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  1. Registriert seit
    11.02.2018
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    AW: Bin so oft frustriert und unzufrieden :(

    Liebe Sternenfee,

    Schwebezustände sind unangenehm. Das Alte paßt nicht mehr und was Neues ist noch nicht. Blöd! Was mir so durch den Kopf ging als ich Dein Post gelesen habe:

    Kann es sein, daß Du Dich unterfordert fühlst? Dich gerne wieder mit Elan für irgendein Ziel interessieren würdest, das Dich ausfüllt und Freude bereitet?

    Wann warst Du zuletzt in D? Hättest Du die Möglichkeit öfters für ein paar Tage nach D zu kommen, um zu erleben, wie Du Dich hier fühlst? Klar, ist es was anderes, wie wenn man hier lebt, aber so als Impuls?

    Fühlst Du Dich grundsätzlich wohl in dem Land? Wie sieht es mit Deinem Freund aus, lassen sich da keine Kontakte über ihn knüpfen? Die haben doch bestimmt auch alle eine Partnerin, wobei Deine Altersgruppe halt leider ein sehr "Kinder-kriegen" lastiges Alter ist....

    Ich finde, in einem anderen Land zu leben & zu arbeiten total spannend & bewundere die Menschen für ihren Mut auch immer, aber ich habe Zweifel, ob/wie ich vor Ort zurecht käme. Die Tochter von meinem Mann lebt seit Ende ihres Studiums auch im europäischen Ausland und kommt gut zurecht.


    LG
    lal


  2. Registriert seit
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    AW: Bin so oft frustriert und unzufrieden :(

    Guten Morgen, lallebei,

    Danke für deine Antwort. Ja, du könntest recht haben. Ich suche nach irgendwas, aber weiß nicht genau, wonach :(

    Nach Deutschland kann ich regelmäßig. Dort bin ich dann auch bei meiner Familie und es geht mir gut. Aber ich weiß eben nicht, wie es wäre, wenn ich wieder auf Dauer dort wäre. Da müsste man ja auch wieder bei 0 anfangen.

    Manchmal fühle ich mich wohl, manchmal weniger wohl :( es ist ein ständiges Wechselbad.

    Klar lassen sich Kontakte über ihn knüpfen, da er auch ein sehr offener, positiver Mensch ist. Ich müsste mich wahrsch. auch einfach mehr reinhängen, aber ich bin in den letzten Jahren so oft enttäuscht worden, sodass ich momentan keine Energie / Lust mehr habe, mich bei jemandem zu melden. Und ich vertrage das Kinder-Thema momentan auch nicht so gut ..


  3. Registriert seit
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    AW: Bin so oft frustriert und unzufrieden :(

    Zitat Zitat von VanessaB Beitrag anzeigen
    Wieviel du arbeitest ist deine Sache und geht schlicht und ergreifend niemanden was an.
    Privat würde ich mit Arbeitskollegen nicht unbedingt eine Freundschaft wollen.

    Wenn du in einer Stadt wohnst könntest du auch mal in den lokalen Blättchen inserieren, dass du eine Freundin suchst.

    Hier in der bri gibt's auch eine solche Ecke.

    Vielleicht kommst du ja mal mit einer netten Frau mit Hund ins Gespräch.
    Dann sag ihr, dass du das Gespräch nett gefunden hast. Vielleicht klnnt ihr dann mal öfter gemeinsam Gassi gehen.

    Joggen ist jetzt auch nicht unbedingt der kommunikativste Sport....

    Leider musst du von dir aus aktiv werden, das kostet kraft. Aber irgendwann wirst du froh sein, es angegangen zu sein
    Vanessa, danke für deine Nachricht. Ja, ich muss wohl oder übel über meinen Schatten springen, sonst wird das nichts :(

  4. Avatar von NicNacNoc
    Registriert seit
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    AW: Bin so oft frustriert und unzufrieden :(

    Hallo Sternenfee,

    grundsätzlich würde ich mich dem Körperlichen beginnen und dann auf die seelische Situation und deine Vorstellung von einem guten Leben schauen.
    Du schreibst, dass laut Ärzten hormonell alles okay ist, so ganz wirkt das bei deinen Zyklusschwankungen aber nicht so. Möglicherweise spielt tatsächlich Stress eine Rolle, und da geht's schon zum nächsten Thema: Wie ist dein Burnout/Erschöpfungsdepression behandelt worden? Das Doofe an so etwas ist, dass es oft aus chronischem Stress resultiert und die körperlichen Reaktionen nicht automatisch verschwinden, wenn sich der Stress reduziert (= Stundenreduzierung). Bist du weiterhin in fachärztlicher und/oder psychotherapeutischer Behandlung? Wenn letzteres, klappt das mit der Verständigung in der Fremdsprache (ich meine ganz bewusst nicht das "Grobe" zu sachlichen Themen, sondern die Feinheiten, die man in einer Fremdsprache ja erst mal erlernen muss)? Möglicherweise war die Behandlung zu kurz und Körper und Seele reagieren immer noch so, als ob sie Dauerstress ausgesetzt wären.

