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  1. Avatar von themir
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    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    @Zerbrochen

    ... *dafür* gibt es einfach keine Worte ..... ...

  2. Inaktiver User

    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Zitat Zitat von Zerbrochen Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, wie verzweifelt muss sich mein Sohn gefühlt haben, dass er nur noch diesen Ausweg sah...
    ohne Worte...

    Weißt du, mein Vater hat vor ziemlich genau 23 Jahren den Freitod gewählt.
    Ich habe so ziemlich alle Gefühle durch, und habe mich schon vor längerer Zeit mit seiner Entscheidung versöhnt. Mich tröstet ein wenig, dass er in seinem Abschiedsbrief sehr klar und ruhig über sein Vorhaben geschrieben hat. Verzweiflung konnte ich nicht erkennen.

    Du hast nichts falsch gemacht -wenn Jemand wirklich diesen Weg gewählt hat, wird er ihn gehen.
    Wir können unsere Lieben in Wahrheit vor nichts bewahren...

    Meine Gedanken sind bei dir.


  3. Registriert seit
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    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Das Miteinander Trauern ist sehr schwer, während mein Mann versucht zu verdrängen, benötige ich jemanden zum Reden - auch wenn ich mich mit den Fragen Warum? Warum haben wir das nicht bemerkt? (unser Sohn lebte an seinem Studienort) und wie hätten wir es verhindern können? im Kreis drehe.

  4. Avatar von Simplemind66
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    10.471

    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Liebe Zerbrochen,

    leider ist die Sprachlosigkeit eine ganz große Barriere in einer Beziehung.

    Die Fragen nach dem Warum werden immer bleiben, ebenso wie die Frage, ob es zu verhindern gewesen wäre.

    Ich kann dir aus der Sicht einer "Professionellen" sowie aus privater Erfahrung mit Bestimmtheit sagen, das der Lebens-müde sich nicht von seinem Vorhaben abbringen läßt. Die einen sind grandiose Schauspieler und die Angehörigen und Freunde fallen aus allen Wolken. Der andere Teil erkennt, das sie krank sind und wollen sich helfen lassen, aber auch das bringt nicht immer den gewünschten Erfolg.

    Das Schlimme ist einfach, das die Lebens- müden sich nicht im klaren darüber sind, was sie anrichten. Für sie bedeutet der Tod einfach nur die ersehnte Erfüllung und den Frieden,den sie hier nicht finden können.

    Ein Freund sagte einmal, er stelle sich den Tod wie schlafen vor und er habe eine unvorstellbare Sehnsucht nach ewigem Schlaf. Er hat dieser Sehnsucht nachgegeben.
    simplemind
    _____________________________________

    Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte
    George Bernhard Shaw
    4.6.18

  5. Inaktiver User

    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Schau mal das an:
    http://de.academic.ru/pictures/dewik...he_Kolwitz.JPG

    Das hat Käthe Kollwitz geschaffen, nachdem ihr Sohn im 1. Weltkrieg umgekommen ist - Vater und Mutter trauern, aber wie unterschiedlich wird bei diesen Statuen erschütternd deutlich.

    Wir alle kennen hier wohl die Fragen nach dem Warum. Ich habe sie mir auch gestellt, einfach um alles genau zu durchdenken, alle Einzelheiten, Kleinigkeiten und Anzeichen zu entdecken und zu bewerten. Ich glaube, das gehört zum Trauerprozess dazu.

  6. Avatar von Woodstock62
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    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Ich möchte Euch alle mal in den Arm nehmen. Ich hatte noch kein so ein schreckliches Erlebnis, ich gehöre wohl eher zu der Fraktion sich was zu tun.

    Euch möchte ich ein Buch ans Herz legen: Bernard Jacoby - Keine Seele geht verloren. Er hat in diesem Buch einige sehr ausführliche Kapital zum Thema Suizid. Ich wünsche Euch von Herzen, dass Euch das dann etwas weiter hilft und tröstet.

    LG Woodstock
    Normale Menschen machen mir Angst!!!

    **Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**

  7. Inaktiver User

    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Zitat Zitat von Zerbrochen Beitrag anzeigen
    Das Miteinander Trauern ist sehr schwer, während mein Mann versucht zu verdrängen, benötige ich jemanden zum Reden - auch wenn ich mich mit den Fragen Warum? Warum haben wir das nicht bemerkt? (unser Sohn lebte an seinem Studienort) und wie hätten wir es verhindern können? im Kreis drehe.
    Liebe Zerbrochen,

    möchte meine Worte ganz behutsam wählen, wenn ich deinen Nick lese...

    Ich persönlich finde auch diese Sprachlosigkeit schlimm. Es ist immer noch ein Tabuthema.
    Das macht es deinem Mann nicht leichter, vermute ich. Nimmst du es ihm übel, dieses Schweigen?

    Bei uns im Ort hat sich eine Selbsthilfegruppe von Angehörigen gebildet.
    Sie treffen sich regelmäßig und reden, machen auch mal schöne Sachen miteinander.
    Hier muss keiner den anderen erklären, warum er/ sie am Boden zerstört, voller Wut und Schmerz daher kommt. Ich war einmal mit dabei und hatte das starke Gefühl, dass hier eine ungeheuere Entlastung statt findet. Den Schmerz nehmen kann selbstverständlich keiner -doch ihn ein wenig mit tragen...

  8. Inaktiver User

    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Zitat Zitat von Simplemind66 Beitrag anzeigen
    Ein Freund sagte einmal, er stelle sich den Tod wie schlafen vor und er habe eine unvorstellbare Sehnsucht nach ewigem Schlaf. Er hat dieser Sehnsucht nachgegeben.


    Das hört sich an wie eine Erlösung für ihn...
    Ich glaube, wir Angehörige/ Freunde haben die Aufgabe, den Willen dessen, der geht, zu akzeptieren.

    Nur gerade bei einem Partner/ Kind ist das sicher unendlich schwer...


  9. Registriert seit
    15.02.2011
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    9

    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    Ich persönlich finde auch diese Sprachlosigkeit schlimm. Es ist immer noch ein Tabuthema.
    Das macht es deinem Mann nicht leichter, vermute ich. Nimmst du es ihm übel, dieses Schweigen?


    es ist nicht so, dass es für ihn ein Tabuthema ist, aber er möchte die vielen Fragen verdrängen und geht daran kaputt, wenn ich sie stelle. Nein, ich nehme ihm das Schweigen nicht übel, ich habe aber angst, dass auch noch die Ehe daran zerbricht.

    Bis Mitte Dezember dachten wir, in einer heilen Welt zu leben und nun ist die Vergangenheit nicht mehr was sie war und eine Zukunft unvorstellbar.

  10. Inaktiver User

    AW: Verlust eines Kindes durch Suizid

    liebe Zerbrochen,

    erstmal mein herzliches Beileid

    für deinen Sohn

    es ist für mich (die ich auch einen (einzigen) Sohn hat), einfach unfaßbar.

    Gibt es in deiner Gegend eine Trauergruppe, der du dich anschließen könntest (wölltest)?

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