In meinem Leben habe ich viel Umgang mit Menschen. Was mir dabei immer mehr auffällt ist, dass es immer mehr Suchtformen gibt – Alkohol, Drogen, Beziehungen, Kontrollsucht, Internet usw.
Das betrifft nicht unbedingt einmal Menschen, die sich evtl. in einer wirtschaftlichen Notlage befinden. Liegt es womöglich an „unserem“ Umgang mit sozialen Kontakten? Was für Ängste und Probleme verbergen sich dahinter? Wie kommen Partner und Freunde damit zurecht?
Ich zitiere einen Satz aus einem Buch von Wolfgang Schmidbauer „Die Angst vor Nähe“:
„Viele Süchtige sind mit einem Menschen verbunden, der ebensoviel Angst vor einer Gefühlsbeziehung hat uns sich in die umgekehrte, die progressive Haltung fixiert.“.....
Süchte sind für Betroffene und Angehörige alles andere als leicht zu verkraften. Es bedarf vermutlich einer starken Persönlichkeit, sich selbst davon zu befreien, bzw. freiwillig Hilfe anzunehmen.
Wenn Drogen, Alkohol usw. mehr Geborgenheit geben, gibt es überhaupt eine sinnvolle Möglichkeit, einem süchtigen Menschen so weit zu helfen, ohne dass man dabei selbst zu Schaden kommt? Oder brauchen wir immer mehr Therapeuten und Berater? Wie sieht das soziale Umfeld aus? Süchtig zu werden, ist doch i. d. R. ein schleichender Prozess - oder liege ich damit falsch?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 11
Thema: Sucht - ganz allgemein
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14.06.2008, 12:05Inaktiver User
Sucht - ganz allgemein
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15.06.2008, 17:06
AW: Sucht - ganz allgemein
tja ira...
ist mir zu abstrakt. was hat das ganze denn mit dir zu tun?
bifi
"Wenn Sie die Art und Weise ändern, wie Sie die Dinge betrachten, ändern sich die Dinge, die Sie betrachten."Max Planck - deutscher Physiker und Nobelpreisträger 1858-1947
Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmtAristoteles - Griechischer Philosoph
"Es ist nicht wie es ist, sondern so, wie Du denkst, dass es ist. "bifi
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16.06.2008, 00:46Inaktiver User
AW: Sucht - ganz allgemein
Geht mit ebenso
Zitat von bifi
Hast du ein Problem ira oder soll das eine allgemeine Umfrage
werden
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16.06.2008, 08:34
AW: Sucht - ganz allgemein
Bei Heroin kann das ganz schnell gehen.
Zitat von Inaktiver User
Ich verstehe aber auch Dein Anliegen hier nicht - soll es eine allgemein gesellschaftspolitische Betrachtung werden?
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21.06.2008, 02:11Inaktiver User
AW: Sucht - ganz allgemein
Entschuldigt bitte, dass ich mich erst jetzt wieder melde:
Teilweise trifft es mich persönlich (weil ich vor Jahren einmal selbst gemerkt habe, wie schnell man z. B. einmal zu Alkohol greifen kann, weil er entspannt - ich aber noch die Kurve bekommen habe) und dann eben im Bekanntenkreis.
Gut, nehmen wir mein Beispiel:
Außer mir hat es niemand gemerkt. Ich wollte stark sein, immer heiter, totale Gefühlskontrolle. Wenn ich es nicht einem Arzt erzählt hätte, womöglich hätte es ein Außenstehender gar nicht so schnell gemerkt, nicht einmal die Familie. Man hat auch Angst vor der Verurteilung.
Würdet Ihr es denn bemerken, wenn so etwas in nächster "Umgebung" geschieht? Ist das Thema "Sucht" einfach nur negativ (nix wie weg) oder würdet Ihr auch Hilfe anbieten?
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21.06.2008, 16:41
AW: Sucht - ganz allgemein
Schwer zu sagen, ob ich das merken würde. Verhaltensveränderungen vielleicht, gerötete Augen, Alkoholfahne.
Zitat von Inaktiver User
Hilfe anbieten? Sagen wir lieber: zum Aufsuchen von professioneller Hilfe ermutigen und auffordern. Mit persönlicher, privater Hilfe ist man schnell überfordert oder rutscht in die Co-Abhängigkeit.
Schau doch mal in den Strang im gleichen Unterforum "Nicht Maß halten können". Da macht sich eine Userin über den Konsum einer Freundin Gedanken. Sie schaut also nicht weg.
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21.06.2008, 16:54
AW: Sucht - ganz allgemein
es ist schwer wenn mann zum Beispiel helfen will. Der süchtig ist hört oft nicht zu und sagt immer ach ein mal noch usw. es ist wie in einem lied von Konni Kramer. Sie hat es gut zum thema gemacht. GAnz algemein zu rauschgift hat sie das Lied gesungen aber es läst sich auch für andere drogen nehmen. Nur heute ist das Lied nicht mehr modern. Ich war sehr klein als ich es hörte aber ich habe da raus gelernt keine Drogen zu mir zu nehmen!
Zitat von Inaktiver User
As the small talk ebbs away the silence is awkward. The Streets
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21.06.2008, 22:37
AW: Sucht - ganz allgemein
Hallo zusammen,
ein Süchtiger merkt evtl. gar nicht was mit ihm los ist. Es gibt Süchte die man gar nicht als Sucht definiert.Man kommt gar nicht auf die Idee das es eine Sucht sein kann.Es ist aber eine.Beziehungssucht zum Beispiel, man fühlt sich schlecht weiss aber nicht warum.
Wenn man diesem Menschen sagt :du bist Süchtig ,Was Antwortet der wohl????
Ich doch nicht du spinnst ja.In den allermeisten Fällen kommt diese Antwort.Ein Süchtiger muss sich selber helfen. Er muss merken jetzt geht es mir so schlecht jetzt brauche ich Hilfe.Man kann ihn draufstoßen aber mehr nicht.
schönen Abend
kleinemotte
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24.06.2008, 20:48Inaktiver User
AW: Sucht - ganz allgemein
Stimmt, man kommt gar nicht auf die Idee, dass etwas nicht stimmen könnte. Wohl erst, wenn es einem irgendwie schlecht geht und keine Ahnung hat warum. Freunde haben sich zurückgezogen, man selbst vielleicht auch - ein Teufelskreis irgendwie.
Zitat von kleinemotte
Du hast das Beispiel der Beziehungssucht genannt - davon habe ich ehrlich gesagt auch erst in den letzten Tagen gelesen, dass es so etwas überhaupt gibt.
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27.06.2008, 02:26
AW: Sucht - ganz allgemein
Wer ist man?
Redest Du von Dir?
Wär mir ins jedem Fall lieber.
Annahuna


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