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  1. User Info Menu

    Mitte dringend gesucht!

    hallo! erst mal hoffe ich, ich bin im richtigen themenbereich hier. es gibt ja so unglaublich viele...

    mein problem:
    ich suche meine mitte.
    ich würde mich als eher unausgeglichen, unzufrieden, ängstlich beschreiben. ich fühle mich irgendwie nicht so richtig wohl in meiner haut und weiß nicht, warum. ich bin schon seit jahren irgendwie auf der suche nach irgendwas, und weiß nicht, was. ich komme nicht sonderlich gut mit anderen menschen klar. wahrscheinlich liegt das daran, daß ich mit mir selbst nicht richtig klarkomme. aber warum? und wie kann ich das ändern?

    an meinen lebensumständen kann es eigentlich nicht liegen. ich habe einen mann, ein kind, ein haus, eine arbeit. und als ich das alles vor einiger zeit noch nicht hatte, war ich genauso zufrieden oder eben unzufrieden.

    meine frage:
    habt ihr erfahrungen gemacht? gibt es irgendwelche techniken, die helfen? yoga, thai-chi, qi-gong - keine ahnung. bücher, die ihr gelesen habt und die euch erleuchtet haben? irgendeine religion? oder kann nur eine "echte" psychotherapie helfen?

    ich hoffe auf zahl- und hilfreiche tipps!
    (und falls ich hier doch im falschen themenbereich bin, bitte sagen, wohin es besser passen würde!)

  2. Inaktiver User

    AW: Mitte dringend gesucht!

    Ohne positive emotionale Beteiligung ist das Leben mühsam.

    Was ist mit Hobbies?
    Für was kannst Du Dich begeistern?
    Wofür schlägt Dein Herz?
    An was hast Du Freude?
    Spaß?
    Was machst Du richtig gerne?
    Mit Leidenschaft?

    - Das gilt es zu entdecken / zu entwickeln.
    Mit einer "Methode" alleine klappt das nicht.
    Falls Du keinen Spaß an körperlicher Bewegung hast, kommst Du mit "ich muss joggen / Yoga machen" nicht weit.
    Davor steht die Überzeugung, dass es mir bzw. Dir gut tun wird und die Bereitschaft etwas auszuprobieren um die passende Bewegungsform zu finden. Das hat auch mit Selbstbeobachtung zu tun.


    Buchtipp:
    Peter Schellenbaum: Abschied von der Selbstzerstörung.

    - Bisschen kopflastig, theoretisch - aber mit guten, tiefgehenden Ansätzen. Eventuell augenöffnend.
    Geändert von Inaktiver User (19.10.2010 um 14:26 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: Mitte dringend gesucht!

    Lies mal "Anleitung zum Unglücklichsein" von Paul Watzlawik. Ist kein Wälzer, nur ein kleines Büchlein - aber sehr erhellend!
    Tra il dire e il fare c’è di mezzo il mare.

  4. User Info Menu

    AW: Mitte dringend gesucht!

    Ich kann dein Problem gut nachvollziehen.

    Eigentlich hat man alles, was man braucht, selbst wenn nicht alles perfekt ist, aber trotzdem gibt es eine innere Leere.

    Ich empfinde das immer mal wieder genauso, obwohl mein Leben in ganz normalen Bahnen verläuft, von einigen Schönheitsfehlern wie verpatzten Erwartungen, Freundschaften abgesehen.

    Vielleicht ist es Alltagstrott, das Gefühl, es kommt nichts mehr Neues?

    Ich finde, du triffst es sehr gut: Mitte finden! Wie geht das?

    Fernöstlich "hilft" da nur das Leben im Hier und Jetzt.

    Jetzt und Hier jeden Moment ausfüllen, sich wieder an Kleinigkeiten freuen, quälende Gedanken ziehen lassen. Diese Freude an Kleinigkeiten geht oft verloren, wenn man eigentlich so vieles hat....und das vielleicht nicht mehr so zu schätzen weiss. Mir geht es so und ich habe damit sogar irgendwie ein schlechtes Gewissen, es ist schwer, so etwas konkret zu greifen.


  5. Inaktiver User

    AW: Mitte dringend gesucht!

    Hallo,

    Du suchst DEINE Mitte......und Du findest sie-- IN Dir!!

    Du beschreibst sozusagen den Klassiker...man hat alles und fühlt sich trotzdem nicht glücklich.
    Warum??
    Weil man das Gefühl von Ruhe, Zufriedenheit und Ausgeglichenheit nunmal nicht von den Dingen aussen rum abhängig machen kann.
    Sonst wären doch die Reichsten....die sich alles kaufen können am glücklichsten

    Meine Meinung- mach eine Therapie!
    Ich weiss- das klingt gleich immer so schön "gestört", aber ist ja nur Blödsinn, wenn man so denkt.

    Warum nicht zu jemandem gehen, der hinter die Dinge sehen kann und einem dabei helfen, sich selber zu erkennen??
    Es geht nicht um einen "Schaden" den man hat sondern nur darum, daß man lernt sich anzusehen und zu verstehen.

