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  1. User Info Menu

    Das Leben ist doch kein Wunschkonzert !

    Hallo,
    ich muss mir mal etwas von der Seele schreiben und hätte gerne gewusst, ob andere das ähnlich sehen.
    Mir scheint es so als hätten viele Menschen eine sehr hohe Erwartungshaltung an ihr Leben. Wenn dann etwas nicht so läuft wie geplant, wenn der Partner sich trennt, die Kinder die Schule nicht schaffen, eine Krankheit einen aus der Bahn wirft o.ä., dann wird gejammert, was das Zeug hält und immer mit dem Tenor "Warum ich, warum hat mich das Schicksal dermaßen am Wickel".
    Wir haben doch keinen Anspruch auf das ewige Glück !
    Dazu wird die Schuld nie bei einem selber gesucht sondern immer bei anderen bzw. bei dem ach so bösen und vor allem höchst ungerechten Schicksal, welches allen anderen ein schöneres Leben gönnt.
    Ich habe auch schon so manche Schicksalsschläge wegstecken müssen, aber das Leben geht doch weiter und man kann doch aus allem das Beste machen ! Natürlich gibt es schlimme Schicksale, aber meistens sind es doch die "normalen" Dinge wie Schulprobleme der Kinder, Probleme im eigenen Job oder in der Partnerschaft, die viele Menschen nicht in der Lage sind zu bewältigen.
    Es wird immer nur nach den anderen geschielt, die es vermeintlich besser haben und es herrscht so wenig Dankbarkeit für das vor, was man hat. Unser Leben ist doch so kurz, warum machen sich manche Menschen die paar Jahre nur so schwer ?

  2. Inaktiver User

    AW: Das Leben ist doch kein Wunschkonzert !

    Wer sagt denn, dass sich Menschen das Leben schwer machen wenn sie jammern? Das ist doch durchaus ein Weg um Stress abzubauen.

  3. User Info Menu

    AW: Das Leben ist doch kein Wunschkonzert !

    Ich meine aber nicht dieses "normale" Schimpfen und Klagen über das eigene Schicksal. Das ist ja normal und auch richtig. Aber es gibt in meinen Augen zu viele Menschen, die sich quasi in ihrem Unglück "suhlen" und nicht in der Lage sind sich mal selbstkritisch zu hinterfragen und ihrem Leben irgendwann wieder einen Schubs zu geben.
    Beispiel: Jemand ist in seinem Job unglücklich. Statt zu überlegen, warum es ihm nicht gefällt, schielt er neidisch auf die, die einen besseren Job haben, mehr verdienen, mehr Anerkennung etc. und ergibt sich seinem "grausamen Schicksal".
    Das kann man auf alle anderen Situationen ummünzen.
    Natürlich gibt es heimtückische Erkrankungen, den Tod eines Kindes oder andere wirklich heftige Schicksalsschläge. Aber auch da gibt es Menschen, die in der Lage sind, irgendwann darüber hinweg zu kommen und ihr Leben dennoch lebenswert zu gestalten. Die meisten sind aber selbst bei wesentlich geringeren Problemen dazu nicht in der Lage. Und was mich vor allem irritiert ist, dass die wenigsten mal die Schuld bei sich selber suchen. Der Partner, der sich trennt, ist eben ein mieses Arschloch; der Chef ein tyrannisches Schwein; die Lehrer der Kinder völlig unfähig das Genie des eigenen Kindes zu erkennen.
    Und selbst wenn: Dann sollte man doch froh sein, das miese Arschloch los zu sein; den Job kann man kündigen; die Schule wechseln.
    Liege ich denn wirklich falsch wenn ich der Meinung bin, jeder ist bis zu einem gewissen Grade seines eigenen Glückes Schmied ? Und gehört Selbstkritik nicht auch zur Persönlichkeitsbildung ?

  4. Inaktiver User

    AW: Das Leben ist doch kein Wunschkonzert !

    Zitat Zitat von Caramac Beitrag anzeigen
    Liege ich denn wirklich falsch wenn ich der Meinung bin, jeder ist bis zu einem gewissen Grade seines eigenen Glückes Schmied ? Und gehört Selbstkritik nicht auch zur Persönlichkeitsbildung ?
    Damit liegst du nicht falsch. Aber jeder darf auch sein Leben so händeln wie er es möchte. Selbstkritik fehlt auch vielen, die erfolgreich im Leben sind. Persönlichkeitsbildung muß ja auch nicht immer in eine positive Richtung gehen. Wenn diese negativ verläuft kann sich die Person durchaus zu einem "Jammertypen" entwickeln.

    Ich denke du machst es dir zu einfach mit deinen Aussagen.

  5. User Info Menu

    AW: Das Leben ist doch kein Wunschkonzert !

    Im Grunde machst du doch gerade das Selbe wie diese Menschen. Du jammerst über sie.

