Hallo liebe Community,
mir geht es seit über einem Jahr ziemlich besch....
Die Hintergründe sind eine von mir gewollte Trennung, die ich aber nicht so richtig durchziehe, weil er mich nicht los lässt und ich ihn auch nicht lasse. Mein schlechtes Gewissen ihm gegenüber und dem Kind bringen mich schier um den Verstand.
Lieber verzichte ich auf mein Glück der Freiheit, die ich mir so viele Jahre erträumt habe, als den beiden weh zu tun. Ich kann nicht nein sagen und fühle mich immer noch genauso gebunden wie vor der Trennung. Nur ist es jetzt noch schlimmer.
Das ist in groben Zügen die Geschichte. Mein Problem ist nicht, dass ich nicht genau weiß, was ich zu tun habe (klare Grenzen setzen, mir selbst wichtig sein und auch Tacheles reden, dass ich mich nicht rechtfertigen möchte und muss, wenn ich was ohne ihn unternehme).
Mein Problem ist, dass ich ganz genau weiß, wie alles zu sein hat und was ich jeder von Euch raten würde in meiner Situation. Aber ich tue es nicht. Ich habe schreckliche Angst davor "böse" zu sein, und dass er dann nicht mehr da ist und mein Kind auch noch sauer auf mich ist. Ich kann das emotional nicht aushalten und leide und leide....
Ich habe schon angefangen, mir selbst laut Mut zuzusprechen, bzw. meine Situation zu analysieren, als würde ich mit jemand anderem darüber reden, den es betrifft.
Kennt eine von Euch solche Situationen? Rational ist alles glasklar aber emotional ist man total blockiert?
Liebe Grüße
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Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 19
Thema: Ich erlaube mir kein Glück
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11.02.2014, 14:19
Ich erlaube mir kein Glück
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11.02.2014, 14:23
AW: Ich erlaube mir kein Glück
Kann ich sehr gut verstehen. Man will niemanden weh tun und leidet dadurch selbst. Wie wäre es mit einem Gespräch beim Therapeuten ? Die können einem meist die Augen öffnen und Dinge klarer darstellen.
Gruss
Meagan
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11.02.2014, 14:30
AW: Ich erlaube mir kein Glück
Ja Meagan...darum kreisen meine Gedanken schon länger. Habe auch schon bei zweien angerufen aber natürlich nur ein AB dran und die Bitte um Rückruf wurde ignoriert. Habe nie was gehört.
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11.02.2014, 14:38
AW: Ich erlaube mir kein Glück
Kann es denn sein, dass Du zwar vom Kopf her überzeugt warst, dass eine Trennung das Richtige ist, aber dass Dein Gefühl dauernd schreit: Bleibe da. ?
Was ist, wenn Du das Ganze anders betrachtest und Dich nicht zwingst, eine Trennung durchzuziehen, sondern Dir und Deinem Mann eine neue Chance gibst? Was hältst Du davon, wenn Ihr beide in eine Paartherapie geht und dort auslotet, was für eine Chance Eure Liebe noch hat und was Ihr falsch gemacht habt und was Ihr besser machen könntet.
Dann, danach kannst Du Dir sicher sein, die richtige Entscheidung zu treffen.Geändert von Lukulla (11.02.2014 um 19:10 Uhr)
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
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It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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11.02.2014, 14:46Inaktiver User
AW: Ich erlaube mir kein Glück
So ganz habe ich die Situation nicht verstanden.
Bedeutet es, dass du mit dem Kind zusammen lebst und er ausgezogen ist?
Ich kann gut verstehen, dass du ihn als "Vater" erhalten willst - doch die Verantwortung hierfür trägt ganz alleine er selbst.
Wenn er abspringt, nur weil du dich abwendest, wird er sich früher oder später sowieso distanzieren.
Wenn er "Vater" sein WILL - wird ers durchziehen, egal ob du gefügig bist oder nicht.
Schau, dass du dir das klar machst, befreie dich von Schuldgefühlen, schließlich hattest du deine Gründe, weshalb du dich getrennt hast und so wird es gut für dich sein. Auch für euer Kind. Eine schlechte Beziehung ist das schlechteste Umfeld für ein Kind.