    In der therapeutischen Behandlung eines Burnouts spielt oft mit rein, die eigenen inneren Bewertungsmaßstäbe anzuschauen und darauf zu überprüfen, ob sie hilfreich und konstruktiv sind. Du schreibst beispielsweise von den negativen Reaktionen deiner Kollegen - sie scheinen dir also nicht egal zu sein. Es ist aber die Frage, ob es dir hilft, es allen recht machen zu wollen, oder ob es dich nicht noch mehr abbringt davon, dein Leben nach deinen Vorstellungen zu leben - so etwas meine ich zum Beispiel mit Bewertungsmaßstäben. Oder dein Perfektionismus, dein Vergleichen mit anderen: Ist das konstruktiv (im Sinne von "stachelt positiv zu Höchstleistungen an")? Oder erhöht es den Druck und die eigene innere Abwertung, wenn es mal nicht perfekt läuft und du im Vergleich mit anderen nicht in vorderster Front bist?
    Im Idealfall erkennt man destruktive Denkmuster und verändert sie so, dass sie passen - zu dir und deinem ganz individuellen Leben.

    Wenn du davon schreibst, die Pille abgesetzt zu haben und weinen zu müssen, wenn andere Frauen schwanger werden: Wie wichtig ist es für dich, selbst Mutter zu werden? Und wie sieht dein Partner dies, habt ihr Ideen, wie ihr Kinderbetreuung + Arbeit regeln werdet, wenn es so weit ist - und sind diese Ideen für dich stimmig?

    Weißt du grundsätzlich, was dir wichtig ist, was unbedingt in deinem Leben Platz haben sollte und wie weit du Kompromisse eingehen kannst, um dies zu erreichen (z.B. für die Partnerschaft in einem Land wohnen, in dem man abgeschnitten ist von der eigenen Familie und nicht so einfach Freunde findet)? Oder ist der Preis vielleicht an der ein oder anderen Stelle zu hoch?

    So etwas kann sich auch im Laufe der Zeit verändern. Viele Menschen erleben beispielsweise, dass ihnen die berufliche Karriere weniger wichtig ist als früher, wenn sie Eltern werden. Oder an anderer Stelle: dass nach einer Phase der Kindererziehung es wieder wichtiger wird, beruflich etwas auf die Beine zu stellen.

    Vielleicht rühren, neben möglichen körperlichen Ursachen, deine Gefühlsschwankungen daher, dass dein Leben, so wie es lange Zeit war, nun nicht mehr ganz zu dir passt.
    Man kann sein Innerstes nicht verfälschen. Die Wahrheit, die dort wohnt, wird sich letzten Endes durchsetzen. Sie ist ein Gott, dem wir gehorchen müssen, eine Kraft, die uns alle unweigerlich in die Knie zwingt.
    - Cheryl Strayed -


  5. Registriert seit
    10.11.2018
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    AW: Bin so oft frustriert und unzufrieden :(

    Zitat Zitat von NicNacNoc Beitrag anzeigen
    Hallo Sternenfee,

    grundsätzlich würde ich mich dem Körperlichen beginnen und dann auf die seelische Situation und deine Vorstellung von einem guten Leben schauen.
    Du schreibst, dass laut Ärzten hormonell alles okay ist, so ganz wirkt das bei deinen Zyklusschwankungen aber nicht so. Möglicherweise spielt tatsächlich Stress eine Rolle, und da geht's schon zum nächsten Thema: Wie ist dein Burnout/Erschöpfungsdepression behandelt worden? Das Doofe an so etwas ist, dass es oft aus chronischem Stress resultiert und die körperlichen Reaktionen nicht automatisch verschwinden, wenn sich der Stress reduziert (= Stundenreduzierung). Bist du weiterhin in fachärztlicher und/oder psychotherapeutischer Behandlung? Wenn letzteres, klappt das mit der Verständigung in der Fremdsprache (ich meine ganz bewusst nicht das "Grobe" zu sachlichen Themen, sondern die Feinheiten, die man in einer Fremdsprache ja erst mal erlernen muss)? Möglicherweise war die Behandlung zu kurz und Körper und Seele reagieren immer noch so, als ob sie Dauerstress ausgesetzt wären.

