Antworten
Seite 3 von 48 ErsteErste 1234513 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 474
  1. User Info Menu

    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das mag ja alles sein, aber dich dein ganzes Leben lang ohne irgendeinen Abschluß an deinen Eltern abzuarbeiten ist deine Entscheidung.
    Und wenn du noch so damit haderst, du änderst es damit nicht mehr, insofern kann ich verstehen wenn dein Umfeld findet, es muss auch mal gut sein.
    Was muss einmal gut sein? Die Demütigungen und Herabsetzungen des Vaters gehen doch bis in die Gegenwart.
    Und hier wurde eine Entscheidung getroffen, nämlich der Kontaktabbruch.
    Das muss m.E. akzeptiert werden, als eine Form von Abschluss.
    Dass dieser Abschluss nicht einfach ist und nicht absolut ist, gehört für mich zu einem normalen Prozess.
    Auch Umwege erweitern unseren Horizont

  2. Inaktiver User

    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Zitat Zitat von PhoeNixa Beitrag anzeigen
    Was muss einmal gut sein?
    Es steht jedem frei, sich sein Leben lang ergebnislos an seinen Eltern abzuarbeiten, ich hab nur nicht das Gefühl dass einen das weiterbringt oder zufrieden macht, daher macht es für mich persönlich wenig Sinn.

    Mir wäre mein Leben dafür zu schade gewesen.

  3. User Info Menu

    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Zitat Zitat von PhoeNixa Beitrag anzeigen
    PS: Sie sind erwachsene Menschen, denen du aufrichtig und auf Augenhöhe begegnen solltest und denen du deine Wahrheit zumuten kannst.
    "Meine Wahrheit" kann auch belasten. Meinen Kindern traue ich gesundes Urteilsvermögen zu, ich habe keine Sorge, dass sie mich dafür verurteilen.

    @_vorbei
    Was meinst Du mit "es muss auch mal gut sein" ? Das hätte ich gerne, aber wie stellst Du Dir das vor? Was genau würdest Du tun?

    Gruss Schiller

  4. User Info Menu

    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Lieber Schillerlocke,

    Deine Geschichte könnte die eines mir nahestehenden Menschen sein.

    Zitat Zitat von Schillerlocke Beitrag anzeigen
    Es quält mich, vielleicht habe ich den Schlusstrich immer noch nicht gezogen?
    Aus welchen Gründen genau hast Du den Kontakt beendet?
    War es eine Kurzschlussreaktion auf ein wieder einmal schlimmes Erlebnis?
    Oder der logische Schlusspunkt eines langen und schweren Weges, an dessen Ende nur noch der Kontaktabbruch als einzige Möglichkeit stand?

    Falls ersteres, wirst Du die ersehnte Ruhe erst einmal nicht finden.

    Falls das zweite zutrifft, weißt Du zumindest schon sicher, dass es für Dich einfach nicht mehr anders geht, und im besten Fall hast Du Dich bereits so weit mit Deinem Lebensthema auseinander gesetzt, dass Du

    - klar siehst: Dein Leben mit diesem sadistischen Vater hat stattgefunden. Der Vater behandelt Dich noch immer schlecht. Deine Mutter war eventuell schwach, oder unfähig oder sie hat Deinem Vater sogar zugestimmt, in jedem Fall hat sie nichts getan, Dich vor seiner Gewalt zu beschützen. Und sie kann oder will es noch immer nicht.
    - Dir zugestehst, Verantwortung für Dich zu übernehmen: Du darfst, Du musst Dich vor diesem Vater schützen. Ganz gleich, wie andere Menschen (Deine Frau, Deine Kinder) zu ihm stehen, ihn toll finden, gar lieben.
    Du hast erlebt, was Du erlebt hast, nicht sie.
    Eventuell wissen sie ja sogar darum - aber wissen heißt nicht immer, sich etwas vollkommen und in aller Dimension bewusst zu sein.


