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  1. Registriert seit
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    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Liebe Stefanie63,

    Zitat Zitat von stefanie63 Beitrag anzeigen
    Hat er mit dem Bekannten einfach besprochen, wie seine Wünsche aussehen und wie er sie formulieren soll? Dann verstehe ich nicht, worüber du dich aufregst.

    Oder meinst du keine Patientenverfügung, sondern eine Vorsorgevollmacht? In einer Vorsorgevollmacht wird ein anderer bevollmächtigt, den Erteiler der Vollmacht rechtlich zu vertreten, wenn er selbst nicht mehr handlungsfähig ist (Das ist etwas völlig anderes als eine Patientenverfügung, auch wenn es oft kombiniert wird - eine Patientenverfügung ist lediglich eine Handlungsanweisung für die Ärzte, aber keine Vollmacht für irgend jemanden). Meinst du dann "mit einem Bekannten", dass dieser Bekannte als Bevollmächtigter eingesetzt wurde? Aber auch das kann doch sinnvoll sein, wenn du ohnehin zu weit weg lebst, um eine solche Vollmacht auszuüben.
    Ich meine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Wie er das mit dem Bekannten besprochen hat, weiss ich nicht, er teilte mir nur mit, dass er mit ihm beim Notar war.

    Für mich war es der ultimative Vertrauensentzug, eigentlich der Auslöser, welche Stellung ich im Leben meines Vaters habe.
    Wobei ich ihm heute unterstelle, dass es eine Art Erpressung werden sollte. Mein Vater und meine Mutter forderten immer wieder vom mir und meiner Frau, dass wir unser Haus verkaufen sollten und zu ihnen ziehen, damit wir im Pflegefall jederzeit zur Verfügung stehen könnten.

    Zitat Zitat von stefanie63 Beitrag anzeigen
    Offenbar bist du gekränkt, dass dein Vater wichtige Entscheidungen trifft, ohne dich einzubeziehen?
    Und habe allen Grund dazu. Überlege mal bitte, welche Auswirkungen eine Vorsorgevollmacht in den Händen einer Person außerhalb der Familie haben könnte. Und was, wenn er vor meiner Mutter handlungsunfähig wird.
    Zitat Zitat von stefanie63 Beitrag anzeigen
    Und da führst du jetzt einen Stellvertreterkrieg für 60 Jahre alte andere Verletzungen? Das klingt nicht sinnvoll.
    Ich führe keinen Krieg, ich entziehe mich schlicht und einfach weiteren Enttäuschungen.
    Deine Aussage verstehe ich nicht, willst Du damit sagen, ich würde meine Entscheidung nur darauf reduzieren, alle anderen Vorkommnisse würden meinen Bruch nicht rechfertigen?
    Gruss Schiller

  2. Avatar von Opelius
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    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Zitat Zitat von Schillerlocke Beitrag anzeigen

    Ich führe keinen Krieg, ich entziehe mich schlicht und einfach weiteren Enttäuschungen.
    Deine Aussage verstehe ich nicht, willst Du damit sagen, ich würde meine Entscheidung nur darauf reduzieren, alle anderen Vorkommnisse würden meinen Bruch nicht rechfertigen?
    Gruss Schiller
    Wenn Dein Bruch wirklich Deine traumatische Erlebnisse heilen und bessern würde, hättest Du diesen Strang nie eröffnet.
    Wenn Dein Vater Dich möglicherweise entlasten will mit der Verantwortung der Vorsorgevollmacht, so siehst Du das nur in dem Brennglas der Verletzung.

    Und Du äußerst auch die Angst, dass ein familienfremder Dir etwas wegnehmen könnte. Ich sehe darin nicht, dass Du den später Bruch wirklich willst.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. Inaktiver User

    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Hast du deinen Vater jemals gefragt was er eigentlich gegen dich hat und warum er dich offensichtlich nicht liebt?


  4. Registriert seit
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    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Liebe Cara123

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Was für dich "Konsequenzen" sind, ist für deine alte Mutter eine Bestrafung mit jahrzehntelangem Verzug, Ich finde es ihr gegenüber grausam.

    Kann ich nicht anders sagen.
    Wenn dein Vater schon kein Herz hatte, warum benimmst du dich deiner Mutter gegenüber auch ohne Herz?

