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    Stirnrunzeln Ständig auf der "Suche"...

    Hallo zusammen,

    schon seit einigen Jahren habe ich das Gefühl irgendwie "rastlos" bzw. "ständig auf der Suche" zu sein.

    Kennt jemand von Euch dieses Gefühl und hat Tipps, wie man lernt, glücklicher mit dem, was man hat, zu werden bzw. das rauszufinden, das man scheinbar ständig sucht?

    Bis auf kleinere Problemchen, die es wohl in jedem Job gibt, bin ich mit meinem Job zufrieden, verdiene auch gut und dennoch hatte ich bislang noch immer spätestens nach einem Jahr in einer neuen Firma das Gefühl, "dass jetzt mal wieder was Neues angesagt wäre". Wie gesagt, nicht, dass es dann etwas gravierendes geben würde, das mich stören würde. Es ist mehr das Gefühl, "etwas zu verpassen" bzw. "noch nicht wirklich angekommen zu sein". Auch in meiner "neuen Stadt" fand ich am Anfang alles spannend, ich wollte immer schon mal in die Großstadt und war am Anfang ganz wild darauf, Neues zu entdecken und zu erkunden. Und jetzt, nach etwas über zwei Jahren hier, liebäugle ich schon mit dem nächsten Umzug. Auch bei diesem Thema: an sich ist alles in Ordnung aber in mir wütet die Panik "dass das jetzt schon alles war".

    Manchmal kriege ich richtig Anst, fühle mich schrecklich eingeengt und möchte am liebesten "nur noch weg".

    Kennt jemand von Euch dieses Gefühl?

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Milena
    Geändert von Milena24 (02.03.2008 um 21:04 Uhr)

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    AW: Ständig auf der "Suche"...

    Kennt jemand von Euch dieses Gefühl und hat Tipps, wie man lernt, glücklicher mit dem, was man hat, zu werden bzw. das rauszufinden, das man scheinbar ständig sucht?
    Wahrscheinlich hast du noch nicht das Richtige für dich gefunden....Das Gefühl der Rastlosigkeit kenne ich und es beherscht mich derzeitig und es wird auch noch eine Weile so gehen. Ich finde es nicht schlimm, wenn solche Geühle auftauchen, sondern es sagt mir, dass es Zeit wird weiter zu ziehen.


    Manchmal kriege ich richtig Anst, fühle mich schrecklich eingeengt und möchte am liebesten "nur noch weg".
    Wovor läufst du weg? Was macht dir Angst? Wer oder was engt dich ein?

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    AW: Ständig auf der "Suche"...

    Zitat Zitat von Milena24

    Kennt jemand von Euch dieses Gefühl und hat Tipps, wie man lernt, glücklicher mit dem, was man hat, zu werden bzw. das rauszufinden, das man scheinbar ständig sucht?

    ... dennoch hatte ich bislang noch immer spätestens nach einem Jahr in einer neuen Firma das Gefühl, "dass jetzt mal wieder was Neues angesagt wäre". Es ist mehr das Gefühl, "etwas zu verpassen" bzw. "noch nicht wirklich angekommen zu sein". Auch in meiner "neuen Stadt" fand ich am Anfang alles spannend, ich wollte immer schon mal in die Großstadt und war am Anfang ganz wild darauf, Neues zu entdecken und zu erkunden.
    Hallo Milena24!

    Wenn Du (ich beziehe mich auf Deinen Nick) inzwischen Ende 20 bist, dann ist das glaube ich eine Phase, durch die ziemlich viele Leute in unserem Alter gehen. Es gibt sooo viele Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten, Karriere und Familie zu planen oder doch erst ins Ausland (karitativ oder "Sabbatical") zu gehen. Und ich steh mittenzwischen diesen Möglichkeiten und bin überfordert wie bei Starbucks, wo es 50 verschiedene Kaffeesorten gibt und ich nicht weiss, was ich denn nun eigentlich möchte. Triffts das in etwa?

    Das frustrierende an der Suche ist, dass ganz lange zeit einfach nur ein Gefühl der Unzufriedenheit / Rastlosigkeit da ist.

    Hab da mal einen Spruch gelesen: "Manche Menschen sind zielstrebig. Andere wiederum Streben zuviel und Zielen zuwenig".

    Ich kann Dir auch nicht wirklich helfen - aber es ist ja schön, dass Du deine Unruhe erkannt hast und sie kanalisieren (also in "sinnvolle" Bahnen lenken) möchtest. (So verstehe ich zumindest Dein Posting)

    Vielleicht hilft es, wenn Du Dir ein schönes Hobby suchst (kleiner Tipp, ich hab einfach mal ins aktuelle VHS-Kursbuch geschaut, nur um mir Anregungen zu holen, worauf ich denn Lust hätte. Musst ja nicht einen Kurs machen, aber der wäre auf jeden Fall günstiger als ein Umzug )

    Viel Spaß dabei!
    wünscht
    die Salsaschwedin
    Wo kämen wir denn hin, wenn alle immer nur sagten 'wo kämen wir denn hin' und keiner ginge um zu kucken wohin wir kämen wenn wir gingen! (unbekannt)

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    AW: Ständig auf der "Suche"...

    dieses gefühl kenne ich auch...

    nicht angekommen zu sein aber man wünscht es sich...man hat viele pläne aber wie bei jedem plan braucht man auch dafür zeit und geduld um dieses umzusetzen...

    genauso diese rastlosigkeit in der seele....die frage kann das alles sein(meine antwort natürlich nicht)...trotzdem weiß ich das alles seine gewisse zeit braucht um sich zu entwickeln...aber schon komisch in mir drin ist es wie ein vulkan...und ich weiß nicht wie ich das zuordnen soll...wie will ich leben...wo will ich leben...was will ich leben...und so weiter...

    aber wo ich nicht mehr rastlos bin ist wenn wir im garten sind...dann spüre ich wie ich zur ruhe komme...mich fallen lassen...die sonne genießen...genauso auch wenn am gartenhaus was gemacht wird malern zum beispiel dann bin ich zufrieden...

    habe ne zeit in einer behinderten wg gearbeitet...seit dem weiß ich genau diesen beruf will ich erlernen weil ich da glücklich war und ich zur ruhe kam...ich hätte es nie gedacht wollte es nur ausprobieren...und seit dem ist mein ziel klar was zu tun ist...

