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Thema: Fingernägel


  1. Registriert seit
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    Fingernägel

    Hi,

    gibt es hier Leute, die als Erwachsene noch an ihren Fingernägeln kauen bzw. es sich erst relativ spät abgewöhnt haben?

    Es wäre schön, wenn Ihr über Eure "Entwöhnungsversuche" berichten könntet. Habt Ihr schon vieles probiert? Oder seht Ihr Eure Nägel einfach als Teil Eurer Individualität?

    Und wenn Ihr mit dem Kauen aufgehört habt: wie habt Ihr das geschafft, ohne Eure "Sucht" zu vermissen?

    Neugierige Grüße,

    Leonora
    Geändert von Leonora (21.05.2008 um 00:51 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Fingernägel

    Ich habe getauscht!
    Das hat komischerweise super funktioniert!

    Mein Partner sollte mit Rauchen aufhören und ich mit dem Nägel kauen...

    Funktioniert bis heute

  3. Avatar von Lisa_S
    Registriert seit
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    AW: Fingernägel

    Hier, ich. Ich habe sehr lange an den Nägeln gekaut, etwas zwanzig Jahre. Heute tue ich es nur noch ab und zu, wenn ich sehr angespannt bin, sonst nicht mehr. Hat sich so mit dem Alter (und der einkehrenden Ruhe) ergeben.

    Allerdings "leiden" meine Nägel noch heute unter den "Folgen" (Und auch unter fünf Jahre Arbeit im Labor); brüchig und weich, splitterig.

    Wenn ich nicht kaue, schneide ich sie ab: kurz und praktisch und gut ists.
    I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)


  4. Registriert seit
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    AW: Fingernägel

    ich hab früher sehr viel sport gemacht und nebenher nägelgekaut. das war praktisch für das training (karate und fitness) immer kurze nägel zu haben. als ich dann mit dem sport aufgehört habe, wollte ich einfach femininer sein und hab dann immer die nägel wachsen lassen. aber noch heute - nach vielen jahren - reisst mir mal ein nagel ein und ich bin wieder am kauen, bis es abgekaut ist. aber nur am betroffenem nagel. für dich eine möglichkeit: french manicure. muss man aber regelmässig machen. danach hat man keine lust mehr auf acryl rumzukauen.
    viel erfolg!!


  5. Registriert seit
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    AW: Fingernägel

    Ich bekenne mich auch. War etwa 25 (oder 28?), als ich es endlich geschafft habe. Zwei Dinge haben mir geholfen dabei:

    1. Ich fand es furchtbar, meine Kinder (waren damals im Kiga-Alter) Nägel kauen zu sehen. Ich dachte mir immer: Das habe ich ihnen vorgelebt. Ich hab versucht, sie davon abzuhalten und mir immer gedacht: Was verlange ich von meinen Kindern, wo ich es doch selbst nicht schaffe? (Sie sind heute Teenager, und haben schnell wieder damit aufgehört, Gott sei Dank).

    2. Ich las ein Buch über die Macht des positiven Denkens (glaube es war von Murphy). Darin stand, man solle sich vorstellen, ein bestimmter (gewollter) Zustand sei bereits eingetreten. Es war ein Samstag und ich habe mir vorgestellt, am nächsten Samstag meine Nägel zu schneiden und sie solange wachsen zu lassen. Eine Woche später war noch nicht viel zu schneiden da, aber schon ein "weißer Rand". Dann habe ich mir eben vorgenommen, nochmal eine Woche später die Nägel zu SCHNEIDEN. So hat es geklappt. Niemand meiner Freundinnen weiß heute, welche Freude mir knallrote Fingernägel bereiten, ich bin richtig stolz darauf. Vor allem, weil ich in der Kindheit oft den Satz hören musste: Du wirst nie schöne Nägel haben. Hab ich doch!

    3. Ich habe während der Abgewöhnungsphase gemerkt, dass ich immer in oder nach Problem- bzw. Stresssituationen gekaut habe. Früher habe ich die Finger im Mund kaum wahrgenommen (bewusst). Während der Abgewöhnungsphase habe ich das irgendwie immer "bemerkt" sobald meine Finger die Lippen berührten und die Hänge bewusst wieder aus dem Gesicht entfernt. Ich habe mir dann immer gesagt: Das brauche ich doch gar nicht!

    Vielleicht hilft es Dir ja auch, Dir vorzunehmen, das Nägelkauen gegen Nägelschneiden einzutauschen? Ist es Dir bewusst, in welchen Situationen Du kaust? Ich glaube psychologisch rückt das in die Nähe der Selbstbestrafung (war in meinem Fall so. Weil ich mich in kritischen Situationen immer hilflos gefühlt habe, habe ich mir gezeigt, wie "klein" ich bin - auch das ist Geschichte, heute habe ich ein gesundes Selbstwertgefühl).

    Genug von mir. Nun Du.

    Alles Gute

    H.

  6. Avatar von fraeulein_minza
    Registriert seit
    16.09.2006
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    3.781

    AW: Fingernägel

    Ich habe ebenso länger meine Nägel gekaut. Bis etwa zum 20. Lebensjahr. Ähnlich wie Lisa_S sind meine Nägel heute noch manchmal ein sichtbarer Indikator dafür, wie es mir geht. Wenn ich aufgeregt bin, wütend, unzufrieden, traurig, verzweifelt, mich machtlos fühle... laufe ich 'Gefahr' zu kauen.

