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  1. Avatar von Gitta777
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    AW: Urheberrechtsreform, Uploadfilter - Zukunft des Internets?

    Das Urheberrecht betrifft vor allem Bilder, für die derjenige, der ein Bild geschaffen hat, sei es ein Maler oder ein Fotograf, das Urheberrecht hat, d.h. jemand anders darf das dann nicht verbreiten und dafür Geld kassieren, und der Urheber geht leer aus. Sollte nicht sein. Dasselbe gilt für Musik, die jemand geschaffen hat. Ich bin zum Beispiel ein Fan der Musik der 70er Jahre und kann mich von den youtube-Videos mit Schlagern aus dieser Zeit immer kaum losreißen. Das fällt doch sicher unters Urheberrecht. Habe ich da dann zu befürchten, dass es diese dann auf youtube nicht mehr gibt?

    @chaos99, was die von mir angesprochenen Lernvideos wie als Beispiel über Buchhaltung, Geschichte Fitnessvideos oder sonstiges geht, hoffe ich, dass ich mir umsonst Sorgen mache. Diese Inhalte werden doch auch von jemandem erstellt, oder sehe ich das tatsächlich so falsch?
    Früher oder später stößt jedem alles zu. Das Leben achtet auf Vollständigkeit.
    (George Bernard Shaw)


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    AW: Urheberrechtsreform, Uploadfilter - Zukunft des Internets?

    Zitat Zitat von putulu Beitrag anzeigen
    Warum soll es sie nicht mehr geben?
    mir passiert's schon jetzt gelegentlich, dass es heisst "dieser Inhalt ist in Ihrem Land nicht verfügbar" :-(

    Weil da halt irgend so ein Recht von irgend so einem Quarkkopf verletzt wird. *grummel*

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  3. Registriert seit
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    AW: Urheberrechtsreform, Uploadfilter - Zukunft des Internets?

    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen
    Das Urheberrecht betrifft vor allem Bilder, für die derjenige, der ein Bild geschaffen hat, sei es ein Maler oder ein Fotograf, das Urheberrecht hat, d.h. jemand anders darf das dann nicht verbreiten und dafür Geld kassieren, und der Urheber geht leer aus.
    Die Alternative lautet in der Realität ja meist nicht "der Urheber kriegt Geld für seine Werke", sondern eher "niemand kennt den Urheber, weil niemand seine Werke (oder zumindest Schnipsel davon, Testläufe in geringer Qualität) im Internet finden kann."

    Bekanntheit durch Verbreitung dürfte für viele Urheber eine wertvollere "Währung" sein, die zB Folgeaufträge generiert, als das Bestehen auf Bezahlt-Werden, was allzu oft dazu führt, dass dann einfach gar nichts passiert.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  4. Avatar von Kambara
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    AW: Urheberrechtsreform, Uploadfilter - Zukunft des Internets?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Bekanntheit durch Verbreitung dürfte für viele Urheber eine wertvollere "Währung" sein, die zB Folgeaufträge generiert, als das Bestehen auf Bezahlt-Werden, was allzu oft dazu führt, dass dann einfach gar nichts passiert.

    gruss, barbara
    Das greift aber nur, wenn der Urheber selbst seine Werke veröffentlicht, bzw. wenn der Urheber überhaupt genannt wird. Im Falle von Fotos und Texten beispielsweise, die schlicht geklaut werden und zu kommerziellen oder privaten Zwecken ins Netz gestellt werden, hat der Urheber nur den Schaden.

    Es geht ja nicht nur um Musikvideos bekannter Künstler oder Aufnahmen eigener Kreationen auf YouTube, sondern darum, dass von aller Welt alles Mögliche aus dem Netz geklau(b)t wird und auf eigenen Seiten, Blogs, Instagram, Facebook etc. eingestellt wird. Ohne Copyright und Namensnennung.
    People are so crackers.
    John Lennon


  5. Registriert seit
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    AW: Urheberrechtsreform, Uploadfilter - Zukunft des Internets?

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Eben.
    Was sollte jemand von einer Firma(die irgendein Urheberrecht an einem gezeigten Produkt besitzt) ein Video mit gezeigten Produkt untersagen wollen...Werbung pur.
    Na eine Firma wird das nicht wollen, aber ein Uploadfilter wird ggf. trotzdem so sortieren.


  6. Registriert seit
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    AW: Urheberrechtsreform, Uploadfilter - Zukunft des Internets?

    Ein eher amerikanisches Beispiel: Es gibt bei einigen großen Youtubekanälen "BestOfs", also etwa ein 10-minütiges Video "Best of Fantasy Movies" oder sowas. Das sind dann Zusammenfassungen der Filme mit unter einer Minute Szenen/Bilder aus dem jeweiligen Film.

    Prinzipiell ist das Werbung für die Filme.

    Rechtlich ist das auch erlaubt - ein Uploadfilter würde das Aussortieren.


  7. Registriert seit
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    AW: Urheberrechtsreform, Uploadfilter - Zukunft des Internets?

    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    Das greift aber nur, wenn der Urheber selbst seine Werke veröffentlicht, bzw. wenn der Urheber überhaupt genannt wird. Im Falle von Fotos und Texten beispielsweise, die schlicht geklaut werden und zu kommerziellen oder privaten Zwecken ins Netz gestellt werden, hat der Urheber nur den Schaden.
    mal meine eigene bescheidene Erfahrung: wenn ich etwas aufs Netz stelle, und darunter schreibe "kann gerne geteilt werden, bitte mit Link auf die Ursprungsseite" - so ist das ein Preis, den die meisten gern bezahlen.