  5. Inaktiver User

    AW: Ständig auf der "Suche"...

    liebe milena,

    ich denke, diesem gefühl liegt der berühmte ;-) gedanke "WENN, DANN" zugrunde.

    WENN ich erst wieder in eine neue herausforderug kriege, DANN bin ich nicht so unmotiviert.
    WENN ich in eine neue stadt zöge, würde ich das leben dort mehr genießen.
    WENN ich für mich das richtige entdeckt habe, DANN spüre ich eine innere ruhe.

    da sich aber durch äußere ereignisse die innere haltung nur kurzfristig verändert, bleibt das ganze ein ewiges hamsterrad. man fühlt sich vielleicht kurz erleichtert/verändert, aber bald kehrt das alte lebensgefühl der leere und suche zurück.
    davon können sehr viele lottogewinner ein lied singen, die dachten, WENN sie einmal millionen auf dem konto haben, DANN werden sie endlich glücklich/abgesichert/erfüllt. tatsächlich gibt es sehr viele untersuchungen, die berichten, dass lottogewinner nach einem halben jahr genau in der gleichen gemütslage sind, wie vor dem gewinn.

    unsere westliche philosophie geht davon aus, dass äußere dinge unser innenleben steuern. also, dass die lebensumstände unsere gefühlswelt prägen.
    der östliche kulturkreis (und auch zahlreiche neue lebenslehren im westen) sehen das anders. sie meinen, dass das ganze nur ein verstandesspiel ist, der, von natur aus unruhig, immer nach einem neuen heilmittel sucht, ohne, dass eines dieser mittel dauerhaft greift.

    ich weiß nicht, ob du gerne liest, aber im buchhandel gibt es sehr viel publikationen zu diesem thema, meit in der "eso"-ecke. (du musst aber weder esoterisch eingestellt noch irgendwie religiös sein, um dort tolle bücher zu finden.)
    eine empfehlung von mir wäre "jetzt! die kraft der gegenwart" (eckhart tolle), ist aber ein eher spirituelles buch.
    es gibt auch ein eher handfestes buch: "7 wegen zum misserfolg ... und eine ausnahme von der regel" (peter prange). weiters kann ich dir bücher von paolo coelho empfehlen, oder von osho u neal donald walsch. ansonsten können dir die fachkräfte i d buchhandlung sicher weiterhelfen.

    er geht in diesen publikationen u. a. darum, dass wir vorrangig innerlich entscheiden können, wie wir uns fühlen, und das findet dann ausdruck in unserem leben. oft verändert sich etwas, oder auch nicht: es geht um die "brille" die wir aufhaben: wir filtern unsere sinneseindrücke und lerleben so u. u. die gleichen lebensumstände völlig unterschiedlich. es geht also nicht drum, WAS passiert, sondern WIE wir darauf REAGIEREN.

    du bist auf der suche nach innerer ruhe, zugleich neugier, lebensigkeit, gelassenheit, einem angekommen sein und zugleich nach der lust, immer neues zu lernen und zu wachsen.

    das kannst du durch einen umzug nicht finden: ich habe das am eigenen leib erfahren, als ich auf weltreise war und merkte: man kann auch am strand von hawaii depressiv sein!! - eine unheimlich prägende erfahrung! und trotzdem ist in mir weiter gedanke verankert: ja, WENN ich heute das und jenes hätte/könnte/würde, DANN würde ich mich anders fühlen...

    sollte lesen nichts für dich sein, gibt es auch in deiner umgebung sicher zhalreiche seminare, die ähnliche "weisheiten" ;-) vermitteln. google dich halt mal durchs www.

    ich möchte dich ermutigen, deine suche umzugestalten: nach inneren dingen. oder besser gesagt: aufzuhören zu suchen, um zu merken, dass du alles hast: was du verändern musst, ist deine suchende haltung, die glaubt, immer ein quäntchen fehlt noch zum glück. dann kannst du langsam spüren, was du alles hast - und dass du, wenn du weitersuchst, niemals das finden wirst, was du glaubst, zu brauchen: denn du brauchst nichts, das ist die weisheit dahinter.

    liebe milena, glaub nicht, du bist "gestört" oder eine ausnahme. sehr viele menschen teieln dein gefühl, auch wenn es nur wenigen so bewusst ist, wie dir. dein dich schlechtfühlen ist also positiv, denn so kannst du etwas unternehmen! andere glauben TATSÄCHLICH, dass sich nur der partner/job/lebensraum ändern müsste, damit sie glücklich oder angekommen wären - ein trugschluss.

    ich wünsche dir viel spaß und verspieltheit bei deinem weg aus der unruhe. geh es gelassen an: du kannst ja jederzeit zurückkehren zu der einstellung, wo du heute bist, sollte dir das, was du erfährst, nicht gefallen.
    du stehst vor dem schritt, dein leben ein riesen stück weit freudiger, entspannter und lebendiger zu machen - genieße es!

    alles liebe
    sigi

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