Es gibt mehr Familien, als Du dir vielleicht vorstellen kannst, die auf verschiedenen Kontinenten ihr Dasein fristen muessen. Die Asien-Europa Konstellation ist derzeit der grosse "Renner", gefolgt von Europa-USA. Schau Dich mal auf internationalen Flughaefen um, vieviele Papis/Ehemaenner mit den Daheimgebliebenen skypen.
Wenn Du in einer internationalen Firma taetig bist, in einem Bereich der Forschung zum Beispiel, sind die Chancen durchaus vorhanden, dass du versetzt werden kannst, ja auch nach China, und egal, ob die Frau schwanger ist, und Du drei kleine Kinder daheim hast. Die andere Moeglichkeit ist, die Firma wird verkauft, mit anschliessender Umstrukturierung. Das bringt viele Leute auch ins Ausland, und nicht immer wird fuer die gesamte Familie gesorgt. So kommen Trennungen zustande, die entweder befristet, order langjaehrig bis unbegrenzt sind. Wobei beim letzteren sich die Familie doch ueberlegen sollte, wie's denn weitergehen soll. Ob das die bessere Alternative zur Arbeitslosigkeit ist, muss jeder fuer sich selbst entscheiden.
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Thema: Einsamkeit
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19.08.2012, 01:49
AW: Einsamkeit
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08.02.2013, 13:48
AW: Einsamkeit
Wow, Lindenmausi ...
das ist eine heftige Situation. Hast Du schon einen Weg gefunden?
Ich dachte die ganze Zeit beim Lesen, wenn Du nun zurück gehen würdest nach Deutschland, hättest Du denn dort ein soziales Netz? Familie? Dein jetziger Mann wird ja wie es scheint nicht mehr Deine Anlaufstelle sein... unglaublich. Ich hoffe nicht, dass er Dich all die Jahre bestärkt hat darin, dass Du dort bleiben musst und es keine realistische Möglichkeit der Rückführung gäbe...
Zwei Fragen stellen sich mir:
1.) Könntest Du innerhalb Amerika vielleicht umziehen? Irgendwohin wo Du vielleicht doch noch Leute kennst, wo die Gegend schöner ist, wo Du die Arbeitsstelle wechseln könntest, die Mentalität anders ist ... ?
2.) Ist der Gedanken an die Rückkehr nach Deutschland so stark, weil Du auch so stark an Eure Familie, Deinen Mann geglaubt hast?
Mir scheint, Du bist eigentlich gar nicht richtig dort angekommen? Amerika hat doch sehr viele Einwanderer und ist ein ziemlich gemischtes Völkchen, und Deutsche gibt es auch zahlreich... Bist Du evtl. einfach in der "falschen" Ecke gelandet?
Vielleicht siehst Du ja mittlerweile auch schon alles unter anderen Vorzeichen. Ich glaube eine Therapie als Anlaufstelle wäre bestimmt nicht schlecht, insbesondere weil Dein Bedürfnis nach persönlichen Gesprächen verständlicherweise immens geworden ist (wie hast Du das solangen ausgehalten?). Wenn Du gut verdienst, solltest Du Dir das echt mal leisten, finde ich.
Lieben Gruß,
Sue
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14.02.2013, 22:52
AW: Einsamkeit
Hallo,
ich habe auch viele, viele Jahre im Ausland gelebt und war dort sehr unglücklich und einsam, trotz Arbeit. Die Lösung für mich war ganz einfach: Erst habe ich - wie du - über eine Community mit anderen Gedanken ausgetauscht, und vor einigen Jahren bin ich dann endlich nach Deutschland zurückgekehrt.
Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit (knapp ein halbes Jahr) war der Schalter umgelegt, und ich hatte das Gefühl, wieder dazu zu gehören, liebenswert zu sein, humorvoll, schlagfertig. Glücklicher als im Ausland.
Man kann eine Fremdsprache toll sprechen, man kann sich prima zurechtfinden in einem anderen Land, aber echte, tiefe Freundschaften habe ich selbst in meinem Leben nur mit Deutschen geschlossen, obwohl ich in verschiedenen Ländern gelebt habe.
Geh zurück und werde glücklich. Du verschwendest deine Lebenszeit und Lebensenergie.
Gerade vorgestern habe ich hier wieder eine Frau kennengelernt, und gestern schon hat sie mich ganz toll bekocht und haben wir stundenlang gequatscht. Im Ausland hätte ich Jahre auf so eine Begegnung (vergeblich) warten können. Bin glücklich(er) hier.
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14.02.2013, 22:56
AW: Einsamkeit
Sehe gerade, dass dieser Thread sehr alt ist und Lindenmausi vielleicht gar nicht mehr mitliest.
Also viele Grüße an die Expats unter euch!
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06.04.2013, 17:09
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06.04.2013, 18:56
AW: Einsamkeit
Hallo Lindenmausi,
ich schicke dir erstmal eine Umärmelung
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Vieles von dem du schreibst kann ich nachvollziehen, ich lebe auch schon lange im Ausland, hatte aber das Glück bei meinen (internationalen) Kollegen auf weltoffene Menschen zu treffen. Wir haben uns gegenseitig eingeladen, sind zusammen ausgegangen und sogar in Urlaub gefahren.
Hast du denn z.B. deine Kollegen schon einmal zu dir nach Hause eingeladen? Du könntest sie z.B. bekochen mit etwas "Deutschem" und ihnen dabei vielleicht unser Land und unsere Kultur näherbringen, nicht belehrend, sondern auf unterhaltsame Weise. So kann man auch Vorurteile ausräumen.
Eine andere Möglichkeit, deine Isoliertheit zu überwinden, sind deutsche Clubs, die es doch überall auf der Welt gibt, auch in den Staaten. So könntest du in deiner Muttersprache Bekanntschaften schliessen.
Da ein Umzug scheinbar schlecht möglich ist, wären dies vielleicht Alternativen für dich. Übrigens habe ich mit Amerikanern eigentlich immer gute Erfahrungen gemacht, und die wünsche ich dir auch!
LG SweethAErt



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