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  1. Avatar von TheKat
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    AW: Leben als Langzeitsingle

    Zitat Zitat von freilebig Beitrag anzeigen
    Ich denke, was spreefee interessiert sind nicht Tipps für ein glückliches Leben ohne Partner, sondern Tipps für ein glückliches Leben als Single. Und wer den Unterschied nicht versteht, wird keine für spreefee interessanten Tipps geben können.
    Das ist ein spannender Hinweis. Es ist eben auch eine Frage der Einstellung - ich finde, das wurde in dem Thread, trotz aller offtopics, ganz gut herausgearbeitet. Wer tief im Inneren kein Single sein möchte bzw. ein Leben ohne Partner nicht gut findet, wird wohl alleine nicht glücklich sein/werden (völlig unabhängig davon, dass man sich vielleicht trotzdem manchmal nach Nähe, Sex, Berührung etc. sehnt).

    Zitat Zitat von Copic Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung was Du erwartest, es ist ja nun nicht so dass man ein völlig anderer Mensch als Single ist, der sich komplett neu erfinden muss. Du wirst doch selber wissen was Dich glücklich macht, das verschwindet doch nicht alles weil Du Dich irgendwann wieder in einer Beziehung befindest.
    Puh, also ich war in meiner Langzeitbeziehung ein komplett anderer Mensch. Natürlich nicht nur, weil ich in einer Beziehung war, aber auch. Das hängt zum einen daran, dass man sich - ob man will oder nicht - doch auch an seinem Partner orientiert und Kompromisse eingeht. Man lebt definitiv ein anderes Leben. Und zum anderen hängt das - zumindest bei mir - daran, dass das Ende der Beziehung einen Veränderungsprozess angestoßen hat, den es ohne die Beziehung und deren Ende nicht gegeben hätte.

    Außerdem ist es sicher auch eine Charakterfrage, wie sehr man sich dem anderen Menschen anpasst, im Verhalten, in der Meinung, die man so hat, in den Vorlieben, Hobbys usw. Ich bezweifle, dass man mit allem, was man ist, 100%-ig genauso mit Partner ist, wie ohne. Also quasi Ich minus Partner bzw. Ich plus Partner. Nein, das halte ich für ausgeschlossen.

    Zitat Zitat von Copic Beitrag anzeigen
    Man kanns doch gar nicht so separiert betrachten sondern muss Vergleiche ziehen. [...] Was Du lesen willst ist, warum es viel besser ist ein Single zu sein. Bitteschön: Kacken ist entspannter als Single. Und Du musst jetzt nicht los um Schokolade für des Liebsten Weihnachtskalender zu organisieren.
    Ich glaube, Vergleiche bringen ab einem bestimmten Punkt nicht mehr weiter. Es ist ein anderes Leben, jeder muss selber wissen, wie er das für sich bewertet. Aber glücklich oder unglücklich kann man sowohl als Single als auch in Beziehung lebend sein. Nicht nur, weil eine Beziehung nicht automatisch glücklich sein muss, sondern auch, weil das eigene Lebensglück nicht an einem einzigen Menschen hängen sollte, so romantisch diese Vorstellung auch sein mag.

    Es gibt zig Dinge, die viel besser sind, wenn man keinen Partner hat, schon allein, weil man schlicht keine Kompromisse eingehen muss. Und es gibt zig Dinge, die viel schöner mit einem Partner sind. Das ist letztlich vor allem eine individuelle Perspektive. Deswegen sind Vergleiche über kurz oder lang nutzlos. Ich könnte es ja auch bedauerlich finden, niemanden zu haben, für den ich einen Weihnachtskalender organisieren kann.

    Am Ende hängt es eben davon ab - und das ist sicher die Essenz dieses Threads -, was für eine Einstellung man zum eigenen Beziehungsstatus hat. Wie @freilebig schon sagte: Begreife ich mich als Single oder als Menschen ohne Partner? Ruhe ich in mir selbst und gestalte mein Leben aktiv oder bedauere ich meinen Zustand dauerhaft und wünsche mir eine Änderung?
    A quiet mind is able to hear intuition over fear
    Geändert von TheKat (30.11.2019 um 19:33 Uhr)


  2. Registriert seit
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    AW: Leben als Langzeitsingle

    sorry Lizzy1234 , geändert.

  3. Moderation Avatar von Analuisa
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    AW: Leben als Langzeitsingle

    Liebe Userinnen und User,

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    Analuisa, Moderation
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    AW: Leben als Langzeitsingle



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    AW: Leben als Langzeitsingle

    Zitat Zitat von TheKat Beitrag anzeigen
    Am Ende hängt es eben davon ab - und das ist sicher die Essenz dieses Threads -, was für eine Einstellung man zum eigenen Beziehungsstatus hat.


    Ich war sieben Jahre Single (ob das als „Langzeit“ gilt, weiß ich nicht.) Die ersten Jahre galten damals irgendwie dem Wunden lecken. Und irgendwann hab ich für mich beschlossen, dass ich es auch ohne Mann schön haben kann, wenn es denn tatsächlich nicht sein soll. Und hab mich in das Projekt meines Lebens gestürzt. Männer waren da tatsächlich nur Randerscheinungen, auch wenn der Wunsch nach einer Partnerschaft sicher nie ganz weg war. Aber er war nicht so wichtig, weil ich einen Traum hatte, der unabhängig von einem Mann war. Und den hab ich mir erfüllt, ganz allein und zielstrebig. Und ich war dann sooooo glücklich. Ich weiß noch, dass ich ganz oft am Abend Tränen der Dankbarkeit in den Augen hatte und Gott, dem Universum und der ganzen Welt gedankt hab, wie genial schön mein Leben ist und wie glücklich ich bin. Das war toll! Und ich war ganz allein und Single und hatte meinen Traum erfüllt, eine liebe Familie, tolle Freunde ...