    Dsa Bestehen auf Geld zur Bezahlung (und nicht erhöhen des Bekanntheitsgrads durch nettes Reden im Internet über eine Sache) interessiert eher grosse Firmen.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  8. Avatar von Kambara
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    AW: Urheberrechtsreform, Uploadfilter - Zukunft des Internets?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    mal meine eigene bescheidene Erfahrung: wenn ich etwas aufs Netz stelle, und darunter schreibe "kann gerne geteilt werden, bitte mit Link auf die Ursprungsseite" - so ist das ein Preis, den die meisten gern bezahlen.

    Dsa Bestehen auf Geld zur Bezahlung (und nicht erhöhen des Bekanntheitsgrads durch nettes Reden im Internet über eine Sache) interessiert eher grosse Firmen.

    gruss, barbara
    Mal meine eigene bescheidene Erfahrung: wenn meine Fotos (mit Copyright-Vermerk), runter geladen und kommerziell als Fototapete oder T-Shirt-Druck angeboten werden, bin ich not amused. Wenn sie auf einer irgendeiner thematisch dubiosen Seite eingestellt werden, auch nicht.

    Das ist so, auch wenn ich meine Fotos selbst gar nicht verkaufen will.
    People are so crackers.
    John Lennon

  9. Avatar von Mr_McTailor
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    AW: Urheberrechtsreform, Uploadfilter - Zukunft des Internets?

    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen
    Mir geht es ... zum Beispiel um Fitnessvideos wie "Fit mit Anna" ...
    Wenn Anna ihre eigenen Videos hochlädt gibt es sowieso kein Problem. Wenn hingegen Berta die DVD von Anna ohne deren Erlaubnis ins Internet stellt, war das schon immer illegal.

    Nur, früher musste Anna gegen Berta auf Zahlung von Lizenzgebühr klagen oder zu YouTube gehen und das Entfernen der Videos verlangen. Jetzt kann Anna (wenn die Videos von Berta hochgeladen wurden) direkt Lizenzzahlungen von YouTube verlangen ohne sich mit Berta zu befassen.

    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    Es geht ja nicht nur um Musikvideos bekannter Künstler oder Aufnahmen eigener Kreationen auf YouTube, sondern darum, dass von aller Welt alles Mögliche aus dem Netz geklau(b)t wird und auf eigenen Seiten, Blogs, Instagram, Facebook etc. eingestellt wird. Ohne Copyright und Namensnennung.
    Bei Musik bekannter Künstler ist das Problem ohnehin längst gelöst. Wenn ein YouTube-Nutzer das neue Album einer Band hochlädt, muss YouTube die Band (bzw. ihre Plattenfirma) dafür bezahlen.

    Um diese Kompensation wurde in Deutschland lange gerungen. Aber da die Bands mit der GEMA eine recht robuste Vertretung hatten, wurde das am Ende durchgesetzt. Und zukünftig haben eben auch alle anderen Urheber eine robuste Vertretung, nämlich den Gesetzgeber.


    Der Begriff Upload-Filter wird in diesem berüchtigten Art. 13 nicht ein einziges mal erwähnt
    schlechte Technik > schlechte Laune


  10. AW: Urheberrechtsreform, Uploadfilter - Zukunft des Internets?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    mir passiert's schon jetzt gelegentlich, dass es heisst "dieser Inhalt ist in Ihrem Land nicht verfügbar" :-(

    Weil da halt irgend so ein Recht von irgend so einem Quarkkopf verletzt wird. *grummel*
    Der quarkkopf ist imzweifelsfall jemand, der von seiner kreativen arbeit lebt. Verwerflich, dass er dafür bezahlt werden will?

    Uploadfilter sind ja nicht neu; zu befürchten ist nur ihr inflationärer einsatz. Dass dadurch mit kanonen auf spatzen geschossen wird und vieles, was eigentlich unbeanstandet ist, trotzdem geblockt wird.
    In meinen augen keine gute massnahme, die nur die plattformen rechtlich absichern soll. Denen geht es doch nur darum, nicht belangt werden zu können, nicht um den schutz der urheber. Solchen idealismus erwarte ich auch gar nicht von wirtschaftlichen unternehmen.

    Nur, wer hätte genug antrieb und geld, um alternative, bessere massnahmen zu entwickeln? Solche, die allen seiten gerecht werden?
    Und, wenn es sie gäbe (oder vielleicht schon gibt), warum sollten die grossen plattformen ihnen den vorzug geben gegenüber der vermutlich bequemeren variante?
    Ich finde, an diesem punkt muss die politik gewaltig nachbessern. Nicht nur mit gesetzen, sondern auch mit gezielter förderung.
    Es ist die grundsatzfrage, wie weit man das internet privaten unternehmen oder auch einzelnen staaten überlassen kann. Oder ob es nicht besser wäre, eine internationale, handlungsfähige und unabhängige organisation zu schaffen, die sich darum kümmert.

    Uploadfilter werden übrigens schon lange eingesetzt, sobald es wehtut. Von staaten, die abweichende meinungen unterdrücken. Von unternehmen, die teure klagen fürchten. Das ganze nach ihren völlig eigenen regeln, in absolutistischer manier.
    Beispiele, die wir alle schon kennen: fotos in sozialen netzwerken, die als zu sexuell eingestuft werden, nach prüdem amerkikanischem standard; fotos auf verkaufsplattformen, die als rassistisch eingestuft werden, ohne ihren historischen kontext zu berücksichtigen.
    Im gegenzug keinerlei filter für dinge mit nazi-bezug, denn das ist ja *nur eine rein deutsche befindlichkeit*.
    nichts ist wie es scheint

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