    Du könntest auch weghören. Sie ignorieren und dich einfach fragen warum dich ihr Jammern so triggert, aber wir Menschen sind halt bisweilen so. Da gibt es Zeiten, in denen wir die Früchte in Nachbars Garten grundsätzlich süsser finden, als im eigenen. Da möchten wir einfach jammern und uns in Selbstmitleid suhlen. Schafft ja auch Nähe, wenn man bedauert wird.

    Ich kenne von mir beides. Ich bin Stehaufmännchen und Jammerlappen. Je nach Tagesform, Sonnenstand und Stimmung.

    Was genau stört dich? Jammerst du nie? Hören Leute die jammern nicht auf dich?

  6. User Info Menu

    AW: Das Leben ist doch kein Wunschkonzert !

    Warum mich das stört ? Weil ich von allen als alien angesehen werde wenn ich sage, dass es mir gut geht :)
    Und weil ich diese Leute manchmal schütteln möchte und ihnen sagen, dass sie ihr Leben doch einfach mal selber in die Hand nehmen und zum Besseren wenden sollen. Es geht doch gar nicht darum, dass man mal einen miesen Tag hat und dass es Phasen im Leben gibt, in denen sich die Welt gegen einen verschworen hat. Aber man kann doch Krisen im Leben auch nutzen, um sich weiter zu entwickeln, neue Wege einzuschlagen. Wir haben doch kein "Recht" darauf, dass unser Leben so verläuft wie wir es gerne hätten.

  7. User Info Menu

    AW: Das Leben ist doch kein Wunschkonzert !

    Also, mir geht es auch gut. Wie ein Alien fühl ich mich aber nicht.

    Ich kenne aber auch viele Menschen denen es ebenfalls gut geht. Vielleicht nerven mich die Jammernden deshalb weniger. Keine Ahnung.

    Außerdem ist das Leben nicht gerecht. Du kannst ein Stehaufmännchen sein und trotzdem immer Pech haben und ein Jammerlappen mit viel Glück.

    Sind die Leute um dich herum denn neidisch auf dich oder was stört dich genau?

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    AW: Das Leben ist doch kein Wunschkonzert !

    Zitat Zitat von Caramac Beitrag anzeigen

    Aber man kann doch Krisen im Leben auch nutzen, um sich weiter zu entwickeln, neue Wege einzuschlagen.
    Wir haben doch kein "Recht" darauf, dass unser Leben so verläuft wie wir es gerne hätten.
    WANN bist du darauf gekommen, dass "man" kann?
    WER sagt, dass "wir" kein Recht darauf haben?

    Manch einer kann es eben nicht, und ein anderer braucht eben länger dazu als viele andere!
    Bei dem einen macht es "klick" ...beim anderen scheppert nur das Geschirr ein bisschen.

    Die allermeisten bleiben bei dem, was sie kennen ...weil ...das ist wenigstens sicher.

    Freu dich, dass DU den Drive bekommen hast, etwas in dieser Richtung für dich zu erkennen.

    Ich selbst stand auch viele Jahre vor dem Wald und sah die Bäume nicht, die andere für mich sahen.
    Hat es mir was genützt?
    Nein!

    Ich musste es selbst erkennen und bereit dafür sein, die Krisen als Chance für etwas neues zu sehen.

    Sei geduldig und vor allem mit die selbst ...es wird schon was werden ...und wenn nicht, dann im nächsten Leben oder so ...

    Das Leben ist nicht fair und schon gar nicht gerecht!
    Und manchmal auch doch!

  9. User Info Menu

    AW: Das Leben ist doch kein Wunschkonzert !

    ich glaube, ich versteh ein bisschen, was du meinst, bzw wen : ich nenne sie die negaholiker und halt mich fern!
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  10. Inaktiver User

    AW: Das Leben ist doch kein Wunschkonzert !

    Hallo,

    ich finde auch, daß Du da ein bißchen zu kurz schaust,
    eben nur oberflächlich, was sich Dir sofort erschließt.

    Die eigentlich interessantere Frage ist doch vielmehr,
    woher können manche Menschen trotz schlimmster Schicksalsschläge Kraftressourcen nehmen, um damit weiterzuleben und wieder ein "lebenswertes" Leben aufzubauen.

    Was befähigt sie dazu?

    Diese Thematik geht es meiner Ansicht nach weit tiefer- und das natürlich sehr individuell.

    Überspitzt (und gleichzeitig doch real), warum schaffen es bestimmte Menschen, z.B. selbst nach dem Unfalltod ihrer gesamten Familie nochmal Kraft zu schöpfen und ein - auch objektiv- sehr lebenswertes Leben neu zu gestalten (mir fallen da spontan dieses Tsunami-Neu-Eltern-Paar ein Schicksals-Story: Nach dem Leid kam die Liebe | BUNTE.de
    oder Frau Pachl-Eberhart, die auch Mann und beide Kinder verlor) und warum "scheitern" andere schon emotional an einer schmerzhaften Trennung, zumindest für viele Jahre?!


    Ich glaube ehrlich gesagt nicht, daß irgendwer sich gerne im Selbstmitleid suhlt-
    ich denke, da greifen ganz andere, sehr früh angelegte oder eben nicht angelegte persönliche Programme.

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