    o, faß es nur, mein Herz!
    Was sind die Erdenstunden doch
    mit ihrem kurzen Schmerz?

    7. Ein Traum in schweren Ängsten hier
    umhüllet noch den Geist;
    Doch wird am allerbängsten dir,
    kommt Gott - die Hülle reißt!
    Dann strahlt in ew'ger Klarheit Glanz
    des Himmels Morgenlicht,
    und der verheiß'ne Siegeskranz
    betrog den Glauben nicht.




    (Pilgerschaftslied, Autor: Karl Joh. Chr. Planck (1801 - 1825))
    Unsere Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge des Lebens
    ist eine unerschöpfliche Quelle des Glücks.

    Claude Monet

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    AW: die schönsten Gedichte zum Thema Tod und Sterben

    Sieh, wie alles so still ist drüben in der Unendlichkeit,
    wie leise ziehen die Welten, wie still schimmern die Sonnen,
    der große Ewige ruhet wie eine Quelle mit seiner überfließenden
    unendlichen Liebe mitten unter ihnen
    und erquickt und beruhigt alles.

    (Jean Paul)

    Je schöner und voller die Erinnerung,
    desto schwerer ist die Trennung.
    Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.
    Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel,
    sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

    (Dietrich Bonhoeffer)

    Trennung ist unser Los, Wiedersehen ist unsere Hoffnung.
    So bitter der Tod ist, die Liebe vermag er nicht zu scheiden.
    Aus dem Leben ist er zwar geschieden,
    aber nicht aus unserem Leben;
    denn wie vermöchten wir ihn tot zu wähnen,
    der so lebendig unserem
    Herzen innewohnt!

    (Augustinus)

    Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,
    der ist nicht tot, der ist nur fern;
    tot ist nur, wer vergessen wird.

    (Immanuel Kant / Lucius Annaeus Seneca)

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    AW: die schönsten Gedichte zum Thema Tod und Sterben

    Memento

    Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
    Nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
    Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?

    Allein im Nebel tast ich todentlang
    Und laß mich willig in das Dunkel treiben.
    Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.

    Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr;
    — Und die es trugen, mögen mir vergeben.
    Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
    Doch mit dem Tod der andern muß man leben.

    Mascha Kaléko

    (aus: Verse für Zeitgenossen)

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    AW: die schönsten Gedichte zum Thema Tod und Sterben

    Für Einen (Mascha Kaleko)

    Die Andern sind das weite Meer.
    Du aber bist der Hafen.
    So glaube mir: kannst ruhig schlafen,
    Ich steure immer wieder her.

    Denn all die Stürme, die mich trafen,
    Sie ließen meine Segel leer.
    Die Andern sind das bunte Meer,
    Du aber bist der Hafen.

    Du bist der Leuchtturm. Letztes Ziel.
    Kannst Liebster, ruhig schlafen.
    Die Andern... das ist Wellenspiel,

    Du aber bist der Hafen.

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    AW: die schönsten Gedichte zum Thema Tod und Sterben

    Hinter dem Schleier

    Einst wirst du gehen
    vielleicht
    wenn ich noch da bin
    wer kann das wissen

    doch du wirst weiterleben
    nur anders
    ein Schleier wird dich mir verbergen
    und sehn können wir uns nicht
    das wird erst später sein
    und ganz woanders
    doch grenzenlos
    wird unsere Nähe bleiben

    und ich warte auf die Zeit
    da wir gemeinsam
    neue Dimensionen erleben
    die du dann schon erfahren
    und ich erst noch entdecken darf
    bis dahin gehe ich
    auf meiner Lebensstraße
    bis zum letzten Sonnenuntergang

    doch nicht alle Tage
    werden ohne Schatten sein
    und wenn ich traurig bin
    dann lass mein Herz dich leise rufen
    sei mir ganz nah
    und streichle sanft, behutsam
    meine
    Seele
    sag mir ein tröstend Wort
    und wenn ich mich nach dir sehne
    dann um-engle mich ganz sacht
    manchmal
    dann und wann...

    Gisela Hildebrand

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    AW: Unsterblich

    Zitat Zitat von bluemken Beitrag anzeigen
    Unsterblich


    Ich bin die Sonne, die dir ins Gesicht scheint
    Ich bin der Regen, der dir ins Gesicht weint
    Wo auch immer Du bist, da werde ich sein
    Ganz gleich was passiert, du bist nicht allein

    Ich komme zu Dir als schöner Traum in der Nacht
    Bin dein Engel, der stets über dich wacht
    Sei nicht traurig, wenn ich jetzt für immer träume
    Höre mein Flüstern im Rascheln der Bäume

    Ich schicke dir Regenbogenfarben in dein Herz
    Puste Dir als Wind über deinen Schmerz
    Küsse und streichle dir sanft dein Gesicht
    Und scheine dir manchmal im Dunklen als Licht

    Dein Lachen wird als Echo in mir klingen
    Bei jedem Lied werde ich leise mitsingen
    Nein, ich bin nicht tot, ich bin noch hier
    Tief in deinem Herzen – ich bin bei dir

    © Sylvie Grohne
    Quelle: Sylvie Grohne
    Geändert von Zuza. (09.07.2013 um 10:14 Uhr) Grund: Direktlink entfernt

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    AW: Unsterblich

    ein gedicht für die zeit davor...

    Hab‘ keine Angst

    Das Alter naht auf leisen Sohlen; die Kraft schwindet.
    In der Nacht raubt Dir die Angst vor dem nahenden Ende den Schlaf.
    Aber, mein Gefährte, ich bin an Deiner Seite.