    Ich habe es damals mit 'Stop'n grow' versucht. Dieses bittere Zeug womit man sich die Nägel lackiert. Ich habe dennoch genagt und den Nagel dann ausgespuckt!
    Jemand hat mir künstliche Nägel spendiert. Ich konnte es auch an denen nicht lassen!
    Meine Mutter hat mich in der Zeit zu Hause immer ermahnt, wenn sie mich dabei ertappt hat (tat es eigentlich nicht vor Leuten). Half nicht!

    Ich habe mich immer fürchterlich dafür geschämt, meine Hände nicht gezeigt und wie schwer/verspannt das ist, merkte ich erst, als ich es nicht mehr tat (sich an der Haltestange im Bus festhalten geht nicht ohne Finger zeigen, Essen, Hände locker auf den Schoß/Tisch legen geht nicht, Gitarrenunterricht, Schreiben mit Zuschauern, PC-Tastatur, Geräteturnen, Hand geben,...). Und obwohl es mir so peinlich war, konnte ich es nicht lassen. Es steckt ja auch was dahinter: Selbstverletzung, Autoaggression, Selbstbestrafung, etc. Das ist meine persönliche Sicht.

    Mit meiner Selbstfindung, wachsenden Selbstbewusstsein, war ich es mir auch wert, mir schöne Nägel wachsen zu lassen. Ich habe sie mit Klarlack bepinselt, sobald nur ein Fitzelchen weiss zu sehen war und war ganz stolz! Ich habe sie gecremt, die Haut zurückgeschoben, mich ihnen gewidmet, sie als Schmuck betrachtet. Also genau das umgekehrte Verhalten. Hilft mir heute noch. An schöne gepflegte Nägel gehe ich so schnell nicht dran. Sind sie einmal angeknackst/eingerissen/ein Finger einer Hand... laufe ich Gefahr weiter zu säbeln.

    Kannst Du festmachen, wann Du nagst?
    Was hättest Du gern für Nägel?
    Ist es Dir überhaupt unangenehm?
    Oder findest Du es gar nicht so schlimm, nur andere?


    LG Minza

  7. Inaktiver User

    AW: Fingernägel

    Ich mach es immer noch und habe es irgendwie als Teil meiner Persönlichkeit akzeptiert. Vor allem, wenn ich Stress hab' oder über Problemen grüble.
    Ich trage meine Nägel sowieso meist kurzgefeilt, mit einem 1mm breiten Nagelrand - dann geht es, und wenn Nagellack drauf ist (farblos, in einem durchscheinenden Pastellton, oder knallrot), dann kaue ich auch gar nicht.
    Ehrenpreis

  8. Avatar von Lisa_S
    Registriert seit
    06.06.2007
    Beiträge
    1.780

    AW: Fingernägel

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich habe ebenso länger meine Nägel gekaut. Bis etwa zum 20. Lebensjahr. Ähnlich wie Lisa_S sind meine Nägel heute noch manchmal ein sichtbarer Indikator dafür, wie es mir geht. Wenn ich aufgeregt bin, wütend, unzufrieden, traurig, verzweifelt, mich machtlos fühle... laufe ich 'Gefahr' zu kauen.
    Ich laufe nicht nur Gefahr, ich kaue drauflos.

    Ich habe es damals mit 'Stop'n grow' versucht. Dieses bittere Zeug womit man sich die Nägel lackiert. Ich habe dennoch genagt und den Nagel dann ausgespuckt!
    Habe mit diesem Zeug auch zig Versuche gestartet. Hat nix gebracht.

    Mir hat wirklich einfach nur die Zeit, das Älterwerden geholfen. Ich weiss nicht mehr, wann ich damit aufgehört hatte, aber mit dem "Alter" (Ich bin 33) kommt auch irgendwann mal die Gelassenheit. Tja und da kommt das Nägelkauen wirklich nur noch in "Notfallsituationen" vor.
    Dafür kommen Nagelbrüche sehr häufig vor . Habe x Versuche gestartet, sie mal etwas länger wachsen zu lassen. KRACK! SPLITTER! und BRUCH!
    Naja, seitdem ist bei mir "kurz, gepflegt und natürlich" das Standart-Programm.
    I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)

  9. Inaktiver User

    AW: Fingernägel

    Nee, habe ich nie gemacht.

  10. Avatar von canislupa
    Registriert seit
    29.10.2006
    Beiträge
    1.409

    AW: Fingernägel

    Ich konnte damit aufhören, als ich anfing, einen Berfuf auszuüben, bei dem mir andere Menschen auf die Hände schauen. Ich schämte mich für meine abgeknabberten Nägel und von da ab ging es auch mit dem Aufhören.
    Alles eine Frage der Motivation!
    Aber ganz so leicht wie das klingt, ist es nicht, ich habe noch "unsichtbare" Unarten, die ich nicht loswerde. Aber hat so was nicht jede(r)?
    Ich bleibe auf dem Teppich meiner Möglichkeiten und hoffe, dass er fliegen kann.
    Ralf Hoburg

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