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    AW: Eher aufstehen - mehr schaffen?

    Interessantes Thema

    Ich war wohl als Baby tendenziell eine Eule - weil meine Mutter definitiv eine war und immer noch zu sein scheint; wahrscheinlich habe ich mich ihrem Rhythmus angepasst, bis weit ins Teenie-Alter hinein.

    Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich abends total gern gelesen oder gemalt habe, und dann um Mitternacht (oder wars 22 Uhr?) im Radio immer die US-Hymne auf AFN angehört habe, bevor ich schlafen gegangen bin - ich war damals totaler USA-Fan... Meine Eltern haben meist schon längst geschlafen, ich war dann die letzte im Haus, die noch wach war. Morgens zum Wecken war das Drama dann riesig und ich hatte sauoft schlicht verschlafen.

    Diesen Rhythmus hatte ich richtig lange beibehalten; zu meinen Sturm-und-Drang-Zeiten mit Job im Kino nach der Schule und dann Ausbildung in der Hotellerie konnte ich sogar locker bis morgens um sechs durchhalten, dann bis 16 Uhr nachmittags schlafen...

    Ich bin dann irgendwann mit Mitte 20 als Night Auditor an der Rezeption gelandet, Arbeiten von 22 Uhr bis 7 Uhr - das hat mich nach zwei Jahren allerdings richtig in die Knie gezwungen. Und war irgendwie der Anfang vom Ende meines Eulen-Daseins...

    Jetzt, mit 42, bin ich seit gut zehn Jahren raus aus der Hotellerie und genieße es, den Tag früh zu beginnen. Ich stehe ohne Wecker meistens zwischen halb fünf und halb sechs auf, bin dann auch fit und so ziemlich den ganzen Tag über recht energievoll - abends um zehn geht dann nach ein bisschen lesen das Licht aus. Ich meditiere allerdings seit einem Jahr regelmäßig und habe das Gefühl, dass das mein Schlafbedürfnis reduziert hat - bei gleichbleibendem Energielevel.

    Ich kann dem lange schlafen irgendwie nicht mehr viel abgewinnen, ich finde es so schön mitzukriegen, wie die Welt und die Natur erwacht, radle gern noch im Dunklen zu Arbeit und genieße es, an keine festen Arbeitszeiten gebunden zu sein, d.h. früh anfangen und früh wieder gehen zu können - das ist Luxus für mich.

    Ich habe in früheren Therapien herausgefunden, dass mein Eulen-Dasein als Baby/Kind/Teenie eine ungesunde Reaktion auf ein äußerst instabiles familiäres Gefüge war - ich musste quasi aufpassen, dass alle schlafen gingen, und nicht weg - oder in den Suizid... Also, ein sehr unschöner Hintergrund des Ganzen, so dass ich zufrieden bin, dass ich jetzt so schön früh schlafen gehen und entsprechend früh und dennoch ausgeruht wieder starten kann. Also, irgendwie von der Eule zur Lerche mutiert

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    AW: Eher aufstehen - mehr schaffen?

    Kalaw - gar kein abwegiger Gedanke, zunächst waren wir vielleicht einfach nur an die Struktur der Familie angepasst und gewohnt.
    Mein Mann war aus einem Elternhaus mit Gastronomie, ich komme aus einem Beamtenhaushalt.
    Er Eule, ich Lerche
    bis ich in der Hotellerie kam und dort alles durcheinander kam.

    Noch heute habe ich keinen sehr klaren Ablauf, das wechselt einfach immer mal
    Für den 1. Gedanken kann ich nichts,
    ab dem 2. Gedanken bin ich dafür verantwortlich.

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    AW: Eher aufstehen - mehr schaffen?

    Im Sommer mit der Morgendämmerung aufstehen, eine Stunde Frühsport, eine Stunde Lesen/Meditieren, dann allein am Schreibtisch eine Stunde vor allen anderen ist die konzentrierteste Zeit am Tag für die Wichtigen Sachen. Nach 10-12 h bleibt abends einfach nicht mehr viel Energie für Sport, etc. Spätestens zehn dann Licht aus.

    Im Winter weckt mich der Fake-Sonnenaufgang eine halbe Stunde später.


    Im Urlaub dann gern auch mal bis acht/neun ausschlafen.

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    AW: Eher aufstehen - mehr schaffen?

    Ah, du hast so einen Lichtwecker?