    Zitat Zitat von Schillerlocke Beitrag anzeigen
    Die verbleibende Zeit ist zu knapp, für Einsicht, Änderung und Verzeihung. Ich will und kann aber auch kein Theater inszenieren mit Schwamm drüber.
    Was das Verzeihen betrifft:
    Meiner Meinung nach kann man jedem Menschen alles verzeihen - wenn dieser seinen Fehler, seine Schuld einsieht und den Geschädigten bzw. sein Opfer um Verzeihung bittet. Wenn er alles in seiner Macht stehende tut, den Schaden, den er angerichtet hat, wieder gut zu machen; dazu gehört in erster Linie zunächst einmal einzusehen, dass er Schuld auf sich geladen, einen Schaden verursacht, Fehler gemacht hat.

    Wo keine Einsicht in das eigene Verhalten, da ganz sicher keine Vergebung!


    Zitat Zitat von Schillerlocke Beitrag anzeigen
    Ich therapiere mich in verschiedenen Formen mein halbes Leben lang.
    DU therapierst Dich??


    Zitat Zitat von Schillerlocke Beitrag anzeigen
    Ich habe jetzt eher das Problem der erneuten Kontaktaufnahme durch meine Mutter. Meine Frau hat ihr gestern einen Blumenstrauss geschickt.
    Auch meine Kinder pflegen weiterhin den Kontakt zu ihren Grosseltern. Sie wünschen sich, dass ich einfach anrufe und wieder Friede, Freundschaft, Eierkuchen herstelle.
    Deine Frau und Deine Kinder sind erwachsen. Sie können Umgang pflegen, mit wem sie wollen, aber dazu brauchen sie Dich nicht.
    Jemand schrieb bereits, Du solltest ihnen allen reinen Wein einschenken, ich sehe das genau so.
    Das muss nicht sonderlich emotional oder anklagend sein, aber die Tasachen sollten sie kennen, allein schon, damit sie Deinen Entschluss nachvollziehen können.

    Im übrigen bin ich immer dafür, Gauner auch Gauner zu nennen. Auch wenn es sich hierbei um den eigenen Vater handelt.



    Euch allen ein schönes Weihnachtsfest
    Glück ist Talent für das Schicksal


  5. User Info Menu

    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe nicht den Eindruck, daß dir deine jahrzehntelange Beschäftigung damit irgendwie weitergeholfen hat, und das find ich wirklich tragisch, für dich.
    Genau das finde ich gar nicht. Gerade diese Beschäftigung hat mich davon abgehalten, jemals gegen meine Kinder oder gegen meine Frau physische Gewalt anzuwenden. Aber noch viel mehr, meine Kinder in ihrem Werdegang immer zu bestärken und zu fördern und sie so zu akzeptieren und respektieren, wie sie sind.
    Respekt, wie ich ihn nie von meinem Vater bekommen habe, habe ich meinen Kindern entgegengebracht.

    Gruss Schiller

  6. User Info Menu

    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Liebe(r) Nellifer

    Zitat Zitat von Nellifer Beitrag anzeigen

    Aus welchen Gründen genau hast Du den Kontakt beendet?
    War es eine Kurzschlussreaktion auf ein wieder einmal schlimmes Erlebnis?
    Oder der logische Schlusspunkt eines langen und schweren Weges, an dessen Ende nur noch der Kontaktabbruch als einzige Möglichkeit stand?
    Weder noch oder sowohl alsauch.
    Ausrasten ist immer Kurzschluss. Das letzte Mal im Juni und danach der Entschluss, dass es das letzte Mal war.
    Trotzdem treibt es mich täglich um, verursacht mir ein schlechtes Gewissen. Also keine Ruhe.

    Ich weiss aber auch, dass es nicht mehr anders geht. Heute Gesprächsende meiner Frau mit meinem Vater (O-Ton): "Das wird sich schon wieder irgendwann einrenken".

