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    AW: Facebook- "gefährlich" !?

    Zitat Zitat von Feinsinn Beitrag anzeigen
    richtig, aber ich kenne einige, die in unangenehme Situationen kamen, weil einige Bekannte,
    entfernte Bekannte, frühere Familienmitglieder, Schwätzer private Dinge veröffentlichten oder
    Unwahrheiten.
    Und so was ist natürlich vor facebook nie passiert...

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    AW: Facebook- "gefährlich" !?

    Zitat Zitat von Polarstern Beitrag anzeigen
    Und so was ist natürlich vor facebook nie passiert...
    Dank Facebook schneller und vielseitigere Verbreitung.

    Klar gab es da schon vor facebook, BFB die zweite Zeiteinheit nach BC.

    I Heard It Through The Grapevine

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    AW: Facebook- "gefährlich" !?

    Zitat Zitat von Feinsinn Beitrag anzeigen
    Dank Facebook schneller und vielseitigere Verbreitung.
    Klar gab es da schon vor facebook, BFB die zweite Zeiteinheit nach BC.
    Naja, aber mit der Begründung sollten wir wohl auch das Telefon wieder abschaffen. Vor dessen Verbreitung wurde noch weniger geklatscht.


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    AW: Facebook- "gefährlich" !?

    ok, BT (Before Telefon)

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    AW: Facebook- "gefährlich" !?

    ich habe hier eine herrliche story über einen Teil der Facebook-User

    der Autor ist Claudio Michele Mancini
    © Copyright 2011

    Die Zeiten sind längst vorbei, als zarter Lavendelduft einer verführerischen Schwarzhaarigen die Nasenflügel triebhafter Männer zum Vibrieren brachten und sie wie liebeskranke Hunde Frauen durch die Innenstadt verfolgten. Heutzutage treiben sie sich nicht mehr wochenlang in Eiscafes oder Stadtparks herum, um die Angebeteten zu treffen. Singles sitzen heute vor Bildschirmen und suchen in Chaträumen und Foren nach Erfüllung. Die Annahme, jeder Topf fände seinen Deckel, treibt in der heutigen Zeit seltsame Blüten. Deckellose Töpfe gibt es zuhauf. Alte, verbeulte, hässliche und schäbige. Manche von ihnen haben Ausmaße, dass man darin bequem 20 Pfund Kartoffeln gar kochen könnte. Allerdings haben sie oft eine Gemeinsamkeit. Sie sind leer, um das Wort „hohl“ zu vermeiden. Dennoch, Mann greift selbst zum bedauernswertesten Kübel, wenn er nichts anderes findet. Schon oft habe ich gedacht, genauso gut könnte man einen Partner beim Pokern gewinnen. Wo ist da der Unterschied? Da der Schein mehr gilt als das Sein, vollzieht sich im Schutze der Anonymität in den einschlägigen Flirtforen Atemberaubendes. In Sekundenschnelle verlieren Übergewichtige ohne schweißtreibendes Hanteltraining oder mühsamer Diätkost bis zu 25 Kilo Lebendgewicht. Nur wenige Tasten sind nötig, um sich 10 Jahre jünger zu machen. Zügig sichten Interessenten der Gegenseite das Angebot und versenden Hunderte von Standardmails. Sei es zwischen Meeting und Arbeitsessen, im Anzug oder Nachthemd, im Tanga oder Suspensorium, unrasiert und übelriechend, Ort und hygienischer Zustand spielen keine Rolle, das Internet ist geruchsneutral und nicht ansteckend. In der digitalen Welt vervielfacht selbst die vom Herrn im Zorn erschaffene Frau ihre Chancen, indem sie sich von schweren Brüsten, teigweichem Bauchspeck befreit und Oberschenkel mit dem Umfang griechischer Tempelsäulen schamhaft verschweigt. Krampfadern, Krähenfüße und gewaltige Hinterteile erfahren durch virtuelle Weichzeichner anbetungswürdige Proportionen. Zur Untermauerung gnadenreicher Wiedergeburt wird ein Jugendfoto ins Netz gestellt. Sodann greift man zu einem erotisch klingenden Nick, um sich den Touch von Verruchtheit und Sünde zu verleihen. Natalie, Chantal oder Sexylady ersetzen Ilse, Gretel, Hilde oder Martha. Aus biederen Hausmütterchen werden erotische Lustgöttinnen, aus streitsüchtigen Megären liebreizende Blondchen, und aus grauen Mäusen, mit entzündlicher Akne, Nickelbrille und üppiger Beinbehaarung laszive Vamps. Männer fahren auf die verheißungsvollen Sünderinnen ab, wie Schmeißfliegen auf eine gut gefüllte Klärgrube. Auffallend ist, dass Damen ab Kleidergröße 46 und aufwärts vorzugsweise Namen auswählen, die „verniedlichen“ oder „verkleinern“. Sie nennen sich Mäuschen, Häschen oder Kleine Hexe, um von ihren XXXL-Maßen abzulenken. Natürlich gibt es auch mutige Mischformen wie: Süßes Pummelchen oder Mollige Versuchung. Kreativität wird zur Wahrheit, die im Profil mit ein paar griffigen Sätzen optimiert wird. Zugegeben, das Formulieren ansprechender Texte mit Aufforderungscharakter ist so schwierig wieder nicht und wenn man schon den Schritt zum aufpolierten Selbstbild getan hat, folgt der nächste zwangsläufig. Polygame Frauenbeglücker und nimmermüde Verbalerotiker stoßen dann auf Anzeigen bindungswilligerDamen.

