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  1. Registriert seit
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    Verlust eines Kindes durch Suizid

    Hallo liebe Mittrauernden,
    ich bin neu hier im Forum und würde mich gerne mit Müttern austauschen, die auch, wie ich, ein Kind durch Suizid verloren haben. Mein Sohn hat sich im Nov. 2007 selbst getötet und jetzt ist für mich der Zeitpunkt gekommen, wo ich bereit für Austausch mit "Gleichgesinnten" bin.
    Wer möchte nir antworten?
    Wasserfrau6

  2. Inaktiver User

    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Herzlich willkommen hier, Wasserfrau - auch wenn es ein trauriger Anlass ist, wünsche ich Dir, dass Du Dich hier aufgenommen fühlst und Antworten auf Deine Fragen findest. Vielleicht kannst Du Dir die Antworten durch das Schreiben auch selbst geben.

    Ich kann nur bedingt mitreden. Mein Partner hat sich im November 2001 das Leben genommen. Ich weiß, wie sich der Selbstmord, die Selbsttötung, der Suizid anfühlt, aber wenn es das eigene Kind ist, hat die Handlung wohl noch eine andere Wucht in ihrer Dimension.

    Ich bin auch 2 Jahre später hier in das Forum gekommen - den Nick von damals habe ich geändert. Mir hat das Schreiben sehr gut getan. Das Auseinandersetzen mit mir selbst, meinen Gedanken, meinem Kummer und den ständig wechselnden Auf- und Abgefühlen hat mich jeden Tag einen kleinen Schritt weitergebracht.

  3. Avatar von klarzurwende
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    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Zitat Zitat von Wasserfrau6 Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Mittrauernden,
    ich bin neu hier im Forum und würde mich gerne mit Müttern austauschen, die auch, wie ich, ein Kind durch Suizid verloren haben. Mein Sohn hat sich im Nov. 2007 selbst getötet und jetzt ist für mich der Zeitpunkt gekommen, wo ich bereit für Austausch mit "Gleichgesinnten" bin.
    Wer möchte nir antworten?
    Wasserfrau6
    Mein Sohn hat sich Ende 2008 das Leben genommen.


  4. Registriert seit
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    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Zitat Zitat von klarzurwende Beitrag anzeigen
    Mein Sohn hat sich Ende 2008 das Leben genommen.
    Hallo klarzurwende,
    der eine Satz von Dir hat mich sehr berührt, aber ich bin mir nicht sicher ob Du noch mehr sagen möchtest?!
    Es tut immer noch so weh, aber ich fange einfach mal an. Irgendwie müssen wir ja weitermachen, nicht wahr?
    Obwohl "es" bei mir schon über 2 jahre her ist, kommt es mir vor wie gestern oder wie garnicht mir passiert wenn ich mich jetzt damit beschäftige. Ich habe schon durch meine Erfahrungen in der Psychotherapie begriffen, das mein Sohn die Entscheidung getroffen hat und er selbst dafür verantwortlich ist, was passiert ist (er ist 25 Jahre alt gewesen), aber es gibt in mir trotzdem dieses Gefühl,als Mutter versagt zu haben, es meinem Sohn durch irgend etwas unmöglich gemacht zu haben sich an mich, seine Mutter, die Person, die einem emotional doch am nächsten steht, in seiner Not zu wenden und einen Ausweg zu finden. Sicher versucht jede Mutter ihr Bestes für ihr Kind , aber es hat nicht gereicht! Damit muß ich wohl bis an mein Lebensende weiter klarkommen. Ich kann grad nicht mehr.

  5. Inaktiver User

    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Wasserfrau.

    Ich bin hier nicht richtig. Lese aber gerade ein wenig mit.

    Es tut mir sehr leid, was euch geschehen ist.

  6. Avatar von klarzurwende
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    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Zitat Zitat von Wasserfrau6 Beitrag anzeigen
    Hallo klarzurwende,
    der eine Satz von Dir hat mich sehr berührt, aber ich bin mir nicht sicher ob Du noch mehr sagen möchtest?!
    Es tut immer noch so weh, aber ich fange einfach mal an. Irgendwie müssen wir ja weitermachen, nicht wahr?
    Obwohl "es" bei mir schon über 2 jahre her ist, kommt es mir vor wie gestern oder wie garnicht mir passiert wenn ich mich jetzt damit beschäftige. Ich habe schon durch meine Erfahrungen in der Psychotherapie begriffen, das mein Sohn die Entscheidung getroffen hat und er selbst dafür verantwortlich ist, was passiert ist (er ist 25 Jahre alt gewesen), aber es gibt in mir trotzdem dieses Gefühl,als Mutter versagt zu haben, es meinem Sohn durch irgend etwas unmöglich gemacht zu haben sich an mich, seine Mutter, die Person, die einem emotional doch am nächsten steht, in seiner Not zu wenden und einen Ausweg zu finden. Sicher versucht jede Mutter ihr Bestes für ihr Kind , aber es hat nicht gereicht! Damit muß ich wohl bis an mein Lebensende weiter klarkommen. Ich kann grad nicht mehr.
    Über die Phase der Vorwürfe bin ich ziemlich hinweg. Er fehlt mir einfach so sehr, und ich denke hundert Mal am Tag an ihn (er war 24) . Ich schreibe das unter Tränen und kann auch nicht mehr.


