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  1. Inaktiver User

    Strategien gegen willkürliche Ausgrenzungen durch arrogante/idiotische Menschen

    Weil das Thema in einem anderen Thread auftauchte, aber besser gesondert diskutiert werden sollte, möchte ich hier einen Austausch dazu anregen, wie ihr mit ausgrenzendem Verhalten umgeht.

    Manche Menschen "kommen einem blöd", man sucht den Fehler bei sich, grübelt, ist sich keiner Schuld bewusst. Es muss auch nicht daran liegen, dass man selbst sich falsch verhalten hat.

    Menschen werden ausgegrenzt, weil sie anders sind, z.B.

    - gebildeter
    - weniger gebildet
    - aus "besserem" Hause
    - aus weniger gutem Hause
    - attraktiver
    - unattraktiver

    als andere.

    Beliebte Ausgrenzungsmechanismen, die ich beobachtet habe, sind z.B.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    - Ignorieren

    - blasierter, gelangweilter Gesichtsausdruck und demonstratives Desinteresse

    - "Überhören" von Bemerkungen, wiederholtes Nichteingehen auf Kontaktaufnahmeversuche

    - "Übersehen" auf Feiern

    - bestenfalls kurz angebundene, auf das Allernötigste beschränkte Antworten ohne jede Freundlichkeit oder gar Warmherzigkeit

    - Schnöselhaftigkeit gegenüber Leuten, von denen man sich gesellschaftlich oder beruflich keinen Vorteil versprechen kann

    - gleichzeitig angeregte, liebenswürdige Unterhaltung mit Leuten aus ähnlichem "Stall"

    - betontes Einfließenlassen von Urlaubszielen, Freizeitbeschäftigungen, Vorlieben bei Speisen etc., die eindeutig auf "bessere Kreise" schließen lassen

    - gönnerhafte, herablassende Reaktion auf Bemerkungen einfacherer Leute (kann auch mimisch durch bloßes arrogantes Hochziehen einer Augenbraue erfolgen - nur kein unnötiges Wort an den "Mob" vergeuden!)

    - man "kennt" Bekannte einfacherer Herkunft nur, wenn man sie braucht oder gerade nichts Besseres vorhat;
    ansonsten geht man ihnen elegant aus dem Weg, sobald man "vielversprechendere" Leute erblickt

    - nachsichtige "Freundlichkeit" gegenüber weniger gebildeten oder auch nur aus einfacheren Verhältnissen stammenden Menschen (ungefähr so, wie manche mit Demenzkranken umgehen)

    - süffisante oder spitze Bemerkungen und Belehrungen, die die Exklusivität des eigenen Kreises betonen und die anderen spüren lassen sollen, dass sie nicht dazu gehören und man sie nicht für voll nimmt.

    - Widersprechen aus Prinzip, weil der andere einer unteren "Kaste" angehört, mit der man nichts gemeinsam haben will

    - Ungeduld zeigen, sobald ein Mensch aus einfacheren Kreisen auch nur drei Worte gesagt hat

    Frage:

    Wie geht man mit solchem und ähnlichem Verhalten souverän um, sodass das Selbstwertgefühl keinen Schaden nimmt? Wie verweist man arrogante und/oder neidische Unsympathen in ihre Schranken, ohne sich dabei aufzureiben?

    Auf Eure Beiträge bin ich gespannt.
    Geändert von Inaktiver User (03.09.2009 um 20:39 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Strategien wegen willkürliche Ausgrenzungen durch arrogante/idiotische Menschen

    ich werde sie nicht von ihren ansichten kurieren.

    und dann ist mir meine zeit, meine spucke, meine nervenende zu schade.


    ignorieren- solche menschen schlicht und ergreifend ignorieren.

    was willst du sonst tun?

    missionieren?

  3. Inaktiver User

    AW: Strategien wegen willkürliche Ausgrenzungen durch arrogante/idiotische Menschen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ignorieren- solche menschen schlicht und ergreifend ignorieren.
    Im Privatleben mag das in vielen Fällen ausreichen.

    Aber was ist, wenn man sie nicht komplett ignorieren kann, weil es sich z.B. um Berufskollegen oder Vorgesetzte handelt, mit denen man ja irgendwie auskommen muss?

  4. Inaktiver User

    AW: Strategien gegen willkürliche Ausgrenzungen durch arrogante/idiotische Menschen

    rein professionelle ebene.

    nur dienstlich. reicht doch.

