+ Antworten
Ergebnis 1 bis 1 von 1

  1. Registriert seit
    07.11.2012
    Beiträge
    108

    Zielerreichungsdepression... oder so

    Hallo liebe alle,

    ich bin sonst eher stille Mitleserin und habe dadurch schon viel aus dem Forum mitgenommen, aber heute muss ich nach längerer Zeit auch mal wieder etwas posten.

    Es geht mir seit einiger Zeit nicht mehr richtig gut. Seit mehreren Monaten schon bin ich immer häufiger unzufrieden und habe eine sehr labile Stimmung; bin einfach nicht mehr so robust und fange teilweise wegen Kleinigkeiten an zu weinen (z.B. gestern, als das Workout, was ich zuhause vor dem Fernseher gemacht war, viel schwerer war als angegeben und mich das frustriert hat).

    Dazu muss ich sagen: 2018 war ein sehr aufregendes und prall gefülltes Jahr. Ich habe geheiratet (wunderwunderwunderschön), mein Mann und ich hatten eine großartige Hochzeitsreise und beruflich habe ich ein Ziel erreicht, auf das ich jahrelang hingearbeitet habe. Ich hab letztes Jahr schon gescherzt, "wenn dieses Jahr rum ist, dann werd ich erstmal depressiv als Ausgleich für diesen Höhenflug".

    Und jetzt scheints, als würde meine Prophezeiung wahr. Ich kann kaum genießen, dass ich so viel erreicht habe, und mir fehlt etwas Neues, wo ich mich richtig reinhängen kann. Auf der Arbeit ist nach dem großen Meilenstein vom letzten Jahr jetzt "nur" der normale Alltagskram; nichts Wildes, nichts, was mich überfordert oder gar nur auslasten würde. Es gibt eventuell ein Projekt, das ich selbst übernehmen kann und auf das ich mega Bock hätte, aber im Moment kann ich nichts mehr dafür tun, dass es auch zustande kommt - ich muss warten. Privat haben mein Mann und ich mit der Familienplanung begonnen, aber noch hat es nicht geklappt. Auch das finde ich frustrierend und ich kann auch da oft nur "warten" und mich in Geduld üben, was echt überhaupt null meine Stärke ist...

    Ich bin grundsätzlich jemand, der immer gerne "leistet" und was entwickelt und an was arbeitet, aber im Moment gibt es nichts, was mich so ausfüllt oder mir im Ansatz vergleichbaren Sinn gibt wie das, was ich im letzten Jahr abgeschlossen habe bzw ich habe auf diese Dinge keinen Einfluss. Und mit dem Warten und "einfach sein" tue ich mich schwer. Ich sitze zwar nicht nur faul auf der Couch (nein, ich habe Hobbies und mache Sport und suche mir gerade ein neues Ehrenamt), aber ich merke einfach dass ich emotional neben der Spur bin, halt viel weine, unzufrieden bin.

    Habt ihr Tipps für mich..? Irgendwelche klugen Einsichten? Oder einfach ähnliche Erfahrungen? Danke schonmal :)

    tulpensalat

+ Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •