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  1. Avatar von Liberta
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    AW: versteckte Objekte

    Zitat Zitat von michaelX Beitrag anzeigen
    Sie können weniger. Echte Viren hätte der IE direkt für dich installiert, das können andere Browser nicht.
    Ich bin eine Computerdilettantin, ich verstehe nicht einmal den Grund für solche Häme.
    Wer ein Jahr jünger ist, hat keine Ahnung. (Martin Walser, 92)

  2. Moderation Avatar von michaelX
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    AW: versteckte Objekte

    Dein Problem ist vom IE verursacht. Der hat Vollzugriff auf das System, weil er "unabdingbarer Bestandteil" des Betriebssystems ist. Auf diversen Seiten verstecken sich Scripte, die der IE prompt ausführt; das produziert dann solche Fake Bedrohungen wie bei dir. Das hat mit Häme nichts zu tun, der IE war und bleibt eines der Hauptrisiken in Windows.

    Alle anderen Browser können darüber hinaus erheblich mehr als die beiden Microsoft-Browser, deswegen gibt es auch eigentlich keinen Grund, Edge zu benutzen.
    Bitte diese Signatur nicht lesen!


  3. Registriert seit
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    AW: versteckte Objekte

    Ich hoffe hier etwas zum Thema "Web-Browser" beitragen zu können, vielleicht hilft es ja jemandem...

    Historisches und Fakten:
    Seit Internet-Zugänge für so ziemlich jeden erschwinglich wurden, ist ein Internet-Browser (Web-Browser, kurz Browser) auf so ziemlich allen privaten Computern das meistgenutzte Programm. Jedes Betriebssystem bringt direkt ab Werk einen oder mehrere Browser mit sich. Alle diese Programme dienen dazu, Inhalte (also: Daten) aus dem Internet auf den eigenen Bildschirm zu bringen.

    Das ist gleichzeitig der große "Fluch" bei dieser Sache: Als Bösewicht, der gerne "irgend etwas ganz schlimmes" (die Motive sind zahlreich und sehr verschieden) auf den Computern möglichst vieler Menschen anrichten will, sucht man sich den größten gemeinsamen Nenner. Der ist schnell gefunden: In den meisten Privathaushalten sind PCs mit Windows-Betriebssystemen versehen und so ziemlich jeder PC-Anwender nutzt einen Browser. Wenn ich es nun schaffe, eine Lücke, eine Schwachstelle in z. B. Windows oder einem bestimmten Browser für meine bösartigen Vorhaben auszunutzen, dann kann eine einzige Lücke bereits genügen, um Millionen von PCs zu gefährden.

    Gegen solche Angriffe auf das Betriebssystem selbst, also z. B. auf Windows, kann es u. a. helfen, das System stets auf dem neusten Stand zu halten und immer möglichst schnell Updates zu installieren. Bei Windows 10 hat Microsoft es sogar ziemlich umständlich gestaltet, wenn man keine Updates installieren möchte - eine gute Neuerung. Und im Allgemeinen sind Betriebssysteme sehr viel komplexer als Browser, also sucht man sich als potentieller Angreifer eben ein leichteres Ziel.

    An dieser Stelle eine wichtige Erinnerung: Der Support für Windows 7 endet in wenigen Tagen. Es wird zukünftig keine Updates mehr für dieses Betriebssystem geben - und wer seinen PC mit Windows 7 noch länger ans Internet angeschlossen lässt, handelt grob fahrlässig und riskiert bewusst Probleme, für sich und auch für andere Internet-Nutzer.

    Damit zu Web-Browsern.
    Es gibt viele verschiedene Browser, einige wurden schon genannt. "Gut" oder "schlecht" sind Kategorien, die jeder für sich selbst unterschiedlich definiert und begründet. Meine Sichtweise: Alle Browser sind schlecht. Es gibt grundsätzlich keine "guten". Der Browser ist die Schnittstelle zwischen allem, was im Internet lauert, und dem eigenen PC - das ist die Angriffsmöglichkeit schlechthin.

    Zwischen "wir möchten hier böses tun" und "wir haben verschiedenste Technologien, um Dinge im Internet besser bewerkstelligen zu können", ist die Bandbreite sehr groß und es gibt diesen den ständigen, immerwährenden Konflikt zwischen denen, die die Möglichkeiten der Technik für böswillige Vorhaben ausnutzen möchten, und denjenigen, die versuchen, diese böswilligen Möglichkeiten einzudämmen - allerdings ohne dass der Komfort der Benutzer darunter leidet.

    Sprich: Man möchte schon, dass der Benutzer alles mögliche im Internet tun kann, sprich viele Technologien unterstützt werden - man möchte aber auch, dass diese sich nicht zu leicht von Störenfrieden ausgenutzt werden können.

    Jeder Browser denkt hier zunächst an den Benutzer, was nachvollziehbar und verständlich ist. Dadurch ist aber auch jeder Browser "unsicher", zumindestens was meine persönliche Definition betrifft.

    Microsoft hat mit dem Internet Explorer und auch mit Edge stets die Haltung an den Tag gelegt, dass der Benutzer sich nicht wirklich um seine Browser-Einstellungen zu kümmern hat. Teils ist es auch gar nicht möglich, bei vielen Browsern tiefgehende Einstellungen anzupassen. Das hat insbesondere die Microsoft-Browser zu den beliebtesten Zielen gemacht, schließlich kann man sich als Benutzer kaum bis gar nicht helfen - selbst wenn man sich gut mit der Materie auskennt. Edge war der Versuch von Microsoft, das vollends löchrige "Grundgerüst" des vorherigen Internet Explorers mal neu zu definieren, aber auch das ging eher schief und Edge ist natürlich weit besser als der IE, aber nach wie vor weiter von "gut" entfernt als Konkurrenzprodukte.