    Wer weiß, was sie manches nur euch zuliebe ausgehalten und geschluckt hat. Sie hat auch sicher eine Menge mit diesem unsensiblen Mann durch, um euch Kindern ein Zuhause zu bieten, was in der damaligen Zeit als "anständig" galt, um euch die Schmach eines zerrütteten Elternhauses in der Gesellschaft zu ersparen. Das war damals der Grundstein eines respektablen Lebens.

    Und das ist nun dein Dank? Ihr die letzten Jahre bitter zu machen? Denk an alles Gute, was sie getan hat. Überlege gut.

    Wenn du zu ihr grausam bist, unterscheidest du dich darin nicht sehr von deinem Vater.
    Nochmals, ich will nicht bestrafen, ich will nicht meinen Eltern absichtlich wehtun, weder meinem Vater und schon gar nicht meiner Mutter.
    Ich hatte meiner Mutter einen warmen Brief geschrieben, nach dem Eklat im Juni. Ich hatte sie gebeten, die Patientenverfügung und die Vorsorgevollmacht zu unterschreiben. Ich hatte ihr mitgeteilt, dass wir ein Zimmer bei uns im Haus für sie einrichten, sie muss sich nur melden und ich hole sie.
    Ich weiss nicht, ob mein Vater diesen Brief abgefangen hatte, sie hat sich jedenfalls nicht gemeldet.

    Ich bekomme meine Mutter nur im Packet mit meinem Vater, sie wird ihn sicher nicht mehr verlassen.
    Sie verlangt von mir aber auch, dass ich mich bei meinem Vater entschuldige.
    Gruss Schiller

  5. Avatar von Beachnoodle
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    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Zitat Zitat von Schillerlocke Beitrag anzeigen
    Liebe Beweme,
    Erkläre mir bitte, warum ich Verantwortung gegenüber meinen Eltern habe. Verantwortung entsteht doch durch eine Art Mandat, das ich annehme, wenn ich Kinder in die Welt setze, wenn ich meine Frau heirate, wenn ich meinen Hund adoptiere. Meine Eltern haben mich nicht gefragt, als sie mich zeugten.
    Gruss Schiller
    Schillerlocke, keiner kann dich zum Umgang mit den Eltern verpflichten.
    vielleicht höchstens noch eine gewisse moralische Verpflichtung, aber vor dem Hintergrund?
    ich muss sagen, dass mir deine ganze Erfahrung mit deinen Eltern einfach nur sagt: Lass es. bleib da weg.
    Du bist lange erwachsen und entscheidest selbst. Auch Moralisch gesehen ist es für mich akzeptabel hier den Bruch konsequent durchzuziehen. Es sind ja keine Kleinigkeiten und auch keine einmaligen Ausrutscher.
    Sie haben dir deine Kindheit und Jugend zur Hölle gemacht. So liest es sich.
    Der Versöhnungsversuch deiner Frau, nun ja, ist für mich angesichts des Ausmasses der Fehlverhalten deiner Eltern schon etwas übergriffig.
    Dein Vater wird sich nicht mehr ändern. Ist 90 also hier überschaubar...
    Wenn Du es willst und schaffst mit deiner Mutter auf „neutrales Terrain“ zu kommen? Triff dich mit Ihr, oder telefoniere eben nur mit ihr.

    Frag Dich selbst ob du mit scheiternden Versöhnungsversuchen, oder mit Kontaktabbruch, speziell hier zum Vater, für DICH besser klarkommst.
    Wenn es die Eltern nur im Doppelpack gibt, dann ist dass so.
    Du kannst deiner Mutter ja weiter schreiben.
    Sie hat aber nichts mehr von Dir zu verlangen.
    Wenn die Vollmacht ihrerseits nicht unterschrieben wird, dann musst du es akzeptieren.

    Vielleicht schreibst du es Alles mal auf, wie es für Dich war und dann sagst Du Dir: und TROTZDEM bin ich heute ein liebevoller Vater/Ehemann/Partner. Sei stolz auf Dich.
    Du bist NICHT genauso geworden. Viele schaffen dass nämlich nicht.
    Die Frage warum, bringt dich nicht weiter.
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer
    Geändert von Beachnoodle (25.12.2019 um 18:31 Uhr)


  6. Registriert seit
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    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Zitat Zitat von Schillerlocke Beitrag anzeigen
    Liebe Forengemeinde,

    Ich suche Rat, wie ich mit meinen Eltern umgehen soll.

    Ich habe im Juni den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen. Ich bin 62, meine Eltern 88 und 90.
    Die Beziehung zu meinem Vater war nie gut und ich bereue es heute, den Kontakt nicht schon vor 40 Jahren abgebrochen zu haben.