    Man kann sich ablenken.....mit Hobbies etc...im Aussen findet sich sooviel davon....Arbeit gehört genauso dazu.
    Aber...um zu sich zu finden- muss man zu sich kommen- zu sich finden und fühlen....

    Sehr oft- kommt so eine Wahrnehmnung, wenn mal alle grossen Ziele erfüllt sind.....man zur Ruhe kommt.
    Wenn der Job gemacht- das Haus gebaut- das Kind geboren- der Garten blühend.......-- dann fehlt einem das Gefühl....wo gehört man denn überhaupt hin??
    Dahin wo man steht??......und wieso fühlt man sich dann nicht so zufrieden??

    Klar- man kann auch viele Bücher lesen und wird ganz sicher da auch viel Wissen erfahren- denke auch, das es helfen kann.....- aber ein Weg, bei dem es NUR um Dich geht und Du dann auch mal 1 h Zeit NUR mit DIR verbringst-- ein anderer sich auch ganz mit DIR befasst.....das hast Du so nur in einer Therapie.

    kenzia

  6. User Info Menu

    AW: Mitte dringend gesucht!

    Hallo liebe Mitte Sucherin,
    leider habe ich gerade so eine doofe Kinderschokoladen Werbung vor Deinem Namen...
    Wenn Du gerne Sport machst, dann kann ich Dir nur Yoga empfehlen - ich mache wunderbare Erfahrungen (inkl. Muskelkater) und fühle mich nach der Stunde immer sehr frei im Kopf.
    Eine Therapie finde ich ebenfalls sehr hilfreich, eine neutrale Person mit der Du über alles reden kannst und die Dir ein qualifiziertes Feedback und Gedankenanstöße geben kann?
    Viel Erfolg und nimm Dir Zeit für Dich

  7. User Info Menu

    AW: Mitte dringend gesucht!

    Hallo Lanora,

    deine Schilderungen kommen mir zum Teil bekannt vor. Bei mir war es früher so, dass ich mich emotional sehr von anderen Menschen abhängig gemacht habe und erst lernen musste, dass nicht andere für mich und mein Glück verantwortlich sind sondern allein ich selbst. Erst als ich mich aus dieser ungesunden Abhängigkeit gelöst hatte, konnte ich meine eigene Mitte finden. Ich bin seitdem entspannter, ausgeglichener und deutlich wärmer im Umgang mit anderen und mir selbst. Es hat sich sehr viel verändert und die Lebensqualität ist unheimlich gestiegen!

    Ich habe keine wirkliche Therapie gemacht sondern ein kostenloses Gesprächsangebot einer sozialen Einrichtung wahrgenommen. Die dort verwendete Methode stammt von Carl Rogers. Mir hat das sehr geholfen, da man sein eigenes Verhalten, Denken und Fühlen selbst mit Hilfe des Gesprächspartners aktiv reflektiert anstatt von jemand anderem analysiert zu werden. Ich weiß allerdings nicht, wann welche Methode die Beste ist. Wenn eine "echte" Therapie in Frage kommt, kann man sich glaube ich von der Krankenkasse beraten lassen.

    Es fällt mir schwer, dir konkrete Tipps zu geben, solche Themen sind einfach sehr komplex. Wenn es in deiner Nähe ein städtisches / soziales / kirchliches Beratungsangebot gibt, lass dir einen Termin geben und finde heraus, wie du dein Thema angehen kannst. Wie die anderen vor mir auch, finde ich, dass man sich für eine Therapie nicht schämen muss sondern solche Angebote nutzen sollte. Man kann sogar stolz auf sich sein dass man aktiv etwas ändern will und den Mut hat, sich mit seinen Problemen auseinanderzusetzen! Ansonsten hilft es vielleicht auch, wenn du dir bewusst Zeit nur für dich nimmst und dir etwas Gutes tust. Was das sein kann, weißt du am Besten.

    Den allerwichtigsten Schritt hast du schon getan: Du hast dich entschlossen, etwas zu ändern. Bleib dran, es lohnt sich! Und hab Geduld mit dir selbst!

    Liebe Grüße
    "Geduld ist das Vertrauen, dass alles kommt, wenn die Zeit dafür reif ist"

  8. User Info Menu

    AW: Mitte dringend gesucht!

    so viele antworten schon - danke dafür!
    buchtipps sind notiert (obwohl ich schon weiß, daß ich solche bücher immer gerne lese - und hinterher enttäuscht bin, daß ich immer noch dieselbe bin ).

    eigentlich wollte ich mir nur noch mal schnell einloggen, weil ich glaube, mir ist eine noch treffendere formulierung für meine frage eingefallen:
    wie kann ich herausfinden, was mich so unzufrieden macht?

    mein problem ist glaube ich weniger ein gefühl der leere. die habe ich gar nicht so sehr, ich bin sogar ziemlich beschäftigt und ausgefüllt v.a. mit dem aufziehen meiner kleinen tochter. das ist schön und macht mir spaß, aber es macht mich nicht ausgeglichener.

    tatsächlich ist es schlicht und ergreifend unzufriedenheit. ich habe sehr oft schlechte laune. ich nörgele (zumindest im stillen) über mich und über eigentlich alle anderen. ich bin sehr intolerant und sehr streng. warum können mir die anderen menschen nicht etwas egaler sein?