    Ich hatte tatsächlich mal eine Mitbewohnerin, die meinte, wenn man vor 12 Uhr ins Bett ginge, würde man auch weniger Schlaf benötigen. Für sie hat es geklappt.
    Ich schlafe und schlafe und schlafe.

    Die Idee, spät ins Bett gehen zu müssen, um die Kontrolle zu haben, dass alle noch da sind - das hat was für sich. Ich genieße auch die abendliche Ruhe. Meist wird man dann ja auch nicht gestört, genauso wenig wie frühmorgens.

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    AW: Eher aufstehen - mehr schaffen?

    Ich bin eine Eule und benötige viel Schlaf (7 bis 9 h) und kann mich aus triftigen Gründen auch einige Zeit in eine Lerche verwandeln.

    Gründe als Lerche gibt und gab es viele.

    Im Berufsleben hatte ich mich öfters mal entschieden, besonders früh im Büro zu sein, ab 6 h, vor allem im Sommer. Es gab so früh mehr Parkplätze, die auch näher zum Büro lagen bzw. auch im schattigen naheliegenden Parkhaus an sehr heißen Tagen. Besonders angenehm war das Arbeiten ab 6 h, weil das Großraumbüro in den letzten Jahren für ca. 2 Morgen-Stunden angenehm ruhig war und ich die Fenster öffnen konnte (es gibt immer Kolleginnen, denen es zieht, selbst bei 28 Grad +) und weil manche nervigen Kolleginnen / Chefinnen, die oft plaudern möchten, erst ab 8.45 h bis 9.30 h ins Büro kamen. Ich konnte ab 14.30 h gehen. Die Arbeitszeiten der Manager, mit denen ich es zu tun hatte, verkürzte sich in den letzten Jahren deutlich. Zum Glück. Allerdings sind dann auch einige meiner Chefs plötzlich schon um 6:30 h bis 7:00 h im Büro aufgeschlagen. Ab und zu kam es auch vor, dass andere, die einen öfters bei der Arbeit störten (mit Geplauder), plötzlich auch um 6:00 h im Büro auftauchten. "Ach, bist du auch schon da? Blablabla..!"

    Die Geschäftskontakte waren überwiegend weltweit mit / in unterschiedlichen Zeitzonen.
    Ein englischesTelefonat ist immer angenehmer, wenn es ruhig im Hintergrund ist und auch nicht so viele mithören (zur Zeit ist das ja anders mit
    Home Office).

    Ab und zu blieb ich bis 19 h im Büro. Es waren Tage, an denen die meisten Kollegen und Chefs ausgeflogen oder nur die ruhigen Nichtplauderer anwesend waren. Da war ich sehr produktiv bzw. kreativ. Daheim bin ich abends und nachts am
    kreativsten.

    Auch meine Kinder habe ich jahrelang sehr früh in die Tagesstätte gebracht, die meist nicht in der Nähe von daheim oder dem Büro war. An Ausschlafen war nicht zu denken.

    Bei Fernreisen mit Umsteigen (20 bis 25 Stunden) bin ich früher öfters daheim in Richtung Flughafen um 5 h gestartet und versuche seit einiger Zeit, die Flugzeiten so zu legen, dass ich bis 6.30 h oder 7.00 h schlafen kann. Erschöpft bin ich trotzdem am Ziel, aber nicht mehr so kaputt wie bei den 5:00 h-Abfahrtzeiten (noch früher aufstehen). Bei einer Reisezeit unter 12 Stunden ist es mir egal, ob ich früh aufstehen muss, wenn am Reiseziel nicht sofort Konzentration etc. verlangt wird.

    Was ich gar nicht verstehen kann, dass es Menschen (Manager etc.) gibt, die auf Dauer mit wenig Stunden Schlaf auskommen.

    Über diesen ewiggrinsenden Zähne bleckenden Mick Knauff habe ich mich gewundert.

    Mick Knauff kommt auch mit wenig Schlaf gut zurecht Auch Mick Knauff schläft bestens, obwohl er oft einen 16-Stunden-Tag und viel Hektik hat. Für den Finanzexperten ist Schlafen reine Kopfsache. In seiner Branche gilt das Motto: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Häufig kommt der Börsenkorrespondent in der Nacht nur zu vier Stunden Schlaf. In müden Phasen hält er sich deshalb tagsüber mit Zigaretten und viel Kaffee über Was-ser: "Ich bin ein Getriebener. Das ist alles eine Sache der Motivation und Leidenschaft - auch Napoleon kam mit wenig Schlaf aus."
    Mir würde nie in den Sinn kommen, morgens vor 6 h draußen Sport zu machen. Es kann schon sein, dass ich gelegentlich eine sehr stille Morgenatmosphäre genieße. Ich kann ja oft den Schlaf nachholen. Unterwegs bei Reisen möchte ich niemals vor 7:30 h aufstehen, besser 8:30 h. Hotels und sonstige Übernachtungen sollten ein Frühstücksangebot bis mind. 10:00 oder 11:00 h haben. Auch wenn mein Partner eine Lerche ist, haben wir uns darauf eingestellt.