    Wie Du richtig erkannt hast, da kann man nicht verzeihen, weil es danach einfach nur weitergehen würde.
    Einzige Einsicht meines Vaters gegenüber meinem Ältesten: "Er weiss ja, dass er viele Fehler gemacht hätte, aber ...."


    Zitat Zitat von Nellifer Beitrag anzeigen
    Falls das zweite zutrifft, weißt Du zumindest schon sicher, dass es für Dich einfach nicht mehr anders geht, und im besten Fall hast Du Dich bereits so weit mit Deinem Lebensthema auseinander gesetzt, dass Du

    - klar siehst: Dein Leben mit diesem sadistischen Vater hat stattgefunden. Der Vater behandelt Dich noch immer schlecht. Deine Mutter war eventuell schwach, oder unfähig oder sie hat Deinem Vater sogar zugestimmt, in jedem Fall hat sie nichts getan, Dich vor seiner Gewalt zu beschützen. Und sie kann oder will es noch immer nicht.
    - Dir zugestehst, Verantwortung für Dich zu übernehmen: Du darfst, Du musst Dich vor diesem Vater schützen. Ganz gleich, wie andere Menschen (Deine Frau, Deine Kinder) zu ihm stehen, ihn toll finden, gar lieben.
    Du hast erlebt, was Du erlebt hast, nicht sie.
    Genau an diesem Punkt bin ich.



    Zitat Zitat von Nellifer Beitrag anzeigen
    Was das Verzeihen betrifft:
    Meiner Meinung nach kann man jedem Menschen alles verzeihen - wenn dieser seinen Fehler, seine Schuld einsieht und den Geschädigten bzw. sein Opfer um Verzeihung bittet. Wenn er alles in seiner Macht stehende tut, den Schaden, den er angerichtet hat, wieder gut zu machen; dazu gehört in erster Linie zunächst einmal einzusehen, dass er Schuld auf sich geladen, einen Schaden verursacht, Fehler gemacht hat.

    Wo keine Einsicht in das eigene Verhalten, da ganz sicher keine Vergebung!
    D´accord. Genauso sehe ich die Möglichkeit von Vergebung.

    Zitat Zitat von Nellifer Beitrag anzeigen
    Deine Frau und Deine Kinder sind erwachsen. Sie können Umgang pflegen, mit wem sie wollen, aber dazu brauchen sie Dich nicht.
    Jemand schrieb bereits, Du solltest ihnen allen reinen Wein einschenken, ich sehe das genau so.
    Das muss nicht sonderlich emotional oder anklagend sein, aber die Tasachen sollten sie kennen, allein schon, damit sie Deinen Entschluss nachvollziehen können.
    Meine Frau weiss (fast) alle Details. Meinen Kindern möchte ich diese ersparen.
    Dieser Mensch (mein Vater) ist im öffentlichen Leben, so auch zu meiner Frau und meinen Kindern ein netter, älterer Herr.
    Das Monster kennen nur meine Mutter und ich.
    In frühen Jahren hatte meine Mutter Trennungsabsichten, das weiß ich. Vielleicht hätte sie die Trennung geschafft, wenn ich 40 Jahre früher meine Entscheidung getroffen hätte.
    Tatsächlich ist es so, dass dieser Kontaktabbruch mein Gewissen wegen meiner Mutter belastet. Sie schlägt sich aber mit ihren 90 Jahren auf die Seite meines Vaters (88).
    Er ist fit, wie ein Turnschuh, sie ist hilfsbedürftig, putzt aber immer noch die Wohnung, macht ihm Essen, etc. lässt sich täglich von ihm runtermachen, wenn ihr mal ein Wort nicht einfällt oder sie sich an etwas nicht erinnert. Weit weg von Demenz. Sie hatte vor 10 Jahren einen Schlaganfall und findet manchmal keine Worte.
    Ach, es ist so traurig, mir kommen gerade die Tränen.
    Ich komme an sie nicht mehr ran. Er jammert immer nur, wie schwer er es mit ihr hätte, er könne sie ja kaum allein lassen. Will ständig irgendwohin in den Urlaub fliegen und sie würde ihn davor abhalten.
    Meine Versuche, ihr eine Putzhilfe und Betreuung zu finden, hat er abgeblockt. Ich hatte schon jemanden engagiert, der ich dann absagen musste.