    Naja, dann kam dann doch noch ER Mein Sahnehäubchen.


  6. Registriert seit
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    AW: Leben als Langzeitsingle

    Zitat Zitat von freilebig Beitrag anzeigen
    sorry Lizzy1234 , geändert.

    Danke dir. :)

  7. Avatar von Mambi
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    AW: Leben als Langzeitsingle

    Zitat Zitat von TheKat Beitrag anzeigen
    Puh, also ich war in meiner Langzeitbeziehung ein komplett anderer Mensch.
    Man lebt ein anderes Leben - aber man ist doch deshalb kein "komplett anderer Mensch"?
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"


  8. Registriert seit
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    AW: Leben als Langzeitsingle

    Doch, und immer wieder doch......

    Bei mir hat es lange gedauert ehe ich mal realisierte, das könnte jetzt für immer so bleiben.
    Und dann tauchte ich eben so richtig in dieses Leben ein....

    Heute sorge ich zum Beispiel nur für mich allein, vertrete andere Interessen und verfolge auch andere Interessen.
    Dadurch hat sich meine Persönlichkeit verändert.

    Dieses Ich an oberste Stelle zu setzen fand ich früher : übertrieben,egoistisch, narzisstisch und zickig....

    Meine Zeit als Single betrachte ich rückblickend wie den Witz mit den Fröschen: fielen zwei Frösche in einen Milchtopf, der Eine tat nichts und ertrank, der Andere strampelte und saß am nächsten Tag auf Butter....

    Was ich ehrlich gesagt am meisten heute als Single geniesse ist: das was ich tue eben auch als meinen Erfolg anzusehen und ihn als das zu geniessen.
    Es ist ja auch kein Anderer da der mir das streitig machen könnte....

    Sich selbst so ohne Rücksicht geniessen zu können ist was Feines.
    Und es ist auch keine Einbahnstrasse in die Einsamkeit oder in die Raffgierigkeit.

    Mir kommt es vor als ob man oder ich jedenfalls als Single einfach mehr Konturen erhält, bekommt oder hat...
    Und anstrengend ist eben nur der Anfang - wie bei allen Dingen....
    Der Mensch ist nichts
    anderes, als wozu
    er sich macht
    Jean Paul Sartre


  9. Registriert seit
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    AW: Leben als Langzeitsingle

    Ich genieße es, dass man mich nur über mich definiert und nicht über den Beruf oder die Handlungen eines anderen. Wenn mich jemand anspricht weiß ich heute, dass ich gemeint bin und wenn mich jemand ignoriert, dann ist mir klar, dass das nur an mir liegen kann. Das ist sehr entspannend, denn mich selbst kann ich ändern.

  10. Avatar von Amelie63
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    AW: Leben als Langzeitsingle

    Zitat Zitat von Copic Beitrag anzeigen
    Ich merke dass es mir echt schwer fällt Leuten zu glauben, dass sie gerne Single sind. Die Argumente dafür leuchten mir nie ein, die klingen immer nur nach 'lieber allein als mit schlechtem Partner'.
    Ich behaupte jetzt mal, ohne es beweisen zu können, dass es zahlenmäßig mehr Menschen gibt, die lieber mit schlechtem Partner leben als allein zu sein, oder anders gesagt: lieber das bekannte Elend als das Elend des Unbekannten.
    Dass so was Paaren aber weniger unterstellt wird als Singles, liegt wohl einfach daran, weil (angeblich) monogame Beziehungen das "normale" Bild unserer Gesellschaft sind (zu sein haben).

    Zum Thema: Ich bin zwar fast mein ganzes Erwachsenenleben in langen Beziehungen gewesen, aber es fühlt sich nicht so an. Weil ich in Beziehungen kein anderes Leben geführt habe, als dazwischen.

    Eine Änderung in der Lebensführung war meine Mutterschaft, nicht meine Beziehung.
    In Beziehungen bin ich schon immer genauso oft und gerne alleine unterwegs gewesen wie ohne Beziehung. Ich ziehe halt auch keine Männer an, die einschränken wollen/müssen. Oder vielleicht doch, und ich merke es nur einfach nicht und ignoriere es deshalb? Nein, Ich war schon immer mit Männern zusammen, die genau diese Unabhängigkeit an mir geschätzt haben.

    Das hat natürlich, wie alles auch seinen Preis: ich hab mich auch selbst durchfüttern müssen und werde dies auch im Alter tun müssen.
    Insofern kenne ich Langzeitbeziehungen auch nicht als einen Schutz vor Einsamkeit oder Garant für wirtschaftlicher Sicherheit. Der Unterschied zum Langzeitsingle liegt für mich höchstens darin, dass man sich in Langzeitbeziehungen diesbezüglich besser die Taschen vollügen kann, wenn man das möchte.

    Viele Singles die ich kenne und kannte, sind und waren einfach besser und vielseitiger eingebunden, und sind vor Vereinsamung im Alter damit vielleicht sogar besser geschützt, als manche Paarhälften. Ich sehe mich da eher als irgendwas zwischen drin, weil ich auch in Beziehungen lebe wie ein Single (nein, damit meine ich nicht fremdgehen und das alles). Es gibt halt auch noch Grau in vielen Abstufungen zwischen schwarz und weiss. Bei der Beurteilung bzw. unseren Ängsten gehen wir einfach zu oft von einer gesellschaftlichen Norm aus, die aber eher theoretisch ist.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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