    „Wilde Maus, 45 Jahre, sucht treuen, ehrlichen, gutaussehenden Partner für alles, was zu zweit mehr Spaß macht. Ich bin eine attraktive Blondine, schlank, sportlich, nicht dumm. Suche Mann mit Stil und Niveau. Nicht jünger als 25 und nicht älter als 32! Mein Motto! Alles kann, nichts muss! *frechgrins!« Die geübte Chatterin weiß, was sie mit ihrem suggestiven Selbstbild, versehen mit einem Quäntchen Frivolität beim männlichen Leser auslöst. Jetzt braucht Frau in der Rubrik „Hobbies“ nur noch „Inliner“ oder „Mountainbike“ einzutragen, und schon ist das Fake aus der Taufe gehoben. Der Zulauf von Männern mit ausgeprägtem Libido-Mangel-Syndrom und vernebeltem Hirn ist gesichert. Schlagartig wird aus dem Biedermann ein vor Geilheit lechzender Potenzprotz, weil er glaubt, er sei auf einen besonders heißen Ofen gestoßen. Im Supermarkt nebenan hätte er bemerkt, dass er es nicht mit einem „Schmuse-Häschen“, sondern mit einem ausgewachsenen „Walross“ zu tun hat. Nicht auszudenken, wenn eine solch schwergewichtige Matrone von hundertzwanzig Kilo Nettogewicht Ernst machte, und in schrillem Outfit und rudernden Armen auf Inliner durch die Fußgängerzone donnerte. Vom omnipotenten Gigolo mit Tatoo am Steiß und Goldkettchen am Solar gebräunten Freizeitkörper würde nichts als ein plattgewalztes Abziehbild übrigbleiben, käme er dieser unförmigen Heimsuchung versehentlich in die Quere. Im übrigen ist es eine seltsame Illusion solch durchgeknallter Damen, die Kleidung lasse Gesicht und Figur vergessen! Gekämpft wird an allen Fronten und mit allen Mitteln. Pubertäre Pickelbübchen, Handelsvertreter in Damenunterwäsche und unscheinbare Kleinkrämer mutieren in der gleichen Geschwindigkeit zum Schmusetiger, Superman oder Latinlover. In Wirklichkeit sieht der getunte Bilderbuch-Adonis aus, als habe er einen Medizinball verschluckt und objektiv gesehen macht ihn der Faltenwurf im Gesicht einem Bernhardiner ähnlicher, als dem Filmhelden Richard Geere. In der Regel ist er mobil, verheiratet und hat drei schulpflichtige Kinder. Vom Muskelschwund befallene Milch-Bubies, einsame Buchhalterseelen und allzeit bereite Dünnbrettbohrer verwandeln sich in strahlende Märchenprinzen. Ob Glatze, Brille und Speckwampe, oder spindeldürre Beine, gnomenhafter Wuchs und übermäßige Transpiration, ganz egal, nichts hält den von wilder Liebeslust befallene Teilzeitsingle davon ab, im Netz herumzuwildern. So auch Joseph Koslowski, ehemaliger Sonderschüler für Lernbehinderte und heute zweiter Kassenwart des Kleintierzüchtervereins „SCHARFER ERPEL“. Er präsentiert sich mit einer beispiellosen Karriere als erfolgreicher Facility-Manager und Finanzvorstand einer bedeutenden Geflügelfarm. Vom hektischen Jagdfieber ergriffen, blättert er in den Profilseiten. In die engere Wahl kommt für ihn alles, was weiblich ist. Der „Kuschelbär mit Herz“ holt zum Rundschlag aus. »Attraktiver Mann in Führungsposition verwöhnt dich dauerhaft!