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    Ausruf AW: Frage zu Drogen Pep (Amphetamine)

    tachchen,

    auch wenn dieser thread schon gefühlte 1000 jahre alt ist, verliert er wohl nicht an aktualität. ich, für meinen teil, bin schon n ziemlich "altes teil" (32). das erste mal habe ich amphetamine genommen als ich, keine ahnung, 19 oder 20 war. in dieser zeit auch ziemlich regelmäßig. dabei muss ich dazu sagen, dass ich schon als kleiner junge nix für parties, clubs oder sonst sowas übrig hatte. mir hat es viel mehr gegeben das ganze (konsumieren und erleben) mit nem kumpel zu machen, dabei wurden die möbel einmal komplett umgestellt, zwei wände wurden gestrichen (einmal mit orangener schwammtechnik und einmal n banales hellblau), eeewig lange gespräche wurden geführt (und sogar audio-mässig aufgenommen ums nochmal im nüchternen zustand zu hören), welche jedoch keinen "roten faden" hatten. einer hat was gesagt, der andere ist superkurz darauf eingegangen um dann mit nem neuen thema zu beginnen. irgendwann, wurde es auch wieder hell und wir sind spazieren gegangen. beim bäcker hatte sich dann jeder n käsebrötchen gekauft welches keiner runterbekommen hat ("sag mal, wird dein brötchen im mund auch immer mehr und größer?"). die stunden zogen so dahin. nach 63 h tag/nacht-rythmus war das zeuch dann alle. neues zu besorgen hatten wir keine lust, da wir uns im klaren waren, dass das nicht soooo gesund ist für uns.

    um von diesem trip runterzukommen haben wir ordentlich gekifft. die wirkung vom haschisch wurde, durch das amphetamin im körper, noch heftiger. das war nicht so wild, damit kannten wir uns ja aus. an diesem abend (und dem darauffolgenden tag) sind sicherlich 3-5 gramm haschisch geraucht worden. das hat sonst ne woche gereicht.

    als wir dann irgendwann wieder halbwegs nüchtern waren, das amphetamin aus dem körper gespült war (beim konsum unbedingt viel trinken und ausscheiden sonst stinkt ihr wie ne chemiefabrik), kam der "kater". der ganze körper hat sich angefühlt als wäre ich 91 jahre alt. wir hatten: rücken, beine, arme, finger, kiefer und streckenweise sogar fuß und, ganz wichtig, hunger (und appetit) auf fettige burger und pizza aus nem dönerladen mit fragwürdigen hygienischen voraussetzungen. gesagt getan... natürlich liefern lassen. draussen war, erstens, scheiss wetter, zweitens, zu kalt und drittens keine lust. das mit dem essen, vor allem was es zu essen gab, ist sicherlich ganz normal. der körper hat uns gesagt "he, keule, mein akku is leer! fett und zucker brauch ich jetzt, aber pronto".

    alles in allem kann ich heute berichten, dass es sich keinesfalls um eine "harmlose" droge handelt. wenn man schon konsumiert ist trinken das a und o, grüne tees wirken wunder aufgrund des hohen mineralgehaltes erweitert gehen auch immer bananen zu essen. da ist eigentlich alles drin was der körper während seiner "chemo-odyssee" verbrennt, lassen sich gut kauen und, vor allem, herunterschlucken.

    heute bin ich, wie eingangs erwähnt, 32 jahre alt. kiffen tue ich nicht mehr so häufig wie die jahre davor. das hat aber hauptsächlich was damit zutun, dass das gras hier unverschämt teuer ist bei durchschnittlicher qualität. ein bis zweimal im jahr hole ich mir dann doch noch n bisschen amphetamin weil manchmal denke ich gern an die "gute, alte zeit" zurück.

    abschliessend noch muss gesagt werden, dass sich hier keiner animiert fühlen soll "speed" oder ähnliches zu konsumieren, es ist jedoch wichtig seine eigenen erfahrungen zu machen um vielleicht anderen menschen zu helfen wenn es ihnen aufgrund von dem zeugs schlecht geht.


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    AW: Frage zu Drogen Pep (Amphetamine)

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    Geändert von BRIGITTE Community-Team (18.12.2018 um 11:10 Uhr) Grund: Provokanter Beitrag gelöscht

  3. Avatar von Tatra
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    AW: Frage zu Drogen Pep (Amphetamine)

    ... editiert ...,
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (18.12.2018 um 11:10 Uhr) Grund: Reaktion auf gelöschten Beitrag entfernt.


  4. Registriert seit
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    AW: Frage zu Drogen Pep (Amphetamine)

    Mein Freund hat 10 Monate lang Pep genommen, deshalb kann ich einiges darüber berichten.

    Wir sind übrigens keine Partygänger und schon über 40.

    Er hat in seinen 20ern verschiedene Drogen genommen, dann "nur" noch Alkohol getrunken.