    "Chrome" beispielsweise mag ein Browser sein der sehr funktionell erscheint, aber ich persönlich würde nicht dazu raten, wirklich alles was man im Internet macht, mit einem Programm aus dem Hause Google zu tun. Das ist natürlich ebenso Ansichtssache wie "gut" oder "schlecht".

    Die unbeliebtheit von Google bei vielen hat dazu geführt, dass es Ableger von Chrome gibt, aus denen sämtliche integrierten "unschönheiten" von Google entfernt wurden - allerdings verlässt man sich dann auch auf einen Browser mit eingeschränkter Nutzerzahl, bei der man die Frage stellen darf, wie schnell und wie oft derartige Programme aktualisiert werden.

    ...man geht stets einen nicht wirklich zufriedenstellenden Kompromiss ein.

    Also was tun?
    Offline bleiben. Das hilft tatsächlich, ist aber nur begrenzt sinnvoll ;-)

    Wer also dennoch mit einem Browser ins Internet möchte hat nun zwei Möglichkeiten:

    1) Man verlässt sich auf die Hersteller-Slogans, denen zufolge jeder einzelne Browser sicher ist und Wert auf die Privatsphäre der Benutzer legt. Kann man machen, so lebt es sich sehr leicht - und wer dann noch einen Browser wie z. B. Opera oder Firefox verwendet, steht schon mal geringfügig besser da, als Nutzer von Edge oder Chrome, vom Internet Explorer ganz zu schweigen.

    2) Man beginnt sich mit dem, was man tut, zu beschäftigen. Ja, dieses ganze Technik-Gedöns ist kompliziert. Umfangreich. Nervend. Aber es ist sooo wichtig, möchte man weitestgehend von Problemen verschont bleiben. Vergleiche: Es hat auch keinen Spaß gemacht, die Regeln im Straßenverkehr zu lernen. Dennoch sind sie unverzichtbar, wenn man länger als bis zur ersten Kreuzung Freude am Autofahren haben möchte. Für ein funktionierendes Miteinander im Straßenverkehr sind wir gezwungen, Regeln und Verhaltensweisen zu erlernen und uns auch daran zu halten. Auch wenn der PKW auch innerorts auf 200km/h beschleunigen kann, es gibt Gründe das nicht zu tun und drastische Strafen, tut man es doch. Genau diesen Lern-Zwang gibt es bei Technik nicht und - mit Verlaub - jeder Depp darf sich soviel internettaugliche Technik anschaffen wie er möchte und damit weitestgehend tun und lassen was auch immer er vorhat, also z. B. auch 2020 noch mit einem Internet Explorer im Web unterwegs sein.

    Es mag keinen Zwang zum Lernen geben, aber es steht jedem frei das selbst zu tun. Wer diese Gelegenheit nutzt, ist sehr viel sicherer im Internet unterwegs als es jedes Programm ab Werk ermöglicht.

    Und damit zur konkreten Empfehlung: Ich nutze ausschließlich den Firefox Browser. Aus einem simplen Grund: Kein anderer Browser lässt sich so "einfach" und so tiefgreifend konfigurieren wie dieser. Der Firefox-Browser erlaubt mir immerhin, wenn ich es denn möchte, Einstellungen vorzunehmen. Das Programm lässt sich sehr weitgehend direkt selbst beeinflussen (wenn man weiß was man tut ist das kein Problem), für viele grundliegenden Dinge (z. B. Werbeblocker) bieten sich zahlreiche bewährte AddOns an. Aufpassen bei letzteren: Auch AddOns sind ein Weg, um eurem Browser etwas unterzujubeln, dass ihr gar nicht haben möchtet. "Bewährt" ist hier das Stichwort.

    Da ich recht viel Zeit im Internet verbringe, habe ich nach etlichen Jahren zahlreiche Konfigurationen vorgenommen und meinen eigenen Web-Browsern so sicher und privat wie es für meinen Geschmack erforderlich ist gestaltet. Das bedeutet allerdings auch: Web-Browsen bedeutet für mich mehr als nur eine Adresse im Browser einzutippen. Viele webseiten funktionieren bei mir nicht auf anhieb und ich muss immer wieder, insbesondere bei Seiten die ich noch nie besucht habe, Einstellungen vornehmen, damit ich diese auch besuchen kann. Ich kontrolliere selbst, was in meinem Browser-Fenster angezeigt wird und was nicht. Und ja, manche Webauftritte lassen sich tatsächlich nicht mehr nutzen. Für genau solche Fälle verwende ich neben meinem doch recht umfangreich angepassten "Haupt-Browser" noch einen zweiten Firefox, mit einer deutlich großzügigeren Konfiguration. Den benutze ich so gut wie nie, aber wenn ich tatsächlich ein paar Mal im Jahr auf einen bestimmten Online-Dienst angewiesen bin und auch weiß, dass ich diesem vertraue, dann verwende ich eben den Zweit-Browser, bei dem so ne Seite dann auch klappt.

    Wie weit man gehen will bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

    Bei Interesse kann ich ggf. noch ein paar AddOn-Empfehlungen für den Firefox geben, die bei mir quasi zur Grundausstattung gehören und dabei helfen, das Internet ein klein bisschen erträglicher und auch sicherer gestalten. Oft ist es aber nicht mit der reinen Installation getan, auch AddOns wollen konfiguriert werden.

    Ich wünsche allen einen sicheren Web-Aufenthalt und möglichst keine ungebetenen Störenfriede!

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