  7. Registriert seit
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    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Hallo klarzurwende,
    ich vermisse meinen Sohn auch so sehr! Die beiden waren ja in einem Alter. Wie war dein Sohn? Was hat er gerne gemacht? Hattet ihr gemeinsame Interessen?
    Hast Du noch weitere Kinder?
    Ich habe noch eine Tochter (13) und einen Sohn (9). Die beiden brauchen mich noch eine Weile und geben mir oft allein durch ihr Dasein die Kraft weiter zu machen, aber es ist oft auch sehr schwer für mich, da der Kleine mich oft an "ihn" erinnert und dann alles wieder hochkommt und ich gleichzeitig stark sein muss. Ich weiß ja , das er nicht "der große" ist , aber ich habe dann Angst etwas falsch zu nachen und irgendwann passiert es wieder. Ich weiß das das Unsinn ist, aber das macht es nicht leichter.


  8. Registriert seit
    05.02.2010
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    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Herzlich willkommen hier, Wasserfrau - auch wenn es ein trauriger Anlass ist, wünsche ich Dir, dass Du Dich hier aufgenommen fühlst und Antworten auf Deine Fragen findest. Vielleicht kannst Du Dir die Antworten durch das Schreiben auch selbst geben.

    Ich kann nur bedingt mitreden. Mein Partner hat sich im November 2001 das Leben genommen. Ich weiß, wie sich der Selbstmord, die Selbsttötung, der Suizid anfühlt, aber wenn es das eigene Kind ist, hat die Handlung wohl noch eine andere Wucht in ihrer Dimension.

    Ich bin auch 2 Jahre später hier in das Forum gekommen - den Nick von damals habe ich geändert. Mir hat das Schreiben sehr gut getan. Das Auseinandersetzen mit mir selbst, meinen Gedanken, meinem Kummer und den ständig wechselnden Auf- und Abgefühlen hat mich jeden Tag einen kleinen Schritt weitergebracht.
    Halo schlamperl,
    vielen Dank für deine liebe Antwort. Auch wenn Du "nur" Deinen Partner verloren hast, bin ich Dir sehr dankbar dafür, denn die meisten Menschen wollen ja mit dem Thema Suizid nichts zu tun haben. Hast Du noch Tipps für weitere Austauschmöglichkeiten? Stimmt es, das der Schmerz mit den Jahren nachläßt?

  9. Avatar von Vielzuviel
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    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Zitat Zitat von Wasserfrau6 Beitrag anzeigen
    Stimmt es, das der Schmerz mit den Jahren nachläßt?
    Liebe Wasserfrau,
    ich mische mich hier einfach mal ein, auch wenn es bei mir 'nur' die kleine Schwester war, die ich vor vielen Jahren durch Suizid verloren habe.
    Der Schmerz - so unmöglich es mir auch zunächst vorkam - ließ mit der Zeit nach. Ich denke, dass das auch zum Selbstschutz von Körper und Seele geschieht, denn diesen unfaßbaren, unerträglichen Schmerz zu Beginn kann man nicht auf Dauer aushalten. Das heißt natürlich nicht, dass die Erinnerung an den verlorenen Menschen nachläßt, aber aus meiner Sicht wird sie anders. Die Tränen kommen auch nach Jahren immer wieder mal, aber sie tun dann gut. Ich hoffe, dass ich das jetzt richtig rüberbringen konnte.

    Und etwas ausgehalten und überlebt zu haben, von dem man glaubte, man könne es niemals ertragen, macht uns letztendlich auch stärker. So ging es mir jedenfalls, wenn es auch viele Jahre gedauert hat.

    Alles Liebe für dich!
    Vielzuviel
    Jugend ist aus, aber Prosecco wär noch da!

  10. Avatar von klarzurwende
    Registriert seit
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    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Zitat Zitat von Wasserfrau6 Beitrag anzeigen
    Hallo klarzurwende,
    ich vermisse meinen Sohn auch so sehr! Die beiden waren ja in einem Alter. Wie war dein Sohn? Was hat er gerne gemacht? Hattet ihr gemeinsame Interessen?
    Hast Du noch weitere Kinder?
    Ich habe noch eine Tochter (13) und einen Sohn (9). Die beiden brauchen mich noch eine Weile und geben mir oft allein durch ihr Dasein die Kraft weiter zu machen, aber es ist oft auch sehr schwer für mich, da der Kleine mich oft an "ihn" erinnert und dann alles wieder hochkommt und ich gleichzeitig stark sein muss. Ich weiß ja , das er nicht "der große" ist , aber ich habe dann Angst etwas falsch zu nachen und irgendwann passiert es wieder. Ich weiß das das Unsinn ist, aber das macht es nicht leichter.
    Das kann ich garnicht schreiben, wie wunderbar er war.

    Ich habe noch einen Sohn, der ist älter. Natürlich bin ich jedesmal in Panik, wenn ich mal ein, zwei Tage nichts von ihm höre.

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