    Wenn Dein Augenlicht schwindet, erkläre ich Dir den Blick auf die Welt durch meine Augen.
    Wenn Deine Beine lahm werden, wird meine Kraft für uns beide reichen.
    Wenn Deine starken Arme Dir den Dienst versagen, halte ich Dich fest und beschütze Dich.
    Wenn Deine Hände Dich im Stich lassen, werden meine Hände Dich ernähren, pflegen, streicheln.
    Wenn sich Angst in Deinen Gedanken ausbreitet, erzähle ich Dir Geschichten unserer Liebe, unzählige, und trockne Deine Tränen.
    Wenn das gütige Schicksal es erlaubt, bist Du bis zum letzten Atemzug in meiner Nähe und schenkst mir die Wärme Deiner Hand, die mir so wertvoll ist wie einst der erste Kuss.

    Wenn das Leben von Dir weicht, möchte ich Deine Augen zärtlich schließen.
    Ich möchte Deinen ausgezehrten Körper bequem zur Ruhe betten und jeden Zentimeter Deiner welk gewordenen Haut waschen und salben.
    Zum letzten Mal möchte ich es sein, die Dir Deine Lieblingskleidung anlegt.
    Den Ring, der Dir längst zu weit geworden ist, lasse ich an Deinem Finger.
    Bevor der Sarg geschlossen wird, verabschiede ich mich von Deinem Körper mit einem letzten Kuss auf Deine bleichen Lippen.
    Deine Seele bleibt in meinem Herzen.

    Hab‘ keine Angst, Geliebter, wenn die Nacht beginnt.

    Aus: Aufbruch - Eine Auswahl neuer Lyrik (Czernik Verlag)

    Petra Hahn-Wiechert
    Auch in diesem Jahr unterstütze ich von Herzen gern eine Spendenaktion der farbfreudigen Kuh .

    Tanzen ist Träumen mit den Beinen. (Herwig Mitteregger)

    So wie die Schere und der Wasserkrug des sorgsamen Gärtners den Baum in die Höhe treiben, so lassen die Schmerzen und die Tränen vom vergangenen Jahr des Menschen Seele reifen. (chinesisches Sprichwort)

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    AW: die schönsten Gedichte zum Thema Tod und Sterben

    ...für meine Mum...

    Friedrich von Schiller

    Sehnsucht
    (1801)

    Ach, aus dieses Tales Gründen,
    Die der kalte Nebel drückt,
    Könnt ich doch den Ausgang finden,
    Ach wie fühlt ich mich beglückt!
    Dort erblick ich schöne Hügel,
    Ewig jung und ewig grün!
    Hätt ich Schwingen, hätt ich Flügel,
    Nach den Hügeln zög ich hin.

    Harmonieen hör ich klingen,
    Töne süßer Himmelsruh,
    Und die leichten Winde bringen
    Mir der Düfte Balsam zu,
    Goldne Früchte seh ich glühen
    Winkend zwischen dunkelm Laub,
    Und die Blumen, die dort blühen,
    Werden keines Winters Raub.

    Ach wie schön muß sichs ergehen
    Dort im ewgen Sonnenschein,
    Und die Luft auf jenen Höhen
    O wie labend muß sie sein!
    Doch mir wehrt des Stromes Toben,
    Der ergrimmt dazwischen braust,
    Seine Wellen sind gehoben,
    Daß die Seele mir ergraust.

    Einen Nachen seh ich schwanken,
    Aber ach! der Fährmann fehlt.
    Frisch hinein und ohne Wanken,
    Seine Segel sind beseelt.
    Du mußt glauben, du mußt wagen,
    Denn die Götter leihn kein Pfand,
    Nur ein Wunder kann dich tragen
    In das schöne Wunderland.

    Und dazu die passende Vertonung von Dhalia - Sehnsucht

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    AW: die schönsten Gedichte zum Thema Tod und Sterben

    Vielleicht steht es hier schon irgendwo?
    Ich finde es so wichtig, dass ich es gern noch mal in Erinnerung rufe ...

    Wenn ich wüsste ...

    Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
    dass ich dich einschlafen sehe,
    würde ich dich besser zudecken
    und zu Gott beten, er möge deine Seele schützen.

    Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
    dass ich dich zur Tür hinausgeh’n sehe,
    würde ich dich umarmen und küssen
    und dir noch einmal übers Haar streichen.

    Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
    dass ich deine Stimme höre, ich würde
    jede Geste und jedes Wort auf Video aufzeichnen,
    damit ich sie Tag für Tag wieder sehen könnte.

    Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
    dass ich den Tag mit dir teilen kann,
    ich würde jede Minute noch mehr geniessen
    und dir unentwegt sagen, dass ich dich liebe.

    Das „Morgen“ ist niemandem versprochen,
    weder Jung noch Alt haben die Gewissheit,
    und heute könnte die letzte Chance sein, die du hast,
    um deine Lieben glücklich zu machen
    und ihnen zu sagen, was sie dir bedeuten.

    (Unbekannter Verfasser)

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    AW: die schönsten Gedichte zum Thema Tod und Sterben

    liebe Lyanna,
    das ist wirklich ein schönes Gedicht und treibt einem die Tränen in die Augen.
    Ich werde mir das mal ausdrucken und einer Freundin, die öfter mit ihrem Mann streitet, geben.
    schönes Wochenende hm
    Ich bin nicht abergläubisch, das bringt Unglück!
    **************************************
    Die Kunst zu Leben besteht darin, zu lernen, im Regen zu tanzen, anstatt auf die Sonne zu warten

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