    Hat man Verantwotung gegenüber seinen Eltern? Kann man etwas vergeben, das immer noch gegenwärtig ist? Es quält mich, vielleicht habe ich den Schlusstrich immer noch nicht gezogen?

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und Geduld
    Die Frage ist eher, wie gehst du mit dir um, statt wie gehst du mit deinen Eltern um.

    Es gibt nichts, was du bereuen müsstest. Dein Wunsch nach früherem Kontaktabbruch ist verständlich, dennoch ist es nichts, was du bereuen brauchst, eher dir selbst vergeben, dass du den Kontakt so lange aufrecht erhalten hast.

    Du hattest dein Gründe, weshalb du am Kontakt festgehalten hast, du wolltest verbessern, was nicht da war, du wolltest die Liebe und Anerkennung, die selbstverständlich sein sollte und doch nicht ist.

    Wenn du hier im Forum nach Kontaktabbruch suchst, wirst du mehrere Stränge finden (vor allem unter der Rubrik "reine Familiensache"), wo du viele hilfreiche Gedanken nachlesen kannst, die anderen bei ihren Kontaktabbrüchen gekommen sind. Da wirst du entdecken, anderen geht es wie dir und der Kontaktabbruch verläuft in Phasen.

    Dein Bereuen über den verspäteten Abbruch ist eine davon, mit sich und seiner Vergangenheit Frieden schließen ist eine weitere.

  7. Avatar von Opelius
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    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Nochmals, ich will nicht bestrafen, ich will nicht meinen Eltern absichtlich wehtun, weder meinem Vater und schon gar nicht meiner Mutter.
    Du legst aber dieselbe Härte an den Tag wie dein Vater. Das scheinst Du geerbt zu haben.

    Du hast hier von den allermeisten User großes Verständnis erhalten. Ja, sogar Absolution erhalten, es ändert aber nichts an Deiner Wut.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


  8. Registriert seit
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    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen

    Und extreme Armut, tägliche Niederlagen,Zurückweisungen, weil nicht gebraucht: das ist der beste Nährboden für Gewalt. Bis Heute.

    Nein.


  9. Registriert seit
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    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Du legst aber dieselbe Härte an den Tag wie dein Vater. Das scheinst Du geerbt zu haben.

    Du hast hier von den allermeisten User großes Verständnis erhalten. Ja, sogar Absolution erhalten, es ändert aber nichts an Deiner Wut.

    Wieso soll sich die Wut abmildern, nur weil man hier von einigen Leuten Zustimmung erhält?
    Die Wut ist nachvollziehbar nach alldem, was hier geschildert wurde.

    Das wäre ja schön!
    Jemand mit dieser Vorgeschichte ist voller Wut.
    Dann eröffnet er ein Thema in einem Forum. Er findet viel Verständnis und die Wut ist weg oder wie?

  10. Avatar von Beachnoodle
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    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Du legst aber dieselbe Härte an den Tag wie dein Vater. Das scheinst Du geerbt zu haben.

    Du hast hier von den allermeisten User großes Verständnis erhalten. Ja, sogar Absolution erhalten, es ändert aber nichts an Deiner Wut.
    Du vergleichst doch hier Äpfel mit Birnen.
    Schillerlocke, quält, prügelt, verachtet niemanden zeit seines Lebens.
    Im Gegenteil, Schiller wehrt sich endlich! 1 mal und dann verbal! Nach 60 Jahren Quälerei!

    Ich sags nicht gerne aber, Vermutlich hätte diesem Prügel-Daddy schon früher mal seitens Schiller ordentlich eine auf die Fr.... gehört. Denn was anderes versteht er ja offensichtlich nicht.
    Schiller hat sich aber nicht gewehrt...nehme an, er wurde daher als Schwächling von Daddy verachtet? Das ideale Opfer....
    jetzt wehrt er sich durch Entzug, wöhrend sein Vater selbst heute da noch im Hintergrund eines Telefonats aggressiv wird.

    Mir hilft es wenn ich wütend bin, es mir von der Seele zu schreiben. Auch die Standpunkte anderer helfen mir.
    Wenn ich so richtig sauwütend bin krieg ich so einen Tunnelblick auf die Situation.
    Dann brauchts auch mal Andere um nen Schritt zurückzutreten.
    Schiller wie gehts dir?
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer

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