    Frühtermine beim Arzt gibt es nur in Ausnahmefällen.
    “Live with no excuses and travel with no regrets”

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    AW: Eher aufstehen - mehr schaffen?

    Zitat Zitat von Clovernan Beitrag anzeigen
    Über diesen ewiggrinsenden Zähne bleckenden Mick Knauff habe ich mich gewundert.
    Sich mit literweise Kaffee wach zu halten heißt ja auch nicht so richtig, dass man tatsächlich mit wenig Schlaf auskommt. Man hält sich künstlich wach (was einem wahrscheinlich irgendwann mal um die Ohren fliegt, wenn der Körper meckert).

    Hotels und sonstige Übernachtungen sollten ein Frühstücksangebot bis mind. 10:00 oder 11:00 h haben.
    Ich finde es ja immer lustig, wenn Frühstücksbuffet bis 10.00 Uhr als "Langschläferfrühstück" tituliert wird. Wenn ich ausschlafe, dann mindestens bis 9.00, eher 10.00 Uhr. Um vom Buffet nicht nur die Restkrümel zu kriegen, muss ich mir also trotzdem einen Wecker stellen Mit ein Grund, warum ich inzwischen überzeugter Ferienhausfan bin
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

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    AW: Eher aufstehen - mehr schaffen?

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    Ich finde es ja immer lustig, wenn Frühstücksbuffet bis 10.00 Uhr als "Langschläferfrühstück" tituliert wird. Wenn ich ausschlafe, dann mindestens bis 9.00, eher 10.00 Uhr. Um vom Buffet nicht nur die Restkrümel zu kriegen, muss ich mir also trotzdem einen Wecker stellen Mit ein Grund, warum ich inzwischen überzeugter Ferienhausfan bin
    Im Urlaub bin ich meist schon um halb acht auf. Wenn ich den ganzen Tag in Bewegung bin, statt Bildschirme anzuglotzen, und nicht besonders klug oder konzentriert sein muß, ist das machbar. Abends bin ich dann oft so platt, daß ich schon um 11 Uhr schlafen kann und dann sogar durchschlafe.

    Hier gibt's in Uninähe Cafés mit "Frühstück bis 18 Uhr" oder "Frühstück ganztägig". Ich liebe das.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Eher aufstehen - mehr schaffen?

    "Echtes" Ausschlafen geht für mich bis 1 Uhr mittags.
    carpe diem.

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    AW: Eher aufstehen - mehr schaffen?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Im Urlaub bin ich meist schon um halb acht auf. Wenn ich den ganzen Tag in Bewegung bin, statt Bildschirme anzuglotzen, und nicht besonders klug oder konzentriert sein muß, ist das machbar.
    Bei mir kommt im Urlaub die echte Eulennatur durch. Ausschlafen bis weit in den Vormittag und gegen eins ins Bett.
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

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    AW: Eher aufstehen - mehr schaffen?

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    Bei mir kommt im Urlaub die echte Eulennatur durch. Ausschlafen bis weit in den Vormittag und gegen eins ins Bett.
    Wenn ich um Urlaub zuhause bin, ja. (Wobei ich immer Sorge habe, daß ich es nicht wieder zurückgeschaltet bekomme, nachdem vor ein paar Jahren die gute Fee vorbeikam und mir für einen hohen Preis einen berufskompatiblen Tagesrhythmus verkauft hat.) Um eins oder zwei raus, rumlaufen, gemütlich Kaffeetrinken/Lesen und ab 22 Uhr bin ich dann mental im "jetzt wird was geschafft!" Modus.

    Wenn ich unterwegs bin, ist es mir wichtiger, zu sehen, was es zu sehen gibt. Am besten bei Tageslicht. Aber das konnte ich immer schon. Es ist viel leichter, gegen den Tagesrhythmus zu gehen, wenn nur milde körperliche Aktivität gefragt ist und keine geistige.

    Ich habe die Mitternachtssonne total geliebt im Urlaub. Freiheit von der Zeit.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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