    In der therapeutischen Behandlung eines Burnouts spielt oft mit rein, die eigenen inneren Bewertungsmaßstäbe anzuschauen und darauf zu überprüfen, ob sie hilfreich und konstruktiv sind. Du schreibst beispielsweise von den negativen Reaktionen deiner Kollegen - sie scheinen dir also nicht egal zu sein. Es ist aber die Frage, ob es dir hilft, es allen recht machen zu wollen, oder ob es dich nicht noch mehr abbringt davon, dein Leben nach deinen Vorstellungen zu leben - so etwas meine ich zum Beispiel mit Bewertungsmaßstäben. Oder dein Perfektionismus, dein Vergleichen mit anderen: Ist das konstruktiv (im Sinne von "stachelt positiv zu Höchstleistungen an")? Oder erhöht es den Druck und die eigene innere Abwertung, wenn es mal nicht perfekt läuft und du im Vergleich mit anderen nicht in vorderster Front bist?
    Im Idealfall erkennt man destruktive Denkmuster und verändert sie so, dass sie passen - zu dir und deinem ganz individuellen Leben.

    Wenn du davon schreibst, die Pille abgesetzt zu haben und weinen zu müssen, wenn andere Frauen schwanger werden: Wie wichtig ist es für dich, selbst Mutter zu werden? Und wie sieht dein Partner dies, habt ihr Ideen, wie ihr Kinderbetreuung + Arbeit regeln werdet, wenn es so weit ist - und sind diese Ideen für dich stimmig?

    Weißt du grundsätzlich, was dir wichtig ist, was unbedingt in deinem Leben Platz haben sollte und wie weit du Kompromisse eingehen kannst, um dies zu erreichen (z.B. für die Partnerschaft in einem Land wohnen, in dem man abgeschnitten ist von der eigenen Familie und nicht so einfach Freunde findet)? Oder ist der Preis vielleicht an der ein oder anderen Stelle zu hoch?

    So etwas kann sich auch im Laufe der Zeit verändern. Viele Menschen erleben beispielsweise, dass ihnen die berufliche Karriere weniger wichtig ist als früher, wenn sie Eltern werden. Oder an anderer Stelle: dass nach einer Phase der Kindererziehung es wieder wichtiger wird, beruflich etwas auf die Beine zu stellen.

    Vielleicht rühren, neben möglichen körperlichen Ursachen, deine Gefühlsschwankungen daher, dass dein Leben, so wie es lange Zeit war, nun nicht mehr ganz zu dir passt.
    Halo,

    Danke für deine Antwort. Nein, ich bin momentan nicht mehr in Behandlung. Ich war während einem halben Jahre etwa bei mei einem Therapeuten (männlich). Wir haben hauptsächlich über meine Arbeit gesprochen. Es war wirklich ein netter, sehr kompetenter Mann, aber ich hätte z.B. nicht unbedingt mit ihm über meine Beziehung reden wollen :( da wäre mir eine Frau lieber gewesen. Aber es war sowieso schon nicht einfach, jemanden zu finden und einen Platz zu bekommen. Als ich den Eindruck hatte, dass es mir besser ging, bin ich dann nicht mehr zu ihm gegangen.
    Und die Dinge, die ihr sagt, leuchten mir auch wirklich ein :-( ich weiß, dass man sich nicht mit anderen vergleichen sollte usw, aber mir gelingt es trotzdem nicht, das immer so auch umzusetzen.

    Ich will auch irgendwann Kinder / ein Kind haben, aber ich habe auch ein bisschen Angst davor. Mein Partner wünscht sich auch ein Kind, am liebsten schon jetzt und vor ein paar Jahren auch schon. Ich wollte aber erst einmal beruflich Fuß fassen und als es mir so schlecht ging, hatte ich sowieso keinen Kopf dafür und wollte erst selbst wieder auf die Beine kommen. Und jetzt, wo ich sowieso keinen regelmäßigen Zyklus habe, weiß ich auch nicht so recht, woran ich überhaupt bei meinem Körper bin :(

    Seit heute nehme ich übrigens ein Johanniskrautpräparat ein. Vielleicht finde ich so ein wenig mein inneres Gleichgewicht wieder.

    Grüße

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