    Er hat auch panische Angst davor, dass sie vor ihm geht. Manchmal denke ich, dass SIE seine Mutter ist und nicht meine.

    Zitat Zitat von Nellifer Beitrag anzeigen

    Euch allen ein schönes Weihnachtsfest
    Wünsche Dir auch schöne Feiertage
    Schiller

  7. User Info Menu

    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Dein Kontaktabbruch kommt in meinen Augen viel zu spät.
    Die väterlichen Misshandlungen und Missachtung führst Du darauf zurück, dass Du für Deinen Vater nie willkommen warst. Ich fürchte, das stimmt. Er hat sich möglicherweise ein anderes Leben vorgestellt, aber er wurde ein komplett überforderter Vater. Deshalb seine Wutausbrüche.

    Und er kann Dich immer noch verletzten :
    als mein Vater mir mitteilte, er hätte beim Notar die Patientenverfügung für diesen Bekannten hinterlegt.
    Sie hat mich erlebt, wie ich ausrastete,
    Du fühlst Dich immer nicht als wichtig, sonst hätte das nicht so weh getan.
    Du könntest aber auch einen Perspektivwechsel vornehmen: ein Glück ich muss gegenüber Ärzten nicht die Behandlungswünsche meines Vaters durchsetzen.

    Und eines bleibt Dir eh erhalten, Du wirst nacheinander Deine Eltern beerdigen müssen. Und Du wirst die Verantwortung über eine Unterbringung übernehmen, falls sie nicht mehr allein leben können. Du bist jetzt in einem Alter, wo Du verantwortlich ihnen gegenüber bist - und das bedarf keiner Zuneigung, sondern nur pragmatisches Handeln.

    Und was ich überhaupt nicht verstehe, Du bestrafst auch Deine Mutter, die möglicherweise schon als junge Mutter unter Deinem Vater gelitten hat. Du lässt damit zu, dass der alte unzufriedene Mann immer noch Macht über Dich hat.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. User Info Menu

    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    So wie Du das Verhältnis zu Deinen Eltern beschreibst, gab es da keine Liebe für Dich und vor allem kein Bewusstsein dafür, was Du brauchst, um zu einem Menschen heranzuwachsen, der ein gesundes Urvertrauen und ein stabiles Selbst hat. Ich finde, Du bist diesen Eltern nichts schuldig. Und Du musst ihnen auch nicht verzeihen. Wenn Du es schaffst, das zu tun, ist das gut für Dich. Aber vielleicht kannst Du es auch nicht. Dann gehe (bzw. bleibe) auf Distanz zu ihnen, um Dich vor den Verletzungen, die ja offenbar immer noch kommen, zu schützen - und das unabhängig davon, was Deine Familie tut. Hier geht es um Dich.

    Du bist Dir selbst schuldig, verletzende und Dich schwächende Faktoren aus Deinem Leben heraus zu halten und für Dich zu sorgen. Daher denke ich, dass der Kontaktabbruch gut und richtig ist. Er erfolgt sehr spät, aber nicht zu spät. Kümmere Dich um Dich, verarbeite die schlimmen Erfahrungen so gut Du kannst und umgebe Dich mit Menschen, die Dich wirklich sehen und wertschätzen. Das haben Deine Eltern offenbar nie getan.

    Zu dem, was Opelius im letzten Absatz seines Posts schreibt: Ich sehe einen Kontaktabbruch nicht als Bestrafung, weder des Vaters noch der Mutter. Ein Kontaktabbruch ist eine Maßnahme, um negative Einflüsse aus dem eigenen Leben zu eliminieren. Und hier hat Schiller in meinen Augen auch das Recht, den Kontakt zur Mutter abzubrechen, denn sie ist ein Teil des verletzenden Mechanismus, dem er ausgesetzt war. Welche Gründe sie hatte, sich nicht gegen den Vater zu wehren und sich nicht auf die Seite ihres Sohnes zu stellen, sind für mich da erst mal irrelevant. Hier geht es nur darum, sich alten und schädlichen Einflüssen zu entziehen, nicht darum "es jemandem zu zeigen".
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.


    "In Deinem Alter..."
    "Ich bin nicht in meinem Alter!"


  9. User Info Menu

    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen

    Und was ich überhaupt nicht verstehe, Du bestrafst auch Deine Mutter, die möglicherweise schon als junge Mutter unter Deinem Vater gelitten hat. Du lässt damit zu, dass der alte unzufriedene Mann immer noch Macht über Dich hat.
    Man darf nicht vergessen, dass in solchen Fällen ein Kontakt zur Mutter, ohne dass der Vater auch dabei ist, meistens nicht möglich ist.
    Hier ist die Mutter körperlich eingeschränkt und selbst wenn sie das nicht wäre, hätte sie wahrscheinlich zu viel Angst vor ihrem Mann, um sich alleine mit dem Sohn zu treffen.

    Auch wenn die Mutter ebenso gelitten hat und immer noch leidet, kann man ihr eine Mitverantwortung für die Geschehnisse nicht absprechen. Sie war die Erwachsene, sie hatte eine Wahl, das Kind und der Jugendliche hatte die nicht.
    Sie hat zugesehen und damit die Taten des Vaters stillschweigend gebilligt.

    Das ist nicht so einfach zu entschuldigen.

  10. User Info Menu

    AW: Bruch mit Eltern nach über 60 Jahren

    Zitat Zitat von Schillerlocke Beitrag anzeigen
    Höhepunkt war dann die Patientenverfügung, die er mit einem Bekannten machte, der mal als Mieter in unserem Haus wohnte. d
    Was meinst du damit? In einer Patientenverfügung legt man fest, wie eine medizinische Behandlung aussehen soll, wenn man selbst nicht mehr darüber entscheiden kann. Inwiefern hat er die "mit einem Bekannten" gemacht? Hat er mit dem Bekannten einfach besprochen, wie seine Wünsche aussehen und wie er sie formulieren soll? Dann verstehe ich nicht, worüber du dich aufregst.
    Oder meinst du keine Patientenverfügung, sondern eine Vorsorgevollmacht? In einer Vorsorgevollmacht wird ein anderer bevollmächtigt, den Erteiler der Vollmacht rechtlich zu vertreten, wenn er selbst nicht mehr handlungsfähig ist (Das ist etwas völlig anderes als eine Patientenverfügung, auch wenn es oft kombiniert wird - eine Patientenverfügung ist lediglich eine Handlungsanweisung für die Ärzte, aber keine Vollmacht für irgend jemanden). Meinst du dann "mit einem Bekannten", dass dieser Bekannte als Bevollmächtigter eingesetzt wurde? Aber auch das kann doch sinnvoll sein, wenn du ohnehin zu weit weg lebst, um eine solche Vollmacht auszuüben.

    Offenbar bist du gekränkt, dass dein Vater wichtige Entscheidungen trifft, ohne dich einzubeziehen? Und da führst du jetzt einen Stellvertreterkrieg für 60 Jahre alte andere Verletzungen? Das klingt nicht sinnvoll.

    Und zu deiner Frage, ob du Verantwortung hast: Jedenfalls möchte dein Vater nicht, dass du Verantwortung für ihn übernimmst, wenn er dich in die Erstellung der Patientenverfügung nicht einbezogen hat (und dir erst recht keine Vorsorgevollmacht erteilt hat). Dann brauchst du gegen seinen Willen auch keine Verantwortung für ihn zu übernehmen.

Antworten
Seite 3 von 48 ErsteErste 1234513 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •