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  1. User Info Menu

    Bildqualität einer DSLR

    Hallo zusammen,

    ich habe ein paar Fragen zur digitalen Fotografie. Seit ca. 7 Jahren besitze ich eine digitale Kompaktkamera (eine Canon Power Shot A 610), und was mich von Beginn an sehr gestört hat, ist dass die Fotoabzüge oft so unwirklich, so künstlich aussehen. Es liegt glaube ich daran, dass Details, die man normalerweise unscharf sieht, von der Kamera digital nachgeschärft werden, was dann teilweise sehr unnatürlich ausssieht. Wenn ich die Einstellung "gering schärfen" wähle, ist der Effekt auch nicht ganz so krass. Komischerweise fällt es am Bildschirm nicht auf. Insgesamt gefallen mir oft die guten alten analogen Fotos sowieso besser als die digitalen... Aber das ist wahrscheinlich eine ähnliche Diskussion wie CD vs. Schallplatte etc., und völlig überholt. Und außerdem ist so ein Negativfilm, bei dem man erst Tage oder Wochen später das Ergebnis sieht, doch nicht mehr das, was ich will.

    Weil ich aber eigentlich wirklich gerne fotografiere und auch gerne herumexperimentiere, überlege ich momentan, mir eine digitale Spiegelreflexkamera zu kaufen. Jetzt möchte ich gerne wissen: Hat sich auf diesem Gebiet in den letzten Jahren einiges getan (ja, natürlich hat sich da sonstwas getan, aber speziell bei diesem Aspekt)? Das heißt, sehen Bilder, die mit einer modernen DSLR gemacht werden, weniger gekünstelt aus? Oder muss die Kamera wegen per se schärferer Bilder gar nicht so viel nachschärfen? Und welche Komponte ist für´s Nachschärfen verantwortlich? Ist das der Bildprozessor? Und kann man da von einem Einsteigermodell (EOS 1100 oder 600 oder Nikon 5100d oder 3100d) in dieser Hinsicht viel erwarten?

    Viele Grüße
    Rosa

  2. Inaktiver User

    AW: Bildqualität einer DSLR

    Zitat Zitat von Rosa Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ich habe ein paar Fragen zur digitalen Fotografie. Seit ca. 7 Jahren besitze ich eine digitale Kompaktkamera (eine Canon Power Shot A 610), und was mich von Beginn an sehr gestört hat, ist dass die Fotoabzüge oft so unwirklich, so künstlich aussehen. Es liegt glaube ich daran, dass Details, die man normalerweise unscharf sieht, von der Kamera digital nachgeschärft werden, was dann teilweise sehr unnatürlich ausssieht. Wenn ich die Einstellung "gering schärfen" wähle, ist der Effekt auch nicht ganz so krass. Komischerweise fällt es am Bildschirm nicht auf. Insgesamt gefallen mir oft die guten alten analogen Fotos sowieso besser als die digitalen...

    Das heißt, sehen Bilder, die mit einer modernen DSLR gemacht werden, weniger gekünstelt aus? Oder muss die Kamera wegen per se schärferer Bilder gar nicht so viel nachschärfen? Und welche Komponte ist für´s Nachschärfen verantwortlich? Ist das der Bildprozessor? Und kann man da von einem Einsteigermodell (EOS 1100 oder 600 oder Nikon 5100d oder 3100d) in dieser Hinsicht viel erwarten?

    Viele Grüße
    Rosa
    ein sondereinstellung schärfen "kenne" ich von meiner dslr gar nicht, bzw benutze sie nicht.

    kannst du vielleicht mal ein bild einstellen, damit ich verstehen, was du mit "künstlich" meinst ? ich kann mir nicht wirklich etwas drunter vorstellen.
    Geändert von Inaktiver User (17.02.2013 um 23:48 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: Bildqualität einer DSLR

    Hi Rosa,

    suche mal nach "Imaging Resource" (ruhig mit den Anführungen) und schau Dich da sorgfältig um. Zu beachten ist, dass manche Kameras in Europa andere Namen haben und manche leicht geänderte Einstellungen. Die Amis lieben halt Candy Colors, die Japaner vielleicht einen Rosastich... Bei DSLR sollte das allerdings eher nicht sein. Wesentlich für Deine Ansprüche sind die Testbilder (bzw. deren Unterschiede je nach Modell) bei hoher eingestellter Empfindlichkeit.
    _____

    Der von Dir beschriebene Effekt ist der angeblich so hohen (weil werbewirksamen) Auflösung geschuldet, ohne dass die Sensoren größer wurden. Je weniger Licht aber auf einen Pixel fällt (Anzahl der Photonen), desto geringer ist der Abstand zum thermischen und sonstigen Rauschen. Außerdem verkleinert sich die lichtempfindliche Fläche auch insgesamt, da ja Trennungen zwischen den Pixeln sein müssen und die auch (flächig) mehr werden.

    Fast der ganze Fortschritt in der Sensortechnik und der Bildprozessortechnik ist für die blöde Werbung mit den Megapixeln draufgegangen, das heißt, heutige Kameras rechnen das Rauschen - das physikalisch bedingte bunte Grieseln - wieder aus den Bilddaten heraus. Insgesamt treten bei manchen Modellen je nach Motiv schon bei 100 ASA sichtbare Artefakte auf - oder es gäbe höheres Bildrauschen. Schlimmstenfalls wird eine Rasenfläche zu grün bemaltem Beton. (Schärfen ist dabei zusätzlich kontraproduktiv für die Qualität).

    Wenn man dann noch mit hohen JPEG-Kompressionsraten knipst (sogenannte niedrige Qualität) wird's absolut grottig. Das Blödeste dabei ist, dass Messungen bei diesen Kameras durch die Bank ergeben, dass die Auflösungen keinesfalls der Pixelzahl entsprechen, in den meisten Fällen bringt das schon die billige (Zoom-) Optik nicht. Also ist der ganze Megapixel-Quark nur für die Katz.

    Ich hab' allerdings nie ausprobiert, ob bei einer solchen Kamera eine Reduzierung (Einstellung) der Pixelzahl noch etwas retten kann. Sicher gälte das auch nicht allgemein, sondern wäre wieder vom Modell abhängig.
    _____

    Es ist also eigentlich nicht einmal das DSLR-Prinzip entscheidend, sondern der in diesen (teureren und anspruchsvolleren) Kameras üblicherweise verbaute deutlich größere Bildsensor (Fläche). Eine spiegellose Systemkamera kann in der Hinsicht genauso gut sein, wie eine DSLR - eine bloße Superzoom ist es eher nicht. Letztlich bestimmt der Preis die Musik, nämlich die Fläche des Sensors und damit auch die (notwendige) Größe der Optik.
    Geändert von Cygnus (18.02.2013 um 00:18 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Bildqualität einer DSLR

    Hallo Rosa,

    Du sprichst ja explizit die Abzüge (oder den Druck) der Fotos an. Am Bildschirm biste mit den Ergebnissen eher zufrieden, wenn ich das richtig verstanden habe.
    Nun kommen also nicht nur 2 Geräte (Cam und PC) sondern drei, eben Cam, PC und Drucker. (Das Papier ist natürlich auch nicht unwichtig)

    Aber ... stellt man am Drucker eben die Pixeldichte ein, die im Prinzip notwendig ist, dermassen brillante Abzüge in der Hand zu halten, wie man es noch von der analogen Fotografie kennt. druckste 5 - 10 Bilder aus und die Patronen sind leer (und Du, je nach Drucker-Hersteller, 50 Okken quit)

    Ergo gehen die meisten dazu über, die Bilder doch nicht so gross zu drucken und machen bis zu einem gewissen Grad auch Abstriche bei der Auflösung.

  5. Moderation

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    AW: Bildqualität einer DSLR

    Dazu kommt noch, daß eigentlich alle Photoautomaten auf eigene Faust die Bilder "optimieren", also Kontrast und Helligkeit hochdrehen. DA hilft nur in einen Photoladen gehen und den Leuten einschärfen, daß da nix daran gemacht werden darf, daß die Bilder so gedruckt werden müssen wie auf dem Speicher vorhanden.

    Und ja, in den letzten 7 Jahren hat sich extrem viel getan, nicht nur mit DSLRs, mit Kompakten genauso.

    Mit Canon hatte ich bisher keinerlei Schwierigkeiten bei Abzügen.
    Bitte diese Signatur nicht lesen!

  6. Inaktiver User

    AW: Bildqualität einer DSLR

    ... und dann kommt noch dazu, jedenfalls nachher beim Drucken und der Farbdarstellung, dass man beim Fotografieren entweder nicht die richtige Farbtemperatur (Tageslicht- oder Kunstlichtmodus) eingestellt hat und/oder noch nichts über "Weißabgleich" (den man auch - jedenfalls bei einer DSLR einstellen kann - und zwar JEDES Mal, wenn man in unterschiedlichen Lichtsituationen fotografiert - gehört hat. Außerdem - ICH denke darüber nach, mir in Zukunft ein anderes Schärfemessfeld einzustellen - daran kann es ja auch liegen

    Bislang fand ich jedenfalls die Qualität meiner ausgedruckten Fotos recht enttäuschend. Vielleicht kommt man ja wirklich nicht umhin, die Aufnahmen am Bildschirm zu bearbeiten, bevor man sie ausdruckt.

    Wer hat geschrieben: die Japaner mögen es rosa? DAS kann man wohl sagen! Danke für den Hinweis - vielleicht kann ich mich ja jetzt mit meinen rosa-stichigen gedruckten Fotos anfreunden - ein bißchen nervig.
    Ich stelle fest, dass es bei den DSLR komplexer zugeht, als Kamera zücken und "draufhalten" ... ich bin da doch bescheiden geworden ...

    Aber du schreibst auch, dass dir die Bilder "überscharf" erscheinen. Kannst du den Kontrast in deiner Kamera verstellen? Kontrasteinstellungen machen sich jedenfalls bei der Bildbearbeitung am Rechner deutlich bemerkbar.

  7. Inaktiver User

    AW: Bildqualität einer DSLR

    die bei der für den druck vorgesehenen datei eingestellten dpi könnten auch eine fehlerquelle darstellen... je nachdem wie groß die abzügen werden sollen, musst du das ja auch anpassen.

  8. User Info Menu

    AW: Bildqualität einer DSLR

    Hallo zusammen,
    vielen Dank für Eure Antworten! Das waren ziemlich viele Information auf einmal...

    @cat: Das Problem ist, dass am Bildschirm diejenigen Bilder besser aussehen, die auf dem Abzug furchtbar aussehen. Allerdings sehen die Details auch dort bei starker Vergrößerung etwas seltsam aus, aber dann beginnt man auch schon die einzelnen Pixel zu sehen. Die Abzüge sehen auch schon in 9x13 komisch aus.

    @Cygnus: An zu vielen Pixel kann´s nicht liegen, es sind nur 5 MPs... Vielleicht ist ja auch das ein Problem?

    @Fado: Naja, ich dachte bei so einer Kamera kann ich mit "Automatik" oder "Landschaft" bei normal schönem Wetter ein Bild erwarten, das im Abzug nicht wie eine Computersimulation aussieht? Zwar kann ich den Weißabgleich auch manuell einstellen, aber dazu sind solche Motivprogramm doch auch da, dass ich das nicht immer selbst machen muss? Kontrasteinstellungen habe ich bis auf die Sache mit dem "gering schärfen" noch nicht entdeckt. Habe aber in einem Fotobuch, in dem das Nachfolgemodell beschrieben wird, gelesen, dass es dort solche Einstellmöglichkeiten wohl gibt, und dass das wohl auch einen entsprechenden Effekt haben kann.

    @all: Ich drucke meine Bilder nie selbst aus, sondern lasse Abzüge meist bei cewe machen. Vielleicht sollte ich mal einige im Fotoladen machen lassen? Wäre ja mal ein Versuch wert.

    Also, ich denke, ich werde noch ein wenig experimentieren, aber mich trotzdem nach einer Spiegelreflex umschauen.

    Viele Grüße
    Rosa

  9. Moderation

    User Info Menu

    AW: Bildqualität einer DSLR

    Wir haben letztes Weihnachten ein Fotobuch bei cewe bestellt, die Qualität fand ich unterirdisch.
    Bitte diese Signatur nicht lesen!

  10. Inaktiver User

    AW: Bildqualität einer DSLR

    Zitat Zitat von Rosa Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    vielen Dank für Eure Antworten! Das waren ziemlich viele Information auf einmal...

    @cat: Das Problem ist, dass am Bildschirm diejenigen Bilder besser aussehen, die auf dem Abzug furchtbar aussehen. Allerdings sehen die Details auch dort bei starker Vergrößerung etwas seltsam aus, aber dann beginnt man auch schon die einzelnen Pixel zu sehen. Die Abzüge sehen auch schon in 9x13 komisch aus.
    mir ist immer noch nicht so ganz klar, was du mit gekünstelt genau meinst.
    verpixelt ? zu "flach", wenig details ?
    welche auflösung hast du denn bei deiner kamera eingestellt ?
    und wenn du sagst, dass die bilder auf dem bildschirm besser aussehen - gilt das wenn du das bild in originalgröße betrachtest oder in einer kleineren darstellung ?

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