    Er war wegen burnout länger krank geschrieben und wurde dann arbeitslos. In dieser Zeit tat sich eine Quelle für Pep auf und er fing er an, zu konsumieren. Auch zusammen mit Koks.
    Zunächst nur am Wochenende, dann immer häufiger. Ohne Arbeit war das ja kein Problem.
    Das war ein schleichender Prozess.

    Obwohl ich selbst keine Drogen konsumiere, habe ich tolerant reagiert. Ich wollte ihn nicht ändern und bin auch nicht der Typ Erzieherin. Ist ja ein erwachsener Mensch.

    Er hat es am Wochenende offen vor mir konsumiert. Später, als er immer häufiger zog, aber oft auch heimlich.

    Zunächst war er einfach nur gesprächiger, hat dann auch mehr Alkohol getrunken. Und zwei Tage wach bleiben, war kein Problem für ihn. Ich habe dann bei mir geschlafen, weil ich da nicht mithalten konnte und wollte.

    Seine Hände waren schwitzig und er berichtete über Herzrasen, welches er aber nicht als negativ empfunden hat. Mir fiel auch auf, dass er nur noch über sich redete und überhaupt kein Bedürfnis mehr hatte, mich zu berühren. Ich fühlte mich total abgelehnt.
    Auch dass man auf Speed oder Koks viel Lust auf Sex hat, traf bei ihm nicht zu. Im Gegenteil.

    Wenn er runter kam, hatte er ein extremes Schlafbedürfnis. 14 Stunden Schlaf waren kein Problem. Danach war er auch nicht gerade fit. Immer häufiger klagte er über Kopfschmerzen und andere körperliche Probleme. Ständig lief seine Nase.

    Mit der Zeit stellte sich eine extreme Persönlichkeitsveränderung bei ihm ein. Er wurde immer depressiver, gereizter und wollte niemanden mehr sehen. Auch zu seiner Familie brach er den Kontakt ab. Zum Teil, um in Ruhe zu ziehen, aber auch, weil er andere Menschen nicht mehr ertragen konnte.

    Aus dem liebevoll zugewandten Menschen wurde ein aggressiver, paranoider, der einem jedes Wort im Mund umdrehte, alles falsch verstand und selbst freundliche Aussagen als Kontrolle und Unterstellung interpretierte. Zum Schluss hat ihn meine bloße Anwesenheit aggressiv gemacht und er suchte ständig Streit.

    Zunächst habe ich gar nicht verstanden, warum er sich so verhielt und suchte die Schuld bei mir. Dann glaubte ich, seine Depressionen oder der Alkohol seien schuld.

    Er erzählte mir später, dass er einfach nichts mehr fühlen konnte. Für keinen Menschen. Die Beziehung zu mir war nur noch Ballast, obwohl ich ihm nie Vorwürfe wegen der Drogen machte und ihm seine Freiheit ließ.

    Nachdem er wegen Banalitäten vier mal Schluss machte (um dies am nächsten Tag zurück zu nehmen) und ich nicht mehr authentisch sein konnte, weil jedes Wort ihn ausrasten ließ, trennte ich mich von ihm. Das nahm ihm erstmal den Druck und er konnte in Ruhe weiterziehen.

    Wir waren in der Zeit noch befreundet, aber ich konzentrierte mich dann auf mein Leben.
    Wir trafen uns nicht mehr so oft und er war mir gegenüber nicht mehr aggressiv. Er wollte nur viel alleine sein, dämmerte vor dem Fernseher vor sich hin, ging tagelang nicht ans Telefon, wirkte extrem depressiv und meckerte allgemein viel rum - über das Leben im allgemeinen, aber nicht mehr über mich. Die Wohnung verließ er nur zum Einkaufen. Körperlich war er oft sehr angeschlagen. Abgenommen hat er aber nicht. Auch seine Wohnung und Körperhygiene waren weiter top in Ordnung.

    Er hat dann nach 10 Monaten Konsum wieder aufgehört (was nach seinen Aussagen nicht leicht war), hat eine Fernreise unternommen und ist dann in Kur gefahren. Die Zeit hat ihn wieder normal werden lassen und wir kamen wieder zusammen. Er ist jetzt wieder der selbe zugewandte, freundliche Mensch wie vorher.

    Mir hat er berichtet, dass er am Ende sogar Suizidgedanken hatte. Das Draufsein war wohl immer schön für ihn, aber das Runterkommen jedes Mal die Hölle.
    Als er in den Urlaub fuhr, hatte er schon drei Wochen nicht mehr gezogen und war immer noch niedergeschlagen. Er spielte mit dem Gedanken, seinem Leben ein Ende zu setzen. Erst danach ging es bergauf. Die Sonne und das Klima halfen auch gegen die Depressionen.

    Sollte ich jemals wieder merken, dass er konsumiert, würde ich mich sofort trennen und nicht mehr so lange tolerant zuschauen. Denn den eigentlichen Menschen, in den ich mich verliebt habe, gibt es nicht mehr unter Speed.

    Übrigens ist seine Nase als Folge vom Ziehen immer noch beschädigt.
    Geändert von Blumenfrau11 (28.12.2018 um 09:22 Uhr) Grund: Ergänzung

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