« In legasthenischer Ausführlichkeit hebt er in seinen Nachrichten an Zuckerschnecke, Liebesengel und Scharfe Maus seine Vorlieben für Fellatio und Cunnilingus hervor! Selbstverständlich beherrscht Joseph der Flirtline-Lover alle gängigen Liebesstellungen, kann länger als seine Mitbewerber, sogar die Verknotungs-Künste des Kamasutra sind ihm nicht fremd. Mit dem Hinweis, er sei verschmust, liebevoll und häuslich, suggeriert er der Gegenseite das hoffnungsvolle Gefühl von Wärme und echter Zuwendung. Wahrscheinlicher aber ist, der ambitionierte Seitenspringer aus Reit im Winkel mit Tagesfreizeit und Dauerlust, will die Lacklady in Gundelsheim oder das Lederluder aus München-Pasing im Schweinsgalopp beglücken! Der Triebstau scheint enorm zu sein, - auf beiden Seiten. Und somit geschieht das Unvermeidliche! Sexylady Isabel, mit bürgerlichem Namen Else Kratochwil, anämisch, klapperdürr und kurzsichtig, chattet mit „Super-Popper“ Kevin, dem Gichtgeplagten. Im richtigen Leben heißt er Erwin Huber, ist Frührentner und gepeinigt von einem schweren Hüftleiden sowie einer sich anbahnenden Arthrose in der linken Schulter. Nichtsdestoweniger geht er in die Offensive und ins Detail. In höchsten Tönen rühmt er seine Standfestigkeit und Virilität, nennt die Maße 25 x 7 sein eigen und versichert, dass er nie genug kriegen könne. Else, erfasst von süßen Schauern und latenter Wolllust gesteht nun keck, sie sei an einer intimen Stelle gepierct und überdies rasiert. Erwin versteht den Hinweis und reagiert mit hormonell bedingten Balzritualen. Er habe kommende Woche in der Nähe einen Termin und könne auf einen Sprung vorbeikommen. Über das sich anbahnende Unheil schweigt des Sängers Höflichkeit und es hilft nur noch beten. Zu befürchten ist, jene cybermäßig gestylten Lackladys und Zuchtbullen würden sich nicht einmal dann erkennen, wenn sie sich in der Wüste Gobi auf einer Sanddüne verabredeten. Nur gut, dass Else dem vorzeitig gealterten „Super Popper“ nicht ihre Adresse gegeben hat.
    Geändert von shiba (16.04.2011 um 09:01 Uhr)
    Ich bin verantwortlich für das was ich sage
    nicht für das was Du verstehst


    mein Avatar zeigt den Ararat von der armenischen Seite im Sommer

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