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  1. Administrator

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    Kann man loslassen lernen?

    Liebe Userinnen, liebe User,

    ein indianisches Sprichwort sagt: "Wenn du auf einem toten Pferd sitzt, dann steig ab". Manchmal muss man sich von einem Lebenstraum verabschieden. Wie erkennt man den Moment, an dem man loslassen sollte? Wie geht man mit dem Verlust um? In der aktuellen BRIGITTE BALANCE gibt es zu diesem Thema 21 Fragen - und 21 Antworten.

    Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Thema Loslassen gemacht? Hier können Sie sich austauschen.

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    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

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    AW: Kann mann loslassen lernen?

    LOSLASSEN ist für mich eng verbunden mit PROBLEM.
    Habe ich eines, schaue ich mir das PRO(=FÜR)blem an.
    Ist es eine AUFGABE? FÜR mich?

    Eine, die ich lösen kann?
    Wen oder was brauche ich, um es zu lösen?

    Muss ich vielleicht auch nur etwas AUFGEBEN (eine Einstellung, eine Haltung, eine Handlung), um es zu lösen?

    LOSLASSEN können ist wichtig.
    Dazu muss man sich selbst öfter mal den Spiegel vorhalten und sich die Frage beantworten: Was mache ich da eigentlich?!

    Es gibt an sich keine PRObleme. Es gibt nur Aufgaben und Lösungen.
    Wer verstehen kann, kann alles verzeihen

    Ich bin bereit, überall hin zu gehen, wenn es nur vorwärts ist.

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    AW: Kann mann loslassen lernen?

    Dinge loszulassen hat für mich was positives, weil dadurch etwas Neues zum vorschein kommt - vielleicht ist es auch nur die Entspanntheit, die dann zum Vorschein kommt.

    Loslassen kann man lernen. Jedoch erfordert es etwas Abstand und eine gewisse Erlichkeit zu sich selbst. Nach meiner Erfahrung kommt der Augenblick der Erkenntnis etwas loszulassen, wenn ich eine stille Minute habe und sich mir die Frage/n aufdrängt/en

    - Was mache ich eigentlich hier?
    - Ist es noch wirklich das, was ich möchte?

    oder einfach die Worte: Es hat keinen Sinn mehr, in meinem Kopf rumgeistern.

  4. Inaktiver User

    AW: Kann mann loslassen lernen?

    Ich stehe dem LOSLASSEN mit gemischten Gefühlen gegenüber.

    Denn Loslassen hat in einigen Fällen auch etwas mit AUFGEBEN zu tun, und ich gehöre zu denen, die extrem hartnäckig und positiv denkend sind.

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    AW: Kann mann loslassen lernen?

    @Zeta1973:
    Mit dem Aufgeben hast du auch recht. Aber es ist ja ein Aufgeben von Einstellungen, Handlungen und manchmal auch Personen, die einen "nach unten ziehen".
    Wenn etwas keinen Sinn macht - so wie On_Ice es schrieb - ist es besser, eigene Kräfte nicht unnötig zu vergeuden. Sicher, man muss vorher alles versucht haben.

    Ich hab die Erfahrung gemacht, Ziele im Leben, die wirklich erstrebenswert sind, erreicht man auch. Die behandelt man dann auch eher wie das eigene Kind. Immer wieder Nachsicht üben, wenn mal was schief geht; immer wieder drauf vertrauen, dass es schon wird. Das ist halt sowas, wo das Herz dran hängt und das Gefühl ein großes ist. Da kommt man dann mit GELASSENHEIT auch hin, weil der Kopf irgendwie nichts anderes zulässt und die Handlungen entsprechend drauf ausgerichtet sind.

    Aber die Fragestellung "Was mache ich hier eigentlich, macht es Sinn...?" ist oftmals berechtigt. Und wenn diese Zweifel dann so beantwortet werden müssen, dass es eigentlich Unfug ist, was man da so verfolgt, dann ist es wirklich besser LOSZULASSEN. Zum Beispiel dafür, dass das eigene Leben lebenswert bleibt und man sich nicht für andere total engagiert, aber keine positive Resonanz erfährt.
    Wer verstehen kann, kann alles verzeihen

    Ich bin bereit, überall hin zu gehen, wenn es nur vorwärts ist.

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    AW: Kann mann loslassen lernen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich stehe dem LOSLASSEN mit gemischten Gefühlen gegenüber.

    Denn Loslassen hat in einigen Fällen auch etwas mit AUFGEBEN zu tun, und ich gehöre zu denen, die extrem hartnäckig und positiv denkend sind.

    Etwas aufzugeben, bedeutet nicht, dass nicht genügend Ausdauer, Hartnäckigkeit oder Motivation vorhanden sind. Eher im Gegenteil, meistens hat man schon so viel Energie investiert, dass man manchmal nicht sieht, dass man auf einem "toten Pferd" sitzt. Und das meine ich, dass mit einwenig Abstand zu sich selbst, man es auch erkennt. Darum geht es ja beim LOSLASSEN, das es erkannt wird und das Ziel, die Beziehung oder der Wunsch nach etwas, einfach gehen zu lassen.

    Die Energie kann dann für neue Ziele und Wünsche verwendet werden, die zu etwas führen.