    allein, das wissen hilft mir überaupt nicht dabei, mich zu ändern. aber auch, weil ich nicht weiß, wie. wo ansetzen? der gute wille ist ja grundsätzlich vorhanden. d.h. ich bin nicht so selbstherrlich zu glauben, ich sei ok so wie ich bin.

    und zu ledas fragen ganz am anfang:
    es gibt schon dinge, die ich (relativ) gerne mache. ich laufe z.b. (bzw. bin gelaufen, bis ich schwanger wurde; danach war bisher nur noch sporadisch zeit dafür, was für ein strukturiertes training nicht ausreichend ist) ich bin marathon und halbmarathons gelaufen. ein hobby/interessen gibt es also schon. allerdings auch nicht so leidenschaftlich, daß sich dadurch mein leben verbessern oder sinnvoller werden würde.

    einer therapie gegenüber bin ich grundsätzlich aufgeschlossen, ich finde das nicht verwerflich. allerdings habe ich das lange schleifen lassen und stehe jetzt erst mal bei mehreren therapeuten auf der warteliste. und dachte, vielleicht kann ich schon eine gewisse vorarbeit leisten. zumal man von einem therapeuten ja wahrscheinlich auch keine wunder erwarten darf. der wird mich auch nicht - schnips - komplett verändern können.

    und ein bißchen drängt die zeit auch. ich möchte nicht, daß mein kind mit so einer schlimmen mutter aufwachsen muß.

    cerevisia, das klingt gut! wie heißt das denn, gibt es da einen ausdruck für, den ich in den gelben seiten finden würde?

    gibt es aber gar keine möglichkeit, sich selbst zu helfen?

  9. User Info Menu

    AW: Mitte dringend gesucht!

    letztendlich wirst du diejenige sein, die sich hilft.

    jeder therapeut, den du haben wirst, wird nur die heilungskräfte in dir selbst aktivieren können...



    mir haben bücher immer geholfen. z. bsp. the power of now von eckart tolle

    oder alle bücher von esther und jerry hicks.


    mir scheint, meist sind die menschen am unglücklichsten , die sich selbst nicht lieben...

    wie siehst damit bei dir aus ??

    honey
    wer für dich lügt, lügt auch gegen dich......

  10. Inaktiver User

    AW: Mitte dringend gesucht!

    Zitat Zitat von Lanora Beitrag anzeigen
    gibt es aber gar keine möglichkeit, sich selbst zu helfen?
    Selbst mit Therapeut geht es immer darum, sich selbst zu helfen.
    Du wirst also um Dich selbst nicht herumkommen.

    Der Therapeut hilft Dir herauszufinden an was es liegt bzw. findet mit Dir Ansätze, wie Du etwas verändern kannst. Das Umsetzen liegt an Dir. Der Therapeut begleitet.

    tatsächlich ist es schlicht und ergreifend unzufriedenheit. ich habe sehr oft schlechte laune. ich nörgele (zumindest im stillen) über mich und über eigentlich alle anderen. ich bin sehr intolerant und sehr streng. warum können mir die anderen menschen nicht etwas egaler sein?
    Du könntest in Deinem Kopf ein bisschen anfangen aufzuräumen.
    D.h. Deine Gedanken beobachten und verändern - und übender Weise aufhören an Dir und Deiner Umwelt herumzunörgeln.
    Deine Intoleranz und Strenge gefallen Dir nicht - dann übe weicher und nachsichtiger zu sein.

    Fang bei Dir an:
    und ein bißchen drängt die zeit auch. ich möchte nicht, daß mein kind mit so einer schlimmen mutter aufwachsen muß.
    "schlimme mutter" würde ich sofort aus dem Gedankenwortschatz streichen. Du bist aus irgendeinem Grund gestresst und stresst Dich zusätzlich mit solchen Bewertungen. Das ist keine schlimme mutter, das ist eine getsresste Mutter, di um ihren Stress weiß und versucht, davon runterzukommen. Tu, was Du tun kannst, in kleinen Schritten - im positiven Sinne - dazu gehört: aufhören zu schimpfen.

    Immer wenn Du Dich dabei ertappst streng zu sein - setz ein "Stopp" dagegen und zähle nur die nächsten 10 Atemzüge.
    Und falls Du anfängst darüber zu schimpfen, wie oft Du schimpfst - lach drüber und zähl bis 10.
    Nach 3 Wochen bist Du weiter.


    Was macht Dich denn zufrieden?
    Was sind zufriedene Momente?
    - Such sie - auch wenn sie selten sind.

    Was auch helfen kann - und danach klingt es bei Dir:
    Regelmäßige Entspannungszeiten einbauen, ich vermute, Du bist innerlich ziemlich angespannt. Perfektionismus? Und falls mal was tatsächlich "perfekt" ist, befriedigt es Dich nicht?
    - Ansprüche runterschrauben.

    Achtung: Gelingt nicht perfekt von heute auf moregen.
    Ist normal.
    Und sehr ok.

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