  5. Inaktiver User

    AW: Strategien gegen willkürliche Ausgrenzungen durch arrogante/idiotische Menschen

    Ich finde, dass bereits die aufgezählten Beispiele ausgrenzen, denn sie beschreiben nur die angeblich "Schönen, Reichen, Höherstehenden". Ausgrenzen findet aber durch alle gesellschaftlichen Schichten in alle Richtungen statt.

    Ausgrenzen von Menschen ist m. E. etwas, das nur funktioniert, wenn der Ausgegrenzte gerne mit dazu gehören würde, Teil der Anderen sein will. Wenn ihm die Anderen egal sind, wird er sich nicht ausgegrenzt fühlen. D. h. mit der Botschaft der Ausgrenzung: "wir lassen Dich nicht bei uns mitspielen" wird bei dem Anderen ein Schmerzpunkt getroffen. Er/sie will etwas, das ihm andere vorenthalten. Und da wäre aus meiner Sicht die beste Gegenstrategie, sich selbst klar zu machen, warum man überhaupt bei den Anderen mitspielen will. Was läßt einen das Bedürfnis verspüren, als Außenstehender in einer ansonsten in dem Punkt homogenen Gruppe dabei zu sein: Geltungsbedürfnis, Neid, Sozialromantik - was auch immer.

    Ich bin sicher, dass fast jeder in seinem Leben die Situation hatte, dass er/sie gerne irgendwo dabei gewesen wäre, wo er/sie nicht erwünscht war. Das früh genug zu erkennen, zu akzeptieren, ohne das auf sich persönlich zu beziehen, ist die beste Strategie.

    Und manchmal ist es eben einfach Mist, weil man ja auch nicht jeden Tag gleich gut und selbstbewußt drauf ist. Dann tut es weh, man fühlt sich schlecht und verstossen und auch ein Stück weit verunsichert. Ich akzeptiere das für mich als eine normale Reaktion, die auch schnell wieder vorbeitgeht.

    Was ich aber nie machen würde, wäre sie vom Gegenteil zu überzeugen. Es hat schließlich nicht jeder die Fähigkeit, auf Anhieb zu erkennen, was er alles verpasst, wenn er mich ausgrenzt. Wie brighid schrieb: Ignorieren, aber nicht missionieren.

  6. Inaktiver User

    AW: Strategien gegen willkürliche Ausgrenzungen durch arrogante/idiotische Menschen

    rein professionelle ebene.

    nur dienstlich. reicht doch.
    Würde ich auch sagen.
    Allerdings - bei einer ehemaligen Kollegin, die mich nicht grüßte, nicht mit mir redete, obwohl wir nur zu dritt in einem Zimmer saßen und das Problem (wie mir zugetragen wurde) offensichtlich darin bestand, dass sie mich für eine Karrierevöglerin hielt -
    hätt' ich sie heute im Nachhinein gern mal darauf angesprochen:
    "Was hast Du eigentlich für ein Problem mit mir?"
    Wenn man jemanden sehr ärgern möchte, kann man ja auch mal in einem geschickten Moment fragen, ob er sich gerade langweilt, wenn man die Firmenprobleme ausdiskutiert.
    Ehrensenf

  7. Inaktiver User

    AW: Strategien gegen willkürliche Ausgrenzungen durch arrogante/idiotische Menschen

    die frage, ehrensenf, ehrt dich.

    aber glaubst du, du hättest eine ehrliche antwort bekommen?

  8. Inaktiver User

    AW: Strategien gegen willkürliche Ausgrenzungen durch arrogante/idiotische Menschen

    Nein, aber sie wäre rot geworden.

  9. Inaktiver User

    AW: Strategien gegen willkürliche Ausgrenzungen durch arrogante/idiotische Menschen

    sie hätte sich von dir deklassiert gefühlt und wäre erst recht stinkig auf dich gewesen.

    was hättest du davon gehabt?

    menschen, die sich ihrer eigenen erbärmlichkeit bewusst gemacht werden- können wie natter ganz übel beissen.

  10. Inaktiver User

    AW: Strategien gegen willkürliche Ausgrenzungen durch arrogante/idiotische Menschen

    Sie hätte mir nichts gekonnt. Schlimmer als vorher wär's nicht geworden. Überleg' mal, da erzählt jemand von Dir, Du hättest den Job nur bekommen, weil Du lange blonde Haare hast und mit dem Chef flirtest.
    Ehrensenf

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