Und dann klär endlich die Fronten.
Karla
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11.02.2014, 15:01
AW: Ich erlaube mir kein Glück
Eine Partnerberatung hatten wir angefangen, der Therapeut hat uns beiden aber nicht zugesagt und letztendlich hatte ich da schon längst beschlossen, mich zu trennen und wollte eben diese Chance nur nicht ungenutzt lassen.
Und ja, er ist ausgezogen (auf meinen Wunsch hin) und ich lebe mit dem Kind alleine. Er ist auf jeden Fall nach wie vor Vater ohne Wenn und Aber und unser "Familienleben" findet irgendwie immer noch statt.
Das fand ich erst mal auch gut so aber mittlerweile fühle ich mich schon wieder eingeengt und ich müsste wieder ein Trennungsgespräch haben. Nur zum jetzigen Zeitpunkt fehlt mir die Kraft. Wie ich ja eingangs beschrieben habe: Rational ist alles klar, nur emotional nicht.
Deshalb ist der Satz von Dir Karla "Und dann klär endlich die Fronten" überflüssig, weil ich genau das nicht kann.
Wie gesagt, ich bin einfach nicht in der Lage dazu. Warum kann ich nicht sagen. Gefühle haben eben immer ihren eigenen "Kopf". Nur diese sind negativ behaftet und tun mir nicht gut...
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11.02.2014, 15:05
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11.02.2014, 15:12Inaktiver User
AW: Ich erlaube mir kein Glück
Vor was hast du Angst like, was könnte denn schlimmstenfalls passieren?Wie gesagt, ich bin einfach nicht in der Lage dazu. Warum kann ich nicht sagen. Gefühle haben eben immer ihren eigenen "Kopf". Nur diese sind negativ behaftet und tun mir nicht gut...
Ist ein Gespräch unbedingt notwendig?
Genügt es nicht ihm mitzuteilen, dass er die Unternehmungen mit dem Kind bitte in Zukunft alleine managt und dass du geregelte Zeiten mit ihm besprechen magst, wann er das Kind abholt und das Kind bei ihm ist.
Und du ziehst dich zurück und wenn er nachfragt sagst du, dass du dich ausklingst aus gemeinsamen Unternehmungen, weil ihr nun getrennt seid...
Karla
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11.02.2014, 15:22Inaktiver User
AW: Ich erlaube mir kein Glück
Schlechtes Gewissen gegenüber dem Kind ... verständlich. Aber lass dir von jemandem, der selber Trennungs-/Scheidungskind sagen: Kinder brauchen Klarheit. Entweder ganz zusammen oder ganz getrennt. Hingegen dieses Eigentlich-getrennt-aber-doch-nicht-so-richtig ist für ein Kind schwieriger zu bewältigen als die klare Trennung. Denn bei der Unklarheit weiss das Kind nie, was Sache ist, woran es ist.
Also: gerade dem Kind zuliebe klare Verhältnisse schaffen. Entweder ganz zusammen. Oder ganz getrennt. Aber (und dieses Aber ist wichtig!) wenn getrennt, dann in Erziehungsfragen konsequent im Gespräch und auf einer Linie. Und nie, niemals vor dem Kind schlecht über den anderen Elternteil reden.
Ein Kind, egal wie klein, bekommt mit, ob die Mutter glücklich ist oder nicht. Und wenn die Mutter unglücklich ist, dann wird das Kind die Ursache für das Unglücklichsein der Mutter sehr oft bei sich selbst suchen.
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11.02.2014, 15:25
AW: Ich erlaube mir kein Glück
Nichts kann passieren. Ich leide finanziell keine Not, mir fällt kein Stein auf den Kopf.
Nur ich brauche zum Glücklichsein die "Erlaubnis". Nehme ich es mir auf Kosten anderer fühle ich mich schuldig aber keinesfalls glücklich. Er nimmt mir diese Entscheidung natürlich nicht ab, indem er sagt: Hey! Mach was immer Du möchtest ich bin nicht traurig....Ich glaube, das ist es, was ich nicht aushalten kann und lieber in der Opferrolle verharre.


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