    Das Ziel, dass man vor einigen Jahren hatte, muss ja zwangsläufig nicht mehr mit meinen heutigen Wünschen übereinstimmen, weil man sich weiter entwickelt hat. Wenn man aber ein Ziel, dem man bis heute nicht wirklich näher gekommen ist, aber weiter verfolgt, dann verbaut man sich selbst eine neue Perspektive, einen neues Ziel.

    Ich hab die Erfahrung gemacht, Ziele im Leben, die wirklich erstrebenswert sind, erreicht man auch. Die behandelt man dann auch eher wie das eigene Kind. Immer wieder Nachsicht üben, wenn mal was schief geht; immer wieder drauf vertrauen, dass es schon wird. Das ist halt sowas, wo das Herz dran hängt und das Gefühl ein großes ist. Da kommt man dann mit GELASSENHEIT auch hin, weil der Kopf irgendwie nichts anderes zulässt und die Handlungen entsprechend drauf ausgerichtet sind.
    Ich bin zwar um einiges jünger, aber die Erfahrung mache ich mittlerweile auch, dass das was mir wirklich wichtig ist, auch klappt. Allerdings benötig man dafür einiges an Geduld, aber die man dann auch (kurioserweise)

  7. Inaktiver User

    AW: Kann mann loslassen lernen?

    Ich finde loslassen kann man nur das was man festgehalten hat. Es gibt im Leben immer DInge die man Loslassen muss. Das lernt man nicht das passiert einfach. Man lernt nur damit umzugehen und weiter zu machen.

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    smile AW: Kann mann loslassen lernen?

    Loslassen habe ich vor allem in Situationen bzw. Menschen betreffend lernen müssen,
    wo es mir überhaupt nicht gut tat,
    festzuhalten.

    Mit "aufgeben" hat das dann nur vordergründig etwas zu tun. Eher mit "Erleichterung". Die man allerdings vorher so nicht sieht, nicht sehen kann vor lauter Angst vor Verlust und Abschied von einer Idee, einem Entwurf im Leben, einem Menschen (selbst wenn der Abschied selbst gewählt ist) sondern nur den absehbaren "Verlust".

    Ein "Verlust", der ein "Gewinn" ist. Das ist Loslassen für mich.

    Gewinn an Freiheit, Sorgenfreiheit, Grübelfreiheit, usw. Man gewinnt auch neue Chancen. Denn das, was dann kommt, kennen wir noch nicht. Es war in meinen Fällen etwas viel Besseres als das, was ich losgelassen habe. Und ich liebe es, wenn nicht alles schon vorhersehbar abgezirkelt ist. Das ist nämlich das Gegenteil von langweilig!

    Je älter ich werde, desto leichter fällt mir das Loslassen.
    Scheinbar kann man das auch "üben". Wenn man die Erfahrung gemacht hat, daß man nicht tot umfällt vom Loslassen, dann kann man es erneut wagen.

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: Kann mann loslassen lernen?

    Ich bin auch jemand, der nicht gerne losläßt. Wer in meine Wohnung kommt, sieht sofort, dass er es hier mit einer Sammlerin zu tun hat. Es hat auch damit zu tun, dass ich lange Zeit in meinem Leben Angst hatte, dass mir alles immer wieder weggenommen wird.

    Natürlich stand ich schon ein paar Mal an Kreuzungen im Leben, wo es um die Frage ging, ob ich das bisher beharrlich verfolgte Ziel nicht lieber ganz aufgeben sollte. Und stattdessen lieber nach sinnvollen Alternativen schauen. Man verliert zwar etwas – aber man kriegt immer auch was Neues dafür wieder! Vielleicht nicht gleich, aber bald. Von daher fällt mir das Loslassen heute leichter. Es ist nie nur ein Verlust, es ist immer auch ein Gewinn.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  10. User Info Menu

    AW: Kann mann loslassen lernen?

    Es ist sehr schön, eure Ansichten zu lesen.

    Dieses Thema beschäftigt mich gerade sehr, da ich in einer Situation bin, in der ich eigentlich loslassen müsste (jedenfalls fühlt es sich so an, denn die Sache nimmt mir mehr Kraft als sie gibt, viel mehr. Und das schon seit Monaten).

    Das Schlimme daran ist, dass ich weiß, es tut mir nicht gut und ich aber immer noch die Hoffnung habe, es ändert sich.
    Diese Hoffnung ist immer irgendwo in meinem Kopf:"aber eigentlich wäre doch"..."ich wollte doch dies und das und konnte mir dies und jenes doch so gut vorstellen"..."das und das ist aber doch so schön"...eigentlich total blöd, aber bei jedem Versuch, mal ganz intensiv über das Loslassen nachzudenken, kommt diese Hoffnung oder eher dieser Wunsch auf.

    Ich halte so sehr an diesen Wünschen und Hoffnungen fest, obwohl es gerade den Anschein macht, als würden sie nicht realisierbar sein.

    Und dann frage ich mich, warum ich einfach nicht loslasse...ich weiß es einfach nicht.
    Liebe Grüße, Sensation

    Sei was du willst.
    Sei du selbst.
    Doch wenn du es bist, habe den Mut es ganz zu sein.


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